Profilbild von Lesezauber_Zeilenreise

Lesezauber_Zeilenreise

Lesejury Star
online

Lesezauber_Zeilenreise ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesezauber_Zeilenreise über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Tee mit Keksen und Gift – die Strickzirkel-Senioren und ihr zweiter kniffliger Fall

Tod zur Teetied
0

Inhaltsangabe Verlag:
Da wird der Tee kalt: der Norder Strickzirkel ermittelt!
Tödliche Teepause: Nach einer turbulenten Betriebsversammlung bricht der Norder Immobilienunternehmer Büsing tot zusammen. ...

Inhaltsangabe Verlag:
Da wird der Tee kalt: der Norder Strickzirkel ermittelt!
Tödliche Teepause: Nach einer turbulenten Betriebsversammlung bricht der Norder Immobilienunternehmer Büsing tot zusammen. Doch was wie ein Infarkt aussieht, entpuppt sich als heimtückischer Giftmord. Durch das neueste Mitglied involviert, stürzt sich der Strickzirkel rund um Seniorin Sefa und Ex-Kommissar Derk in die Ermittlungen. Zunächst deuten alle Hinweise auf eine junge Kollegin, aber viele hatten Grund, dem cholerischen Chef und Patriarchen den Tod zu wünschen. Zwischen Gebäck, Tee und Wolle rauchen die Köpfe, um auch diesen Fall zu lösen.

Meine Inhaltsangabe:
Büsing Senior, ungeliebter und cholerischer Chef einer Immobilienfirma, bricht tot an seinem Schreibtisch zusammen. Was zunächst wie ein Herzinfarkt aussieht, entpuppt sich bald als Giftmord: die Kekse zu seinem Tee waren mit Eisenhut versetzt. In Verdacht gerät sofort die jüngste der Kolleginnen des Büros, da diese sich mit Heil- und Giftpflanzen beschäftigt. Die hat Beziehungen zum Strickzirkel und so ist klar, dass Sefa, Derk, Rita, Gunda und Edith in die Ermittlungen einsteigen. Mit an Bord jetzt auch Ines, die neue Inhaberin der Wollstuuv und neues Mitglied des Strickclubs. Zwischen Strickarbeiten, Krintstuut, Tee und Schafen gehen die Hobbyermittler Spuren nach, halten Augen und Ohren offen und tauschen sich mit Line aus, Derks Tochter und leitende Ermittlerin im Giftmordfall. Der Fall nimmt die eine oder andere ungeahnte Wendung, doch der Strickzirkel strickt nicht mit heißer Nadel, sondern behält die Nerven und den Überblick.

Erster Satz: »Ich sehe ihn vor mir, wie er da sitzt, selbstgefällig und unantastbar.«

Mein Eindruck:
Nachdem mir Band 1 rund um die reifen Ermittler mit Strickzeug, Platt und Mini-Lovestory schon unterhaltsame Lesestunden beschert hat, habe ich mich riesig auf diese Fortsetzung gefreut. Tolle Idee, die Charaktere direkt zu Anfang nochmals kurz vorzustellen, so fiel der Einstieg leicht und ich war sofort wieder mittendrin. Dafür sorgte auch Manuela Sannes Schreibstil, den ich bereits aus der Rosa Fink-Reihe kenne und sehr schätze. Wie im Flug bin ich durch den durchdachten, unblutigen aber nicht harmlosen Fall gerauscht, musste über die resolute und platt schnackende Gunda schmunzeln (gut, dass deren Sätze hinten im Buch ins Hochdeutsche übersetzt wurden), hätte Sefa und Derk gern einen Schubs gegeben (zu süß, deren aufkeimendes spätes Liebesglück) und konnte herrlich miträtseln. Zwischendurch gibt es kurze Kapitel aus Tätersicht, was das Ganze noch spannender macht. Zu sagen, mir war die Lösung klar, wäre völlig übertrieben. Doch ich hatte eine leise Ahnung, konnte diese nur nicht festzurren. Das war spannend. Es kommen auch jetzt wieder Schafe, Hühner und Kater Momo vor, was für eine Menge Wohlgefühl und Herzwärme sorgt, ebenso wie die schönen, fernwehauslösenden Beschreibungen der Gegend. Die Hobby-Ermittler im fortgeschrittenen Alter sind erfrischend bodenständig, aber niemals langweilig, die nordische Unaufgeregtheit kommt gut durch. Hinten gibt es noch das Rezept für Gundas Krintstuut, den ich bereits nachgebacken habe. Lecker! Für mich ein Nordsee-Krimi, der absolut Lust auf mehr macht. Zum Wohlfühlen, aber auch mit ernsteren, härteren Tönen und dadurch eben nicht nur heile Welt, sondern auch realistisch. Freue mich jetzt schon sehr auf die Fortsetzung! 5/5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2026

