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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2026

Gefühl wie Heimkommen

Die Spur der Vertrauten
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Für mich war nach der Spiegelreisenden klar, ich MUSS ein neues Buch von Christelle Dabos lesen. So verwirrend und komplex die Reihe auch war, irgendetwas daran hat einen gepackt, sodass sogar mein Partner ...

Für mich war nach der Spiegelreisenden klar, ich MUSS ein neues Buch von Christelle Dabos lesen. So verwirrend und komplex die Reihe auch war, irgendetwas daran hat einen gepackt, sodass sogar mein Partner die Hörbücher mit mir hören wollte. Als ich dann in die Spur der Vertrauten eingetaucht bin, hatte ich das selbe Gefühl wie bei der ersten Reihe der Autorin. Der verschnörkelte Schreibstil, die Atmosphäre, die Figuren, alles daran fühlte sich vertraut und zugleich neu und aufregend an. Das Worldbuilding war gewohnt komplex und ich habe mich dabei erwischt, viel zu schnell direkt jedes Detail nachvollziehen und entblättern zu wollen, anstatt einfach dem Prozess zu vertrauen.

Auch hier habe ich wie bei der Spiegelreisenden so einige "..Hä?" Momente gehabt, damit habe ich aber tatsächlich gerechnet und dafür liebe ich die Autorin auch! Für mich gehört es, so schräg das auch klingt, mittlerweile dazu. Der einzige Grund, weshalb ich nicht volle Sternzahl gebe, ist, weil der Funke zwar übergesprungen ist, aber nicht die ganze Bibliothek angezündet hat. Das mag kleinlich wirken, aber wenn man wie hier einen direkten Vergleich zu anderen Werken der Schreibenden ziehen kann, kann sich das vorteilhaft auswirken.. muss es aber nicht. Letzteres war hier nun der Fall. Mein Hype wurde zu großen Teilen, aber nicht gänzlich bedient, daher der kleine Dämpfer.

Veröffentlicht am 11.09.2025

Nicht das erhoffte Highlight

Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten
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Ich hatte hohe Erwartungen an Quicksilver, wie immer wenn ein Buch vom Hype geradezu aufgefressen wird. Anfangs ging ich auch noch gerne mit, insgesamt fand ich das Buch allerdings eher oberes Mittelfeld. ...

Ich hatte hohe Erwartungen an Quicksilver, wie immer wenn ein Buch vom Hype geradezu aufgefressen wird. Anfangs ging ich auch noch gerne mit, insgesamt fand ich das Buch allerdings eher oberes Mittelfeld. Vielleicht lag es daran, dass ich mich zunehmend schwerer tue mit extrem dicken Büchern, wahrscheinlich spielt auch meine aktuelle Situation da mit rein, dass ich mich schlechter konzentrieren kann als sonst. Sonst hätte ich nämlich diese Rezension auch schon früher geschrieben und nicht erst als die Hälfte des Buches schon wieder aus meinem Kopf rausgefallen war.

Für eine gute Fantasy-Story mit einem gewissen Romance-Anteil bin ich jedenfalls immer zu haben und ich bereue auch keinesfalls, das Buch gelesen zu haben. Die Fortsetzung muss allerdings nicht direkt zum Release sein, da warte ich lieber auf ein Hörbuch, die haben sich bei dicken Büchern bewährt.

Veröffentlicht am 12.02.2025

Super süß!

Practice Makes Perfect
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Practice makes perfect ist schon der zweite Band der Reihe, die in dem verschlafenen Örtchen Rome spielt. Dieses Mal stehen Floristin Annie und Personenschützer Will die Hauptrollen und ich wusste nach ...

Practice makes perfect ist schon der zweite Band der Reihe, die in dem verschlafenen Örtchen Rome spielt. Dieses Mal stehen Floristin Annie und Personenschützer Will die Hauptrollen und ich wusste nach dem Ende von When in Rome, dass ich unbedingt in diese charmante Kleinstadt zurück muss. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an diese Fortsetzung, die zwar ein wenig unter dem Druck eingeknickt ist, aber ihm größtenteils standhalten konnte.

Annie ist genau my type of person. Sie ist zurückhaltend, wirkt wie ein Drinnie, liest gerne und ist nicht so laut und offen wie ihre beiden Schwestern. Entsprechend wird sie aber im Schatten ihrer Geschwister oft unterschätzt, ohne dass sich jemand mal Gedanken machen würde, was wirklich hinter der Fassade vorgeht. Man traut ihr nicht viel zu und belächelt sie und alle wollen sie automatisch beschützen und von Skandalen fern halten. Ich hätte ihr so gerne den Rücken gestärkt und sie aufgemuntert, wenn sie mal wieder unter den eigentlich liebevoll gemeinten Sticheleien ihrer Geschwister ein Stückchen kleiner geworden ist.

Will ist das komplette Gegenteil, selbstbewusst, will die große weite Welt sehen, kann nie stillsitzen. In einem Ort wie Rome, wo Annie sesshaft werden möchte, zu leben, ist für ihn auf dem Papier der komplette Horror.. eigentlich. Denn Annie findet er schon gar nicht so übel, auch wenn er keine Beziehung mit ihr möchte.. wieder nur eigentlich.

Wie die beiden zusammenspielen, war wirklich super süß mitanzusehen. Ihre Dialoge sind voller Humor, niedlicher Neckereien und Knistern, denn die ach so schüchterne Annie ist in Wills Nähe erstaunlich schlagfertig. Ich habs geliebt! Eine großartige Dynamik, die ich super gern verfolgt habe. Auch wieder in dem Setting Rome zurück zu sein, hat mich extrem gefreut. Dann ist da noch die wechselnde Erzählperspektive, durch die man nicht nur den Protagonisten besser in den Kopf gucken kann, sondern auch so viel von den Nebenfiguren mitbekommt, die die beiden umringen. Die Gemeinschaft in Rome ist unglaublich, dazu kommt, dass ich das Couple aus Band unheimlich liebe und mich so gefreut habe, die beiden wiederzutreffen.

Und obwohl ich das Buch echt gern mochte, war es doch kein Highlight wie der vorige Teil. Da war Chemie zwischen Annie und Will, keine Frage. Aber sie waren nicht Noah und Amelia. Ich mochte diesen Aspekt des Rockstars, der sich eine Auszeit nimmt, in Band 1 irgendwie lieber als das Dating-Training, was in diesem Band die Protas zusammenbringt.
Dennoch ein definitiv lesenswertes Buch voller Liebe, positiver Kleinstadt-Vibes und ganz viel Humor.

Veröffentlicht am 05.02.2025

Guter Jugendthriller

Thin Air
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Eigentlich bin ich kein Typ für Thriller, zumindest nicht für Erwachsene. Dafür bin ich viel zu zartbesaitet. Doch bei Jugendthrillern kann ich schlecht Nein sagen, insbesondere wenn es so spannend zugeht ...

Eigentlich bin ich kein Typ für Thriller, zumindest nicht für Erwachsene. Dafür bin ich viel zu zartbesaitet. Doch bei Jugendthrillern kann ich schlecht Nein sagen, insbesondere wenn es so spannend zugeht wie hier.

Ich bin unfassbar schlecht darin zu rätseln. Daher war es kein Wunder, dass ich während dieses Fluges jede Person, aber auch wirklich jede verdächtigt habe. Whodunit in Buchform, ich liebs! Den Schauplatz eines Flugzeuges fand ich interessant gewählt, denn selbst wenn man möchte, muss man schon echt schief gewickelt sein, um hier zu versuchen zu entkommen. Das heißt also, Täter und Opfer sind gefangen, was eine schaurige, angespannte Atmosphäre erzeugt. Man weiß genau, niemand kann hier weg.

Bei 12 Passagieren plus Bordpersonal hatte ich erst befürchtet, schnell durcheinanderzukommen, das war allerdings nicht der Fall. Ich habe durch die vielen Personen zwar keine besonders enge Figurenbindung gespürt, auch nicht zu Emily, unserer Erzählstimme. Aber es wurde auf jeden Fall nicht langweilig, so viel sei gesagt.
Für Jugendbuch-Lesende, die es gern spannend aber nicht zu schaurig haben, könnte das hier ein passendes Leseerlebnis sein. Ich für meinen Teil wurde jedenfalls super unterhalten.

Veröffentlicht am 05.02.2025

Aktuell und spannend

RETRO – Geh nicht online
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„Retro – Geh nicht online“ ist zusammengefasst ein echt spannender Jugendthriller, der uns aufzeigt, wie mächtig die Kraft von Social Media und der modernen Technik heutzutage sein kann. Luna lädt ein ...

„Retro – Geh nicht online“ ist zusammengefasst ein echt spannender Jugendthriller, der uns aufzeigt, wie mächtig die Kraft von Social Media und der modernen Technik heutzutage sein kann. Luna lädt ein peinliches Video ihrer Freundin hoch und bereut es kurz darauf, aber natürlich hat diese Tat längst ein Eigenleben entwickelt und lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Als Konsequenz daraus schließt Luna sich der RETRO Challenge an: Ein Jahr kein Internet oder Smartphone.

Ich liebe die Shusterman‘schen Bücher und fand als jemand, der 20 von 24 Stunden am Tag mit dem Handy in der Hand verbringt, die Idee super spannend, mal einen so radikalen Detox zu machen, vor allem direkt für ein Jahr. Daher wusste ich sofort: Das muss ich lesen!
Leider konnte ich mich teilweise etwas zu gut in die Figuren hineinversetzen, selbst wenn sie ihrem Alter entsprechend manchmal etwas zu unüberlegt und impulsiv handeln. Sie überzeugen nicht mit ihrer Reife, aber mit ihrer Authentizität.

Natürlich bekommen wir hier nicht nur die Vorteile, sondern vor allem auch die Nachteile von Social Media schonungslos vorgestellt. Wir werden damit konfrontiert, wie schnell es schiefgehen kann, wenn man spontan etwas postet, wie lange es sich im Internet hält, wenn es erst einmal in Umlauf gekommen ist, nämlich für immer.
Das Buch kann mit Spannung punkten, besonders das letzte Drittel hat mich nicht mehr losgelassen. Der Zusammenhalt der Figuren hat mir wirklich gefallen und ich für meinen Teil fand auch das Ende gelungen.

Ein aufregender Jugendthriller, wenn auch nicht das beste Buch aus der Feder eines Shustermans, was ich bisher gelesen habe. Sehr aktuell und spannend!