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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Detektiv spielen

Finde den Mörder
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Zum Inhalt:
Ein Unsympath ist gestorben und die Polizeit trifft am Ort der Geschehens ein: Ein Wellnesshotel, in welchem die Reichen, Schönen und die dafür gehalten werden wollen verkehren. Wer ist der ...

Zum Inhalt:
Ein Unsympath ist gestorben und die Polizeit trifft am Ort der Geschehens ein: Ein Wellnesshotel, in welchem die Reichen, Schönen und die dafür gehalten werden wollen verkehren. Wer ist der Mörder und wie kann man es ihm beweisen?

Mein Eindruck:
Das Buch ist nicht chronologisch zu lesen, sondern man springt zu dem Kapitel, zu dem man entweder durch vorher gemachte Notizen, die Ermittlungen oder innere Eingebungen geleitet wird. Da diese nicht immer zum korrekten Ergebnis führen, durchlebt man die Geschichte unter Umständen mehrmals, bis man (hoffentlich) auf des Rätsels Lösung kommt oder wieder einmal degradiert von vorne anfangen muss. Ein paar Stellen sind zwar ein bisschen unfair (welcher Polizist darf nur zwei von drei Spuren nachgehen?), doch dem Spaß tut das nur geringen Abbruch. Da ebenfalls der Ehrgeiz geweckt wird, bleibt man bei der Stange, - und freut sich schon auf die nächste Möglichkeit, den Mörder zu fangen.

Mein Fazit;
Bis zum nächsten Mord!

Veröffentlicht am 22.12.2025

Liebe durch Zeit und Raum

Good Spirits
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Zum Inhalt:
Harriet denkt zuerst, einem Einbrecher gegenüberzustehen, doch dann erklärt Nolan ihr, dass er ein Geist der vergangenen Weihnacht wäre. Ganz abgesehen von der übersinnlichen Komponente kann ...


Zum Inhalt:
Harriet denkt zuerst, einem Einbrecher gegenüberzustehen, doch dann erklärt Nolan ihr, dass er ein Geist der vergangenen Weihnacht wäre. Ganz abgesehen von der übersinnlichen Komponente kann Harriet nicht glauben, dass sie diesen Fluch über sich ergehen lassen muss, - sieht sie ihre Person doch eher als freundlich und positiv. Und auch Nolan gerät irgendwann ins Zweifeln....

Mein Eindruck:
Bei "Good Spirits" handelt es sich um eine wunderbar leichte, romantische und bittersüße Geschichte, die bestens in die Weihnachtszeit passt. Man kann gar nicht umhin, mit den beiden Protagonisten zu bangen, denn wie sie aufeinander zugehen und bald nicht mehr voneinander lassen wollen, ist sehr lustig und herzerwärmend beschrieben. Die rein körperlichen Szenen braucht wahrscheinlich nicht jeder in der Ausführlichkeit, in der B.K. Borison diese schildert, aber welche Auswirkungen Nolans Magie in genau diesen Augenblicken hat, ist dann wieder überaus interessant und hinreißend - in jeder Hinsicht. Wie B.K. Borison ihre Geschichte dann zum (Happy?) End bringt, ist zusätzlich aller Ehren wert.

Mein Fazit:
Fröhliche Weihnachten - in jeder Hinsicht!

Veröffentlicht am 19.12.2025

Fragile Beziehungen

Lügennebel
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Zum Inhalt:
Eine Clique junger Studenten - 4 Männer, 2 Frauen - feiert fast bis zur Besinnungslosigkeit und zum Ärger der Nachbarn in einer Villa im Skigebiet. Am nächsten Morgen ist eine Frau tot und ...

Zum Inhalt:
Eine Clique junger Studenten - 4 Männer, 2 Frauen - feiert fast bis zur Besinnungslosigkeit und zum Ärger der Nachbarn in einer Villa im Skigebiet. Am nächsten Morgen ist eine Frau tot und die anderen beäugen sich misstrauisch. Ist einer von ihnen verantwortlich? Falls ja, wer? Oder war es doch einer der Nachbarn? Falls ja, wie?
Die Polizei sucht noch nach Spuren und Zusammenhängen, als es einen weiteren gefährlichen Vorfall gibt.

Mein Eindruck:
Viveca Sten schafft es wunderbar, die Gemütszustände ihrer Figuren an die Leser zu vermitteln. Man fühlt sich verlassen und Angst im Schnee, wenn kein Mensch zu sehen ist und das Licht verschwindet oder spürt die Eiseskälte im See.
Auch die zahlreichen zwischenmenschlichen Verwicklungen insbesondere ihrer ermittelnden Personen weiß sie detailreich und ausführlich zu schildern. Für manchen Geschmack ein bisschen zu ausführlich, denn wenn ein Krimi gefühlt zu 40 Prozent mit Privatgedöns gefüllt wird, ist das bei denjenigen, die gerne in der Geschichte zu Potte kommen wollen, ein bisschen viel des Guten. Vor allen Dingen deshalb, weil Sten einen guten Teil - nur mit umgekehrten Vorzeichen - aus dem dritten Buch recycelt.
Der Krimi ist jedoch routiniert, lädt zum Mitdenken ein und überrascht mit einigen Wendungen.

