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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2017

immer wieder langatmig

Schnee, der auf Zedern fällt
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Ich bin sehr schwer in das Buch reingekommen und wollte es nach ca 15 Seiten weglegen. Endlose Beschreibungen, die unendlich langweilig wirkten, weil sie noch in keinem Kontext standen. Dann endlich kam ...

Ich bin sehr schwer in das Buch reingekommen und wollte es nach ca 15 Seiten weglegen. Endlose Beschreibungen, die unendlich langweilig wirkten, weil sie noch in keinem Kontext standen. Dann endlich kam etwas Handlung und gleich war man wieder mit seitenlangen Beschreibungen ausgebremst. So ging es das ganze Buch hindurch, aber da die Geschichte gut war und man wissen wollte, wie es weitergeht, hat man dies in Kauf genommen. Eigentlich finde ich Familiengeschichten und deren Hintergründe ja ganz spannend, aber zu (fast) jeder Figur, egal wie wenig sie zur Handlung beiträgt, ein Abriss über Generationen finde ich dann doch nicht mehr so interessant. Auch die Beschreibungen der Landschaft, der Boote, des Wetters, eines Hauses und wie es gebaut wurde oder einzelner Dinge wie z.B. eines Schreibtisches halten einen nur auf, wenn man wissen will, wie die Geschichte weitergeht. Sicherlich macht gerade dies den Reiz des Buches aus, denn es hat glaube ich den Pen /Faulkner Preis gewonnen und stand wohl lange auf der Bestsellerliste, aber ich fühlte mich dauernd ausgebremst und das mochte ich nicht.

Die eigentliche Handlung ist nämlich spannend und auch das geschichtliche Setting fand ich interessant, da es mir bislang noch nicht so bewußt war. Die Geschichte spielt in den 50ziger Jahren auf einer Amerikanischen Insel, auf der viele Japaner wohnen. Gegen Ende des 2. Weltkrieges nach dem Angriff auf Pearl Harbour werden die Japaner deportiert und kaserniert. Jetzt, in den 50zigern, sind sie zurück und versuchen ihr Leben mit Erdbeerzucht und Lachsfang zu meistern. Da wird ein Fischer tot in seinem Netzt hängend geborgen und der Verdacht fällt auf einen der Japaner. Das Buch schildert die Gerichtsverhandlung und in vielen Rückblicken (und endlosen Beschreibungen) die Vorgeschichte. Auch eine Liebesgeschichte kommt drin vor, ob diese am Ende gut ausgeht oder nicht verrate ich hier nicht, aber man hofft sehr. Wie gesagt, es gab mehrere spannende Dinge in dem Buch, aber auch wenn es sich gut und schnell liest, hat man durch die langen Beschreibungen das Gefühl, man tritt auf der Stelle und kommt nicht vorwärts, wo man doch so gerne wissen möchte, wie es weiter geht. Guckt man dann auf die Seitenzahl, ist man überrascht, wieviel und schnell man doch wieder gelesen hat. Also wohl doch ein pageturner...?

Wer also mal statt des üblichen Krimis einen etwas anderen lesen möchte, ist hiermit gut beraten.

Veröffentlicht am 06.06.2017

netter Ratgeber über Pickel, Periode und Pubertät

Alles, was Mädchen wissen sollten, bevor sie 13 werden
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Interessanter Titel dachte ich, mal sehen, ob das Buch hält, was es verspricht. Das hat es.

Es gibt Tipps für Mädchen rund um das Thema Pubertät aus der Sicht eines Mädchens, das gleichaltrig ist, aber ...

Interessanter Titel dachte ich, mal sehen, ob das Buch hält, was es verspricht. Das hat es.

Es gibt Tipps für Mädchen rund um das Thema Pubertät aus der Sicht eines Mädchens, das gleichaltrig ist, aber voller Selbstvertrauem. Es geht um Pickel, Periode, Liebe, Klamotten, nervende Eltern, Geschwister, beste Freundinnen, den ersten Freund usw. Schminktipps gibt es allerdings nicht, sondern es ist mehr ein Erfahrungsbericht im netten Plauderton. Es gibt Checklisten und Tabellen zum ausfüllen ( z.B. was würdest Du Dir wünschen oder welche Sprüche ärgern Dich bei Deinen Eltern). Mal klingt es etwas erwachsen z. B. wenn Tipps wie die Nummer gegen Kummer gegeben werden, dann wieder unbeschwert, als sei dien Autorin wirklich 13. Ob es wirklich 12jährige Mädchen anspricht bleibt abzuwarten, denn mein Kind ist ein ausgesprochener Lesemuffel. Bis ich da ein Feedback bekomme kann dauern. Aber sie hat angefangen. Das ist schon mehr als bei den meisten Büchern, die nur gelangweilt oder genervt zur Seite gelegt werden, ohne auch nur reingeguckt zu haben. Dieses scheint das Interesse geweckt zu haben. Das spricht also schonmal sehr für das Buch.

