Ein hartes Leben
JohannifeuerEin Buch bei dem mir als erstes das Cover ins Auge gefallen ist - es verklärt zwar etwas den Blick auf die harte Wirklichkeit des Buches gefällt mir aber sehr.
Für mich war es der erste Roman den ich ...
Ein Buch bei dem mir als erstes das Cover ins Auge gefallen ist - es verklärt zwar etwas den Blick auf die harte Wirklichkeit des Buches gefällt mir aber sehr.
Für mich war es der erste Roman den ich von Susanne Betz gelesen habe. Auf den ersten Seiten ist auch gar nicht erkenntlich, dass es sich einen Band 2 handelt. Er kann also unabhängig von Band 1 (Heumahd) gelesen werden, man kommt problemlos in die Geschichte rein.
Die Charaktere, vor allem die Figur der Vroni und ihrer Schwiegermutter sind sehr gut ausgearbeitet und erzählen uns von einem harten, kräftezehrenden und entbehrungsreichen Leben "auf dem Berg"; aber auch von vielen kleinen Freuden . Am meisten hat mich aber die Figur der 13-jährigen Rosl beeindruckt die zur Gruppe der großen mongolischen Familie gehört - sprich an Trisomie 21 leidet aber trotz ihrer Behinderung sehr gut in die Familie integriert wird. Bei manchen Passagen hat man das Gefühl, diese Behinderung wurde zur damaligen Zeit teilweise sogar etwas mehr "akzeptiert" als heute - natürlich fehlen die heutigen Fördermöglichkeiten, doch wurde Rosl im Roman sehr in das alltägliche Familienleben einbezogen obwohl sie "nur" die Stieftochter von Vroni und ihres zweiten Mannes ist.
Alles in allem ein gut recherchierter, meiner Meinung nach authentischer, Roman der die Höhen und Tiefen des damaligen einfachen Lebens sehr gut mit starken Charakteren darstellt und uns vor Augen führt wie sehr sich unser Leben in den letzten 100 Jahren verändert hat