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Veröffentlicht am 25.02.2026

Fünf tote Geier fressen vierundzwanzig Katzen im Mondschein

Das Signal
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Viola erwacht in einem schlimmen Albtraum. Sie liegt im Krankenhaus, weil ihr alter Weinkeller eingestürzt ist und sie unter seinen Trümmern begraben hat. Ihr linkes Bein muss amputiert werden. Die junge ...

Viola erwacht in einem schlimmen Albtraum. Sie liegt im Krankenhaus, weil ihr alter Weinkeller eingestürzt ist und sie unter seinen Trümmern begraben hat. Ihr linkes Bein muss amputiert werden. Die junge Frau ist am Boden zerstört und ebenso fassungslos wie ihr Ehemann Adam. Doch trotz allen Kummers fragt sie sich bald, wie der Unfall passieren konnte. Warum sollte sie in ein abgesperrtes, einsturzgefährdetes Gewölbe gehen? Und das bleibt nicht die einzige Ungereimtheit, die ihr auffällt.

„Das Signal“ ist der neueste Thriller von Ursula Poznanski. Ich war schon sehr gespannt auf das Buch und wurde nicht enttäuscht.

Wie reagiert eine aktive, erfolgreiche Mittdreißigerin, die plötzlich mit einer schweren körperlichen Einschränkung konfrontiert wird? Mit Depressionen oder Paranoia? Viola ist zunächst schwer angeschlagen und verunsichert. Der Schatten vor der Tür, die Geräusche in der Nacht. Sind sie real? Bald erkennt sie, dass es so nicht weitergehen kann und beschließt, ihr neues Leben in den Griff zu bekommen. Schnell merkt sie, dass ihre Pflegerin Otilia, sie nicht nur versorgt, sondern auch überwacht und bespitzelt. Ihr Mann hat die Betreuerin ohne Rücksprache mit Viola eingestellt und besteht, angeblich aus Sorge, auf ihrer Weiterbeschäftigung. Seine Frau meint ein verändertes Verhalten Adams ihr gegenüber zu spüren. Sie ist emotional im Zwiespalt. Fortan macht sie nicht nur fleißig ihre Übungen, sondern sinnt auch auf eine Möglichkeit, sich Gewissheit zu verschaffen. Über Adam, über Otilia und über den Grund für ihren Unfall, an den sie sich nicht erinnern kann. Antworten auf diese Fragen tun not, denn auch Viola hütet ein brisantes Geheimnis.

Ursula Poznanski schafft es, schleichend eine düstere, immer bedrohlichere Atmosphäre aufzubauen, in der eine Art Katz-und-Maus-Spiel abläuft. Der Hauptcharakter Viola gerät zunehmend unter Druck und scheint in einer ausweglosen Situation gefangen. Doch die junge Frau verfügt über Kreativität, Intelligenz und einen starken Charakter. Sie beißt die Zähne zusammen, wägt ab, welche Optionen ihr bleiben, welche am vielversprechendsten sind und wie sie sich und ihr Geheimnis schützen kann. Auch die anderen Charaktere wirken glaubwürdig. Doch die Figur, mit der ich stets mitfieberte, ist Viola. Wird sie es schaffen, Antworten zu bekommen? Wird sie überleben? Mit ihrem klaustrophoben Beinah-Kammerspiel hat mich Ursula Poznanski erneut in ihren Bann geschlagen. Etliche Winkelzüge und Wendungen sorgen für dauerhafte Spannung. Die Bedrohung wächst subtil, der eher leise Thriller kommt mit wenig Gewalt aus. Nichts ist so, wie es scheint. Scheinbar Sinnloses wird plötzlich verständlich.

Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Viola weitergeht. Die Spannung hält bis zuletzt und das Ende ist schlüssig. Von mir gibt es die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Ein neuer Mord in Fontenaia

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 8: Unheilige Geschäfte
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In Fontenaia, dem idyllischen Städtchen in der Toskana, geht alles seinen gewohnten Gang. Derzeit ist hoher Besuch aus dem Vatikan zu Gast, Padre Salvatore, der die Kunstschätze der Kirche katalogisieren ...

