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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2021

kein 0815 Roman

Krass
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Der Roman mit seinen über 500 Seiten ist eine Geschichte zum Nachdenken. Vordergründig geht es um Herrn Krass und ja, der Name ist Programm. Ein Menschenfresser, der anderen Zeitgenossen jedoch keinen ...

Der Roman mit seinen über 500 Seiten ist eine Geschichte zum Nachdenken. Vordergründig geht es um Herrn Krass und ja, der Name ist Programm. Ein Menschenfresser, der anderen Zeitgenossen jedoch keinen physischen Schaden zufügt, sondern diese aufs Feinste manipuliert. Er ist das Zentrum der Macht und baut sich seine Welt.

Sprachlich sind die vielen Seiten ein wahrer Genuß, hier kommen Literaturliebhaber definitiv auf Ihre Kosten. Mir war nur der Teil zwei mit dem verlassenen Dr. Jüngel zu langatmig. Durch dessen nachträgliche Briefe erfährt man jedoch wichtige Details der Handlung, die einem sonst verborgen bleiben würden.

Was ist wichtig im Leben? Geld, Macht oder beides? Oder dann doch die Treue, die Herr Krass bis zum Ende für seine Frau fühlt. In jedem Fall gibt es eine Art Magie, man kann es auch Schicksal nennen, das die Welt zusammenhält. Und es ist eine runde Sache, die Welt ist klein, wie man so schön sagt.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

duftig

Giftige Blüten
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Auch dieser Band enttäuscht nicht, es ist die perfekte Lektüre für die Frühlingszeit. Man fühlt sich sofort auf Capri und mir gefällt insbesondere, wie quasi beiläufig Land, Leute und Küche einfließen. ...

Auch dieser Band enttäuscht nicht, es ist die perfekte Lektüre für die Frühlingszeit. Man fühlt sich sofort auf Capri und mir gefällt insbesondere, wie quasi beiläufig Land, Leute und Küche einfließen. Dieser Fall hängt mit einer jungen Frau zusammen, die eine spezielle Begabung für Gerüche hat. Sie möchte bei einer berühmten Parfümdesignerin in die Lehre gehen und ihren, "den einen" Duft kreieren.
Wie immer werden die Charaktere vortrefflich beschrieben, man sieht sie fast lebendig vor dem eigenen Auge. Es ist einfach schöne Unterhaltung, ich bin Fan.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

über Generationen hinweg

Das schönste aller Leben
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Die Geschichte einer Familie über die Jahrhunderte hinweg. Wobei immer nur die Frauen im Fokus stehen. Rein örtlich geht es vom Umland Wiens nach Banat (Rumänien), und sehr viel später von dort ...

Die Geschichte einer Familie über die Jahrhunderte hinweg. Wobei immer nur die Frauen im Fokus stehen. Rein örtlich geht es vom Umland Wiens nach Banat (Rumänien), und sehr viel später von dort nach Deutschland.
Es ist ein Buch über die Ungerechtigkeit, die Rolle der Frau, Migration, die Frage der Schuld und den Idealen, die vermeintlich noch immer Gültigkeit haben.
Die Erzählung wird aus Sicht dreier Frauen lebendig. Theresia, die im 18 Jahrhundert sehr viel Leid und Ungerechtigkeit ertragen muss, Vio und "Ich". Letztere spielt in der deutschen Gegenwart und kämpft mit einem folgenschweren Moment der Unaufmerksamkeit, der das Leben ihrer Tochter komplett ändert. Mir hat die Figur der Theresia imponiert, wohingegen mich die Schilderungen des "Ichs" teilweise strapaziert haben. Für mich war es schwer nachzuvollziehen, wie dieser "Unfall" derartig detailliert thematisiert wurde und alles sich nur noch darum drehte. Dabei wollte Vio doch "Das schönste aller Leben" für ihre Tochter Sophie.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

auf der Suche

Ich möchte zurückgehen in der Zeit
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Ganz unauffällig kommt das schmale Buch daher. Mit einer offenen Tür, die einlädt, durchzugehen und herauszufinden, was dahinter liegt.
Erstmal geht es zurück in die Vergangenheit. Der Großvater ...

Ganz unauffällig kommt das schmale Buch daher. Mit einer offenen Tür, die einlädt, durchzugehen und herauszufinden, was dahinter liegt.
Erstmal geht es zurück in die Vergangenheit. Der Großvater der Autorin war ein SS Mann und die wenigen Überbleibsel seines Lebens lassen viele Deutungen zu. Leider dämmert vieles im Vergessen und unter der Oberfläche. Trotzdem reist Judith Hermann nach Polen, um den Ort und um mehr von ihrem Großvater zu erfahren. Ein Bild von ihm in Radom, selbstsicher und in die Kamera lächelnd, steht im starken Kontrast zur Wirklichkeit. Die Stadt ist unangenehm ruhig, die düstere Vergangenheit scheint immer noch nachzuhallen. Im zweiten Teil die Reise zu ihrer Schwester nach Neapel. Der sonnige Süden und die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen wieder im Kontrast zu den erlebten kalten Wochen in Radom. Die Schwester lebt in ihrer eigenen Welt. Die Autorin vermag es mit wenigen Worten einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Winterroman für Frauen

Wintertöchter Trilogie
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Durch Zufall bin ich über diese Trilogie gestolpert. Ein Buch für Frauen. Es spielt in Österreich, genau gesagt in der Forstau, einem ruhigen Ort mit wenigen Höfen. Man begleitet die Hauptdarstellerin ...

Durch Zufall bin ich über diese Trilogie gestolpert. Ein Buch für Frauen. Es spielt in Österreich, genau gesagt in der Forstau, einem ruhigen Ort mit wenigen Höfen. Man begleitet die Hauptdarstellerin Anna über die Jahrzehnte, vom kleinen Mädchen bis hin zur alten Frau. Dabei ist der Schreibstil der Landschaft und den Menschen angepasst. Sachlich und karg, aber nicht ohne Hilfsbereitschaft und Gemütlichkeit. Hinzu kommt noch der Kern der Geschichte, eine Begabung, die manche Frauen in unterschiedlicher Ausprägung in sich haben.
Über die Zeit braut sich dramatisches zusammen, Gewalt und viel Leid zum Beispiel. Insgesamt habe ich die Bücher sehr gerne gelesen, als Wintermensch fühlte ich mich manchmal direkt dabei, die Atmosphäre war gut getroffen. Aber vor allem im letzten Teil war mir die Geschichte eine Spur zu dick aufgetragen.

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