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Veröffentlicht am 20.09.2024

Gefangen im Karton

Felina Fingerhut und das verhexte Schwarze Loch
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Felina Fingerhut ist 11 Jahre alt und ein Hexenmädchen. Zumindest hätte sie das gerne, denn dann könnte sie fliegen, zaubern und würde eine eigene Katze besitzen- eine Schwarze versteht sich. Als sie per ...

Felina Fingerhut ist 11 Jahre alt und ein Hexenmädchen. Zumindest hätte sie das gerne, denn dann könnte sie fliegen, zaubern und würde eine eigene Katze besitzen- eine Schwarze versteht sich. Als sie per Post ein falsch zugestelltes Paket bekommt, das ein schwarzes Loch beinhaltet, ist Felina außer sich vor Freude und denkt gar nicht daran es der eigentlichen Empfängerin Hexe Wolke Donnerwetter zu bringen. Alles was sie im Moment nicht gebrauchen kann verschwindet darin: Socken, ekliges Essen, Prospekte ihres Ferienjobs… Doch nach einiger Zeit entdecken ihre Eltern das Loch und fallen hinein. Eine Suche quer durch Raum und Zeit beginnt, auf der sie neue Freunde und ihre ganz eigene Magie finden wird.
Felina hat einen ganz besonderen Charakter. Sie ist nett und freundlich, aber trotzdem frech. Wenn ihr etwas nicht passt sagt sie das und lässt sich dabei nichts gefallen. Im Buch verhält sie sich sehr realistisch. Sie träumt wie viele Kinder davon hexen zu können und denkt, nachdem sie das Paket erhalten hat, gar nicht daran das Paket zurück zu geben. Das alle macht ihr auch kein schlechtes Gewissen, denn sie denkt gar nicht an die Person die das Paket eigentlich hätte erhalten sollen, wie die meisten Kinder es getan hätten. Trotzdem holt sie sich Hilfe, als sie in Not ist. Das zeigt wie mutig sie ist, denn es ist besonders für Kinder nicht immer einfach ihre Fehler zuzugeben. Es gefällt mir gut, dass sie nicht versucht das Problem selber zu lösen und es dadurch vielleicht noch schlimmer zu machen. Sie handelt bedacht und selbstlos. Die Beziehungen, die sich im Laufe des Buches zwischen verschieden Charakteren entwickeln, können wir Schritt für Schritt sinnvoll nachvollziehen. Es ist sehr interessant, wie in diesem Buch jede Hexe ihre eigene Art zu hexen entwickelt, die von der jeweiligen Persönlichkeit geprägt wird. Auf der von Zeitdruck geprägten Suche, lernen wir ganz neue Welten kennen, die alle unterschiedliche Regeln und Zwecke haben. Durch den flüssigen Schreibstil und die detaillierten Beschreibungen fliegt man geradezu durch die Seiten. Leider wird dieser Höhenflug manchmal durch Sinn Fehler unterbrochen, was einen häufiger grübeln lässt, wodurch der Lesespaß ein bisschen nachlässt. Alles in allem ist es jedoch ein tolles Hexenbuch, dass besonders jetzt für die gemütliche kalte Jahreszeit gut geeignet ist.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Krampfhaft lustig

Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse
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Charli und Alex waren eigentlich beste Freunde, doch plötzlich verändert sich alles zwischen ihnen. Charli glaubt, dass Alex sein größtes Geheimnis verraten hat. Alex versteht überhaupt nicht, warum Charlie ...

Charli und Alex waren eigentlich beste Freunde, doch plötzlich verändert sich alles zwischen ihnen. Charli glaubt, dass Alex sein größtes Geheimnis verraten hat. Alex versteht überhaupt nicht, warum Charlie nicht mehr mit ihm redet. Als er dann heimlich in Charlis Tagebuch liest, erfährt er, was aus Charlies Sicht wirklich passiert ist- macht damit alles aber nur noch schlimmer.
Das Buch soll perfekt für Fans von Gregs Tagebuch sein. Allerdings kommt an diese Buchreihe natürlich kein anderes Buch ran. Es wirkt so, als wollte man unbedingt genau den Stil von Gregs Tagebuch kopieren, wodurch das Buch leider krampfhaft lustig wirkt. Eine wirkliche Charakterentwicklung hat auch kein Charakter in diesem Buch durchgemacht. Alles beruht nur auf Missverständnissen. Das Thema ist dagegen sehr sinnvoll gewählt. Die Zielgruppe fühlt sich von einem Schulsetting in der 5.Klasse mit Problemen, die größer scheinen als sie eigentlich sind, vermutlich sehr angesprochen. Auch der Zeichenstil hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Da es ein Comicroman ist, kommt man mit dem Lesen schnell voran. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass man wirklich sehr merkt, wessen Tagebuch man liest. Das ganze Buch besteht ausschließlich aus Alex‘ und Charlies Tagebüchern und die beiden haben wirklich ganz unterschiedliche Stile. Das so hinzubekommen, dass es so wirkt, als wäre die Geschichte von zwei unterschiedlichen Figuren geschrieben worden, ist nicht einfach, wurde hier aber super umgesetzt. Da man in den Tagebüchern immer nur die Sicht einer Person liest, kann man keiner Info zu 100% vertrauen, was dem ganzen eine gewisse Spannung verleiht. Insgesamt war das Buch eine nette Unterhaltung für Zwischendurch. Wenn man sich noch ein bisschen mehr von dem Drang lösen würde, dass alles wie bei Gregs Tagebuch sein soll, würde es bestimmt noch um einiges besser werden.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Gezeitenwende

