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Veröffentlicht am 03.04.2026

Unbedingt das Nachwort lesen!

Die Hoteldetektivin
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"Die Hoteldetektivin" von Alexander Eden ist ein historischer Krimi, der im Jahr 1913 spielt.

Emma Stein arbeitet gemeinsam mit ihrem Vater als Hoteldetektivin im noblen Hotel Imperial in Berlin. Da ihr ...

"Die Hoteldetektivin" von Alexander Eden ist ein historischer Krimi, der im Jahr 1913 spielt.

Emma Stein arbeitet gemeinsam mit ihrem Vater als Hoteldetektivin im noblen Hotel Imperial in Berlin. Da ihr Vater immer vergesslicher wird, übernimmt sie immermehr seiner Aufgaben, damit er seine Arbeit nicht verliert. Eines Tages wird ein Hotelgast in seinem Zimmer tot aufgefunden. Die Polizei geht von Suizid aus, Emma hat Zweifel und rmittelt auf eigene Faust und bringt sich dabei selbst in Gefahr.

Teils fiktiv, teils an Realitäten angelehnt, schidert uns Alexander Eden das Geschehen in Berlin im Jahr 1913. Die Sprache ist leicht lesbar, die Charaktere werden bildhaft beschrieben. Emma, ihr Vater und auch Emil sind sehr sympathisch, der ermittelnde Kommissar ein Ekelpaket. Emma ist eine starke Frau, obwohl ihr ein strenger Wind entgegenweht. Die Story wird in der dritten Person aus der Sicht von Emma erzählt und lässt sich gut lesen, auch aufgrund der kurzen Kapitel. Die Spannung steigt langsam an, am Ende überschlagen sich dann die Ereignisse.

Die historischen Gegebenheiten erläutert Eden in einem sehr umfangreichen Nachwort, insgesamt ist der Krimi aber etwas zu sehr auf Kulinarik und ein wenig Wissenschaft reduziert. Ein Jahr vor Ausbruch des 1. Weltkriegs hätte von einem historischen Roman etwas mehr politische Hintergründe erwartet. Und: Gab es in Berlin 1913 tatsächlich schon soviel Staus von Autos, dass man sich ähnlich wie heute auf dem Rad nur gefährlich durchschlängeln konnte?

Wer einen leichten Krimi mit etwas historischem Hintergrund ohne allzu viel Politik sucht, wird diesen Krimi mögen. Für mich war es eine gute Abwechslung zwischen vom Inhalt eher schweren Büchern, daher gute 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung je nach Erwartungshaltung!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Der Roman konnte mich erst im dritten Teil einfangen

Real Americans
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Ich hatte schon viel über "Real Americans" von Rachel Khong gehört. Das hat mich veranlasst, zu diesem dicken Wälzer zu greifen. So ganz überzeugen konnte er mich allerdings nicht.

Der Dreigenerationenroman ...

Ich hatte schon viel über "Real Americans" von Rachel Khong gehört. Das hat mich veranlasst, zu diesem dicken Wälzer zu greifen. So ganz überzeugen konnte er mich allerdings nicht.

Der Dreigenerationenroman wird in drei Teilen erzählt, jeweils aus der Perspektive von 3 Personen. In Teil 1 im Jahr 1999 lernen wir Lily kennen. Sie ist eine ABC (American Born Chinese), arbeitet als Praktikantin ohne Bezahlung und lernt auf einer Firmenfeier Matthew kennen und die beiden verlieben sich. Erst später erfährt Lily, dass Matthew der Sohn einer der reichsten Familien Amerikas ist. Teil 2 erfahren wir aus der Perspektive von Nick, dem Sohn von Lily. Dieser Teil spielt im Jahr 2021. Nick will von seiner Mutter wissen, wer sein Vater ist. Sie verweigert ihm allerdings jede Auskunft. Sein einziger Freund Timothy bringt ihn auf eine Idee und damit auch in einen Gewissenskonflikt. Im Jahr 2030 und damit aus der Perspektive von Lilys Mutter Mei fügen sich die Stränge zusammen.

