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Veröffentlicht am 21.06.2026

Cyberterrorismus trifft Deutschland – trendiger, hochaktueller Thriller

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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In „Code Null“ werden die Auswirkungen und die Anfälligkeit von Infrastrukturen in Deutschland bzw. Europa durch Cyberterrorismus aufgezeigt – brisant, hochaktuell und wahnsinnig spannend.

Um was geht ...

In „Code Null“ werden die Auswirkungen und die Anfälligkeit von Infrastrukturen in Deutschland bzw. Europa durch Cyberterrorismus aufgezeigt – brisant, hochaktuell und wahnsinnig spannend.

Um was geht es?
Die IT-Spezialistin und Hackerin Charlie ist irritiert. Sie ist auf dem Weg zum Geburtstag ihres Neffen als um 16:05 Uhr ihr Navigationssystem auf einmal nicht mehr richtig funktioniert. Zunächst glaubt sie noch an einen Zufall, aber irgendwie kommen ihr die darauffolgenden Berichte seltsam vor. Tage später erhält sie einen Alarm ihres selbstgeschriebenen Trading-Programms, das abgestürzt ist – wieder um 16:05 Uhr. Charlie glaubt nicht mehr an einen Zufall und forscht nach. Was sie findet, überrascht und beunruhigt sie zugleich – Cyberterrorismus in Europa. Gemeinsam mit den offiziellen Ermittlungsstellen des CSA5 und ihrer selbstprogrammierten KI KIM begeben sie sich auf die Jagd nach den Hackern. Doch die Uhr tickt unaufhörlich weiter …

Protagonistin des Buches ist die geniale IT-Spezialistin Charlie, die Probleme sehr strukturiert angeht und in Mustern denkt. Sozial ist sie etwas schwach aufgestellt. Sie sagt, was sie denkt – egal wie ihr gegenüber reagiert. Ungerechtigkeiten führen bei ihr zu Kurzschlussreaktionen. Das macht sie auch als Hauptcharakter des Buches für den Leser schwer vorhersehbar. Man mag sie, ist fasziniert von ihr und schüttelt gleichzeitig auch immer mal wieder den Kopf über sie. Zahlreiche Nebencharaktere begleiten sie, mit denen es immer wieder interessante Spannungsfelder gibt. Spannend ist dabei vor allem der Leiter des CSA5-Ermittlungsteams Lukas, der selbst ein Päckchen aus seiner Vergangenheit mit sich herumschleppt, Charlies nerdige Art aber gut zu nehmen weiß. Insgesamt macht es wahnsinnig viel Spaß die Intrigen, Irrungen und Verwirrungen sowie Doppelspiele der einzelnen Charaktere zu verfolgen, mitzuraten und mitzufiebern und schlussendlich zu hoffe, dass alles gut ausgeht.

Die Story befasst sich mit dem hochaktuellen Thema des Cyberterrorismus und zeigt gut auf, wie stark wir heutzutage von „der Technik“ abhängig sind. Schon kleinste Verschiebungen haben dabei riesige Auswirkungen auf Infrastrukturen und Märkte. Die Fakten sind hier eingebettet in eine spannende Geschichte mit tollen Haupt- und Nebencharakteren und einer regelrecht menschlichen KI KIM, die auch gerne mal ihr Eigenleben entwickelt und fast schon zwischenmenschliche Gefühle zeigt – eine Entwicklung, die ich persönlich durchaus wahrscheinlich finde. Das Buch selbst weist die eine oder andere überraschende Wendung auf, ist aber in sich schlüssig und alle Entwicklungen plausibel. Mir persönlich hat es viele schöne Lesestunden beschert und war ein echter Pageturner. Ich freue mich schon auf Band 2 der Reihe rund um Charlie und KIM 😊

Fazit:
„Code Null“ ist der Auftakt einer Reihe von Florian Schwiecker, die sich mit Themen rund um Cyberterrorismus und Hacken beschäftigt. Das Buch ist für jeden technik- und/oder computeraffinen Thriller-Fan ein Must-Read. Wer mit Themen rund um KI, Digitalisierung, modernsten Technologien, Computern und Machine Learning nichts am Hut hat, sollte aber besser die Finger davonlassen. Für alle anderen Thriller-Fans eine ganz klare Leseempfehlung meinerseits.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Die eigene Tochter oder die Welt – spannender, hochbrisanter Politthriller

In den Fängen der Verräter
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„In den Fängen der Verräter“ ist der Abschluss von Tuomas Oskaris Trilogie rund um den finnischen Politiker Leo Koski – ein Pageturner der Spitzenklasse.