Born of Salt and Storm
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In einer Welt, in der die Gezeiten das Leben beherrschen, gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Berühre niemals was der Sturm an Land bringt! Diese Regel bricht die Fischerin Tavi, als sie in den Fluten ein ...

In einer Welt, in der die Gezeiten das Leben beherrschen, gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Berühre niemals was der Sturm an Land bringt! Diese Regel bricht die Fischerin Tavi, als sie in den Fluten ein längst verloren geglaubtes Seeglas findet, welches sagenumwoben und äußerst gefährlich ist. Mit seiner entfesselten Magie zieht Tavi die Aufmerksamkeit des erbarmungslosen Salzordens, der das Land regiert, auf sich. Auf ihrer Flucht hat sie als ihren einzigen Verbündeten Eere. Dieser ist ein Nachfahre der gefürchteten Mer und der Letzte, dem sie trauen sollte, obwohl ihre Schicksale durch das Seeglas scheinbar untrennbar miteinander verbunden wurden. Zwischen Misstrauen und wachsender Anziehung wird Tavi vor eine folgenschwere Entscheidung gestellt...
Von außen wirkt das Buch sehr magisch, mit einer dennoch düsteren Atmosphäre.
Diese Stimmung konnte die Autorin mit ihrem detaillierten und athmosphärischem Schreibstil auch während der Geschichte gut vermitteln. Allerdings war der Schreibstil wirklich sehr detailliert. Dadurch kam ich am Anfang sehr schwer in die Geschichte rein und habe ungewöhnlich viel Zeit zum Lesen gebraucht. Wenn man sich dann aber mal die Zeit genommen hat in das Buch reinzukommen, will man sich, trotz des teilweise komplizierten Schreibstils, gar nicht mehr losreißen. Die Charaktere waren auch sehr interessant, da es sozusagen mehrere Seiten gab. Jedoch gab es wie es sonst eher üblich ist nicht nur 2 Seiten, zwischen denen sich die Protagonistin entscheiden musste, sondern ganz viele verschiedene Seiten und Meinungen. Viele Charaktere konnte man aufgrund dieser Gegebenheit auch keiner Seite gänzlich zuordnen, was das ganze nochmal umso spannender und trickreicher gemacht hat. Man wusste dadurch auch als Leser nicht, wem man vertrauen kann und wem nicht. Die Tension zwischen Tavi und Eero wurde wirklich gut aufgebaut und hat sich dazu auch realistisch angefühlt. Die Fantasy Welt war mit ihren zahlreichen Legenden und Göttergeschichten ein wenig kompliziert, man konnte allerdings das Glossar am Anfang des Buches gut zur Hilfe nehmen, um sich zurechtzufinden. Wenn man mal nicht weiß wo sich die Protagonistin aufhält, kann man auch einen kurzen Blick in die Innenklappe werfen. Diese Details sind sehr hilfreich und sollten meiner Meinung nach in jedes gute Fantasy Buch. Am Ende gab es keinen besonderen Cliffhanger, aber wir haben trotzdem einen Ausblick darauf, wie es im nächsten Teil weitergehen wird, sodass ich diesen auf jeden Fall lesen werde.
Ich bin gespannt wie es zwischen Tavi und Eero und in ihrer Welt generell weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Tödlicher Wettbewerb

The Crane and the Nightjar
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Zara sitzt unschuldig im Gefängnis und soll hingerichtet werden. Der König bietet ihr jedoch eine Chance auf Freiheit – wenn sie an einem tödlichen Wettbewerb teilnimmt. Um zu überleben, muss sie sich ...