In Fontenaia, dem idyllischen Städtchen in der Toskana, geht alles seinen gewohnten Gang. Derzeit ist hoher Besuch aus dem Vatikan zu Gast, Padre Salvatore, der die Kunstschätze der Kirche katalogisieren soll. Warum nur ist der beliebte Ortsgeistliche Don Benedetti so nervös und Küster Marchetti schon am Morgen betrunken?

Das Autorenduo Elisabeth Frank und Christian Homma lädt uns zum neuesten Abenteuer von Anna und ihren Freunden in die Toskana ein. Ihre vergnügliche Cosy Crime-Reihe „Vino, Mord und Bella Italia!“hat mich wieder bestens unterhalten. Obwohl bereits Teil acht, ist dieser Band auch für Neueinsteiger gut geeignet.

Das Leben in Fontenaia verläuft gemächlich. Anna freut sich auf den Besuch ihrer Mutter Paolo und bastelt mit Tameo Deko für den Halloween Abend, den sie gern in Giovannas Ristorante veranstalten möchten. Dabei beobachtet sie eine geheimnisvolle Novizin, die sich in der Altstadt aufhält. Was sucht sie dort? Während Anna alles für Paolas Besuch vorbereitet, findet Tameo Don Benedetti schwer verletzt in der Kirche. Damit nicht genug entdeckt die Spurensicherung eine Leiche im Beichtstuhl. Fontenaia hat seinen nächsten Mordfall! Tameo und Anna sind wie immer mitten im Geschehen dabei.

Die Autoren schreiben flüssig und verstehen es vortrefflich, die Atmosphäre, die Bewohner und das Ambiente in einem toskanischen Städtchen zu beschreiben. Die Charaktere sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen, allen voran die sympathische, tatkräftige Anna, die sich für ihre Mitmenschen interessiert und einsetzt. Daneben sind Tameo, der „Nachwuchs-Investigatore“ und sein kleiner Hund Peppo meine Lieblinge. Auch die anderen Protagonisten überzeugen und was mich besonders anspricht, sie entwickeln sich weiter. Momentan ist Commissario Vico das beste Beispiel dafür, aber auch Paola befindet sich auf einem guten Weg. Mir hat dieses Mal der Commissario besonders gefallen, der seinem dominanten Vater und Rom, zumindest vorerst eine Absage erteilt. Mittlerweile ist er ein angenehmer Chef, der sein Team kompetent leitet, ohne es zu gängeln und Annas Unterstützung schätzt.

Nicht vermissen möchte ich die eingestreuten italienischen Sprüche und Begriffe nebst Übersetzung. Diese verstärken das italienische Feeling und vielleicht erweitern sie nebenbei meinen Wortschatz?

Der Kriminalfall entwickelt sich in eine unerwartete Richtung. Als dabei der sympathische Loris in Verdacht gerät, begeht Anna ungewollt einen folgenschweren Fehler, der sich nur bedingt korrigieren lässt. Nach einem ungewohnt aufregenden Showdown wird der Fall gelöst. Trotz eifrigen Mitratens hat mich die Identität des Täters dieses Mal überrascht. Vico kann auch das aktuelle Verbrechen mithilfe von Anna und des Teams restlos aufklären und zu den Akten legen. Sogar für die geplante Halloween-Party findet sich eine Lösung, mit der alle Einwohner Fontenaias gut leben und vor allem feiern können.

Für mich fühlt sich ein neues Abenteuer in Fontenaia stets wie ein kurzer Urlaub in Bella Italia an. Die Autoren schaffen es mühelos, mich Teil 9 entgegenfiebern zu lassen. Endlich kommt Annas bester Freund Malte nach Italien. Wird er Bewegung in Annas nicht vorhandenes Liebesleben bringen?