Um was geht es?
Leo Koskis kleine Tochter Daniela ...

„In den Fängen der Verräter“ ist der Abschluss von Tuomas Oskaris Trilogie rund um den finnischen Politiker Leo Koski – ein Pageturner der Spitzenklasse.

Um was geht es?
Leo Koskis kleine Tochter Daniela wird entführt. Die Forderung: „Besuchen Sie den amerikanischen Präsidenten Tyler und sorgen Sie dafür, dass die USA auch wirklich aus der NATO austreten.“ Leo ist entsetzt. Wenn die USA die NATO verlassen, spielt Leo den Russen in die Hände und gefährdet sein Heimatland Finnland. Sorgt er nicht dafür, riskiert Leo das Leben seiner Tochter. Als er zu seinem Termin beim Präsidenten erscheint, ist Leo überrascht. Neben ihm ist auch die Journalistin Ashley Pegula anwesend. Und nicht nur das: Präsident Tyler ist völlig betrunken. Plötzlich bricht der Präsident zusammen und Leo und Ashley befinden sich gemeinsam auf der Flucht. Denn der Präsident wurde vergiftet und die Ereignisse nehmen einen verhängnisvollen Lauf.

Vorab – ich bin etwas blauäugig in das Buch gestartet, da es mein erster Tuomas Oskari war und ich nicht wusste, dass „In den Fängen der Verräter“ der Abschluss einer Trilogie ist. Aber ich muss sagen, dass ich keine Probleme hatte, der Handlung zu folgen und auch mit den Charakteren schnell zurechtkam.

Protagonist des Buches ist Leo Koski. Früher finnischer Politiker lebt er nach einem persönlichen Schicksalsschlag nun mit seiner Tochter in den USA, genauer gesagt im politischen Zentrum Washington DC. Seine Tochter wächst regelrecht überbehütet auf. Zunächst hat man den Eindruck, dass Leo fast an Verfolgungswahn leidet. Aber die Ereignisse geben ihm letztendlich recht. Auch wenn Leo sich aus der Politik zurückgezogen hat, hat er immer noch ein großes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Menschheit, insbesondere gegenüber seines Heimatlandes Finnland. Er ist clever, erkennt Zusammenhänge und ist immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Lösungen, die allen dienen. Im Verlauf des Buches begleiten ihn unterschiedlichste Nebencharaktere: Journalisten, Politiker, Geheimdienstler und mehr. Doch so richtig vertraut Leo keinem von ihnen und diese Beziehungen stellen eher Zweckgemeinschaften dar, die zu interessanten Verwicklungen und Entwicklungen führen. Eine größere Rolle spielt dabei die junge, ehrgeizige Journalistin Ashely Pegula, die zwar selbstlos wirkt, aber doch etwas zu verbergen scheint.

Das Buch selbst ist unglaublich spannend und war für mich ein richtiger Pageturner. Die Kapitel sind kurz, was ich persönlich sehr liebe. Zum Anfang fand ich es allerdings etwas anstrengend, da wir auch sehr viele unterschiedliche Charaktere in kurzer Zeit kennenlernen und die vielen Wechsel das Merken der einzelnen Personen erschwert haben. Ist man aber erst mal drin, fliegt man förmlich durch die Seiten und erlebt durch die kurzen Kapitel eine unglaubliche Dynamik. Die Story hat ein paar echte Überraschungsmomente, einige rasante Szenen, eine durchdachte Storyline und bleibt dabei doch immer nachvollziehbar und plausibel. Insgesamt habe ich mit dem Buch viele schöne und spannende Lesestunden verbracht und auch noch Lust bekommen, Band 1 + 2 nachzuholen 😊

Fazit:
„In den Fängen der Verräter“ schließt die „Leo Koski“-Trilogie von Tuomas Oskari ab. Es kann in meinen Augen aber auch gut Standalone gelesen werden. Es handelt sich um einen spannenden, hochbrisanten Politthriller, der im Weißen Haus angesiedelt ist und weist eine gute Mischung aus Politik, rasanten Szenen, Überraschungen und einer plausiblen Story auf. Für mich war es ein echter Pageturner. Thrillerfans, die allerdings kein Interesse an Politik haben, sollten lieber die Finger von dem Buch lassen.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Eine Party, ein Mord, dunkle Geheimnisse – ein Psychothriller der etwas anderen Art

Party of Liars
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Bei „Party of Liars“ handelt es sich um einen subtil erzählten Psychothriller, der weniger auf Schockeffekte abzielt, sondern nach und nach die düsteren Geheimnisse der Protagonisten an die Oberfläche ...