Ein Leben kommt, ein Leben geht

Kerscheplotzer
0

Inhaltsangabe Verlag:
Spannend, kulinarisch und schreiend komisch.
Während Kriminalkommissarin Paula Stern im Kreißsaal eines Landauer Krankenhauses einer kleinen Pfälzerin das Leben schenkt, haucht ein ...

Inhaltsangabe Verlag:
Spannend, kulinarisch und schreiend komisch.
Während Kriminalkommissarin Paula Stern im Kreißsaal eines Landauer Krankenhauses einer kleinen Pfälzerin das Leben schenkt, haucht ein erwachsener Pfälzer ein Stockwerk höher sein Leben aus: Der Mann wacht nach einem Routineeingriff nicht mehr aus der Narkose auf. Da Paula die Einzige ist, die nicht an einen »normalen« Tod glaubt, ermittelt sie mit Baby Lotta im Gepäck eben auf eigene Faust. Und das ist bei Weitem gefährlicher als gedacht . . .

Meine Inhaltsangabe:
Landau im April: bei Kriminalkommissarin Paula Stern haben die Wehen eingesetzt, nichts wie ab ins Krankenhaus. Dort treffen sie und ihr Lebensgefährte Matthias Weber auf den ehemals besten Freund von Matthias, Florian, der sich einer Routine-OP am Knie unterziehen muss. Matthias verhält sich irgendwie abweisend, doch Paula hat erstmal keine Zeit darüber nachzudenken, weil Lotta kurz darauf das Licht der Welt erblickt. Tags darauf, Paula will Florian besuchen, wird sie Zeugin, wie dieser nach erfolglosem Wiederbelebungsversuch verstirbt. Für sie ist schnell klar: hier stimmt was nicht! Sie beginnt zu ermitteln und tritt dabei nicht nur dem Klinikpersonal auf die Füße, sondern bringt auch Matthias gegen sich auf. Der möchte, dass Paula sich mehr ihrer Mutterrolle widmet und sich selbst und ihr Baby nicht durch unüberlegte Handlungen in Gefahr bringt. Doch Paula wäre nicht Paula, wenn sie sich fügen würde. Als dann eine zweite Tote auftaucht, stecken sie und Keeser gemeinsam mal wieder bis über beide Ohren im aufregendsten Zeitvertreib überhaupt: der Mordermittlung!

Erster Satz: »Paula Stern kapitulierte.«

Mein Eindruck:
Ich habe mich schon gefragt, wie das wohl weitergehen soll mit den kulinarischen Mordermittlungen, wenn Paula erst mal Mama geworden ist. Doch meine Sorge war wohl unbegründet, denn Paula denkt gar nicht daran, ihren Job sein zu lassen. Sehr schön! Der Fall ist mal wieder äußerst spannend und zunächst auch nicht vorhersehbar. Zudem führt mich Gina Greifenstein kurzzeitig mal auf ein falsches Gleis voller Zweifel und Fragen. Lotta, die frischgeschlüpfte Neu-Pfälzerin, spielt zwar eine Rolle, tritt aber nicht in den Vordergrund. Dort tummeln sich wie gewohnt Paula, Keeser & Co., was ich ausgesprochen gut finde. Eine kleinen Narren gefressen habe ich ja an dem Medizinstudenten Tobi Kellermann und so ein kleines bisschen hoffe ich ja, er taucht in den Folgebänden vielleicht auch nochmal auf. Kulinarisch ist diesmal gar nicht soooo viel los (lässt sich in einem Krankenhaus ja auch eher schlecht umsetzen), dafür bekomme ich am Ende wieder Rezepte wie die Kürbissuppe, die Weinschaumsoße und natürlich den titelgebenden Kerscheplotzer. Auch die Infos/Tipps der Tatorte aus dem Buch sowie das Glossar fehlen wieder einmal nicht. Ich bin begeistert und freue mich mächtig darauf, wie dieser humorvolle und dennoch spannende Pfalz-Krimi aus Landau und Umgebung weitergeht. 5/5 Sterne. Bitte der Reihe nach lesen, ihr verpasst sonst echt was!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2026

