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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2025

Erstes Abenteuer einer ganz besonderen Familie

Venatrix 1: Venatrix - Dämonenjäger von nebenan
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Die Familie Venatrix lebt zwar in unserer ganz normalen Welt, geht aber einer ungeahnten Tätigkeit nach – die Mitglieder der Sippe bewahren den Rest der Menschheit vor gefährlichen Dämonen, die immer wieder ...

Die Familie Venatrix lebt zwar in unserer ganz normalen Welt, geht aber einer ungeahnten Tätigkeit nach – die Mitglieder der Sippe bewahren den Rest der Menschheit vor gefährlichen Dämonen, die immer wieder aus ihrer Dimension den Weg in unsere Wirklichkeit finden. Und da kommen neben einem gigantischen Waffenarsenal und Ninja-Kampfkünsten z.B. auch allerlei pfiffige Erfindungen zum Einsatz.

Der zwölfjährige Gero hat es nicht so mit der Geschicklichkeit und der Kampfkraft, kennt sich dafür mit dem familieneigenen Dämonenjäger-Handbuch aus. Dummerweise vergisst er im Kampfgetümmel aber teilweise vor lauter Aufregung die wertvollen Informationen.
Kurz nach einem dramatischen Zwischenfall findet der Junge, fast wie zum Trost, ein putziges Haustier. Doch das kleine Hündchen hält so manche Überraschung bereit...

Gero und seine Familienmitglieder sind sympathische Figuren und es macht Spaß, ihre ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Charakterzüge kennenzulernen. Dabei geht es sowohl actionreich als auch humorvoll zu. Etwas schräg wirkt z.B. die Oma der Sippe, die lieber an ihren Erfindungen arbeitet, als sich auf ihren bevorstehenden Geburtstag zu konzentrieren.

Die Details der Geschichte sind fantasievoll und mit spürbarer Liebe ausgearbeitet, etwa die verschiedenen Dämonen-Arten, die mit interessanten Steckbriefen vorgestellt werden.
Ein weiteres Highlight sin die Illustrationen, deren Stil man bereits auf dem hübschen Cover erkennen kann.

Mit diesem ersten Band wird ein Abenteuer abgeschlossen, aber die Fortsetzung steht bereits in den Startlöchern und das Ende gibt einen vielversprechenden Vorgeschmack darauf.

Veröffentlicht am 09.08.2025

Kleine Helden unter der Lupe

Im Schatten von Giganten
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Jasmin Schreiber hat ein Herz für die kleinen bis winzigen Lebewesen in der Welt und bringt diese sowie ihre Lebensräume mit dem neuen Buch hoffentlich vielen weiteren Menschen ein Stück näher.
Zusammen ...

Jasmin Schreiber hat ein Herz für die kleinen bis winzigen Lebewesen in der Welt und bringt diese sowie ihre Lebensräume mit dem neuen Buch hoffentlich vielen weiteren Menschen ein Stück näher.
Zusammen mit der Biologin erkundet man hier unter anderem das Leben unter Steinen, in Pfützen und Tümpeln, in Totholz, auf Blüten und sogar in Kadavern und Dung.

Die Autorin hat ihr Buch mit vielen Fotos anschaulich bebildert und überzeugt außerdem durch den sowohl fachlich fundierten als auch unterhaltsamen Schreibstil. Alle Kapitel sind sehr informativ, ohne trocken zu wirken. Ich habe beim Lesen und Betrachten einiges gelernt, z.B. über die Navigationstalente von Mistkäfern oder die deutlichen Unterschiede zwischen Hundert- und Tausendfüßern abseits der Beinchen-Zahl.

Das Buch ist nicht ganz billig, wirkt aber durch sein recht großes Format, den festen Einband, das dicke Papier und nicht zuletzt die zahlreichen Fotos auch sehr hochwertig. Ich kann es Naturfreunden auf jeden Fall empfehlen.

Veröffentlicht am 16.07.2025

Tolles Naturbuch – schöne Fotos und viele Infos

National Geographic Kids - Lexikon der Tiere
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Das großformatige Lexikon ist schon durch sein Cover ein echter Blickfang und lädt zum Entdecken ein. Kleine (und auch größere) Tierfreunde werden dann auch vom Inhalt nicht enttäuscht.
Hier kann man wirklich ...

Das großformatige Lexikon ist schon durch sein Cover ein echter Blickfang und lädt zum Entdecken ein. Kleine (und auch größere) Tierfreunde werden dann auch vom Inhalt nicht enttäuscht.
Hier kann man wirklich sehr viel über das Tierreich lernen, etwa über die Unterteilungen von den Stämmen bis zu den einzelnen Arten, die Lebensräume und natürlich die verschiedensten Tiere an sich.

Zu allen Bereichen finden sich umfangreiche Kapitel mit einer vielseitigen Auswahl interessanter Vertreter sowie coolen bis kuriosen Fakten und auch immer einer Doppelseite mit entsprechenden Rekorden (z.B. kleinstes Säugetier und größter oder lautester Frosch).