Bei „Party of Liars“ handelt es sich um einen subtil erzählten Psychothriller, der weniger auf Schockeffekte abzielt, sondern nach und nach die düsteren Geheimnisse der Protagonisten an die Oberfläche holt – so düster, dass sie letztlich in einem Mord gipfeln.

Um was geht es?
Sophie feiert ihren 16. Geburtstag auf dem luxuriösen Anwesen ihres Vaters Ethan und dessen neuer Frau Dani. Neben ihren Freunden sind auch zahlreiche Einwohner des Dorfes und Freunde ihres Vaters eingeladen. Der Alkohol fließt in Strömen und löst die Zungen. Personen, die sich lange aus dem Weg gegangen sind, treffen aufeinander und alte Konflikte leben wieder auf. Mittendrin in dem Geschehen befinden sich vier Frauen: Ethans Ex-Frau Kim, Ethans neue Frau Dani, die Nanny Órlaith und Sophies beste Freundin Mikayla. Dann geschieht auf einmal ein Mord. Doch wer ist Opfer und wer Täter?

Dieses Buch hat gleich vier Protagonistinnen aus deren Sicht es erzählt wird: Kim, Dani, Órlaith und Mikayla. Kim ist die Ex-Frau von Ethan mit einem waschechten Alkoholproblem. Sie war immer sehr zielstrebig, hat maßgeblich zum Aufbau des luxuriösen Anwesens von Ethan beigetragen. Kein Wunder, dass sie auf Dani eifersüchtig ist und sich betrogen fühlt. Dani ist die neue Frau von Ethan, junge Mutter des gemeinsamen Babys Charlotte mit einem dünnen Nervenkostüm. Sie glaubt, dass es in ihrem Haus spukt, doch niemand glaubt ihr und ihr wird eine psychologische Behandlung regelrecht aufgezwungen. Órlaith ist die Nanny von Charlotte und geht bei Ethan und Dani ein und aus. Eine ältere, abergläubische Irin mit düsteren Geschichten. Doch ist ihr zu trauen? Zu guter Letzt haben wir noch Mikayla, die schüchterne, beste Freundin von Sophie. Sie ist das nette Mädchen von nebenan, unauffällig, aber sie kämpft auch mit inneren Dämonen. Diese vier Frauen könnten unterschiedlicher kaum sein und geraten in ein Spannungsfeld, dass sich immer mehr im Laufe der Party aufbaut, bis es letztlich in einem Mord endet.

Besonders spannend an diesem Buch ist, dass wir zwar gleich zu Beginn wissen, dass es einen Mord gegeben hat, doch wir kennen das Opfer nicht. Denn es findet direkt nach dem Mord ein Zeitsprung in die Vergangenheit statt und wir befinden uns im Folgenden vor oder während der Party – aber vor dem Mord. Scheibchenweise können wir zusehen, wie durch bestimmte Interaktionen der Protagonistinnen untereinander oder mit den Partygästen die Situation auf der Party immer mehr außer Kontrolle gerät. Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der vier Frauen erzählt und vorangetrieben. Die einzelnen Erzählstränge bilden am Ende ein schlüssiges, irgendwie tragisches Gesamtbild. Bei dem Buch handelt es sich also nicht um einen klassischen Psychothriller, aber es weist eine konstant steigende Spannungskurve bis zum Höhepunkt auf. Für mich persönlich ein echter Pageturner, weil man als Leser die Protagonistinnen so gut kennenlernt, mit allem, was sie glücklich macht oder frustriert und irgendwie mitfiebert und mitleidet.

Fazit:
„Party of Liars“ ist kein klassischer Psychothriller. Es gibt keine Schockmomente, besonders grafischen Morde oder psychische Abgründe. Anhand der Entwicklung der vier Protagonistinnen wird über den gesamten Storyverlauf immer mehr Spannung aufgebaut, die sich zuletzt entlädt. Ich würde das Buch eher als eine Art Drama-Psycho-Thriller beschreiben. Mich persönlich hat das sehr angesprochen und der Thriller hatte eine große Sogwirkung auf mich. Ein Pageturner der etwas anderen Art, den ich nur weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Reich, schön, Mord – ein Psychothriller der Spitzenklasse

Der Fjord
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Ein abgelegener Fjord, ein altes Herrenhaus, eine elitäre Familie und eine verschwundene schöne, junge Frau – das sind die Zutaten zu Sarah Goodwins hochkarätigem Psychothriller „Der Fjord“. Ein echter ...