Veröffentlicht am 25.02.2026

starker Anfang dann völlig abstrus

Nukleus
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Bei einem Anschlag in einer U-Bahn in Berlin wird die 9jährige Tochter eines Clanchefs verletzt und kämpft um ihr Leben. Dr. Ella Bach interessiert das bedrohliche Auftreten des Clans nicht, sie versucht ...

Bei einem Anschlag in einer U-Bahn in Berlin wird die 9jährige Tochter eines Clanchefs verletzt und kämpft um ihr Leben. Dr. Ella Bach interessiert das bedrohliche Auftreten des Clans nicht, sie versucht zu verstehen, warum ein Sanitäter vor Ort das Handy des Attentäters an sich nahm. Das Buch beginnt sehr spannend und ist ein Pageturner. Aber als Ella ihre Freundin in London sucht, wird die Geschichte völlig absurd. Ich will hier nicht zu viel sagen, aber das Internet sorgt dafür, dass manche Menschen zu Selbstmordattentätern werden, da der Teufel sich die Informationen zunutze macht. Ich habe bis zu Ende durchgehalten, aber auch wenn der ein oder andere Gedanke über das Internet und das Menschsein meine Zustimmung erhalten, war es doch insgesamt zu abstrus und an den Haaren herbei gezogen, um noch Lesevergnügen zu sein. Für diese völlig bekloppte Handlung und die sich gegen Ende häufenden logischen Brüche gebe ich nur 3 Punkte. Dabei fand ich den Anfang bis zur Suche nach der Freundin eigentlich gut.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

teils witzig, teils langweilig

Ungeschminkt
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Ein bißchen neugierig war ich ja schon auf den schillernden Paradiesvogel namens Olivia Jones und ihr/sein Leben. Was für Kämpfe hat Oliver ausstehen müssen, bis er als Olivia Anerkennung bekam. Insofern ...

Ein bißchen neugierig war ich ja schon auf den schillernden Paradiesvogel namens Olivia Jones und ihr/sein Leben. Was für Kämpfe hat Oliver ausstehen müssen, bis er als Olivia Anerkennung bekam. Insofern war ich gespannt auf das Buch. Am Anfang habe ich auch herzlich gelacht und war begeistert von dem Humor mit dem das Buch geschrieben ist. Aber nach und nach ging es mehr in Namedropping über (wobei ich gestehen muß, dass ich die meisten erwähnten Promis nicht kenne, aber ich gucke ja auch nie Dschungelkamp und ähnliche Sendungen.), was ich als zunehmend langweilig empfand. Inhaltlich muß ich sagen, dass es immer wieder interessante Passagen gab und ich finde es toll, dass Olivia Jones sich stark engagiert für Tierschutz, Aidshilfe, gegen Nazis, in den Schulen für Aufklärung und Toleranz usw. Aber irgendwann schien sich alles wieder nur noch zu wiederholen und auch die eingestreuten Interviews von Promis, die ich nicht kenne, machten das nicht besser, da alle im Grunde das Gleiche sagen. Auch der Humor blieb nach dem ersten Drittel auf der Strecke. Ich weiß nicht, welchen Part die Ghostwriterin und welchen Olivia Jones geschrieben hat, aber nach einem starken Anfang hat das Buch stark nachgelassen. Das Coronakapitel war nochmal interessant. Frau/Herr Jones finde ich klasse, das Buch eher nicht so.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

zum Schmunzeln

Das Tagebuch von Edward dem Hamster 1990 - 1990
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Klein aber fein. Ein schönes Mitbringsel zum Schmunzeln. Edward der Hamster führt Tagebuch. Schlicht und aus Hamstersicht erfahren wir von Edwards kurzem Leben, wie er das Rad boykottiert, in Hungerstreik ...

Klein aber fein. Ein schönes Mitbringsel zum Schmunzeln. Edward der Hamster führt Tagebuch. Schlicht und aus Hamstersicht erfahren wir von Edwards kurzem Leben, wie er das Rad boykottiert, in Hungerstreik treten will und über sein Dasein philosophiert. Mit wenig Text, viele schwarz-weiß Bilder, ist es ein nettes kleines Büchlein.

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