Mein Fazit:
Eine gut erzählte Geschichte mit (zu) viel Privat-Tralala

Veröffentlicht am 09.11.2025

Schwere Kost

Haus zur Sonne
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Zum Inhalt:
Der Ich-Erzähler kämpft mit seiner psychischen Krankheit, die ihn schon viele Beziehungen und Freundschaften gekostet hat und ihn zudem im Beruf behindert. Jetzt hat er beschlossen, seinem ...

Zum Inhalt:
Der Ich-Erzähler kämpft mit seiner psychischen Krankheit, die ihn schon viele Beziehungen und Freundschaften gekostet hat und ihn zudem im Beruf behindert. Jetzt hat er beschlossen, seinem Leben ein Ende zu setzen und dafür das Angebot des "Haus zur Sonne" zu nutzen. Hier darf er bis zu seinem durchgeführten Tod auf Verlangen in Simulationen das Glück finden, dass ihm im wahren Leben verwahrt bleibt. Doch will man überhaupt noch sterben, wenn das funktioniert?

Mein Eindruck:
Zu Beginn zieht einen die Geschichte wunderbar in ihren Bann; man hofft und bangt mit dem Erzähler, bedauert ihn, leidet mit ihm und wünscht ihm einen Ausweg aus seiner Krankheit. Doch irgendwann wird es für die Leser ähnlich ermüdend wie für den Protagonisten, wenn sich die Konversationen immer wieder um "das eine" drehen, nämlich den Weg zum Ziel und warum er gegangen werden muss, oder ob man ihm letztendlich ausweichen möchte. Irgendwann ist dann auch die Empathie aufgebraucht (ähnlich wie bei Freunden, Verwandten und Kollegen des Erzählers) und man hofft auf ein Ende - wie auch immer dieses gestaltet sein mag - weil die Geschichte kreist und kreist. In schönen Sätzen, wunderbaren Ideen und mit wirklich gut ausgearbeiteten Charakteren... aber sie bewegt sich kaum vorwärts. Doch eins muss man dem Autor unbedingt lassen: Das Ende ist absolut genial!

Mein Fazit:
Für Menschen mit viel Empathie und Leidensfähigkeit und wunderbar geschrieben

Veröffentlicht am 01.10.2025

Ein alter Fluch

Das Internat
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Diese Rezi behandelt das Hörbuch


Zum Inhalt:
Ein Mädchen, welches sich zu Halloween wie eine alte Spukgestalt verkleidet hat, wird nach einer Party tot im Wald gefunden. Sie wurde von einem Turm gestoßen, ...

Diese Rezi behandelt das Hörbuch


Zum Inhalt:
Ein Mädchen, welches sich zu Halloween wie eine alte Spukgestalt verkleidet hat, wird nach einer Party tot im Wald gefunden. Sie wurde von einem Turm gestoßen, danach jedoch regelrecht aufgebahrt. Die Psychologin des Internats ist auf verschiedene Weisen mit dem Fall verbunden. Sie war mit dem ermittelnden Polizisten verheiratet, das Opfer lernte an ihrer Schule und ihre Tochter war mit ihm bekannt. Aber nicht befreundet...

Mein Eindruck:
Zwar hat Hannah Richell für ihr neues Buch ein bisschen geklaut, - das aber wenigstens bei sich selbst. Wie in "Das Wochenende" findet sich als einer der Hauptcharaktere eine junge Dame mit geschiedenen Eltern, die es auch sonst nicht leicht hat und mit verspätetem Nachwuchs auf väterlicher Seite zurechtkommen muss. Dazu viele Menschen mit großen Problemen (Drogen, Alkohol, Krankheiten) und ein relativ abgeschottetes Gebiet.
Glücklicherweise schafft es die Autorin, den Fall herrlich undurchsichtig zu gestalten und gekonnt falsche Fährten einzubauen, obwohl man durch einige Fingerzeige durchaus auf die verantwortliche Person kommen kann. Das ist bei dieser Art von Literatur die Kirsche auf der Torte.
Die Spukgeschichte sorgt für eine unheimliche Atmosphäre, ohne zu viel Raum einzunehmen, - auch das gefällt. Und eine absolut fähige Sprecherin, die Figuren und Stimmungen Farbe verleiht, sorgt für ein gelungenes Hörerlebnis.

Mein Fazit:
Gute Unterhaltung