Klingonen in Landau? Star Trek und Rotlichtmilieu

Quetschekuche
0

Inhaltsangabe Verlag:
Spritzig-witziges Krimivergnügen von der Meisterin des kulinarischen Pfalz Krimis.
Halloweentrubel in Landau: Im Pool eines angesehenen Richters treibt eine tote Außerirdische. Wenn ...

Inhaltsangabe Verlag:
Spritzig-witziges Krimivergnügen von der Meisterin des kulinarischen Pfalz Krimis.
Halloweentrubel in Landau: Im Pool eines angesehenen Richters treibt eine tote Außerirdische. Wenn das nicht Stoff für einen handfesten Skandal ist! Schnell ist geklärt, dass es sich bei der schönen Toten doch nur um ein ganz und gar irdisches Wesen handelt, dennoch bleiben genügend Fragen offen: Wer ist sie, und wer wollte ihren Tod? Und vor allem: Wie kam sie ausgerechnet in den Pool des Richters? Die Spur führt das fränkisch-pfälzische Dreamteam Stern und Keeser von der »Star Trek«-Party bis ins Landauer Rotlichtmilieu.

Meine Inhaltsangabe:
Richter Wolf gibt eine Star Trek-Halloween-Party für die Großkopferten von Landau. Hier ist alles versammelt, was Rang und Namen hat, unter den Gästen sind auch Keeser und Paula Sterns Chef Sonne. Paula wird hinzugerufen, jedoch nicht um mitzufeiern. Die Party endete nämlich abrupt, weil im Pool eine tote Klingonin treibt. Keiner scheint sie zu kennen, sie war offenbar kein geladener Gast. Paula ahnt, dass die angesehene Landauer Oberschicht einige pikante Geheimnisse hat, die Richtung Rotlichtmilieu gehen. Wer steckt da alles drin? Wer ist die Tote? Und wer ihr Mörder? Paula ist nicht nur hochschwanger, sondern auch hochmotiviert, den kniffligen Fall zu knacken. Auch wenn sie dabei dem einen oder anderen auf die Füße treten muss.

Erster Satz: »Frau Schdern, Sie misse schnell kumme, mir hänn do änni dodi Außerirdische!«

Mein Eindruck:*
Das Buch konnte ich nicht aus der Hand legen und habe es fast in einem Rutsch weggesuchtet. Die Story ist spannend und durch die Einbindung des Rotlichtmilieus und den damit einhergehenden Verstrickungen auch super interessant. Doch natürlich musste ich auch jetzt wieder viel lachen. Da das Setting eine Kostümparty mit Star-Trek-Motto ist, war das fast schon vorprogrammiert. Bei allem Humor konnte mich die Handlung aber auch echt fesseln und wurde gerade zum Ende, zum Show Down, richtig spannend und zum Mitfiebern. Auch jetzt gibt es am Ende wieder die obligatorischen Tatorte (Ausflugs- und Restaurant-Tipps), ein Glossar mit diversen Begriffserklärungen und einige Rezepte, die in der Geschichte vorkommen und die zum Nachmachen einladen: Mandarinen-Streuselkuchen, Mohn-Cookies, Quetschekuche (= Zwetschgen- bzw. Pflaumenkuchen) und Grumbeersupp (= Kartoffelsuppe). Wer humorvolle Regionalkrimis mit Flair, Dialekt, Humor, Spannung und liebenswerten Figuren mag, sollte sich diese Pfalz Krimi-Reihe unbedingt gönnen! 5/5 Sterne und ich freue mich, dass ich bereits die weiteren Folgebände habe, die ich in Kürze genießen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2026

Wer ist die Leiche im Kirchgarten?