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Dem Verbrechen auf der Spur

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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Titel und Cover dieses Buches haben sofort mein Interesse geweckt. Ein neuer Krimi? Dazu passt das Format nicht so richtig. Andrerseits lag ich mit meiner Vermutung nicht ganz falsch.

"Der Mörder ist ...

Titel und Cover dieses Buches haben sofort mein Interesse geweckt. Ein neuer Krimi? Dazu passt das Format nicht so richtig. Andrerseits lag ich mit meiner Vermutung nicht ganz falsch.

"Der Mörder ist immer der Gärtner" wusste schon der Barde Reinhard Mey. Stimmt das oder haben wir es hier mit übler Verleumdung zu tun? Die Autorin Elke Schwarzer und ihre Gartenkommissare gehen dieser Frage nach. In ihrem neuesten Buch "Mord im Nacktschnecken-Milieu" klärt sie uns über die zahllosen Verbrechen auf, die am Arbeitsplatz des Gärtners täglich stattfinden. Von Bandenkriminalität bis Vandalismus, ja sogar Mord ist im Angebot. Über die derart hohe Verbrechensrate in meinem Gärtchen habe ich mir vorher nie Gedanken gemacht. Ein Fehler?

Ein Blick ins Buch entführt uns in eine Welt voll krimineller Delikte. Sehr ansprechend bebildert und detailliert beschrieben, werden die einzelnen Tatverdächtigen vorgestellt. Schönlinge wie das Lilienhähnchen neben finsteren Gestalten wie dem Erdbeerblütenstecher. Beim Lesen erweitert sich der Wissensschatz um zahlreiche Arten. Wer außer Entomologen hat je etwas vom Einbindigen Traubenwickler gehört?

Jeder Fall wird akribisch aufgearbeitet. Mit Tatortsbeschreibung, Indizien, Verdächtigen, Motiven und Zeugenbefragungen. Vorurteilslos wird gegen potenzielle Missetäter ermittelt, ob Einheimischer oder Migrant, Pflanze oder Tier und auch der Gärtner wird überprüft.

Die Fallbearbeitung erinnert an die Polizei. Nur die Fotos der Tatverdächtigen sind sehr viel besser. Überhaupt lässt die Ausstattung dieses Buches keine Wünsche offen. Vom hochwertigen Papier über die schönen Fotos bis hin zum von mir geschätzten Lesebändchen. Alles da.

Auch der Inhalt bereitet Vergnügen. Elke Schwarzers launiger Ton sorgt für Lesespaß. Noch nie hat mich eine Gartenbuch derart gut unterhalten. Dabei werden ernste Themen behandelt. Was kann ich meinen Pflanzen Gutes tun? Womit vertreibe ich Schädlinge auf möglichst natürliche Weise? Wie sieht ein wirksamer Opferschutz aus? Alle offenen Fragen werden von der Diplom-Biologin Schwarzer seriös beantwortet.

„Mord im Nacktschnecken-Milieu“ ist das amüsanteste Sachbuch, das ich seit Langem in die Finger bekommen habe und obendrein informiert es kompetent. Einen Tipp habe ich bereits erfolgreich ausprobiert. Weitere Versuche werden bei Bedarf folgen.

Das eher düstere Cover in passend sinistren Farben rundet den positiven Gesamteindruck ab. Eine originelle Idee hat zu einem lesenswerten Buch geführt, das Spaß macht und diverse nützliche Tipps gibt. Ein Muss für Gärtner und Krimifans!


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Veröffentlicht am 07.01.2026

Der Kampf geht weiter

Die Prinzen des Winters
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Eyra, Saul und Noah haben sich in Calor versteckt. Wie vereinbart kommen Fayette und Naran frei, wenn auch mit gelöschter Erinnerung, während Lazar im Kerker des Schlosses eingesperrt bleibt. Das ist die ...

