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Veröffentlicht am 01.03.2026

Zwischen Sternensehnsucht und Himmelsgeheimnissen

Starminster - Stadt in den Wolken
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Mit Stadt in den Wolken eröffnet Megan Hopkins die Starminster Reihe und eine magische Welt über den Dächern Londons, in der Träume vom Fliegen Wirklichkeit werden. Im Mittelpunkt steht die elfjährige ...

Mit Stadt in den Wolken eröffnet Megan Hopkins die Starminster Reihe und eine magische Welt über den Dächern Londons, in der Träume vom Fliegen Wirklichkeit werden. Im Mittelpunkt steht die elfjährige Astrid, die ihr gesamtes Leben abgeschottet in einem Rhabarberschuppen verbringen musste. Als sie erfährt, dass sie zu den geflügelten Librae gehört und nach Überlondon an die Flugschule Starminster darf, beginnt für sie ein völlig neues Kapitel voller Wunder, Freundschaften und Gefahren.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt durch die tolle Atmosphäre direkt und man ist zudem emotional auch nah an der Hauptfigur. Astrids Sehnsucht nach Freiheit und Sternen ist jederzeit spürbar und macht sie zu einer starken Identifikationsfigur für junge Leser. Gut gelungen ist zudem die lebendige Gestaltung der Schauplätze. Ob schwindelerregende Himmelsbrücken, prächtige Hallen oder der enge Schuppen ihrer Kindheit, die Bilder entstehen mühelos vor dem inneren Auge. Thematisch verbindet der Roman dabei klassische Fantasy-Elemente mit Fragen nach Zugehörigkeit, Vertrauen und dem Mut, den eigenen Weg zu gehen. Freundschaft, Anderssein und Selbstbestimmung spielen eine zentrale Rolle. Die Spannung entsteht vor allem durch das Rätsel um verschwundene Kinder, das Astrid zunehmend in ein gefährliches Abenteuer hineinzieht. Manche Reaktionen, insbesondere die der Erwachsenen, erscheinen jedoch nicht immer ganz nachvollziehbar, und einzelne Entwicklungen gehen sehr rasch voran. Für die Zielgruppe dürfte dies jedoch weniger ins Gewicht fallen, da Tempo und klare Konfliktlinien für anhaltende Spannung sorgen. Sprachlich präsentiert sich das Buch flüssig und gut lesbar, mit vielen bildhaften Momenten, die zum Träumen einladen. Der erste Band schließt die wichtigsten Fragen zufriedenstellend ab und verzichtet auf einen übermäßigen Cliffhanger, weckt jedoch spürbar Neugier auf die Fortsetzung.

Ein fantasievoller Reihenauftakt voller Magie, Gefühl und Abenteuer. Trotz kleiner Schwächen im Plot überzeugt die Geschichte durch ihre starke Heldin, die atmosphärische Weltgestaltung und ihre warmherzige Botschaft.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Magische Entdeckungsreise nach Brasilien

Venom and Vengeance (Venom-Dilogie 1)
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Venom & Vengeance entführt seine Leser in die geheimnisvolle Welt Brasiliens, in der Mythos, Familie und Romantik miteinander verschmelzen. Die 23-jährige Fabiana reist nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ...

Venom & Vengeance entführt seine Leser in die geheimnisvolle Welt Brasiliens, in der Mythos, Familie und Romantik miteinander verschmelzen. Die 23-jährige Fabiana reist nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter zurück in das Land ihrer Kindheit, um ihre Wurzeln und ihre Familie kennenzulernen. Dabei merkt sie schnell, dass die Geschichten aus dem brasilianischen Märchenbuch ihres Vaters realer sind, als sie je gedacht hätte.

Die Autorin schafft ein starkes Urban-Fantasy-Setting, das sich durch brasilianische Mythologie, magische Kreaturen und dunkle Familiengeheimnisse auszeichnet. Die Atmosphäre ist dabei geheimnisvoll und fesselnd, mit Szenen, die zwischen Spannung, märchenhafter Magie und einem Hauch Romantik pendeln. Fabiana überzeugt als toughe, sympathische Protagonistin, deren Gefühle und Gedanken greifbar und authentisch dargestellt werden. Lucas, der männliche Gegenpart, ergänzt sie perfekt. Seine Beziehung zu Fabiana entwickelt sich dabei angenehm langsam, was dem Ganzen zusätzlich Tiefe verleiht. Die Geschichte selbst wird überwiegend aus Fabianas Sicht erzählt, einzelne Kapitel aus Lucas‘ Perspektive bieten aber zusätzliche spannende Einblicke und Abwechslung. Trotz kleinerer Schwächen, wie etwa der gelegentlich unrealistischen Verständigung zwischen den Figuren, punktet der Roman durch originelles Worldbuilding, seiner dichter Atmosphäre und durch die unerwarteten Wendungen.

