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Veröffentlicht am 13.04.2018

Annie und Vince- Teil 2 der Enforcement Reihe

Law Enforcement: New York
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Inhalt: Annie leidet schon so lange unter den Gewaltausbrüchen und Vergewaltigungen ihres Mannes, dass sie Hilfe gar nicht zulassen will, weil sie es eh als hoffnungslos ansieht. Officer Vince Carter schafft ...

Inhalt: Annie leidet schon so lange unter den Gewaltausbrüchen und Vergewaltigungen ihres Mannes, dass sie Hilfe gar nicht zulassen will, weil sie es eh als hoffnungslos ansieht. Officer Vince Carter schafft es Stück für Stück, sie aus der Hölle rauszuholen, doch ihr Mann lässt nicht locker und setzt alles daran, dass sie auch kein anderer bekommt.

Spannung: Wenn man bedenkt, wie vielen Frauen es so geht wie Annie, entweder so oder so ähnlich, dann hat man beim Lesen wirklich Gänsehaut und wird so mitgerissen, zwischen diesem ewigen Gefühlschaos, dass Annie empfindet, gerade weil sie auch total abgeschottet ist und immer die Angst über ihr schwebt, wieder etwas falsch gemacht zu haben. Ich war wirklich mitgerissen von all diesen Erlebnissen, die wirklich spannend bleiben bis zum Schluss!

Humor: Der eine oder andere Schlagabtausch zwischen den Kollegen lockert das doch sehr ernste Thema ab und zu mal auf und ist genau richtig portioniert.

Romantik: Süss zu lesen, wie Vince und Annie aufeinander zugehen, wie die Gefühle da sind, auch wenn sie nicht sein dürfen, Annie immer wieder versucht, sie zu unterdrücken, es aber doch nicht schafft. Und auch für Vince ist es eher ungewöhnlich, weil er eher als der Playboy und Draufgänger bekannt ist und nun in eine solch schwierige Situation kommt.

Autor und Umsetzung: Das Autorenduo hat wieder mal gute Arbeit geleistet, eine tolle, spannende Geschichte geschaffen, wo sämtliche Protagonisten sehr authentisch rüberkommen und man sich in jede einzelne Person super einfühlen kann. Der Spannungslevel wird bis zum Schluss gehalten. Tolle, tiefgründige Story, gut entwickelt.

Personen: Annie möchte man am liebsten für all das, was sie erlebt, ganz fest in die Arme nehmen und am liebsten einmal den Vergessen-Knopf drücken. Sie ist so tapfer und so mutig und man kann ihre Reaktionen so nachvollziehen, zwischen Hoffnung und wieder Hoffnungslosigkeit, bis sie in Vince doch jemanden sieht, der ganz anders ist, als sie es bisher kennt. Auch ihre Schwester ist so lieb und besorgt und das Team von der Wache ist einfach nur klasse, wie eine große Familie, wo jeder füreinander da ist.

Fehler, Grammatik,Rechtschreibung: Flüssig geschrieben, nicht holprig, stockend oder mit vielen Fremdwörtern durchsetzt. Genau wie man es bisher auch von beiden Autorinnen kennt und mag.

Besonderes: Toll ist, dass das Pärchen aus Underground Fights (Sean und Carrie) hier ihre Geschichte weiter erleben. Da alle miteinander befreundet sind, ist es schön zu lesen, was aus ihnen wird und wie sie alle zueinander stehen.

Seitenanzahl/Länge: ca.190 Seiten in der Printausgabe für 7,99€ oder 2,99€ als Ebook sind für die Story und Länge gerechtfertigt.

Cover/Titel: Ich war der Meinung, dass ich die Story schon mal gelesen habe, aber unter einem anderen Cover oder sogar Titel? Die neue Aufmachung gefällt mir besser, gerade die Reihe ist ja ziemlich einheitlich mit einem Bild der Stadt und dem Foto des Officers, um den es in der Story geht und trotzdem so ausdrucksstark. Gefällt mir sehr gut und ist toll getroffen.