Eyra, Saul und Noah haben sich in Calor versteckt. Wie vereinbart kommen Fayette und Naran frei, wenn auch mit gelöschter Erinnerung, während Lazar im Kerker des Schlosses eingesperrt bleibt. Das ist die Ausgangssituation für die Fortsetzung von K.T. Steens Eisfeuer-Saga. Auch mit ihrem 2. Band „Eisglut“ konnte sie mich von Beginn an fesseln.

Eyra sucht verzweifelt eine Möglichkeit, ihren Geliebten aus den Klauen Lorelais und des Ordens zu befreien. Während des Besuchs bei einer Hexe wird sie von einer alten Macht berührt. Deren Prophezeiung „Nur der Feuerrubin in deinen Händen wird Estraoras Schicksal wenden. Werde zu Feuer, denn er wird zu Eis. Das ist des Südens Freiheit Preis“ weist Eyra den Weg. Während sie Hinweise auf den Verbleib des Feuerkristalls sucht, gelingt es ihr, gedanklich mit Lazar zu kommunizieren. Sie beschließen, dass Eyra und ihre Gefährten auf die Suche nach dem Feuerkristall gehen, während ihr Geliebter sich bemüht, das Vertrauen seiner Halbschwester Lorelai zu gewinnen. Später gelingt es Lazar zu fliehen, doch dann wird die Gemeinschaft mit dem unausweichlichen Tod bedroht. Um ihre Lieben zu retten, schließt Eyra in ihrer Verzweiflung einen Pakt, den sie niemals eingehen wollte ...

K. T. Steen schreibt flüssig und bildhaft. Wir lernen neue Bewohner der von ihr geschaffenen Welt Mirilor kennen, wie Nachtfeen, Gnome und Schrate, aber auch Kockerhasel und Greife oder Wünschelblumen. Mein absoluter Favorit ist Theodorius von Winterweide, der jüngste Spross eines legendären Geschlechts von Schneeamseln. Er verfügt nicht nur über einen unfehlbaren Blick für die richtige Kleidergröße, sondern ist ein wirklich zauberhaftes Wesen.

Eyra und ihre Begleiter finden trotz Narans anfänglicher Ablehnung zu einer loyalen Gemeinschaft zusammen. Auf der Reise nach Oritea überstehen sie Verrat und Gewalt. Auch die Beziehung von Lazar und Eyra gedeiht. Sie finden endgültig zusammen, was zu ein paar „heißen“ Szenen führt, die die Romantiker unter uns erfreuen. Die Winterprinzen unterstützen Eyra. Obwohl sie alles verloren haben, kämpfen sie weiter. Band 2 endet nicht direkt mit einem Cliffhanger, doch an einer spannenden Stelle. Gerade haben wir ein mächtiges magisches Wesen kennengelernt, das noch eine bedeutende Rolle spielen wird. Welche? Das erfahren wir dann in Band 3 - Eisflammen.

Auch Teil zwei der Saga konnte mich fesseln. Ich habe Eyra näher kennengelernt und mit ihr und den Gefährten mitgefiebert. Lauernde Gefahren, spannende Suche, schmerzliche Begegnungen, gute und böse Mächte, Verrat, Romantik. Loyalität, Zuneigung, Hass – alles ist in dieser Geschichte vorhanden. Dabei ist die Atmosphäre nicht durchgehend düster, einige schöne Momente und eine Prise Humor lockern das Geschehen auf. Eyra und die Gemeinschaft müssen ihre Strategie überdenken, da neue Erkenntnisse dies erforderlich machen. Ich bin so neugierig, wie es weitergeht. Eines ist sicher, es bleibt spannend!

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Veröffentlicht am 29.11.2025

The Stranger Times rettet Weihnachten

Ring the Bells
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In Manchester beginnt die Weihnachtszeit. Die wöchentliche Ausgabe von The Stranger Times wird pünktlich fertig, während gleichzeitig das kleine Magieprojekt eines harmlosen Buchclubs sehr blutig eskaliert. ...