Ich habe mich schwer getan mit diesem Roman. So richtig eingefangen hat mich die Handlung erst im dritten Teil um Lilys Mutter Mei. Bis dahin ist für meinen Geschmack die Handlung zu sehr dahingeplätschert. Der Roman ist von der Sprache her leicht lesbar, der Tiefgang der Handlung zeigt sich allerdings erst im dritten Teil, der auch zum Nachdenken anregt. Das war für mich eindeutig zu spät. Die beiden ersten Teile werfen zwar Fragen auf, diese erklären sich aber zum Teil erst gegen Ende des Romans . Die Probleme der Einwanderer aus China nach Amerika, ihre Identitätssuche über Generationen und der Rassismus sind gut dargestellt. In Teil 3 um Mei erfahren wir endlich mehr. Hier wird es dann auch wissenschaftlich und die Hintergründe offenbaren sich nach und nach. Dieser Teil hat mir eindeutig am besten gefallen. Warum Deutschland dieses Buch lesen muss, hat sich mir allerdings nicht wirklich erschlossen.

Meine 3 Sterne gibt es für die Handlung um Mei, wäre der Roman ein Dreiteiler gewesen, hätte ich wohl nach Teil 1 abgebrochen. So habe ich durchgehalten und war am Ende des Romans froh darüber. Der Denkanstoß über das, was Wissenschaft bewirken kann, hat dem Roman gut getan. Also durchhalten lohnt sich in diesem Fall tatsächlich. Allerdings dauerte es im Ebook knapp 300 von 460 Seiten, bis die Story für mich wirklich spannend wurde. Daher kann ich den Roman auch nur eingeschränkt weiterempfehlen. Keine Frage: der Roman wird seine Leser*innen finden, mich konnte er nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Für mich persönlich in Teilen zu oberflächlich

Keeping it casual
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"Keeping it casual" von Karina May hat mich etwas zwiespältig zurück gelassen.

Max befindet sich in einer Ausnahmesituation. Bei ihr wurde ein kleiner Gehirntumor entdeckt, der entfernt werden muss. Darüber ...

"Keeping it casual" von Karina May hat mich etwas zwiespältig zurück gelassen.

Max befindet sich in einer Ausnahmesituation. Bei ihr wurde ein kleiner Gehirntumor entdeckt, der entfernt werden muss. Darüber hinaus hat sie sich von ihrem Freund Scott getrennt. Um sie abzulenken, empfiehlt ihr ihre Freundin Alice, bei der sie zur Zeit auch wohnt, sich bei Tinder anzumelden. Dort lernt sie auf die Ferne Johnny kennen und beginnt mit ihm eine Koch-Challenge per Chat.

Die Grundidee des Romans ist ausgefallen und spannend. Auch der Schreibstil von Karina May konnte mich überzeugen. Die Protagonist*innen kommen genau so rüber, wie sie sein sollen: sympathisch oder sehr unsympathisch. Der Roman lässt sich locker lesen, die eingestreuten Chats machen Spaß. Dazu gibt es am Ende des Romans die Rezeptsammlung der Challenge zum Nachkochen.

Allerdings hat mir in diesem Roman der Tiefgang gefehlt. Ein Thema wie einen Gehirntumor und die Auswirkungen auf Betroffene sollte die Autorin (zumal es auch im Klappentext erwähnt wird) doch etwas detaillierter beschreiben. Da hat mir eindeutig etwas gefehlt. Der Roman fängt stark an, lässt aber im Verlauf für meinen Geschmack nach. Besonders im letzten Drittel des Romans hatte ich den Eindruck, dass zu viel auf einmal und vor allem zu schnell abgehandelt wurde. Was mich außerdem gestört hat: Auch in diesem Roman wird extrem viel Alkohol konsumiert, besonders im ersten Drittel...

Wer Tiefgang erwartet, wird von diesem Roman eher enttäuscht sein. Als leichte Urlaubslektüre ist er dagegen gut geeignet, da er gut lesbar ist. Für Lesende, die auch gerne kochen, wird der Rezeptteil ebenfalls interessant sein!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Am Anfang sehr langatmig

The Exes
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Ich habe "The exes" von Leodora Darlington als Hörbuch gehört, gelesen von Sandrine Mittelstädt, Benito Bause und Viola Müller. Leider hat es mich nicht ganz überzeugt.

Die Grundidee des Romans (oder ...

Ich habe "The exes" von Leodora Darlington als Hörbuch gehört, gelesen von Sandrine Mittelstädt, Benito Bause und Viola Müller. Leider hat es mich nicht ganz überzeugt.