Ein abgelegener Fjord, ein altes Herrenhaus, eine elitäre Familie und eine verschwundene schöne, junge Frau – das sind die Zutaten zu Sarah Goodwins hochkarätigem Psychothriller „Der Fjord“. Ein echter Pageturner.

Um was geht es?
Amelias Schwester Rose Spencer ist nach einem Streit spurlos verschwunden. Bei ihren Nachforschungen findet Amelia in Rose Wohnung eine Einladung zur jährlichen luxuriösen Sommerparty der Fowleys. Diese wird vom Familienoberhaupt Lawrence Fowley auf dem Familiensitz an einem norwegischen Fjord veranstaltet und ist berühmt berüchtigt. Alles deutet darauf hin, dass Rose zwar dort hingereist, aber nie mehr zurückgekehrt ist. Mit unglaublicher Willensstärke verwandelt sich Amelia in die Traumfrau von Ford Fowley, einem Cousin von Lawrence und erschleicht sich so Zutritt zum Elite-Partywochenende. Wird sie herausfinden, was mit ihrer Schwester ein Jahr zuvor geschehen ist? Dann ereignet sich der erste mysteriöse Todesfall …

Protagonistin des Buches ist Amelia Spencer – eine junge Frau, die aufgrund der schweren Erkrankung ihrer Mutter bereits früh Verantwortung für sich und ihre Schwester Rose übernehmen musste und hart gearbeitet hat, um erfolgreiche Anwältin zu werden. Diese Disziplin, Zielstrebigkeit und fast schon Verbissenheit hilft ihr, als sie das Verschwinden ihrer Schwester untersucht. Mit unendlicher Akribie schleicht sie sich als Freundin in das Leben von Ford Fowley ein, erfindet eine neue Biografie und lebt eine Lüge – bis hin zur Selbstaufgabe. Alles für ein Ziel: Herauszufinden, was mit ihrer Schwester geschehen ist. Bei ihren Nachforschungen lernen wir die scheinende Glitzerwelt der Reichen kennen – ihre Arroganz, Respektlosigkeit und Argwohn, ihre Dekadenz, aber auch die Schattenseiten, die die Verpflichtung gegenüber einer elitären Familie mit sich bringt.

Das ist es auch, was dieses Buch so unglaublich spannend und zu einem echten Pageturner macht. Denn wir erleben nicht nur eine Welt, die uns komplett fremd und teilweise befremdend vorkommt, sondern blicken auch hinter die Fassade der Elite und finden dort Hass, Traumata, Neid und Leid. Auch wenn unsere Protagonistin Amelia nur an der Oberfläche kratzt, deckt sie reichlich dunkle Geheimnisse, Intrigen und Konfliktpotenzial auf. Das kritische Beäugen und die „Verhöre“ durch die Fowleys tragen zusätzlich zu der unangenehmen Stimmung bei, die sich einem während des Lesens aufdrängt. Umso mehr hoffen und fiebern wir mit, dass die Lebenslüge unserer Protagonistin nicht auffliegt, ihre Schwester noch lebt, sie in ihren Ermittlungen unentdeckt bleibt und erleben brenzlige Situationen, die zumindest bei mir für Gänsehaut gesorgt haben. Fast über das komplette Buch zieht sich diese unterschwellige, bedrohliche Atmosphäre, die passend zu einem Fjord – wie in Wellen aufbrandet und abebbt, aber immer latent vorhanden ist. Einige überraschende Wendungen erwarten uns zum Schluss, die aber allesamt stimmig und plausibel sind und mich als Leserin fassungslos, aber zufrieden zurückgelassen haben.

Fazit:
Wer gerne Bücher liest, die eine unterschwellige, bedrohliche Stimmung aufweisen und uns in eine andere Welt entführen, mit all den dort vorhandenen Spannungsfeldern und Konflikten, wird bei „Der Fjord“ voll auf seine Kosten kommen. Von allen bisher von Sarah Goodwin in Deutschland erschienen Thrillern ist für mich dieses Buch die absolute Nummer 1 – sowohl was den Spannungsaufbau und den Plot als auch die Charaktere angeht. Für mich persönlich eines der Highlights des Jahres.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Atemberaubendes Fantasy-Epos mit Mittelalter-Vibes

Flut aus schwarzem Stahl
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„Flut aus schwarzem Stahl“ ist der Auftakt des neuen, spannenden Fantasy-Epos von Anthony Ryan – mit mittelalterlicher Atmosphäre, großen Schlachten und sagenhaften Welten.