Ein mitreißender Urban-Fantasy-Roman, der brasilianische Mythen, dunkle Familiengeheimnisse und eine zarte, aber intensive Romanze vereint. Mit seinem neuem Fantasy-Setting, den pannenden Charakteren und geheimnisvollne Welten ist dieser Auftakt der Dilogie eine Empfehlung und die Geschichte lässt neugierig und gespannt auf Band 2 zurück.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Einladung in ein Land voller Widersprüche und Wunder

Japan
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Japan – Einblicke in ein faszinierendes Land ist kein klassischer Reiseführer, sondern eine unterhaltsame kulturelle Entdeckungsreise durch ein Land, das Tradition und Moderne auf einzigartige Weise verbindet. ...

Japan – Einblicke in ein faszinierendes Land ist kein klassischer Reiseführer, sondern eine unterhaltsame kulturelle Entdeckungsreise durch ein Land, das Tradition und Moderne auf einzigartige Weise verbindet. Das Buch nimmt seine Leser mit auf eine vielschichtige Erkundung Japans, angefangen bei jahrhundertealten Ritualen und höfischen Zeremonien bis hin zu den pulsierenden Metropolen, in denen Technologie und Popkultur den Alltag prägen.

Dieses Buch richtet sich gleichermaßen an zukünftige Reisende wie an alle, die einfach mehr über das Land wissen möchten, ohne dabei nur trockene Fakten zu bekommen. Hauser beantwortet Kurioses und Alltägliches mit klarer, oft überraschender Logik. Fragen werden mit einem lockeren, zugänglichen Stil aufgegriffen und mit einer Prise Humor erläutert. Eingestreute praktische Tipps, etwa zum respektvollen Verhalten in Tempeln, dem Verständnis einfacher Schriftzeichen oder sozialen Gepflogenheiten, machen den Titel sowohl informativ als auch äußerst praxisnah. Die klare Struktur und die Mischung aus Kulturgeschichte, Alltagserfahrungen und Anekdoten sorgen dafür, dass das Buch nicht nur als Vorbereitung für eine Japanreise funktioniert, sondern auch als faszinierender Einblick in ein Land, dessen Menschen, Werte und Lebensweisen immer wieder überraschen.

Ein lebendig geschriebener Kulturführer, der Japan abseits bekannter Klischees beleuchtet. Mit einem lockeren Ton, verständlichen Erklärungen und vielen „Aha“-Momenten eignet sich dieses Buch perfekt für alle, die Japan nicht nur sehen, sondern wirklich verstehen wollen.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Wenn Rache gefährlich verführerisch wird

My Darkest Revenge (Demons of New York 1)
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Mit My Darkest Revenge startet Stefanie Hasse ihre Urban-Romantasy-Dilogie Demons of New York und entführt in eine düstere Welt voller Dämonen, Schattenwesen und moralischer Grauzonen. Im Zentrum steht ...

Mit My Darkest Revenge startet Stefanie Hasse ihre Urban-Romantasy-Dilogie Demons of New York und entführt in eine düstere Welt voller Dämonen, Schattenwesen und moralischer Grauzonen. Im Zentrum steht Alexis, die nur ein Ziel kennt: Rache. Der Tod ihrer Eltern und das Verschwinden ihrer Schwester haben sie zu einer Jägerin gemacht, die kompromisslos, wütend und bereit ist, alles zu riskieren. Doch als ausgerechnet der geheimnisvolle Daimon Corin ihren Weg kreuzt, wird aus Feindschaft ein gefährliches Bündnis.

