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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2018

Interessante Thematik leidlich spannend umgesetzt

Das Eis
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In der Arktis beobachten die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes wie ein Gletscher kalbt und eine Leiche freigibt. Der Umweltaktivist und Polarforscher Tom Harding verschwand auf einer Expedition mit seinem ...

In der Arktis beobachten die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes wie ein Gletscher kalbt und eine Leiche freigibt. Der Umweltaktivist und Polarforscher Tom Harding verschwand auf einer Expedition mit seinem besten Freund Sean Cawson. Nun sollen in einer gerichtliche Anhörung die Todesumstände geklärt werden. Ein tragischer Unfall oder trifft Sean eine Schuld am Tod seines Freundes?

Laline Paull. erzählt eine brisante Geschichte über Freundschaft, Ideale und Erfolg um jeden Preis. Der Roman beginnt fesselnd und gesellschaftskritisch, verliert sich im weiteren Verlauf jedoch in teilweise langatmigen Rückblenden, lediglich die Frage, was damals wirklich geschah,, hält die Neugierde des Lesers aufrecht. Dabei sind die Beschreibungen der aktischen Landschaften und die Verknüpfung von aktuellen Themen, wie Umweltschutz, Klimawandel und Wirtschaftskriminalität, mit dem Romangeschehen sehr gut gelungen, dennoch vermag die Geschichte nicht durchgehend zu fesseln. Dies liegt zum einen an den mitunter abrupten Zeitsprüngen, zum anderen an der stereotypen Hauptfigur, für die der Leser kaum Mitgefühl entwickelt. Die Nebenfiguren bleiben recht blass, lediglich das Bild von Tom Harding, das durch die Rückblenden erzeugt wird, überzeugt.

Ein Roman mit packender Thematik, der zum Nachdenken anregt und die Folgen des Klimawandels anschaulich vor Augen führt, jedoch streckenweise etwas langatmig geraten ist.

Veröffentlicht am 06.05.2018

Spannende High-Fantasy

Der Mond des Vergessens
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Der weiße Prinz, führt einen erbitterten Krieg gegen andere Religionen und zwingt ihnen den Glauben des verstoßenen Gottessohnes Raijael auf. Er hat einen Großteil der fünf Inseln bereits eingenommen und ...

Der weiße Prinz, führt einen erbitterten Krieg gegen andere Religionen und zwingt ihnen den Glauben des verstoßenen Gottessohnes Raijael auf. Er hat einen Großteil der fünf Inseln bereits eingenommen und zieht nun gegen die große Insel Gul Kana in den Krieg. Diese wird vom König Jovan, Anhänger der Laijon Religion, regiert. Dort lebt auch der Waisenjunge Nail unter der Obhut des Kriegers Shawcroft. Auf Nail ruht die Hoffnung auf Rettung, denn er ist Teil einer alten Prophezeiung...

Der Mond des Vergessens erzählt eine komplexe Geschichte, die mit verschiedenen Erzählsträngen, wechselnden Handlungsorten und der Vielzahl an Figuren ein hohes Maß an Aufmerksamket verlangt. Ein imposanter Auftakt, spannend und vielschichtig mit interessanten Charakteren,, Eine mitunter recht brutale Geschichte um Götter, Religionskriege und dunkle Geheimnisse, die sich manchmal in detailreichen Beschreibungen verliert, aber trotz des Umfangs von gut 800 Seiten nie langweilig wird.
Leseempfehlung für High-Fantasy Leser.

Veröffentlicht am 02.08.2017

Mörderisches Ruhrgebiet

Tod am Dom
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Tod am Dom ist ein krimineller Freizeitführer von Rüdiger Schulte, erschienen im Mai 2017 bei Ruhrliteratur.

Ein Toter stört das sonntägliche Frühstück von Privatdetektiv Tomas Scheibner und Kollege Kung ...

Tod am Dom ist ein krimineller Freizeitführer von Rüdiger Schulte, erschienen im Mai 2017 bei Ruhrliteratur.

Ein Toter stört das sonntägliche Frühstück von Privatdetektiv Tomas Scheibner und Kollege Kung Fu. Hinter einer Statue auf dem Platz am St. Urbanusdom entdecken sie die Leiche des stadtbekannten Schönheitschirurgen Dr. Markus Ontrup. Von Rechtsanwältin Cleimann erfahren die Ermittler, dass Ontrup sie erst vor kurzem gebeten hat, Ermittlungen zu einer erworbenen Bronzestatue aufzunehmen, bei der es sich offenbar um eine Fälschung handelte. Sie fühlt sich trotz des Todes ihres Mandanten an den Ermittlungsauftrag gebunden und bittet Scheibner Nachforschungen anzustellen…

Rüdiger Schulte verknüpft die Krimihandlung mit bekannten und weniger bekannten Orten des Ruhrgebietes entlang der B224 zwischen Gelsenkirchen und Essen. Zwischen den einzelnen Kapiteln sind geschichtliche Informationen, Freizeittipps und Sehenswürdigkeiten sufgeführt. Zudem findet sich am Ende des Buches eine Liebeserklärung an den Ruhrpott mitsamt seinen sprachlichen und humorigen Eigenheiten, sowie ein Rezept für Currywurstsoße.

Eine informative, kurzweilige und liebevolle Zusammenstellung, die mir neue Seiten meiner alten Heimat offenbart hat. Die Krimihandlung konnte mich jedoch nicht überzeugen, die rasante Jagd durchs Ruhrgebiet war eher ein gemütlicher Schlendrian und den Humor empfand ich als aufgesetzt.

Dennoch ein gelungenes Gesamtkonzept und eine Leseempfehlung für den zwar spannungsarmen, aber unterhaltsamen Krimi mit eingebundenen Freizeittipps.

Veröffentlicht am 14.03.2026

Solider Abschluss der Dilogie

Dragon Princess 2: Inferno aus Staub und Saphiren
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Inferno aus Staub und Saphiren ist der zweite und abschließende Band der Dragon-Princess-Reihe und knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Bandes an. Ruby hat sich endgültig gegen den König und die ...

Inferno aus Staub und Saphiren ist der zweite und abschließende Band der Dragon-Princess-Reihe und knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Bandes an. Ruby hat sich endgültig gegen den König und die Erwartungen an ihre Rolle entschieden und kämpft an der Seite von Fynn und seiner Piratencrew für das Überleben der Drachen.

Im Vergleich zum Auftakt schlägt dieser Band deutlich düsterere und brutalere Töne an. Die Grausamkeit, mit der Menschen den Drachen begegnen, verleiht der Geschichte zusätzliche Härte und zeigt eine moralisch klar gezeichnete Welt. Das daraus entstehende Konfliktpotenzial wird jedoch nicht immer ausgeschöpft. Viele Auseinandersetzungen lösen sich überraschend schnell und mühelos auf, sodass trotz Action und Gefahren nur selten echte Spannung oder emotionale Tiefe entsteht.

Auch Ruby hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Ihre Entscheidungen wirken häufig unüberlegt, stellenweise sogar unsympathisch und bekannte Verhaltensmuster wiederholen sich zu oft. Was im ersten Band noch als kratzbürstiger Charme funktionierte, nutzt sich hier spürbar ab. Zwar wird die Vergangenheit der Figuren vertiefend beleuchtet, doch die Romantik tritt stellenweise in den Hintergrund.

Der Humor, der zuvor für Leichtigkeit sorgte, wirkt mehrfach bemüht und in manchen Momenten unpassend. Dennoch sorgen einige liebgewonnene Figuren weiterhin für humorvolle Momente und lockern die düstere Handlung etwas auf.

Insgesamt ist Dragon Princess 2 eine actionreiche Fortsetzung, die im direkten Vergleich zum ersten Band deutlich schwächer ausfällt. Dennoch bietet der Roman für Fans der Reihe sowie für LeserInnen, die rebellische Prinzessinnen, Drachen und Piratenabenteuer mögen, einen unterhaltsamen und zufriedenstellenden Abschluss.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Atmosphärischer Auftakt mit kleinen Schwächen

Gold und Schatten
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Livia ist gerade erst nach Paris gezogen und fühlt sich fremd und verloren in der neuen Stadt – bis sie den geheimnisvollen Maél kennenlernt. Zwischen den beiden entsteht schnell eine besondere Verbindung, ...

Livia ist gerade erst nach Paris gezogen und fühlt sich fremd und verloren in der neuen Stadt – bis sie den geheimnisvollen Maél kennenlernt. Zwischen den beiden entsteht schnell eine besondere Verbindung, doch Maél bleibt rätselhaft und scheint etwas zu verbergen. Gleichzeitig bemerkt Livia, dass sie plötzlich Botschaften von Pflanzen und Bäumen hören kann, was sie zunächst an ihrem Verstand zweifeln lässt. Nach und nach wird jedoch klar, dass hinter all dem ein viel größeres Geheimnis steckt...

Gold und Schatten ist der Auftakt einer Urban-Fantasy-Dilogie, die griechische Mythologie und eine zarte Liebesgeschichte zu einem atmosphärischen Jugendroman verbindet.

Livia ist eine sympathische Protagonistin und LeserInnen können gut mit ihr mitfühlen, während sie versucht herauszufinden, was mit ihr geschieht. Allerdings wirkt sie für ihre 16 Jahre oftmals vergleichsweise jung und schutzbedürftig, etwas mehr Selbstvertrauen und Abenteuerlust hätten ihrer Figur gutgetan. Maél bleibt lange geheimnisvoll, was ihn durchaus interessant macht, insgesamt wirkt er jedoch zu nett und etwas kantenlos.

Paris wirkt geheimnisvoll, lebendig und gleichzeitig voller verborgener Geschichte. Vor allem die Szenen in den Katakomben erzeugen Spannung und eine leicht unheimliche Stimmung.

Der Schreibstil von Kira Licht ist angenehm und leicht zu lesen. Einige Entwicklungen wirken jedoch vorhersehbar und das Tempo ist stellenweise eher langsam. Zudem fehlt es an manchen Stellen, besonders bei der Mythologie und den Hintergründen, an Tiefe.

Insgesamt ist Gold und Schatten ein solider Auftakt mit einer interessanten Idee und einer stimmungsvollen Kulisse, der jedoch noch etwas mehr Spannung und Tiefe hätte vertragen können. Für junge LeserInnen von romantischer Urban Fantasy dennoch eine unterhaltsame Lektüre.

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