Girlhood
Weird GirlsWenn Schmerz, Trauer und Vergangenheit zusammenhält - in Weird Girls von Gráinne O'Hare (dt. Übersetzung von Anna-Nina Kroll) begleiten wir Maggie, Harley und Róise, die zusammen in Belfast wohnen. Ihr ...
Wenn Schmerz, Trauer und Vergangenheit zusammenhält - in Weird Girls von Gráinne O'Hare (dt. Übersetzung von Anna-Nina Kroll) begleiten wir Maggie, Harley und Róise, die zusammen in Belfast wohnen. Ihr gemeinsames Leben besteht aus Party und wilden Trips - bis sie merken, dass es so nicht weitergehen kann.
Nach dem Tod ihrer gemeinsamen Freundin Lydia, die auch gleichzeitig die vierte Mitbewohnerin war, versuchen die Freundinnen so weiterzuleben, wie sie es zuvor getan haben. Jede der Frauen ist mit ihren eigenen Problemen konfrontiert: Harley lebt von einer wilden Clubnacht zur nächsten, Róise crusht auf ihren Chef auf ihrem langweiligen Job und Maggie strudelt mit ihrer Therapie und ihrer Situationship.
Im Buch geht es ganz klar um das Erwachsen-Werden - besonders als Frau. Es zeigt die Probleme, mit denen junge Erwachsene konfrontiert werden, Veränderungen, mit denen man zurecht kommen muss. Dabei sticht im Buch die Freundinnenschaft: Auch wenn die drei Frauen oft nicht der gleichen Meinung sind oder aneinander geraten, geben sie sich Halt. Es hat mich nicht selten gerührt, den Freundinnen zu folgen, in ihre Vergangenheiten einzutauchen und ihre Geschichten zu entdecken. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings eine Einordnung durch eine Instanz gewünscht (Bsp.: KO-Tropfen-Witz). Man merkt klar, dass die Figuren mit ihren Makeln und Problemen dargestellt werden - und das macht sie unfassbar realistisch.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen. Die Geschichte verwebt aktuelle Themen mit Problemen, Ängsten, aber auch Wünschen und Träumen. Weird Girls ist gemacht für Fans Coco Mellors und Jenny Mustard - genau deswegen hat es mir wahrscheinlich auch so gut gefallen.