Teufelstropfen
0

Inhaltsangabe Verlag:
Ein humorvolles Krimivergnügen mit Pfälzer Eingeborenen, deftigem Essen und einer Prise Mord.
Wenn ein harmloser Seniorenbegleitpudel eine Leiche in einem Kirchgarten findet, dann ...

Inhaltsangabe Verlag:
Ein humorvolles Krimivergnügen mit Pfälzer Eingeborenen, deftigem Essen und einer Prise Mord.
Wenn ein harmloser Seniorenbegleitpudel eine Leiche in einem Kirchgarten findet, dann kann das nur eines bedeuten: Es gibt Arbeit für das fränkisch-pfälzische Ermittler-Dreamteam Paula Stern und Bernd Keeser. Einen Mordanschlag später haben die beiden zwar Verdächtige zuhauf, aber noch keinen klaren Hinweis auf den Mörder. Muss es erst noch einen weiteren Toten geben ...?

Meine Inhaltsangabe:
Othello, der Pudel, den Paula Stern vorübergehend zur Pflege bei sich aufgenommen hat, avanciert zum PoPu (PolizeiPudel), als er eines Tages im Kirchgarten der alten Kirche in Minfeld einen skelettierten Finger ausbuddelt und zu Paula und Keeser bringt. Die besuchen dort gerade zusammen ein Orgelkonzert. Wo ein Finger ist, muss noch mehr sein und so finden sie bald die ganze Leiche. Der Zustand der sterblichen Überreste machen eine sofortige Identifizierung unmöglich, was die Ermittlungen, die Paula gemeinsam mit Krankheitsvertretung Weber anstellt (Keeser ist vom letzten Fall noch krankgeschrieben), schwierig macht. Auch das angespannte Verhältnis zwischen Weber und Paula trägt nicht gerade zur Entspannung bei ebenso wie die Tatsache, dass Paulas Freund Sebastian sie meidet. Dann ist da auch noch diese ständige Übelkeit, die Paula am liebsten einfach nur auf eine Magenverstimmung schieben möchte. Als kurz nach dem Leichenfund in der Kirche ein weiterer Mordanschlag geschieht, zieht sich der Kreis der Verdächtigen zusammen. Denn von denen gibt es genug, die Gerüchteküche von Minfeld brodelt.

Erster Satz: »Der Wasserhahn bohrte sich schmerzhaft in ihren Hinterkopf, als sie ruckartig den Kopf hob.«

Mein Eindruck:
Einfach klasse! Ein super spannender Fall, Figuren, die sich ihren Platz in meinem Herzen schon längst gesichert haben und ein Schreibstil, der sehr humorvoll, wunderbar leb- und bildhaft und richtig supergut zu lesen ist. Der neue Vertretungskollege bringt ordentlich Zunder in die Story, Paulas private Probleme lassen mich mitfühlen und die Dialoge zwischen Paula und Keeser bringen mich so oft zum Kichern. Viel Spannung also, gepaart mit ganz viel Humor, gekrönt mit immer mal wieder herrlichem Pfälzer Dialekt und einem schönen Setting (die Südpfalz ist halt auch schön). Das I-Tüpfelchen sind dann auch hier die kulinarischen und kulturellen Ausflugstipps, die in der Story vorkommen, aber auch im Anhang nochmal aufgeführt sind. Zudem gibt es auch jetzt am Ende wieder ein paar Rezepte. Diesmal: Dampfnudeln mit Weinschaumsoße und Walnuss-Orangenkuchen. Erstmals gibt es jetzt auch ein Glossar, in dem vorkommende Fachbegriffe aus der Polizeiarbeit und auch sonstige erklärt werden. Ich weiß jetzt z.B., wie der beleuchtete Kasten heißt, an den die Gerichtsmediziner oder Ärzte in Film und Fernsehen immer die Röntgenbilder ranhängen: Negatoskop. Ha! Wieder was gelernt! Ich feiere diese Krimireihe sehr, vergebe natürlich erneut die vollen 5/5 Sterne und habe direkt mit Band 5 losgelegt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2026

