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Veröffentlicht am 06.03.2026

Als Ali die Welt überraschte

Ali vs. Foreman
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Boxgeschichte hat viele große Momente. Doch manche Nächte brennen sich regelrecht ins Gedächtnis der Welt ein. Genau so eine Nacht war der legendäre Kampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman im heißen ...

Boxgeschichte hat viele große Momente. Doch manche Nächte brennen sich regelrecht ins Gedächtnis der Welt ein. Genau so eine Nacht war der legendäre Kampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman im heißen Kinshasa. Dieses Buch fühlt sich an wie ein direkter Platz am Ring. Schweiß, Spannung und Gänsehaut inklusive.

Bertram Job erzählt den Rumble in the Jungle nicht trocken wie eine Statistik. Stattdessen entfaltet sich Seite für Seite ein lebendiges Zeitdokument. Fotos, Zitate, Stimmen aus der damaligen Zeit. Plötzlich merkt man, dass dieser Kampf viel mehr war als nur zwei Männer mit Boxhandschuhen. Politik, Kultur, Musik und pure Emotion prallen hier genauso aufeinander wie die Fäuste im Ring.

Besonders faszinierend ist dieser Moment, wenn man innerlich denkt: Das kann doch nicht funktionieren. Ali gegen den scheinbar unaufhaltsamen Knockout König Foreman. Der ältere Herausforderer, den viele schon abgeschrieben hatten. Und dann diese unfassbare Strategie, dieses psychologische Spiel. Beim Lesen grinst man irgendwann und denkt sich nur: Alter, was für ein Genie.

Die Gestaltung des Buches macht richtig Spaß. Die Bilder tragen einen mitten hinein in diese historische Nacht. Man hört fast das Publikum, spürt die Hitze des afrikanischen Morgens und wartet gespannt auf den entscheidenden Moment.

Am Ende bleibt dieses warme Gefühl, Zeuge eines der größten Sportmomente überhaupt gewesen zu sein. Selbst wenn man damals noch nicht einmal geboren war. Dieses Buch ist nicht nur etwas für Boxfans. Es ist ein Stück Sportgeschichte, das zeigt, warum Legenden eben Legenden sind.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

England, wie du es garantiert noch nie gelesen hast

DUMONTs Unnützes Reisewissen England
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Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell: Das ist genau die Sorte Reisewissen, die absolut überflüssig ist und genau deshalb unfassbar genial. Während andere Reiseführer erklären, wo man ...

Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell: Das ist genau die Sorte Reisewissen, die absolut überflüssig ist und genau deshalb unfassbar genial. Während andere Reiseführer erklären, wo man links abbiegen muss, erzählt dieses hier lieber, dass mal ein Eisbär in der Themse schwamm. Und plötzlich sitzt man da, grinst wie ein Idiot und denkt: Genau solche Fakten braucht die Welt.

DUMONTs Unnützes Reisewissen England ist eine herrlich schräge Sammlung aus Kuriositäten, Anekdoten und diesen wunderbar sinnlosen Informationen, die man sofort weitererzählen will. Beim Lesen hatte ich ständig dieses Gefühl von: Moment… das kann doch nicht wirklich stimmen. Aber genau das macht den Spaß aus. Seite um Seite stolpert man über Geschichten, die so absurd sind, dass sie schon wieder großartig sind.

Besonders liebe ich an solchen Büchern, dass man sie nicht „lesen muss“. Man kann einfach irgendwo aufschlagen, ein paar Seiten verschlingen und plötzlich sitzt man da mit neuem Partywissen. Wer hätte gedacht, dass Paddington Bär einen britischen Pass hat der König aber nicht? Solche Details sind komplett unnötig, aber genau deshalb bleiben sie im Kopf hängen wie ein verdammt guter Ohrwurm.

Der Schreibstil ist locker, leicht und voller britischem Humor. Man merkt sofort, dass hier jemand Spaß daran hatte, die kuriosesten Geschichten zusammenzutragen. Und genau dieser Spaß überträgt sich beim Lesen. Immer wieder musste ich lachen, den Kopf schütteln oder laut denken: Das erzähl ich beim nächsten Treffen garantiert weiter.

Perfekt für Zugfahrten, Sofaabende oder diese Momente, in denen man eigentlich nur fünf Minuten lesen will und plötzlich eine halbe Stunde in völlig nutzlosen, aber herrlich unterhaltsamen Fakten über England versinkt.

Ganz ehrlich: Solche Bücher liebe ich. Sie sind charmant, witzig, völlig unnötig und genau deshalb einfach richtig genial.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Coming-of-Middle-Age mit Herz, Hirn und Humor

Mittelalte Frauen
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Mitten ins Herz und direkt ins Gedankenkarussell, genau da landet dieser Erzählband. Mittelalte Frauen von Curtis Sittenfeld hat mich eiskalt erwischt. Nicht, weil ich eine Frau in den Vierzigern bin. ...

Mitten ins Herz und direkt ins Gedankenkarussell, genau da landet dieser Erzählband. Mittelalte Frauen von Curtis Sittenfeld hat mich eiskalt erwischt. Nicht, weil ich eine Frau in den Vierzigern bin. Sondern weil diese Geschichten so gnadenlos ehrlich sind, dass man sich beim Lesen ständig denkt: Verdammt, das kenne ich. Und das auch. Und das erst recht.

Da sitzen diese Frauen in ihrem Leben, das eigentlich stehen sollte wie ein solides Reihenhaus, Ehe, Karriere, Freundschaften, Selbstbild und plötzlich wackelt alles. Cancel Culture, alte Rivalitäten, schleichende Eifersucht, dieses Gefühl, nicht mehr ganz dazuzugehören. Und während ich da mit meinem Kaffee saß, hab ich mich dabei ertappt, wie ich innerlich genickt habe. Nicht aus Schadenfreude. Sondern aus Respekt.

Sittenfeld schreibt klug. Aber nicht geschniegelt-klug. Sondern dieses beiläufige, messerscharfe Klug, das einem erst beim zweiten Nachdenken bewusst wird. Ihre Figuren wirken nicht wie literarische Konstrukte, sondern wie Menschen, denen man auf einer Party zu lange zuhört und dann plötzlich merkt, wie verletzlich sie eigentlich sind.

Besonders stark fand ich, wie unspektakulär die Dramen daherkommen. Kein großes Hollywood-Gewitter. Eher diese stillen, inneren Risse, die irgendwann lauter sind als jeder Streit. Und genau da liegt die Wucht. Man fühlt sich ertappt. Und gleichzeitig verstanden.

Coming-of-Middle-Age trifft es perfekt. Dieses Buch ist kein lauter Befreiungsschlag, sondern ein ehrliches, manchmal bitterkomisches Nachjustieren des eigenen Lebenskompasses. Und ganz ehrlich? Ich hätte noch 300 Seiten mehr lesen können.

Fünf Sterne. Weil es unterhält. Weil es weh tut. Weil es tröstet. Und weil es verdammt gut beobachtet ist.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Wochenende im Rekordrausch

WAS IST WAS Kids Supertiere. Rekordhalter an Land, in der Luft und im Wasser
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Olympische Spiele? Klar. Aber bitte mit Gepard, Wanderfalke und Bärtierchen. Dieses Wochenende wurde das Wohnzimmer zur Arena, der Couchtisch zur Tribüne und wir zwei saßen mittendrin mein Neffe und ich, ...

Olympische Spiele? Klar. Aber bitte mit Gepard, Wanderfalke und Bärtierchen. Dieses Wochenende wurde das Wohnzimmer zur Arena, der Couchtisch zur Tribüne und wir zwei saßen mittendrin mein Neffe und ich, geschniegelt mit Kakao und Kaffee, bereit für die Olympiade der Supertiere. WAS IST WAS Kids Supertiere aus dem Tessloff Verlag hat uns komplett abgeholt und zwar im Sprinttempo.

Schon nach den ersten Seiten ging’s los: „Onkel, der ist schneller als ein Auto?!“, Jepp. Und der hier springt höher als dein ganzes Klettergerüst.“ Ungläubiges Staunen. Großes Augenrollen. Dann wieder dieses leise „Boah…“ Genau diese Momente liebe ich beim Buddyread. Ich lese vor, mein Neffe kommentiert und stellt Fragen, dass ist Teamarbeit. Und plötzlich diskutieren wir ernsthaft darüber, ob wir lieber als Gecko an der Wand kleben oder als Grottenolm ohne Augen durch die Dunkelheit schwimmen würden.

Die Klappen sind der Hit. Kein braves Durchblättern, sondern echtes Entdecken. Finger auf, Klappe hoch, Überraschung! Besonders beim Bärtierchen sind wir hängen geblieben. „Das überlebt im Weltall?“, Stille. Dann lachen wir beide. Natur ist einfach der bessere Drehbuchautor.

Was dieses Buch so stark macht: Es erklärt klug, aber nie trocken. Es zeigt Rekorde, ohne zu protzen. Und es lädt ein zum Mitmachen, Suchen, Staunen. Jana Walczyks Illustrationen sind lebendig, bunt und genau richtig für neugierige Augen ab vier und offenbar auch für große Kerle mit innerem Kind.

Fazit nach einem Wochenende voller Tierrekorde, Gelächter und echtem Staunen: Dieses Buch ist kein Vorlesebuch. Es ist ein Erlebnis. Und der heimliche Gewinner der tierischen Olympiade? Ganz klar: unser Buddyread.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Ein kleiner Schritt in einen großen Tag

Ein schöner Tag im Kindergarten
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Zwischen Morgenmuffel und Mutmoment liegt manchmal nur ein kleiner Schritt und genau diesen Weg geht Robin in diesem zauberhaften Bilderbuch. Schon auf den ersten Seiten spürte ich dieses vertraute Ziehen ...

Zwischen Morgenmuffel und Mutmoment liegt manchmal nur ein kleiner Schritt und genau diesen Weg geht Robin in diesem zauberhaften Bilderbuch. Schon auf den ersten Seiten spürte ich dieses vertraute Ziehen im Herzen, das wohl viele Familien am Kita-Morgen kennen. Keine Lust, große Gefühle, ein bisschen Trotz und ganz viel Unsicherheit.

Behutsam und liebevoll erzählt die Geschichte von einem Tag im Kindergarten, der so ehrlich beginnt wie er glücklich endet. Die herzliche Begrüßung durch Erzieherin Frieda, das gemeinsame Spielen, Basteln und Toben, all das wirkt warm, echt und nah am Alltag kleiner Kinder. Besonders gefallen hat mir, wie selbstverständlich unterschiedliche Gefühle Raum bekommen dürfen, ohne bewertet zu werden.

Die Illustrationen sind weich, freundlich und voller Details, die zum Entdecken einladen. Meine Nichte hat das Buch geliebt und wollte es direkt noch einmal lesen vor allem die Szenen, in denen Robin erst schmollt und dann strahlend lacht, haben sie sehr berührt.

Für mich ist dieses Bilderbuch eine wunderbare Unterstützung für die Kita-Eingewöhnung. Es beschönigt nichts, sondern macht Mut, genau deshalb sind es für mich verdiente fünf Sterne.

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