Gesamtbewertung: Mir gefällt der zweite Teil besser als der erste, obwohl ich die Bücher von Nadine Kapp und Freya Miles sowieso gerne mag, eben weil die Geschichten spannend, tiefgründig und emotional aufgebaut sind. Und jede auf ihre Weise schön. Hier ist auch ein Werk vollbracht worden, was den Leser mit sämtlichen Empfindungen abholt, auch wenn es teilweise schon ganz schön heftig ist, aber das Verstehen, wie so eine Person sich fühlt und durchlebt ist klasse umgesetzt worden und man hat nicht einmal das Gefühl gehabt, da ist irgendetwas übertrieben gewesen. Ich hab mich gut unterhalten gefühlt und kann es deshalb sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 12.03.2026

Zwischen Trümmern und Glauben – Lottes Weg aus Ideologie und Schuld

Uns trägt die Hoffnung
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Der Roman führt zurück zur Familie Kaiser und konzentriert sich diesmal auf Lotte, Friedas Tochter, die in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs und der schweren Nachkriegszeit in Dresden ihren eigenen ...

Der Roman führt zurück zur Familie Kaiser und konzentriert sich diesmal auf Lotte, Friedas Tochter, die in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs und der schweren Nachkriegszeit in Dresden ihren eigenen Weg finden muss.

Während die Hoffnungen vieler Deutscher auf den „Führer“ zerbrechen und die Realität von Krieg, Besatzung und Verlust sichtbar wird, gerät auch Lottes Weltbild ins Wanken. Enteignung, Angst und ein Leben auf engstem Raum prägen den Alltag und lassen zugleich tiefe moralische und persönliche Konflikte entstehen.

Besonders eindrücklich zeichnet die Geschichte Lottes inneren Zwiespalt nach. Zwischen den Ideologien und Prägungen ihres Umfelds und dem wachsenden Bewusstsein, dass menschliche Macht niemals das Heil für alle bringen kann. Begegnungen, Gespräche, unter anderem mit dem russischen Offizier Alexei und die Erfahrungen von Leid, Schuld und familiären Spannungen führen bei ihr zu einem tiefen Nachdenken über Verantwortung, Gnade und Vergebung.

Gerade diese geistliche Entwicklung bildet den stärksten Kern des Romans. Schritt für Schritt erkennt Lotte, dass Orientierung nicht in politischen Führern oder menschlicher Weisheit liegt, sondern im Vertrauen auf Gott. Bibeltexte, Erinnerungen und die Auseinandersetzung mit eigenen Fehlern geben ihr Halt und eröffnen eine neue Perspektive: selbst in den Trümmern der Geschichte ist Veränderung möglich.

Die wechselnden Zeitebenen – zwischen Kriegszeit und der Zeit danach – vertiefen das Verständnis für die Entscheidungen der Figuren: Wer folgte der Masse, wer widersetzte sich und welche Folgen hatte beides? Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild von Mut, Schuld und Verantwortung.

Neben dieser starken inhaltlichen Ebene vermittelt der Roman auch ein lebendiges Bild Dresdens und seiner Geschichte. Der Lokalkolorit und die historischen Hintergründe lassen die Atmosphäre der Zeit greifbar werden.

Kleinere Schwächen, etwa wiederholte sprachliche Ausrufe, einige moralisch locker gezeichnete Situationen oder Witze auf Kosten des Regimes, die stellenweise leichtsinnig wirken, mindern den Gesamteindruck etwas, können jedoch die zentrale Stärke des Buches nicht überdecken: die eindringliche Darstellung eines Glaubensweges in einer Zeit, in der alles Gewohnte zerbricht.

So bleibt vor allem Lottes Entwicklung im Gedächtnis. Vom beeinflussten jungen Mädchen hin zu einer Frau, die erkennt, dass jeder Mensch eine Wahl hat und dass Vertrauen auf Gott selbst in größter Not Hoffnung schenken kann.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 22.02.2026

Wenn die Wut hochkocht – Leo lernt starke Gefühle zu verstehen

Leo und der Turm (Wut)
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Starke Gefühle und Wut stehen im Mittelpunkt dieses Bandes der Leo-Reihe. Gerade beim Spielen passiert es schnell: Etwas klappt nicht wie erhofft, die Situation kippt und plötzlich ist sie da, diese überwältigende ...

