Profilbild von nina90

nina90

Lesejury Profi
offline

nina90 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit nina90 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2022

Rache ist heiß

COLD CASE - Das gebrannte Kind
3

"Das gebrannte Kind" von Tina Frennstedt war mein erstes Buch dieser Autorin, aber definitiv nicht mein letztes. Obwohl es der dritte Teil einer Reihe ist, konnte ich der Handlung ohne Probleme folgen.

Kurz ...

"Das gebrannte Kind" von Tina Frennstedt war mein erstes Buch dieser Autorin, aber definitiv nicht mein letztes. Obwohl es der dritte Teil einer Reihe ist, konnte ich der Handlung ohne Probleme folgen.

Kurz zum Inhalt:

Kommissarin Tess Hjalmarsson hat gerade die Ermittlungen in einem alten Fall wieder aufgenommen, als sie für einen aktuellen Fall benötigt wird. Bereits mehrere Personen sind durch Brandanschläge in ihren Häusern ums Leben gekommen. Der Täter hat vorher die Ruachmelder abmontiert und die überlebenden Opfer berichteten von Musik, die sie während des Brandes hörten...

Dieser Krimi konnte mich durch eine bildhafte Darstellung, durchgehende Spannung und eine sympathische Ermittlerin mehr als überzeugen. Tina Frennstedt hat es geschafft, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Trotz all dem Positiven gibt es leider auch einen Minuspunkt: ich hatte sehr früh einen Täter unter Verdacht, der sich schlussendlich auch bestätigt hatte. Trotzdem wartet am Ende des Buches eine überraschende Wendung auf uns, die mich wiederum mit der Tatsache versöhnt hat, dass ich den Täter relativ früh erraten hatte. Außerdem konnte ich die Handlungen der Ermittlerin manchmal nicht nachvollziehen.

Tina Frennstedt ist es sehr gut gelungen, Corona und seine Auswirkungen in die Handlung einfließen zu lassen. Es wird gelegentlich erwähnt, dass die Charaktere Masken tragen, Abstand halten, usw., aber es stört nie den Lesefluss. Auch wenn ich vorher immer der Meinung war, dass ich nichts über Corona in Büchern lesen möchte, hat es mich hier überhaupt nicht gestört.

"Das gebrannte Kind" hat mich wirklich sehr gut unterhalten und die beiden Vorgänger sind bereits bestellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.07.2018

Ackermann wie wir ihn kennen und lieben

Racheopfer
1

Mich hat diese Kurzgeschichte sehr gut unterhalten, obwohl ich mir etwas anderes erwartet habe. Der Untertitel lautet "Wie das Töten begann, doch darum geht es kaum in diesem Buch. Mich hätte interessiert, ...

Mich hat diese Kurzgeschichte sehr gut unterhalten, obwohl ich mir etwas anderes erwartet habe. Der Untertitel lautet "Wie das Töten begann, doch darum geht es kaum in diesem Buch. Mich hätte interessiert, mehr über Ackermanns Kindheit zu erfahren und warum er so geworden ist, wie er heute ist.
Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und man wollte es kaum aus der Hand legen. Obwohl die Handlung etwas vorhersehbar war - denn dieses Experiment konnte ja kaum gutgehen - war die Handlung durchgehend spannend.
Geärgert habe ich mich über Jennifers Naivität und darüber, dass sie aufgrund ihrer Rachsucht bereit war viele Menschenleben zu opfern. Obwohl ihr Durst nach Rache irgendwie nachvollziehbar ist, geht sie meiner Meinung nach zu weit. Ich möchte nicht spoilern, aber das Ereignis am Ende des Buches hat sie für mich gänzlich unsympathisch gemacht.
Alles in allem eine empfehlenswerte Kurzgeschichte und man ist beinahe traurig, dass sie so schnell vorbei ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Action
  • Handlung
  • Spannung
  • Tempo
Veröffentlicht am 02.05.2018

Mysteriöser Psychothriller

Das Böse in deinen Augen
0

Die Kinderpsychologin Imogen Reid kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Heimatdorf zurück und tritt dort einen neuen Job an. Dabei lernt sie die 11-jährige Ellie Atkinson kennen, die immer wieder in mysteriöse ...

