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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Toller Auftakt

Throne of Glass – Die Erwählte
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Throne of Glass – Die Erwählte war für mich ein richtig spannender Einstieg in die Reihe. Schon die Grundidee fand ich super: Eine berüchtigte Assassinin wird aus einem Arbeitslager geholt, um an einem ...

Throne of Glass – Die Erwählte war für mich ein richtig spannender Einstieg in die Reihe. Schon die Grundidee fand ich super: Eine berüchtigte Assassinin wird aus einem Arbeitslager geholt, um an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem sie die persönliche Kämpferin des Königs werden soll. Allein dieses Setting sorgt von Anfang an für Spannung.

Die Protagonistin Celaena fand ich sofort interessant. Sie ist selbstbewusst, stark und teilweise ziemlich sarkastisch, was ich beim Lesen sehr mochte. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass hinter ihrer harten Fassade mehr steckt. Gerade diese Mischung macht sie zu einer Figur, der man gerne durch die Geschichte folgt.

Auch das Setting im gläsernen Schloss hat mir gefallen. Der Wettbewerb zwischen den Kämpfern sorgt immer wieder für Spannung, und gleichzeitig passieren im Hintergrund mysteriöse Dinge, die eine etwas düstere Atmosphäre in die Geschichte bringen.

Neben der Handlung spielt auch die Romance eine Rolle. Die Dynamik zwischen Celaena, dem Prinzen und dem Captain der Garde sorgt für einige interessante Momente, ohne dass die eigentliche Story dadurch zu kurz kommt.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und man kommt schnell durch die Seiten. Für mich war Die Erwählte ein gelungener Auftakt, der Lust darauf macht, die Welt und die Figuren in den nächsten Bänden noch besser kennenzulernen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Hier lügt jeder

Liars all around me
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Liars all around me ist ein spannender Jugend-Thriller, der mich von der ersten Seite an mitgenommen hat. In einer scheinbar ruhigen Kleinstadt wird die Schülerin Sheila Parker tot aufgefunden. Erschossen, ...

Liars all around me ist ein spannender Jugend-Thriller, der mich von der ersten Seite an mitgenommen hat. In einer scheinbar ruhigen Kleinstadt wird die Schülerin Sheila Parker tot aufgefunden. Erschossen, ohne klare Spur. Gleich zu Beginn merkt man: hier lügt jeder, und hinter jeder Fassade steckt etwas, das nicht stimmen darf. Die Geschichte verwebt Geheimnisse, Verdächtigungen und eine Suche nach der Wahrheit zu einem gefährlichen Netz, das immer enger wird.

Die Handlung wird vor allem aus zwei Perspektiven erzählt: Ryle, der für seinen schlechten Ruf bekannt ist, und Avery, die Musterschülerin mit einem dunkeleren Geheimnis, als sie zunächst preisgibt. Als Avery Ryle bittet, ihr zu helfen, ihre Unschuld zu beweisen, ist er zunächst skeptisch, aber je tiefer sie graben, desto mehr zeigt sich, wie wenig wirklich klar ist. Diese Dynamik zwischen Misstrauen und Anziehung hat mir gut gefallen. Sie sorgt für Spannung, ohne ins Kitschige abzugleiten.

Der Schreibstil ist direkt und jugendlich, mit einem Tempo, das sich gut durchlesen lässt. Besonders gelungen fand ich, wie geschickt die Autorin Hinweise, Verdächtigungen und falsche Fährten verteilt. Ich habe oft mitgerätselt und mich immer wieder gefragt, ob jemand wirklich die Wahrheit sagt oder nur geschickt täuscht.

Ein kleiner Kritikpunkt: Einige Wendungen fühlen sich ein bisschen vertraut an, weil man ähnliche Mechaniken schon aus anderen YA-Thriller kennt. Trotzdem schafft Liars all around me genau dort Spannung, wo sie gebraucht wird, und hält die Balance zwischen Mystery und emotionalem Erleben gut.

Ein fesselnder All-Age-Thriller, der durch seine Mischung aus Geheimnissen, Verdächtigungen und einer unterschwelligen Liebesentwicklung überzeugt. Perfekt für Fans von „A Good Girl’s Guide to Murder“-ähnlichen Geschichten.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Herz, Magie und ein Hauch Geschichte

Die Jagd nach den magischen Münzen
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Die Jagd nach den magischen Münzen ist ein historisch-magisches Abenteuer, das mich und meinen Neffen von der ersten Seite an in eine ganz andere Welt entführt hat. Die Geschichte spielt im London des ...

Die Jagd nach den magischen Münzen ist ein historisch-magisches Abenteuer, das mich und meinen Neffen von der ersten Seite an in eine ganz andere Welt entführt hat. Die Geschichte spielt im London des Jahres 1918 und folgt der zwölfjährigen Bo, die an den Ufern der Themse lebt und dort im Schlamm nach Dingen sucht. Als sie eine ungewöhnliche, glänzende Münze findet, glaubt sie, den Fluss sprechen zu hören und das ist erst der Anfang eines Abenteuers, das sie sich nie hätte vorstellen können.

Was ich an diesem Buch besonders mochte, ist die Mischung aus Magie, Freundschaft und echter historischer Tiefe. Die Suche nach den magischen Münzen wird nicht einfach als Schatzsuche erzählt, sondern auch mit Themen wie Verlust, Trauer und der Kraft der eigenen Erinnerungen verknüpft. Bo und ihr Freund Billy wachsen im Laufe der Geschichte über sich hinaus, und ihre Beziehung wirkt ehrlich und warm, ohne übertrieben kitschig zu werden.

