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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2026

Ohne Halt

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Lales Mutter kann und darf aufgrund ihrer Drogensucht nicht für sie sorgen. Da ihr Vater gerade eine Haftstrafe absitzt, übernimmt ein Freund die Pflegschaft. Das ist aber eigentlich nur auf dem Papier ...

Lales Mutter kann und darf aufgrund ihrer Drogensucht nicht für sie sorgen. Da ihr Vater gerade eine Haftstrafe absitzt, übernimmt ein Freund die Pflegschaft. Das ist aber eigentlich nur auf dem Papier der Fall. Lale wächst in einer Männer-WG auf, in die später auch ihr Vater zieht. Es gibt keine Regeln und keine Struktur, niemand kümmert sich richtig um Lale und ihre Bedürfnisse. Die Erwachsenen trinken viel und konsumieren Drogen. Frauen kommen und gehen. Richtigen Halt kann Lale niemand geben. Vor Missbrauch wird sie nicht geschützt.

Die Autorin schildert dies alles sehr neutral. Auf das Innenleben von Lale wird kaum eingegangen. Es ist erschreckend, was Lale alles erleben muss und dass niemand genauer hinguckt, wie es ihr wirklich geht.

Richtig überzeugen konnte mich das Buch aber nicht. Verwirrend fand ich die Ausblicke auf Lales Leben als Erwachsene, die immer wieder eingestreut werden. Zumal wir Lale gar nicht bis dahin begleiten. Ich hätte mir gewünscht, dass ich mehr Einblicke in Lales Emotionen bekomme. Außerdem hätte ich mir zum Abschluss Informationen erhofft, wie Lales Leben weitergegangen ist.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Gute Unterhaltung

Einatmen. Ausatmen.
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Die ersten Kapitel des Buches mochte ich sehr. Marlenes Gedanken und Reaktionen haben mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht und auch Alex leichte Überforderung beim Coaching mit Marlene. Ich hatte erwartet, ...

Die ersten Kapitel des Buches mochte ich sehr. Marlenes Gedanken und Reaktionen haben mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht und auch Alex leichte Überforderung beim Coaching mit Marlene. Ich hatte erwartet, dass der Humor sich durch das komplette Buch zieht, aber das ist leider nicht der Fall. Auch der Rest ist sehr unterhaltsam und flüssig geschrieben. Es gibt auch immer wieder amüsante Szenen. Marlenes "Wandlung" erfolgt aber überraschend schnell und ziemlich reibungslos. Einige Wendungen waren für mich sehr vorhersehbar. Nach dem starken Start hatte ich mehr erwartet, aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten. Wer eine leichte amüsante Lektüre für zwischendurch sucht, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Sehr gut recherchiert

Die Buchhandlung der Exilanten
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Man merkt dem Buch an, wie intensiv der Autor recherchiert hat. Er hat sehr viele Informationen zusammengetragen und verknüpft. Für mich war es aber zu trocken. Ich hatte erwartet, dass man in das Leben ...

Man merkt dem Buch an, wie intensiv der Autor recherchiert hat. Er hat sehr viele Informationen zusammengetragen und verknüpft. Für mich war es aber zu trocken. Ich hatte erwartet, dass man in das Leben der beiden Buchhändlerinnen eintaucht und nebenbei Informationen über die Literatur, Autor*innen und die Zeit bekommt. Die Informationen stehen aber im Vordergrund. Mir sind beide Frauen nicht nahe gekommen. Die Zeitsprünge haben mich verwirrt. Mir hätte eine chronologischer Erzählung der Ereignisse besser gefallen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Auf mich hat sich das Feuer nicht übertragen

Trag das Feuer weiter
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Mir war zunächst nicht bewusst, dass das Buch der letzte Band einer Trilogie ist. Er lässt sich unabhängig voneinander lesen, aber ich vermute, dass man mehr Bezug zu den Figuren hat, wenn man die ersten ...

Mir war zunächst nicht bewusst, dass das Buch der letzte Band einer Trilogie ist. Er lässt sich unabhängig voneinander lesen, aber ich vermute, dass man mehr Bezug zu den Figuren hat, wenn man die ersten beiden Bände auch gelesen hat.

Mich konnte die Geschichte leider nicht fesseln. Nach dem Klappentext hatte ich erwartet, dass sich Mia aktiv mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzt. Stattdessen wird die Vergangenheit geschildert. Dabei steht Mia gar nicht immer im Vordergrund und die Perspektivwechsel und zeitlichen Sprünge haben mich oft verwirrt und den Lesefluss unterbrochen. Insgesamt hat mein Interesse zunehmend abgenommen, weil mir die Figuren nicht nahe gekommen sind und es immer wieder Längen gab. Die Einblicke, wie die Familie in Marokko lebt und welche Abgrenzungen es in der Gesellschaft gibt, fand ich interessant. Das hat aber nicht ausgereicht, um mich für das Buch zu begeistern.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Fragmente

Wahnsinnszeit
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Für mich war das Buch eher eine Aneinanderreihung von Fragmenten als eine ausführliche zusammenhängende Geschichte. Die Wechsel zwischen Ich-Erzählerin, die sich an die Vergangenheit erinnert und in dritter ...

Für mich war das Buch eher eine Aneinanderreihung von Fragmenten als eine ausführliche zusammenhängende Geschichte. Die Wechsel zwischen Ich-Erzählerin, die sich an die Vergangenheit erinnert und in dritter Person geschilderten Episoden fand ich etwas verwirrend. Mir hätte eine Erzählform besser gefallen. Mir sind die Figuren ziemlich fremd geblieben, weil immer nur Bruchstücke erzählt werden und wenig auf das Innenleben eingegangen wird. Der Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung werden zwar immer wieder eingestreut, spielen für die Figuren und ihre Erlebnisse aber nur begrenzt eine Rolle. Insgesamt werde viele Themen angerissen. Ich hätte es interessanter gefunden, wenn es weniger Themen und dafür mehr Tiefe gegeben hätte.

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