Mord, Mutterbesuch und Metzelsupp

Metzelsupp
0

Inhaltsangabe Verlag:
Die Idylle der Südpfalz ist für Benedikt Eichenlaub in dem Moment vorbei, als er tot in einem Landauer Parkhaus liegt. Paula Stern, kürzlich aus Franken zugezogen, und Bernd Keeser, ...

Inhaltsangabe Verlag:
Die Idylle der Südpfalz ist für Benedikt Eichenlaub in dem Moment vorbei, als er tot in einem Landauer Parkhaus liegt. Paula Stern, kürzlich aus Franken zugezogen, und Bernd Keeser, der Urpfälzer schlechthin, gehen die Ermittlungen an, doch die gestalten sich alles andere als einfach. Keeser gerät in tödliche Gefahr – und Paula muss sich nicht nur mit einem verhafteten Freund, sondern auch noch mit unangemeldetem Mutterbesuch herumschlagen. Das übersteht man nur mit deftigem pfälzischem Essen.

Meine Inhaltsangabe:
Der angesehene Unternehmer Eichenlaub liegt erschossen im Parkhaus. Seine Witwe ist für Kriminalkommissar Bernd Keeser keine Unbekannte, was die Ermittlungsarbeit und das gute Verhältnis zwischen Keeser und seiner Kollegin Paula Stern belastet. Doch nicht nur das macht Paula sorgen. Ihre Mutter steht plötzlich unangemeldet vor ihrer Tür, will einige Tage bleiben und nimmt dann sogar noch Ohtello, den Pudel von Paulas Nachbarin im Namen von Paula in Pflege, während sein Frauchen in Reha ist. Als wäre das nicht genug, wird Paulas Freund Sebastian eines schlimmen Verbrechens verdächtigt und kommt in U-Haft. Paula ist am Verzweifeln. Gut, dass sie sich mit dem Eichenlaub-Fall ein wenig ablenken kann. Doch der nimmt eine Wendung, die Keeser in höchste Gefahr bringt.

Erster Satz: »Sie hörte ein Handy wie aus weiter Ferne.«

Mein Eindruck:
Das war mal ein echt klasse Fall! Unvorhersehbar und mit einigen Wendungen, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Genauso wie die Nebenschauplätze rund um Paula, die einfach super eingewoben waren. Pudel Othello brachte eine gehörige Portion Wohlfühlgefühl mit rein und die Dialoge zwischen Keeser und Paula sind ohnehin immer sehr humorvoll. Doch diesmal war nicht alles eitel Sonnenschein. Mit Sebastian kommt einige Tragik mit ins Spiel und ich musste echt mitleiden mit Paula, die, was ihr Liebesleben betrifft, von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt alles durchmachen muss. Natürlich kommt auch hier das Essen nicht zu kurz. Bernd Keeser ist ein olles Schleckermaul und stiftet Paula immer wieder an, mit ihm in Landau und Umgebung essen zu gehen. Diesmal kocht er sogar selbst für Paula und zwar die beiden Gerichte, die am Ende als Rezept wiederzufinden sind: Metzelsupp und Fleeschknepp mit Meerrettichsoße. Außerdem gibt es auch noch die Rezepte Cappuccino-Marmorkuchen und Zitronen-Joghurt-Torte (beide kommen im Buch vor, Paula hat nämlich ihren 29. Geburtstag). Im Anhang finden sich daneben auch wieder interessante Ausflugstipps zu den „Tatorten“. Ich bin begeistert und stürze mich direkt auf Band 4 der Reihe. Von mir eine Empfehlung an alle, die humorvolle und dennoch spannende und kulinarisch untermalte Regionalkrimis mit Dialekt (herrlich, dieses Pfälzisch) mögen. 5/5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere