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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2026

Eine ehrliche Perspektive auf das Scheitern

Lieber ECHT kaputt als perfekt am Arsch
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Ich habe mich vor Kurzem mit dem Buch von Birgit Jankovic-Steiner beschäftigt und muss sagen, dass mich der Ansatz sehr abgeholt hat. Der Titel ist natürlich provokant gewählt, aber dahinter steckt eine ...

Ich habe mich vor Kurzem mit dem Buch von Birgit Jankovic-Steiner beschäftigt und muss sagen, dass mich der Ansatz sehr abgeholt hat. Der Titel ist natürlich provokant gewählt, aber dahinter steckt eine sehr bodenständige Auseinandersetzung mit dem Thema Lebenskrisen und Perfektionsanspruch.
Die Autorin beschreibt sehr authentisch, dass Scheitern eben zum Leben dazugehört und dass wir oft erst durch Brüche lernen, wer wir wirklich sind. Besonders gut fand ich, dass hier nicht die üblichen Floskeln der Selbstoptimierung bedient werden. Es geht weniger darum, wie man nach einem Misserfolg sofort wieder „funktioniert“, sondern vielmehr um die Akzeptanz der eigenen Ecken und Kanten.
Für mich war das Buch ein hilfreicher Impuls, um den eigenen Druck mal etwas rauszunehmen und das Thema Erfolg und Misserfolg aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es ist flüssig geschrieben und wirkt durch die persönliche Note der Autorin sehr glaubwürdig. Wer eine lebensnahe Lektüre abseits der klassischen Ratgeber-Literatur sucht, findet hier definitiv gute Denkanstöße.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Ein Blick direkt in den Abgrund

Der Augenjäger
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Als ich schließlich zu „Der Augenjäger“ gegriffen habe, hat mich Sebastian Fitzek wieder völlig kalt erwischt. Während ich anfangs skeptisch war, ob die Geschichte nach dem „Augensammler“ überhaupt noch ...

Als ich schließlich zu „Der Augenjäger“ gegriffen habe, hat mich Sebastian Fitzek wieder völlig kalt erwischt. Während ich anfangs skeptisch war, ob die Geschichte nach dem „Augensammler“ überhaupt noch an Intensität gewinnen kann, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Besonders die Rückkehr der blinden Ermittlerin Alina Gregoriev hat mich sofort wieder gepackt, da ihre Perspektive den Horror auf eine ganz subtile, fast körperliche Art greifbar macht.
Ich fand es faszinierend und gleichzeitig absolut verstörend, wie das Motiv der Augen diesmal auf die Spitze getrieben wird. Die Vorstellung, dass jemand die Lider seiner Opfer entfernt, damit sie den Horror ununterbrochen mit ansehen müssen, hat mir mehr als nur eine schlaflose Nacht bereitet. Die Handlung ist so rasant konstruiert, dass ich mich ständig dabei ertappt habe, wie ich meine eigenen Theorien über den Täter über den Haufen werfen musste. Für mich war dieses Buch ein absoluter Adrenalinkick, der mir gezeigt hat, dass die dunkelsten Abgründe oft dort lauern, wo man sie am wenigsten vermutet.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Ein Blick direkt in den Abgrund

Der Augenjäger
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Als ich schließlich zu „Der Augenjäger“ gegriffen habe, hat mich Sebastian Fitzek wieder völlig kalt erwischt. Während ich anfangs skeptisch war, ob die Geschichte nach dem „Augensammler“ überhaupt noch ...

Als ich schließlich zu „Der Augenjäger“ gegriffen habe, hat mich Sebastian Fitzek wieder völlig kalt erwischt. Während ich anfangs skeptisch war, ob die Geschichte nach dem „Augensammler“ überhaupt noch an Intensität gewinnen kann, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Besonders die Rückkehr der blinden Ermittlerin Alina Gregoriev hat mich sofort wieder gepackt, da ihre Perspektive den Horror auf eine ganz subtile, fast körperliche Art greifbar macht.
Ich fand es faszinierend und gleichzeitig absolut verstörend, wie das Motiv der Augen diesmal auf die Spitze getrieben wird. Die Vorstellung, dass jemand die Lider seiner Opfer entfernt, damit sie den Horror ununterbrochen mit ansehen müssen, hat mir mehr als nur eine schlaflose Nacht bereitet. Die Handlung ist so rasant konstruiert, dass ich mich ständig dabei ertappt habe, wie ich meine eigenen Theorien über den Täter über den Haufen werfen musste. Für mich war dieses Buch ein absoluter Adrenalinkick, der mir gezeigt hat, dass die dunkelsten Abgründe oft dort lauern, wo man sie am wenigsten vermutet.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Der Wegweiser zum grünen Wohnzimmer

Blütenpracht und Ernteglück – Dein Weg zum Traumgarten
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Svenja Breuer schafft es in diesem Buch, die ästhetische Inspiration ihres Kanals in ein wirklich brauchbares Garten-Handbuch zu verwandeln. Man merkt sofort, dass hier keine theoretische Abhandlung vorliegt, ...

Svenja Breuer schafft es in diesem Buch, die ästhetische Inspiration ihres Kanals in ein wirklich brauchbares Garten-Handbuch zu verwandeln. Man merkt sofort, dass hier keine theoretische Abhandlung vorliegt, sondern echtes Wissen von jemandem, der selbst gerne mit den Händen in der Erde wühlt. Besonders praktisch sind die fertigen Beetpläne und die Tipps zum Hochbeet, die einem das oft mühsame Planen abnehmen und direkt Lust aufs Loslegen machen. Der Ton ist dabei angenehm bodenständig und motivierend, sodass man sich auch als Anfänger nicht von der Informationsflut erschlagen fühlt. Wer seinen Garten nicht nur als Nutzfläche, sondern als persönlichen Wohlfühlort sieht, findet hier die perfekte Mischung aus nützlichem Fachwissen zur Anzucht und einer ordentlichen Portion Begeisterung für das eigene Grün.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Bühnenzauber mit Abgründen

Letzter Akt
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Andreas Schäfer nimmt uns in diesem Roman mit hinter die Kulissen der Theaterwelt, wo die Grenzen zwischen Schein und Sein gefährlich verschwimmen. Es geht um einen alternden Regisseur und die schmerzhafte ...

Andreas Schäfer nimmt uns in diesem Roman mit hinter die Kulissen der Theaterwelt, wo die Grenzen zwischen Schein und Sein gefährlich verschwimmen. Es geht um einen alternden Regisseur und die schmerzhafte Frage, was bleibt, wenn das Rampenlicht langsam verblasst. Besonders faszinierend ist die psychologische Dichte, mit der die Egos und Abhängigkeiten innerhalb eines Ensembles seziert werden – das ist oft humorvoll beobachtet, kann aber auch eine beklemmende Intensität entwickeln. Wer schon immer wissen wollte, wie viel echtes Drama in einer Inszenierung steckt, bekommt hier eine packende Antwort geliefert, die ganz ohne künstliches Pathos auskommt. Ein klug geschriebenes Buch über Leidenschaft, Vergänglichkeit und die Masken, die wir alle im Alltag tragen, selbst wenn der Vorhang längst gefallen ist.

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