Die Sprache ist klar und zugänglich, sodass ich leicht in die Welt eintauchen konnte. Gleichzeitig schafft die Autorin eine Atmosphäre, die sowohl geheimnisvoll als auch berührend ist. Die kurzen Kapitel treiben die Handlung zügig voran, ohne dass es dabei oberflächlich wirkt. Besonders das historische Setting und der sprechende Fluss haben mich fasziniert und in ihren Bann gezogen.

Ein kleiner Kritikpunkt wäre vielleicht, dass sich manche Abenteuersequenzen etwas vertraut anfühlen (typische Schatzsuche trifft klassische magische Elemente). Das nimmt dem Buch aber kaum etwas von seinem Charme, weil die Figuren und die Stimmung einfach mitreißend sind.

Ein atmosphärisches, warm erzähltes Abenteuer für junge Leser*innen und alle, die Geschichten mit Herz, Magie und einem Hauch Geschichte lieben.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Warmherziger Roman über Männerfreundschaft

Wir Freitagsmänner
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Wir Freitagsmänner – Wer wird denn gleich alt werden? ist eine Geschichte über Freundschaft, über das Älterwerden und über diese leise Angst davor, irgendwann nicht mehr gebraucht zu werden. Und genau ...

Wir Freitagsmänner – Wer wird denn gleich alt werden? ist eine Geschichte über Freundschaft, über das Älterwerden und über diese leise Angst davor, irgendwann nicht mehr gebraucht zu werden. Und genau das macht das Buch stärker, als der humorvolle Titel zunächst vermuten lässt.

Im Zentrum stehen Männer, die sich regelmäßig treffen, mit Ritualen, Sticheleien, Erinnerungen und einer ordentlichen Portion Stolz. Ich mochte sehr, wie authentisch ihre Dynamik gezeichnet ist. Da ist kein künstliches Drama, sondern dieses typische „Wir reden nicht über Gefühle, aber wir fühlen trotzdem alles“. Zwischen den lockeren Dialogen blitzen immer wieder Melancholie, Verlust und Vergänglichkeit auf.

Besonders gelungen finde ich, dass das Älterwerden hier weder verklärt noch tragisch überzeichnet wird. Es ist einfach da. Mit seinen körperlichen Einschränkungen, mit verpassten Chancen, aber auch mit einer gewissen Gelassenheit. Die Figuren wirken glaubwürdig – manchmal stur, manchmal rührend, oft witzig.

Emotional hätte ich mir stellenweise noch etwas mehr Tiefe gewünscht, ein paar Momente, die richtig weh tun oder unter die Haut gehen. Dennoch trägt die Geschichte durch ihre Ehrlichkeit und ihren feinen Humor.

Für mich ist Wir Freitagsmänner ein warmherziger Roman über Männerfreundschaft jenseits großer Worte. Leise, nachdenklich und sympathisch.

Ein Buch für alle, die wissen, dass Altern nichts mit Aufgeben zu tun hat – sondern mit Zusammenhalten.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Ein kraftvoller, dunkler Serienstart

Flut aus schwarzem Stahl
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Flut aus schwarzem Stahl ist kein sanfter Einstieg in eine Fantasywelt. Es ist ein Aufprall. Hart, roh, kompromisslos. Schon auf den ersten Seiten wird klar: hier geht es nicht um romantisierte Heldentaten, ...

Flut aus schwarzem Stahl ist kein sanfter Einstieg in eine Fantasywelt. Es ist ein Aufprall. Hart, roh, kompromisslos. Schon auf den ersten Seiten wird klar: hier geht es nicht um romantisierte Heldentaten, sondern um Macht, Verrat und die brutale Konsequenz politischer Entscheidungen.

Die Welt ist düster gezeichnet, fast schon grimdark. Schwarzer Stahl ist dabei nicht nur ein Bild, sondern ein Gefühl kalt, schwer, unnachgiebig. Besonders stark fand ich die politische Dimension. Intrigen, wechselnde Allianzen und Figuren, die selten eindeutig gut oder böse sind. Moralische Grauzonen bestimmen das Geschehen, was die Geschichte anspruchsvoller, aber auch intensiver macht.

Die Charaktere brauchen etwas Zeit, um wirklich greifbar zu werden. Gerade am Anfang wirken einige bewusst distanziert, fast unnahbar. Doch genau darin liegt auch die Stärke des Romans. Man muss sich die Figuren erarbeiten, ihre Motive verstehen, zwischen den Zeilen lesen. Wer das tut, wird mit vielschichtigen Entwicklungen belohnt.

Stellenweise ist die Handlung komplex und verlangt Aufmerksamkeit. Das ist kein „Nebenbei“-Buch. Aber wer epische Fantasy mit politischer Tiefe, glaubwürdiger Härte und einer konstanten Bedrohungslage sucht, wird hier definitiv fündig.

Für mich ist Flut aus schwarzem Stahl ein starker Auftakt mit Luft nach oben. Besonders emotional hätte ich mir hier und da noch etwas mehr Bindung gewünscht. Dennoch überzeugt die Atmosphäre und das konsequente Worldbuilding.

Ein kraftvoller, dunkler Serienstart für alle, die Fantasy lieber aus Stahl als aus Zucker lesen.

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