Zara sitzt unschuldig im Gefängnis und soll hingerichtet werden. Der König bietet ihr jedoch eine Chance auf Freiheit – wenn sie an einem tödlichen Wettbewerb teilnimmt. Um zu überleben, muss sie sich mit ihre, gefährlichen und geheimnisvollen Mithäftling Crane verbünden. Doch Vertrauen ist riskant, denn in diesem Spiel gibt es keine Sieger. Höchstens Überlebende.
Von Beginn an war der Schreibstil des Buches sehr atmosphärisch. Man hat die Umgebung wahrgenommen, als wäre man selber vor Ort. Der Schreibstil war zudem eine Mischung aus sehr nüchtern und sehr emotional. Wenn es zu emotionalen Szenen kam, hat man meistens mit den Protagonisten mitgefühlt. Die Charaktere haben mir generell auch sehr gut gefallen. Zu allen Haupt- und Nebencharakteren hatte man sofort eine Meinung auf Grundlage ihres Verhalten. Diese Meinung hat sich im Laufe des Buches allerdings oft geändert. Diese Wandelbarkeit und Vielschichtigkeit hat die Charaktere fast schon zum Leben erweckt. Die Kapitellänge war in den meisten Fällen auch immer sehr angenehm zu lesen. Zwischen den Kapiteln gab es hin und wieder auch Erklärungen zur Welt oder zum Magiesystem, was das ganze nochmal verständlicher gemacht und gut veranschaulicht hat. Die meisten Kapitel waren nur aus Perspektive der zwei Protagonisten Crane und Zara geschrieben, allerdings gab es auch manchmal kurze Kapitel aus Sicht einer Nebenfigur. Dadurch wurde die Geschichte deutlich abwechslungsreicher und vielschichtiger. Was mir allerdings sehr häufig aufgefallen ist, waren Fehler im Ablauf der Geschichte. Mal war das Kleid schwarz, mal grün. Mal war die Person tot, im nächsten Moment stand sie wieder daneben. Mal sind sie in den Waschraum gegegangen, dann waren sie doch im Schlafzimmer. Das waren jetzt nur ein paar Beispiele. Leider haben diese Fehler den Lesefluß ein bisschen gestört. Ein weiterer Kritikpunkt ist das Ende. Ja, es war ein krasser Plottwist, aber irgendwie war die Erklärung nicht sinnvoll. Anhand der gelieferten „Hinweise“, die angeblich in der ganzen Geschichte verteilt waren, war der Plottwist null herleitbar und hätte jeden betreffen können. Ich war natürlich trotzdem sehr überrascht, aber diese Zufälligkeit war schade. Alles in allem hat mir das Buch trotzdem sehr gut gefallen und ich bin gespannt auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Verborgene Welt

Starminster - Stadt in den Wolken
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Bis ihr eine geheimnisvolle Frau mit Flügeln erscheint und sie auf eine schwebende Schule in London namens Starminster bringt, wurde Astrid ihr ganzes Leben lang von ihrer Mutter in einem Schuppen verborgen ...

Bis ihr eine geheimnisvolle Frau mit Flügeln erscheint und sie auf eine schwebende Schule in London namens Starminster bringt, wurde Astrid ihr ganzes Leben lang von ihrer Mutter in einem Schuppen verborgen gehalten. Nachdem sie zwischen Magie und Mitternachtsunttericht auf ein düsteres Geheimnis verschwundener Kinder stößt, beginnt sie zu begreifen, dass ihre Mutter sie nicht einsperren, sondern beschützen sollte.
Von außen ist das Buch wunderschön. Ein Farbschnitt und ein Cover, die einem bereits einen kleinen Einblick in die Welt geben, die uns erwartet. Zu Beginn des Buches, empfand ich den Namen Astrid für die Protagonistin eines Kinderbuches sehr störend, weshalb ich auch schwierig in das reingefunden habe. Ich habe mich allerdings schnell an den Namen gewöhnt. Zudem hat mich Astrid am Anfang auch ein wenig genervt. Sie konnte sich nicht entscheiden und hat ewig ihre Meinung geändert. Dieses Verhalten ist aufgrund ihrer Situation zwar nachvollziehbar, aber trotzdem störend. Im Gegensatz dazu haben mir die anderen Charaktere sehr gut gefallen. Die Charaktere waren sehr vielschichtig, obwohl es wirklich viele Namen gab, sodass ich auch oft nicht wusste, wer gerade gemeint ist. Die Welt, die wir gemeinsam mit Astrid neu kennenlernen, ist wirklich vielschichtig mit einigen Lösungen, die auftreten könnten, wenn man über einer anderen Stadt lebt. Einige Szenen des Buches empfand ich persönlich als psychisch schwer verkraftbar, da die Szenen auch sehr emotional geschrieben waren. Dadurch konnte man zwar eine gute Emotionale Bindung aufbauen, trotzdem würde ich das Buch erst ab 14 Jahren empfehlen. Zudem werden wichtige Themen angesprochen, die man auch auf unsere Welt übertragen könnte. Ein weiterer Punkt war der Schreibstil. Es gab Situationen in denen man sich ein bisschen mehr Ausführung erhofft hätte und Situationen in denen man einiges hätte weglassen können. Es wirkte für mich fast wie zwei verschiedene Schreibstile und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass das Buch von zwei verschiedenen Autoren geschrieben ist. Das Ende war zwar vorhersehbar, aber trotzdem gut als Ende geeignet, weshalb ich den zweiten Band sicherlich lesen werde.

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