Die Kinderpsychologin Imogen Reid kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Heimatdorf zurück und tritt dort einen neuen Job an. Dabei lernt sie die 11-jährige Ellie Atkinson kennen, die immer wieder in mysteriöse Vorfälle verwickelt ist und von ihren Klassenkameraden übel behandelt wird. Nach einigen Vorfällen hat sogar Ellies Lehrerin Angst und warnt Imogen vor dem Mädchen. Imogen hört nicht auf die Warnungen und bekommt es erst mit der Angst zu tun, als sie selbst betroffen ist…
Jenny Blackhursts dritter Thriller wird abwechselnd aus der Sicht von Imogen und Ellie erzählt, wodurch man einen guten Einblick in das Geschehen bekommt. Die Schreibweise habe ich als sehr flüssig empfunden und ich bin nur so von Kapitel zu Kapitel geflogen.
Eine lange Zeit hat mich das Buch aufgrund der mysteriösen Vorfälle stark an Stephen King’s Carrie erinnert. Da ich von Jenny Blackhursts ersten beiden Thriller nichts Mysteriöses gewohnt bin und bei Thrillern generell lieber logische Erklärungen habe, hoffte ich auch hier auf eine rationale Erklärung.
Leider war mir keine der Hauptpersonen sonderlich sympathisch. Imogen fand ich anfangs in Ordnung; dadurch, dass sie ihre Schwangerschaft vor ihrem Freund Dan verheimlicht und sogar überlegt, ohne sein Wissen, abzutreiben, verliert sie immer mehr an Sympathie. Obwohl Ellie mir natürlich leid tut, da sie wirklich kaum jemanden auf ihrer Seite zu haben scheint, konnte auch hier keine große Sympathie aufkommen.
Die Autorin schafft es, einen immer wieder auf falsche Fährten zu führen und ohne die Diskussion in der Leserunde wäre ich nicht/sehr spät darauf gekommen, was hinter all den Ereignissen steckt. Das Ende hat mich daher sehr überrascht und ich bin mit dem Ausgang mehr als zufrieden. Es bleiben einige Fragen unbeantwortet, ich denke aber, dass das von der Autorin geplant war und Platz für die eigene Fantasie lassen soll.
Das Cover finde ich zwar schön, aber nicht so passend zum Inhalt. Hier hätte vielleicht eine Motte besser gepasst, da diese immer wieder in der Geschichte vorkommt…

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Geschichte
Veröffentlicht am 01.03.2026

Atmosphärischer Thriller mit spannendem Finale

Fünf Fremde
0

Vor 30 Jahren verschwanden zwei Teenager spurlos aus einem Schullandheim auf der abgelegenen Insel Neuwerk. Das Mädchen wird nach wenigen Tagen völlig verstört aufgefunden, doch der Junge bleibt bis heute ...

Vor 30 Jahren verschwanden zwei Teenager spurlos aus einem Schullandheim auf der abgelegenen Insel Neuwerk. Das Mädchen wird nach wenigen Tagen völlig verstört aufgefunden, doch der Junge bleibt bis heute verschwunden. In der Gegenwart reisen fünf Personen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aus verschiedenen Gründen nach Neuwerk, ohne zu ahnen, dass sie alle miteinander verbunden sind.

Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven der Charaktere erzählt, die sich mit Rückblicken in die Vergangenheit abwechseln. Leider bin ich mit keinem der Charaktere wirklich warm geworden; hier hätte ich mir stellenweise mehr Tiefe gewünscht.

Besonders gut gefallen hat mir hingegen das isolierte Setting in Kombination mit der dichten, atmosphärischen Beschreibung der Insel. Als ein Sturm aufzieht, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Die fünf Fremden erkennen nach und nach, dass ihr Zusammentreffen nicht zufällig ist und es kommen immer mehr lang gehütete Geheimnisse ans Tageslicht.

Während die Handlung anfangs eher ruhig beginnt, nimmt sie im Verlauf der Kapitel immer mehr Fahrt auf. Vor allem gegen Ende konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die zentralen Handlungsstränge werden schlüssig zusammengeführt und die überraschende Auflösung hat mir gut gefallen.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn einige Detailfragen offenbleiben. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte gerne noch ein paar Seiten länger sein dürfen, um auch die letzten Details vollständig zu klären.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 02.11.2025

Ein tödlicher Junggesellinnenabschied

Die Villa
0

3 Jahre nach dem tragischen Tod ihrer Freundin Aoife bei ihrem eigenen Junggesellinnenabschied treffen sich Dani, Tiff, Beth und Celine erneut an der Villa bei Marbella, um herauszufinden, was damals wirklich ...

3 Jahre nach dem tragischen Tod ihrer Freundin Aoife bei ihrem eigenen Junggesellinnenabschied treffen sich Dani, Tiff, Beth und Celine erneut an der Villa bei Marbella, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Insbesondere Dani, die das Treffen organisiert hat, konnte mit dem Tod ihrer besten Freundin nicht abschließen.

Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der Charaktere erzählt und zwischendurch kommt es immer wieder zu Rückblenden in die Vergangenheit. Nach und nach erfährt der Leser Geheimnisse von all den Frauen und jede hätte ein Motiv.

Obwohl das Buch als Thriller gekennzeichnet ist, war es für mich eher ein Spannungsroman. Nichtsdestotrotz war die unheilvolle Stimmung durchgehend zu spüren. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und durch die vielen Wendungen wurde ich immer wieder überrascht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere