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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2017

gelungene Fortsetzung

Diamond Men - Versuchung pur! Mr. Wednesday
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"Mr. Wednesday" ist der dritte Teil der siebenteiligen "Diamond Men"-Reihe. Hierbei beschäftigt sich jeder Band mit einem anderen Wochentag, bzw. mit einem Mann. Jede Geschichte ist dabei zwischen vierzig ...

"Mr. Wednesday" ist der dritte Teil der siebenteiligen "Diamond Men"-Reihe. Hierbei beschäftigt sich jeder Band mit einem anderen Wochentag, bzw. mit einem Mann. Jede Geschichte ist dabei zwischen vierzig und fünfzig Seiten lang, sodass diese in einem Rutsch durchgelesen werden kann. Nachdem mir bereits die ersten beiden Bände "Mr. Monday" und "Mr. Tuesday" sehr gefallen haben, konnte mich auch die Fortsetzung "Mr. Wednesday" überzeugen, auch wenn ich zugeben muss, dass dieser Teil etwas schwächer als seine Vorgänger war.

Shana Gray besitzt einen tollen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Auf den knapp fünfzig Seiten geht es ohne große Lücken direkt weiter, sodass man sich wieder direkt mittendrin im Geschehen befindet. Die Protagonistin Tess ist hierbei weiterhin gut ausgearbeitet und sie entwickelt sich stetst weiter. Auch neue Figuren werden in die Geschichte gut eingeführt, allerdings bleiben diese meistens auf ihre ganz eigene Art und Weise mysteriös. Die Dialoge sind dagegen ein kleines bisschen holprig, was man besonders bei den Gesprächen in der Limousine bemerkt, aber dennoch in gewisser Art und Weise unterhaltsam, sodass man hier eine gelungene Kurzgeschichte erhält.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Das Unternehmen Diamond Enterprises sucht eine neue Assistentin in der Führungsetage. Für Tess ist dies die Chance ihre Lebens, denn sie hegt bereits seit Jahren Rachegelüste gegen das Unternehmen, da ihr Vater vor vielen Jahren aus der Firma entlassen wurde und ihm dabei viele schlimme Dinge vorgeworfen wurden. Tess möchte somit unbedingt diesen Job, um der Firma eins auszuwischen und um die dunkelsten Geheimnisse aufzudecken, allerdings muss sie sich bis dahin an sieben Tagen wichtigen Prüfungen stellen.

Nachdem sie die ersten beiden Tage erfolgreich gemeistert hat und dabei bereits Mr. Monday und Mr. Tuesday kennenlernen durfte, muss sie nun an ihrem dritten Tag einen Entwurf vorbereiten, wie man es den Mitarbeitern im Unternehmen einfacher machen kann. Zur Unterstützung erhält sie dabei den geheimnisvollen, aber durchaus sympathischen Mr. Wednesday zur Zeit gestellt, der Tess' Herz höher schlagen lässt. Gleichzeitig ist aber auch Mr. Monday weiterhin allgegenwärtig, sodass dieser auch weiterhin in Tess' Kopf schwirrt und sie nicht so schnell loslässt, was für jede Menge Chaos sorgt.

"Mr. Wednesday" ist hierbei eine unterhaltsame, spannende und prickelnde Geschichte. Die Stimmung zwischen Tess und Mr. Monday wird weiterhin bestens beschrieben, sodass man einen guten Einblick ins Tess' Gedankenwelt erhält. Aber auch Mr. Wednesday lässt Tess nicht ganz kalt und hat ordentlich Eindruck hinterlassen, sodass die Gefühle hierbei schnell überlaufen, was meiner Meinung nach jedoch nicht gänzlich gezündet hat, da mir manche Szenen zu als zu gewollt erschienen sind. Tess muss jedoch weiterhin feststellen, dass es in dem Unternehmen nicht nur viel aufzudecken gibt, sondern auch zahlreiche interessante Männer dort arbeiten, die ihr Herz höher schlagen lassen.

Das Cover ist gelungen und hat mich direkt angesprochen, da es bestens zur "Diamond Men"-Reihe passt. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich überzeugen und blieb trotz allem geheimnisvoll, sodass der Verlag definitiv mein Interesse wecken konnte.

Kurz gesagt: "Mr. Wednesday" ist eine gelungene und vielversprechende Weiterführung der "Diamond Men"-Reihe, die zwar insgesamt etwas schwächer als seine Vorgänger ist, mich aber dennoch begeistern konnte. Ich freue mich bereits auf die weiteren Bände und hoffe, dass Tess dabei noch einiges erleben wird.

Veröffentlicht am 11.09.2017

Unterhaltsames Abenteuer

Constance Verity
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Superhelden gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, da ist es besonders schwer, die interessanten Perlen für sich herauszupicken, von daher war ich schon sehr gespannt, wie mir "Constance Verity", der erste ...

Superhelden gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, da ist es besonders schwer, die interessanten Perlen für sich herauszupicken, von daher war ich schon sehr gespannt, wie mir "Constance Verity", der erste Band zur gleichnamigen Trilogie, gefallen wird. Hier hatte ich zunächst ein paar kleinere Bedenken, allerdings war ich am Ende dann doch sehr angetan von der Geschichte.

A. Lee Martinez besitzt einen oftmals recht eigenwilligen, aber dennoch angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt und gleichzeitig mit jeder Menge Wortwitz und schrägen Momenten überzeugen kann. Die Figuren sind vielseitig und gut ausgearbeitet und mit Connie, alias Constance Danger Verity, bekommt man hier eine tolle Superheldin, die trotz kleinerer Schwächen überzeugen konnte.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Connie, die als Constance Verity die Welt rettet und als Superheldin die Schurken bekämpft. Obwohl sie eigentlich mit dieser Rolle zufrieden sein müsste, sehnt sie sich nach einem normalen Leben mit den normalen alltäglichen Problemen, doch dies wird ihr vergönnt, da sie von einer Fee verzaubert wurde, die sie zur Superheldin gemacht hat. Für sie gibt es nur eine Lösung: Die Fee finden, sie umbringen und dadurch den Fluch brechen, doch auch Connie muss feststellen, dass man seinem Schicksal oftmals nicht entgehen kann. Gleichzeitig bekommt es Constance auch wieder mit einigen Superschurken und Geheimbünden zu tun, die sie stets auf Trab halten, die Constance jedoch wie immer mit einem flotten Spruch und ihrem Können aufhalten möchte.

Neben ihrem aktuellen Abenteuer und der Hoffnung auf ein normales Leben, wird in diesem Band auch in die Vergangenheit geschaut, sodass man auch ältere Fälle von Constance erleben darf. Gleichzeitig konnte mich der Autor auch mit tollen Nebenfiguren, wie z.B. Connies beste Freundin Tia überzeugen. Ich bin somit schon sehr gespannt auf viele weitere Fälle von Constance und hoffe, dass diese mindestens genauso spannend und unterhaltsam sein werden.

Das Cover ist toll anzusehen, ist im Comic-Stil gehalten und passt bestens zu einer Superheldin, die gut getroffen ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Constance Verity" ist ein spannendes Superhelden-Abenteuer mit jeder Menge Wortwitz, interessanten Figuren und einer starken Heldin, die mich bestens unterhalten konnte. Ich freue mich bereits auf die weiteren Bände.

Veröffentlicht am 04.03.2026

Thriller mit Schwächen

Firewatch
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"Firewatch" gehörte zu den Büchern, die schon vor dem Erscheinungstag in aller Munde waren. Ich habe immer wieder das Cover entdeckt und somit steigerte dies auch direkt meine Neugierde, denn die Geschichte ...

"Firewatch" gehörte zu den Büchern, die schon vor dem Erscheinungstag in aller Munde waren. Ich habe immer wieder das Cover entdeckt und somit steigerte dies auch direkt meine Neugierde, denn die Geschichte klingt auf den ersten Blick sehr interessant, sodass das Buch direkt in meinem Warenkorb landete. Ich hatte hohe Erwartungen an die Geschichte rund um Aaron, Kian und Robin und muss gestehen, dass ich am Ende doch ein wenig enttäuscht war.

An sich ist der Schreibstil sehr angenehm und flüssig. Die Kapitel besitzen die perfekte Länge und man kann die Geschichte aus Sicht von den Protagonisten gut verfolgen. Allerdings hatte ich auch ein paar Probleme mit der Sprache. So fand ich die spicy Szenen hier tatsächlich unnötig, denn diese hat man nicht unbedingt gebraucht, dazu empfinde ich Bezeichnungen wie "mein Loch" alles andere als ansprechend. Das wirkt so, als hätte man diese Szenen auf Biegen und Brechen unterbringen wollen, was für mich nicht funktioniert hat.

Leider muss ich auch sagen, dass ich nahezu alle Figuren nicht sonderlich sympathisch fand, was sehr schade ist, da die Geschichte an sich so viel zu bieten hat. Robin ist z.B. ein Charakter, den man grundsätzlich mögen könnte, allerdings ist er so verbissen und dadurch auch phasenweise arrogant, dass es schade ist, wie er dargestellt wird. Gleiches gilt für Kian, der ebenfalls arrogant wirkt, aber gleichzeitig auch eine zerbrechliche Seite von sich zeigt, die oft nicht zu seinen Handlungen passt.

Auch das Ende war für mich leider zu vorhersehbar, denn ich habe bereits im ersten Drittel gewusst, worauf die Geschichte letztendlich hinauslaufen wird. Das ist sicherlich schade, weil ich somit nicht mehr überrascht werden konnte, aber ich bin der Meinung, dass viele andere Leser*innen die Auflösung dagegen sehr gut finden werden.

Obwohl das alles erstmal sehr kritisch klingt, muss ich sagen, dass "Firewatch" mich dennoch auch auf seine eigene Art und Weise faszinieren konnte, denn ich bin nur so durch die Seiten geflogen und wollte mehr von der Atmosphäre im Nationalpark spüren, aber auch Robin bei seiner Suche nach Antworten, was letztendlich mit seinem besten Freund Aaron passiert ist, begleiten.

Kurz gesagt: Obwohl ich teilweise von "Firewatch" enttäuscht bin, kann ich diesem Thriller nicht eine gewisse Faszination absprechen, denn man bekommt hier viele Blickwinkel rund um Aarons Verschwinden und eine Auflösung, die zwar nicht ganz unüberraschend daher kommt, aber dennoch Sinn macht. Wer keine harten Thriller mag, sollte diesem Buch definitiv eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

In Ordnung, aber teilweise auch sehr oberflächlich behandelt

Die Book Nook Werkstatt
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Auf "Die Book Nook Werkstatt: Book Nooks selbst gestalten" von Helene Kilb habe ich mich schon sehr gefreut, da ich Book Nooks immer schön anzusehen finde. Hier und da habe ich selbst auch schon das ein ...

Auf "Die Book Nook Werkstatt: Book Nooks selbst gestalten" von Helene Kilb habe ich mich schon sehr gefreut, da ich Book Nooks immer schön anzusehen finde. Hier und da habe ich selbst auch schon das ein oder andere Projekt versucht, allerdings hat mir letztendlich immer die Motivation und teilweise auch das Material gefehlt. Um mich mehr zu motivieren, wollte ich diesem Buch eine Chance geben und bin doch ziemlich zwiegespalten.

Auf der einen Seite finde ich die Projekte, die u.a. Harry Potter, Bridgerton und Herr der Ringe beinhalten sehr interessant, auf der anderen Seite sind mir manche der Erklärungen jedoch nicht ausreichend genug, da viele der zehn Projekte teilweise nur oberflächlich behandelt werden.

Die Bilder sind zwar insgesamt schön anzusehen und man erklärt auch, welche Materialen und Werkzeuge man benötigt, allerdings hat mir dennoch am Ende hierbei das gewisse Etwas gehlt, um mich vollends zu begeistern und zum Basteln anzuregen.

Wer Book Nooks einfach mal selbst gestalten möchte, für den ist das Buch sicherlich ausreichend, wenn es jedoch darum geht, tiefer in die Materie einzudringen, dann sollte man sich eher noch weitere Hilfe und Anregungen dazuholen.

Veröffentlicht am 22.12.2024

An sich gut, aber vollkommen überladen

Nachtfahrt
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"Nachtfahrt" von Annika Strauss fällt nicht nur durch sein wunderschönes Cover auf, sondern konnte mich auch von der Kurzbeschreibung her voll und ganz ansprechen, sodass ich dem Thriller nur allzu gerne ...

"Nachtfahrt" von Annika Strauss fällt nicht nur durch sein wunderschönes Cover auf, sondern konnte mich auch von der Kurzbeschreibung her voll und ganz ansprechen, sodass ich dem Thriller nur allzu gerne eine Chance gegeben habe. Meine Erwartungen waren sehr hoch, was wohl ein Fehler war, denn letztendlich fand ich den Thriller zwar ganz in Ordnung, aber das erhoffte Highlight blieb aus.

Annika Strauss hat hier zwar eine insgesamt gute Geschichte geschaffen, die sich spannend und flüssig liest, allerdings gab es bereits auf den ersten vierzig Seiten so viele Hinweise von der Autorin, dass man direkt wusste, wer sich hinter den Taten im Buch versteckt. Ob dies bewusst oder unbewusst war, sei mal dahingestellt, aber somit war für mich teilweise die Spannung direkt raus.

Dennoch hat "Nachtfahrt" eine gewisse Faszination auf mich, die ich nichtmal wirklich begründen kann, denn an den Charakteren, die zum Großteil unsympathisch und ohne Tiefe sind, kann es nicht gelegen haben. Besonders mit Katharina, aus deren Sicht die Geschichte die meiste Zeit über erzählt wird, wurde ich nicht warm. Sie wirkt auf mich aalglatt und teilweise auch kalt, was nicht gerade dazu geführt hat, dass ich mit ihr mitfiebern konnte. Das Buch wird allerdings auch aus anderen Perspektiven erzählt, die dagegen schon spannender sind, allerdings findet man auch hier keine besonders sympathischen Figuren vor, was jedoch in diesem Fall vollkommen in Ordnung ist.

"Nachtfahrt" ist insgesamt schnell erzählt: Katharina lebt in der Großstadt weit weg von ihrer Kleinstadt entfernt und möchte nur ungern in die Stadt zurück, nachdem sie in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrungen machen musste. Nachdem jedoch ihr Vater plötzlich verstorben ist, muss sie zurück in die Heimat und dort nicht nur die Fahrschule ihres Vaters übernommen, sondern sich vor allem auch um ihre 13-jährige Nichte Ronja kümmern, deren Eltern ebenfalls verstorben sind und diese zuletzt bei ihrem Großvater gelebt hat. Katharina ist vollkommen überfordert und muss sich dabei nicht nur mit ihrer neuen Situation anfreunden, sondern vor allem auch tief in die Vergangenheit eintauchen als klar wird, dass der Tod ihres Vaters kein Unfall war und es so einige Familiengeheimnisse gibt, die dringend aufgedeckt werden müssen, um nicht noch das eigene Leben zu gefährden.

Die Geschichte besitzt grundsätzlich einen roten Faden und vieles, was passiert, ist zum Teil auch unvorhersehbar, dennoch hat die Geschichte für mich im Laufe der Zeit an Spannung verloren, da mir alles zu konstruiert ist und ich mich immer wieder dabei ertappt habe, wie ich nur noch sarkastisch "Ach, was für ein Zufall" gedacht habe. Ein paar weniger Zufälle hätten der Geschichte durchaus gut getan, doch hier wollte man immer wieder einen draufsetzen, was zwar gut funktionieren kann, für mich aber zu überladen wirkte.

Dennoch ist "Nachtfahrt" insgesamt ein ganz netter Thriller für zwischendurch, der durchaus spannend ist, wenn man sich trotz der genannten Schwächen drauf einlassen kann.

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