Starke Gefühle und Wut stehen im Mittelpunkt dieses Bandes der Leo-Reihe. Gerade beim Spielen passiert es schnell: Etwas klappt nicht wie erhofft, die Situation kippt und plötzlich ist sie da, diese überwältigende Wut. Man ärgert sich nicht nur über das Missgeschick selbst, sondern auch über vermeintlich ungerechte Reaktionen anderer. Es brodelt, es kocht und ehe man sich versieht, tut man etwas, das man im nächsten Moment zutiefst bereut.

Genauso ergeht es auch Leo. Seine Emotionen gehen mit ihm durch, bis etwas geschieht, das sich nicht mehr rückgängig machen lässt. Dieses ehrliche und alltagsnahe Szenario macht die Geschichte besonders greifbar für kleine Zuhörer.

Einfühlsam versucht Leos Mama, die Situation ohne Standpauke oder Strafe zu klären. Sie begegnet ihm mit Verständnis und erzählt offen, dass auch sie selbst solche Gefühle kennt. Dadurch fühlt Leo sich nicht allein oder beschämt. Auch der Bezug zu Gott wird aufgegriffen, wie Gott über unser Verhalten denkt und dass starke Gefühle nichts Ungewöhnliches sind.

Hier bleibt allerdings ein kleiner Wunsch offen: Eine deutlicher ausgearbeitete Entschuldigung hätte der Botschaft noch mehr Tiefe verliehen. Auf den Illustrationen lässt sich zwar erahnen, dass eine Versöhnung stattfindet, doch gerade im Zusammenhang mit dem Glaubensaspekt wäre eine klarere Ausführung des „Warum“ und „Wie“ sehr bereichernd gewesen. Das Thema hätte hier noch mehr Potenzial entfalten können.

Dennoch ist der Lösungsweg insgesamt schön gestaltet, und der zu Beginn zitierte Bibeltext ist passend gewählt. Die Illustrationen sind erneut ein echtes Highlight: Durch lebendige Gesichtsausdrücke und detailreiche Szenen werden Gefühle und Stimmungen eindrucksvoll transportiert. Man spürt förmlich die Dynamik der Situation. Auch die Suche nach den Motiven im Einband macht wieder Freude und bietet eine spielerische Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen.

Insgesamt ist auch dieser Band eine wertvolle Ergänzung der Leo-Reihe. Für Kinder von 2–4 Jahren gut verständlich und gleichzeitig eine hilfreiche Unterstützung für Erwachsene, die im turbulenten Alltag neue Wege im Umgang mit starken Emotionen ausprobieren möchten. Gemeinsam Strategien entwickeln, Rückschläge aushalten und miteinander wachsen. Genau dazu lädt dieses Buch ein.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Ein berührender Roman über Stärke und Verantwortung

Goldsommer
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Dieser Roman erschien bereits 2011 – und nun habe ich ihn sowohl gelesen als auch als Hörbuch gehört. Dabei war ich positiv überrascht, wie sehr mich die Geschichte berührt hat. Auch wenn das Cover auf ...

Dieser Roman erschien bereits 2011 – und nun habe ich ihn sowohl gelesen als auch als Hörbuch gehört. Dabei war ich positiv überrascht, wie sehr mich die Geschichte berührt hat. Auch wenn das Cover auf den ersten Blick nicht ganz so ansprechend wirkt, überzeugt der Inhalt umso mehr.

Die 14-jährige Amrei muss sich allein um Haus und Hof kümmern, während Vater und Bruder im Krieg sind. Zusätzlich trägt sie die Verantwortung für ihren kleinen Neffen, da die Schwägerin weder arbeiten noch sich kümmern will.
Auch die demenzkranke Oma Wanner nimmt sie zu sich – aus Pflichtgefühl und Herzensgüte.
Schon früh lernt Amrei, was es heißt, stark zu sein, sich zu behaupten und die Entbehrungen des Krieges zu tragen. Viele dramatische und bewegende Szenen lassen einen tief mit ihr fühlen, die, statt Kind zu sein, viel zu schnell erwachsen werden muss.