Der Einstieg gelingt sofort und ist packend, denn schon der Prolog zieht einen in die Geschichte hinein und macht deutlich, dass hier keine leichte Fantasy erzählt wird, sondern eine, die von Verlust, Schmerz und brennender Wut lebt. Der Schreibstil ist flüssig, dynamisch und sehr bildhaft, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Die Kulisse von New York, kombiniert mit der düsteren Unterwelt und dämonischen Elementen, sorgt zudem für eine starke Atmosphäre. Alexis ist eine Protagonistin mit Ecken und Kanten. Ihre Entschlossenheit und ihr Zorn machen sie greifbar, auch wenn ihre Rache sie immer wieder an moralische Grenzen bringt. Gerade diese innere Zerrissenheit verleiht ihr Tiefe. Corin wiederum bringt die perfekte Portion Gefahr und Charisma mit. Zwischen Arroganz, Geheimnissen und unterschwelliger Verletzlichkeit entsteht eine Dynamik, die das typische Enemies-to-Lovers-Knistern glaubwürdig transportiert. Die Handlung bleibt dabei durchgehend spannend. Intrigen, Enthüllungen und actionreiche Szenen wechseln sich mit ruhigeren, emotionaleren Momenten ab. Gut gelungen ist auch die Balance zwischen persönlicher Motivation und größerem Weltenkonflikt. Die Fragen nach Schuld, Verantwortung und dem Preis von Rache ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Das Ende hinterlässt einen starken Eindruck und macht deutlich, dass die Geschichte noch lange nicht auserzählt ist. Der Cliffhanger sorgt definitiv für Vorfreude auf den zweiten Band.

Ein intensiver, atmosphärischer Auftakt mit starken Figuren, düsterer Stimmung und einer mitreißenden Enemies-to-Lovers-Dynamik. Starke Urban Fantasy mit Dämonen, moralischen Grauzonen und emotionaler Spannung, die Lust auf mehr macht und einen neugierig auf die Fortsetzung zurücklässt.

Veröffentlicht am 19.02.2026

Wenn Gefühle zu Magie werden

Magicalia
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Mit Magicalia erzählt Jennifer Bell eine fantasievolle Abenteuergeschichte, die Magie, Freundschaft und Emotionen auf besondere Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht Bitsy, deren Leben völlig aus den Fugen ...

Mit Magicalia erzählt Jennifer Bell eine fantasievolle Abenteuergeschichte, die Magie, Freundschaft und Emotionen auf besondere Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht Bitsy, deren Leben völlig aus den Fugen gerät, als ihr Vater entführt wird. Die Suche nach ihm führt sie gemeinsam mit ihrem besten Freund Kosh in eine verborgene magische Welt, in der sogenannte Magicores, aus Emotionen geborene Kreaturen, existieren. Gleichzeitig beginnt eine weltumspannende Reise voller Rätsel, Gefahren und magischer Entdeckungen.

Die enorme Kreativität der Geschichte kann von den ersten Seiten a überzeugen. Das Konzept der Magicores wirkt frisch und originell, besonders weil Emotionen direkt mit Magie verknüpft werden. Dadurch bekommt die Fantasywelt eine emotionale Tiefe, die über reine Abenteuerhandlung hinausgeht. Die Idee, Erinnerungen und Gefühle als Quelle von Magie zu nutzen, sorgt zudem für viele spannende und auch berührende Momente. Das Abenteuergefühl ist durchgehend stark spürbar. Die Reise durch verschiedene Länder und bekannte Orte verleiht der Handlung Dynamik und Abwechslung, gGleichzeitig sorgt das hohe Tempo dafür, dass kaum Langeweile aufkommt. Überzeugen kann auch die Freundschaft zwischen Bitsy und Kosh. Ihre Dynamik wirkt authentisch, unterstützend und warmherzig. Diese Beziehung gibt der Geschichte emotionalen Halt und macht viele Szenen besonders greifbar. Bitsy selbst wirkt mutig, nahbar und glaubwürdig, gerade weil sie nicht perfekt ist und sich erst nach und nach in der neuen Welt zurechtfinden muss. Die Magicores selbst gehören klar zu den Highlights. Die Vielfalt der Kreaturen, ihre Verbindung zu Emotionen und die bildhafte Darstellung machen sie zu einem echten Herzstück der Geschichte. Man kann sie sich gut vorstellen, was auch durch die Illustrationen noch zusätzlich unterstützt wird. Der Schreibstil selbst ist leicht zugänglich, lebendig und gut auf jüngeres Leser abgestimmt, ohne dabei zu simpel zu wirken. Gleichzeitig werden Themen wie Familie, Identität, Vertrauen und Selbstfindung auf eine Weise eingebaut, die emotional funktioniert, ohne belehrend zu wirken.

Ein fantasievolles, warmherziges und sehr kreatives Abenteuer, das besonders durch seine originelle Magieidee und die starke Freundschaftsdynamik überzeugt. Eine Geschichte, die Spaß macht, emotional berührt und gleichzeitig Lust auf weitere Bände weckt.