Psychospiel vom Feinsten – Emotionales Hin und Her bis zum Schluß
Don't Let Her StayWorum geht es?
Joanne genießt ihr Glück mit Ehemann Richard und dem gemeinsamen Baby, bis Richards erwachsene Tochter Chloe einzieht. Was folgt, ist ein perfides Psychospiel: Während Chloe nach außen ...
Worum geht es?
Joanne genießt ihr Glück mit Ehemann Richard und dem gemeinsamen Baby, bis Richards erwachsene Tochter Chloe einzieht. Was folgt, ist ein perfides Psychospiel: Während Chloe nach außen hin das brave Mädchen spielt, zeigt sie Joanne gegenüber ihr wahres, bösartiges Gesicht. Joanne verzweifelt zunehmend, da Richard absolut blind für die Manipulationen seiner Tochter zu sein scheint ...
Meine Meinung
Dieses Buch hat mich wirklich Nerven gekostet! Ich bin fast minütlich gewechselt, auf welcher Seite ich stehe. Der Hauptcharakter Richard ist anfangs so aufgebaut, dass man ihn am liebsten schütteln möchte, bis man langsam begreift, was wirklich hinter dieser Fassade steckt. Das Gaslighting ist hier extrem gut, fast bis zum "ich will nicht mehr weiterlesen" umgesetzt. Denn ich fühlte mich beim Lesen genauso unverstanden wie die Hauptprotagonistin Joanne.
Das Finale war für meinen Geschmack ziemlich überzogen, trotzdem hat mich der moralische Konflikt am Ende sehr gepackt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr zugänglich, die Kapitel sind kurz und es wird aus der Perspektive von Joanne erzählt.
Das Cover ist zwar einfach gestaltet, aber dennoch gut gelungen und passt zur Story.
Fazit
Ein packender Psychothriller, der einen emotional ständig hin- und herreißt. Und einen konstanten Sog entwickelt. Man mag das Buch kaum aus der Hand legen. Auch wenn das Ende etwas "drüber" war, wird für einen runden Abschluss gesorgt. Ein starkes Stück Domestic Noir, das mich durchaus gefesselt hat.