Amrei ist burschikos, mutig und fleißig, aber auch stur und ungestüm. Manchmal übernimmt sie sich, meint es gut und tritt anderen dennoch unbeabsichtigt auf die Füße. Gerade das macht sie menschlich und nahbar. Durch den Engländer Tom und die Tierärztin Angela erkennt sie schließlich, dass man nicht alles allein schaffen muss.

Was den Glauben betrifft, hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Nur gelegentlich bringen Oma Wanners Trost oder Amreis stille Gebete einen Hauch von Spiritualität in die Geschichte.

Der Roman spielt während des Zweiten Weltkriegs und in den Nachkriegsjahren, historische Ereignisse werden jedoch eher angerissen. Der Einstieg verläuft ruhig, gewinnt aber an Fahrt, als das Geheimnis der Schwägerin ans Licht kommt. Einige Szenen auf dem Pferdehof wirken etwas skurril – man fragt sich, warum Zusammenhänge erst so spät erkannt werden und die Erwachsenen so gutgläubig reagieren. Auch das Verhalten der Lehrer gegenüber Micki fand ich stellenweise merkwürdig.

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse etwas, wodurch die Geschichte leicht überladen wirkt. Insgesamt aber ist es ein berührender Roman über Stärke, Verantwortung und Mut – mit kleinen Schwächen, aber viel Herz und einer Protagonistin, die man so schnell nicht vergisst.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Licht im Dunkel: Ein Roman über Schuld, Hoffnung und Gottes Gnade

Erinnerungen aus Glas
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Dieser Roman hat mich sehr bewegt. In zwei Zeitebenen wird nicht nur das Schicksal mutiger Menschen erzählt, die während des Zweiten Weltkriegs in Holland jüdischen Kindern zur Flucht verhalfen, sondern ...

Dieser Roman hat mich sehr bewegt. In zwei Zeitebenen wird nicht nur das Schicksal mutiger Menschen erzählt, die während des Zweiten Weltkriegs in Holland jüdischen Kindern zur Flucht verhalfen, sondern auch die erschütternde Wahrheit, dass Angst und Selbsterhaltungstrieb sie gleichzeitig zu Verrat an ihren Landsleuten führten. Besonders schockierend war für mich die Erkenntnis, dass sogar Juden für die Deportation anderer Juden verantwortlich gemacht wurden – ein Fakt, den die Autorin durch Augenzeugenberichte und Dokumente eindrucksvoll belegt.

Die Handlung um Eliese, Josie und Samuel macht das Leid und die innere Zerrissenheit jener Zeit greifbar. Und doch führt die Autorin ihre Leser über die Grausamkeiten hinaus in eine Ebene, die tiefer reicht: den Blick auf Gottes Handeln. Während Hass, Angst und Misstrauen herrschen, bleibt Er der Einzige, der treu ist. In Ihm liegt die Hoffnung, dass aus den dunkelsten Trümmern neues Leben wächst.

Gerade in der Geschichte von Ava Drake, die Jahrzehnte später die Geheimnisse ihrer Familie entdeckt, wird deutlich, wie Schuld und Verstrickungen Generationen prägen können. Doch über allem steht die Botschaft, dass es Vergebung gibt. Der Roman erinnert daran, dass Jesus Christus derjenige ist, der zersplitterte Leben wieder zusammenfügt, wie ein Mosaik aus Glas, das in Seinem Licht neu erstrahlt.

Für mich ist dies nicht nur ein historischer Roman, sondern auch ein Zeugnis für Gottes souveräne Führung: dass Seine Liebe größer ist als menschliche Schuld, dass Seine Gnade tiefer reicht als unsere Verzweiflung und dass Versöhnung selbst dort möglich ist, wo wir es uns kaum vorstellen können.

Dieser Roman fordert Aufmerksamkeit und Zeit – aber er schenkt auch Hoffnung und Glauben. Er bewahrt die Erinnerung, ruft zur Menschlichkeit auf und macht Mut, sich an Gottes Zusagen festzuhalten.

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