Neben diesen tollen Infos warten eingestreute Berichte von Forschern und Naturfotografen, die sich auf die Suche nach verschiedenen mehr oder weniger seltenen Tieren begeben haben.
Die Fotografien sind wunderschön (bis auf wenige Ausnahmen, die etwas verschwommen wirken) und zeigen eine fantastische Zusammenstellung der Geschöpfe, mit denen wir uns die Erde, das Wasser und die Luft teilen. Dabei kommt eine gewisse Ehrfurcht und Nachdenklichkeit auf, wie auch bei Berichten über die geringe verbleibende Zahl mancher Geschöpfe.

Zum Anschauen ist das Buch sicherlich schon für kleinere Kinder interessant, die umfangreichen Informationen eignen sich dann doch eher für größere. Ich würde es ab dem Ende der Grundschule empfehlen.

Veröffentlicht am 02.03.2025

Informative und unterhaltsame Kriminalfälle aus der Natur

True Crime in Nature
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Oft kann man ja sagen, dass Tiere die besseren Menschen sind. Aber in diesem Buch zeigt sich, dass es auch in der Natur oft reichlich „verbrecherisch“ zugeht. Man trifft hier z.B. auf Serienkiller, Entführer, ...

Oft kann man ja sagen, dass Tiere die besseren Menschen sind. Aber in diesem Buch zeigt sich, dass es auch in der Natur oft reichlich „verbrecherisch“ zugeht. Man trifft hier z.B. auf Serienkiller, Entführer, Sklavenhalter und Betrüger.
Auf unterhaltsame Weise werden die verschiedensten faszinierenden, skurrilen und teils auch ganz schön gruseligen Übeltäter vorgestellt, von Einzellern, Pflanzen und Pilzen über Insekten bis zu Vögeln, Fischen und Säugetieren.
Da werden Körper als lebende Vorratskammern missbraucht, Opfer durch Infiltration ihres Gehirns ins Verderben gelockt oder Artgenossen nach Strich und Faden ausgetrickst.

Der Schreibstil ist gleichzeitig informativ sowie wissenschaftlich fundiert als auch locker und mit einigem Humor gespickt. Augenzwinkernd bringt die Autorin den Leser zum Schmunzeln, was nicht zuletzt auch den zahlreichen witzigen Illustrationen zu verdanken ist.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen und nebenbei einiges gelernt, so dass ich manches Tierchen jetzt mit ganz anderen Augen betrachten bzw. vielleicht auch genauer auf die Lebensweise von kleinen Krabblern in heimischen Gefilden achten werde.
Das Buch macht unter anderem auch auf den ökologischen Nutzen von Parasiten aufmerksam und verdeutlicht, wie sehr vor allem die „Mitbewohner“ mit verschiedenen Wirten in ihrem Lebenszyklus von Veränderungen in ihrer Umwelt bedroht sind.

Veröffentlicht am 28.02.2026

Toller Atlas, nicht nur für Kinder

National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren
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Nachdem mir von National Geographic Kids schon das „Lexikon der Tiere“ sehr gut gefallen hat, habe ich mich über den schon optisch sehr gut dazu passenden Weltatlas gefreut. Das großformatige Buch ist ...


Nachdem mir von National Geographic Kids schon das „Lexikon der Tiere“ sehr gut gefallen hat, habe ich mich über den schon optisch sehr gut dazu passenden Weltatlas gefreut. Das großformatige Buch ist erneut sehr schön aufgemacht, bietet tolles Bildmaterial, haufenweise Informationen und auch sehr gute Papierqualität/Haptik.

Der Informationsgehalt dieses Sachbuchs ist wirklich riesig – im Atlas findet man zahlreiche Landkarten mit unterschiedlichsten Schwerpunkten und Zusatzinformationen. So erfahren kleine und große Leser z.B. viel über die Klimazonen, bedrohte Tierarten, die Verbreitung der Weltreligionen, die gesprochenen Sprachen oder die Häufigkeit verschiedener Naturkatastrophen.
Die Altersempfehlung ab 8 Jahren finde ich übrigens zu niedrig angesetzt. Junge Grundschüler werden mit den vielen Infos, schwierigen Wörtern und dem generellen Aufbau sicherlich überfordert sein.

Der Atlas stellt unter anderem die verschiedenen Kontinente bzw. Regionen genauer vor, zeigt Besonderheiten der Gegenden, nennt die kleinsten und größten Länder dieser Gebiete, die höchste und die niedrigste Lebenserwartung, die Wirtschaftskraft und die höchsten Berge. Auch die Ozeane werden näher beleuchtet. Zu allen Kapiteln gibt es viele Fotos und einige Infos aus der Kategorie „schon gewusst?“. Da habe ich etwa gelernt, dass man die karibischen Sandstrände der „Arbeit“ einer Fischart zu verdanken hat.

Im hinteren Teil befinden sich außerdem unter anderem die Flaggen und wichtige Kerndaten zu den Ländern der Welt, außerdem Erklärungen diverser Fachbegriffe.
Insgesamt hat mir der Weltatlas sehr gut gefallen. Er ist nicht nur für ältere Kinder ein vielseitiges Nachschlagewerk, in dem man auf eine spannende Weltreise gehen kann. Lediglich ein paar kleine Rechtschreibschwächen wie übermäßiger Komma-Einsatz sind mir aufgefallen, trüben den Gesamteindruck aber nicht wesentlich.