Die Grundidee des Romans (oder Thrillers? Oder Charakterstudie?) ist gut Natalie sucht die große Liebe. Bisher hatte sie immer Pech, ihre Exes leben nicht mehr. Dann lernt sie nach einiger Zeit James kennen. Dieser ahnt nichts von ihrer Vergangenheit, noch nicht....

Darlington baut die Story langsam auf, sehr langsam. In der ersten Hälfte des Hörbuchs passiert mir definitiv zu wenig. Wir lernen Nat kennen, James, Nats Schwester, Nats Psychologin und schließlich Will, James Bruder. In den verschiedenen Strängen Jetzt und Damals nähern wir uns langsam Nats Geschichte an . Zunächst nur aus Natalies Perspektive, dann wechseln auch diese und andere Personen kommen zu Wort.Mir hat bis hierhin der Zugang zu den Protagonist*innen gefehlt, keiner war mir sonderlich sympathisch oder unsympathisch. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn ich nicht weiter der Geschichte lausche. Dann kommt endlich eine Wendung, ab dann jagt ein Twist den anderen. Immer, wenn ich dachte, das ist wohl die Lösung, wusch und twist again, , alles wieder anders als gedacht.

Insgesamt hätte ich mir das Hörbuch doch kürzer gewünscht, die erste Hälfte war extrem langatmig, das konnte auch die zweite Hälfte nicht vollständig rausreißen. Deshalb bleiben mir hier nur 3 Sterne für ein sonst gut konstruiertes Geflecht und gute Sprecher.. Detaillierter kann ich hier nicht beschreiben, sonst wäre die Spannung des zweiten Teils auch nicht mehr vorhanden

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Thriller oder Fantasy?

Böser, böser Wolf
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"Böser, böser Wolf" von Alexandra Benedict ist ein anderer Krimi!

Die Krimiautorin Katie findet sich eingesperrt in einer Kammer. Flucht aussichtslos. Ihr Entführer, ein Mensch mit einer Wolfsmaske zwingt ...

"Böser, böser Wolf" von Alexandra Benedict ist ein anderer Krimi!

Die Krimiautorin Katie findet sich eingesperrt in einer Kammer. Flucht aussichtslos. Ihr Entführer, ein Mensch mit einer Wolfsmaske zwingt sie dazu, Märchen neu zu interpretieren, um ihm Vorlagen für Morde zu liefern. Andernfalls wird er sie selbst töten. Nachdem sie miterlebt, wie es ihrer "Vorgängerin" ergeht, lässt sie sich auf das Spiel ein und hofft, in ihren Märchen genug Hinweise für die Polizei einzuflechten.. In einem zweiten Handlungsstrang begleiten wir die Ermittlerin Detective Lyla Rondell, die hauptverantwortlich eine Serie von Morden aufklären soll. Morde, nach denen die Presse den Täter als "Grimm-Ripper" bezeichnet.

Ich hatte schon andere Werke von Alexandra Benedict gelesen, die mir alle gut gefallen haben. Ich mag ihre präzise Sprache, ihre Art Gefühle zu vermitteln und Atmosphäre zu erzeugen. Benedict gibt den Lesern abseits der eigentlichen Handlung auch in jedem Werk weitere Rätsel auf, die es zu lösen gilt. Hieran bin ich bisher allerdings in jedem Werk kläglich gescheitert. Die Auflösung bleibt uns die Autorin schuldig...

Auch beim vorliegenden Krimi ist mir der Einstieg leicht gefallen. Es ist spannend geschrieben, die bildhaften Beschreibungen der Örtlichkeiten lassen das Kopfkino rattern. Die Protagonist*innen sind ihren Rollen entsprechend sympathisch oder eben auch nicht. Bis dahin also alles gut! Trotzdem hat mich "Böser, böser Wolf" irgendwann verloren: Ab einem bestimmten Punkt ist mir die Handlung zu sehr ins Fantasy-Genre abgedriftet, einem Genre, das ich nicht mag und auch nicht lese.. Das ist aber mein subjektiver Eindruck, andere Lesende mögen diesen Krimi vielleicht gerade deshalb..

Lesende mit einem Hang zu Fantasy werden diesen Krimi gerne lesen, an diese richtet sich auch meine Empfehlung. Für mich war es nur bedingt etwas (wegen der bereits erwähnten Fantasy), Aufbau und Story waren trotzdem durchdacht und gut konstruiert. Daher gibt es von mir heute nur 3 Sterne!

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