Um was geht es?
Das sagenumwobene ...

„Flut aus schwarzem Stahl“ ist der Auftakt des neuen, spannenden Fantasy-Epos von Anthony Ryan – mit mittelalterlicher Atmosphäre, großen Schlachten und sagenhaften Welten.

Um was geht es?
Das sagenumwobene Reich Ascarlia wird schon seit sehr langer Zeit von drei Schwesterköniginnen regiert. Als auf einmal aus den Randgebieten Lieferungen ausbleiben, schicken die Schwesterköniginnen Thera Speldrenda, Vellihr der Gerechtigkeit, mit einer Menda los, um der Sache auf den Grund zu gehen. Bald häufen sich die Anzeichen, dass eine fremdländische Macht sich aufmacht, das Reich Ascarlia einzunehmen. Wer sind die fremdländischen „Besucher“, die mit beispielloser Gewalt vorgehen? Und was steckt hinter ihrem plötzlichen Auftauchen?

Das Buch wird in vier Handlungssträngen und damit aus vier völlig unterschiedlichen Sichtweisen geschildert. Da ist Thera Speldranda, Vellihr der Gerechtigkeit und Dienerin der Schwesterköniginnen – eine beispiellose, zielstrebige Kriegerin. Ihr Bruder Felnir nimmt ebenfalls Aufträge von seinem Großvater und den Schwesterköniginnen an – die Drecksarbeit – um sich von einer alten Schuld reinzuwaschen. Handlungsstrang drei wird aus Sicht der jungen, hochintelligenten Gelehrten und Schreiberin Elvine Jurest geschildert. Da sie einem alten verbotenen Glauben anhing, ist sie nun gezwungen, für die Schwesterköniginnen zu arbeiten, sonst drohen ihr und ihrer Mutter drakonische Strafen. Und zu guter Letzt haben wir noch Ruhlin, der während eines Angriffs auf sein Dorf eine ihm unbekannte, urtümliche Kraft entfesselt und als Feuerblut gefangen genommen wird.

In den vier verschiedenen Handlungssträngen erfahren wir mehr über die Lebenswege unserer Protagonisten sowie über die Geschichten der zahlreichen sie unterstützenden oder herausfordernden Nebencharaktere. Gleichzeitig lernen wir je nach Hauptcharakter die Schwesterköniginnen, Ascarlia, die Altvar, den verbotenen Glauben, ferne Welten, urtümliche Mächte und vieles mehr kennen. Auch wenn sich die Handlungsstränge noch kaum verbunden haben, von einer leichten Überschneidung von Thera und Felnir mal abgesehen, treiben alle die Haupthandlung voran. Man verfolgt gespannt die einzelnen Geschichten und weiß doch, dass alles auf eine große Geschichte hinführt – wenn nicht in diesem Band, dann doch in einer der Folge-Bände, auf die ich jetzt schon gespannt warte.

Anthony Ryan schafft es, die einzelnen Handlungsstränge so spannend zu gestalten, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Die sich abwechselnden Handlungsstränge bringen zusätzliche Dynamik in die Handlung. Da müssen dann einfach drei „Zwischenkapitel“ gelesen werden, damit man weiß, wie der Lieblingshandlungsstrang weitergeht 😊 Anthony Ryan erschafft zudem eine faszinierende Welt, gespickt mit Elementen aus Fantasy und Mittelalter – etwas das ich persönlich liebe. Besonders gut gefallen haben mir auch die Rückbezüge auf die Trilogie „Der stählerne Bund“, die ich verschlungen habe. Ich habe mich immer gefreut, wenn die Märtyrerin, Albermaine und Alwyn Scribe erwähnt wurden. Ich glaube aber, dass man als neu hinzugekommener Leser auch keine „Verständnisprobleme“ hat, wenn man den „Stählernen Bund“ nicht gelesen hat. Denn die wichtigsten Punkte werden kurz wiederholt.

Fazit:
„Flut aus schwarzem Stahl“ ist der Auftakt eines neuen faszinierenden Fantasy-Epos von Anthony Ryan. Wer sich gerne in sagenumwobenen, fiktiven mittelalterlichen Welten bewegt, wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Fans von historischen Romanen, die einer Prise Fantasy gegenüber aufgeschlossen sind, auch schöne Lesestunden haben. Mich persönlich hat die Geschichte komplett in ihren Bann gezogen und mitgerissen und ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf die Fortsetzung.

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