In Manchester beginnt die Weihnachtszeit. Die wöchentliche Ausgabe von The Stranger Times wird pünktlich fertig, während gleichzeitig das kleine Magieprojekt eines harmlosen Buchclubs sehr blutig eskaliert. Einmal mehr befindet sich die Menschheit in tödlicher Gefahr!

C. K. McDonnell hat mit „Ring the Bells“ bereits den 5. Band seiner skurrilen The Stranger Times – Reihe geschrieben. Wer "Urban Fantasy trifft schwarzen Humor" genauso schätzt wie ich, wird hier hervorragend unterhalten.

Das Team meiner Lieblingswochenzeitung The Stranger Times zieht alle Register, um die aktuelle Ausgabe pünktlich in Druck zu bringen. Ein Geschenk des Teams an Büroleiterin Grace, die an diesem Abend eine Weihnachtsfeier plant. Leider verhindert ein fieser Computervirus das Unterfangen. Der Verursacher erweist sich nicht als finsterer Magier oder boshafter Kobold, sondern als pickliger Teenager, was die Situation nicht besser macht. Gleichzeitig gelingt es einem alten grausamen Gott sich in Manchester zu materialisieren. Ein Buchclub wurde manipuliert und durch Zalas Blutgier nahezu ausgerottet. Die mörderische Gottheit plant die Machtübernahme und danach die Zerstörung unserer Welt. Das Team der Stranger Times ist einmal mehr gefordert.

C. K. McDonnell entführt uns ein weiteres Mal in seine Version von Manchester. Hier geschehen seltsame Dinge, die nur die Stranger Times benennt, was die zwischen den Kapiteln eingestreuten schrägen Zeitungsmeldungen beweisen. In seiner gewohnt flüssigen, bildhaften Sprache, garniert mit originellen Wortspielen, zündet der Autor ein skurriles Weihnachtsfeuerwerk. Ausgerechnet in Gestalt von Santa Claus will Zalas die Weltherrschaft übernehmen. Um dies zu verhindern, müssen die Journalisten der Stranger Times, Polizisten einer Spezialabteilung und Vertreter des Altvolks, das die magisch begabten Erdbewohner umfasst, zusammenarbeiten. Wir treffen alte Bekannte, aber auch neue Figuren.

Wie in den früheren Bänden überstürzen sich die Ereignisse und der Autor legt ein rasantes Erzähltempo vor. Dieses Mal müssen sich die Stammleser von einer lieb gewonnenen Figur verabschieden. Um uns deren Biografie näherzubringen, nutzt C. K. McDonnell einen raffinierten Kniff. So erfahren wir von den schrecklichen Kriegserlebnissen, die den Charakter nachhaltig prägten. Diese werden ernst, respektvoll und anrührend geschildert, was im Gegensatz zur sonst üblichen schwarz humorigen Erzählweise steht, aber genauso überzeugt.

Das Geschehen endet mit einem furiosen Showdown im Weihnachtswunderland. Hier sammelt Zalas Macht und erfüllt die bizarrsten Wünsche. Die mit seltsamen Phänomenen vertrauten Journalisten können die Welt einmal mehr retten und alles nimmt wieder seinen gewohnten, das bedeutet in Manchester eher skurrilen, Gang.

Als großer Fan der Reihe kam ich hier erneut voll auf meine Kosten. Dieses Mal hat mich C. K. McDonnell nicht nur zum Lachen gebracht, sondern mit der Beschreibung von Krieg und seinen Folgen berührt. Mit Bedauern habe ich das Buch beendet. Lieber hätte ich weitergelesen. So heißt es warten auf den nächsten Band oder ein anderes Buch des Autors.
5 von 5 Sternen und Leseempfehlung an alle Fans skurriler Geschichten mit schwarzem Humor.

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