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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Der Soundtrack einer Liebe

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Diese Geschichte bildet die klassischen Was-Wäre-Wenn Szenarien einer Zeitreisegeschichte ab. Würde man sein Leben noch einmal genauso Leben oder die Schlüsselmomente verändern? Es ist eine schöne, erwachsene ...

Diese Geschichte bildet die klassischen Was-Wäre-Wenn Szenarien einer Zeitreisegeschichte ab. Würde man sein Leben noch einmal genauso Leben oder die Schlüsselmomente verändern? Es ist eine schöne, erwachsene Liebesgeschichte

Die Geschichte ist unglaublich kurzweilig erzählt und liest sich super leicht und flüssig. Dazu der Nostalgie-Vibe der 90er- für mich ein absolutes Match. Das verleiht der Geschichte einfach einen besonderen Charme, der mich total abgeholt hat. Die Idee mit den Mixtapes fand ich einfach super gut umgesetzt.

Das Buch is jetzt nicht wahnsinnig tiefgründig und kratzt eher an der Oberfläche dessen, was an langjährigen Partnerschaften zu Reibungen führt. Hier wurde sich auch viel auf das Attraktivitätsempfinden der Figuren untereinander konzentriert. Aber es ist unterhaltsam und das ist manchmal absolut ausreichend.

Die Katastrophe ist natürlich vorprogrammiert und auch recht vorhersehbar. Aber diese kleinen Einblicke in die „was wäre wenn“-Szenarien haben mir gutgefallen und mochte, wie verletzlich es die Figuren gezeigt hat, den Finger auf Unsicherheiten legte und wie kleine Eigenheiten und Vorlieben manchmal große Wellen schlagen können.

Es ist eine eher reifere Liebesgeschichte und im weitesten Sinne auch eine Art Familiendrama. Für mich war das eine gute Mischung, null kitschig, manchmal etwas klischeehaft, aber durchweg angenehm zu lesen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Richtig düster, aber so packend

The Crane and the Nightjar
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Ich fand den Einstieg in die Geschichte gelungen und direkt sehr spannend. Man wird erstmal nicht groß in die Handlung eingeführt, sondern direkt hineingeworfen und die Ereignisse überschlagen recht schnell. ...

Ich fand den Einstieg in die Geschichte gelungen und direkt sehr spannend. Man wird erstmal nicht groß in die Handlung eingeführt, sondern direkt hineingeworfen und die Ereignisse überschlagen recht schnell. Später macht das Buch die fehlenden Hintergrundinformationen in Form von Infotexten, die wie Lehrbuchauszüge wirken, wieder wett. Finde ich eine geschickte Lösung, um das Buch nicht unnötig aufzubauschen.

Die Fantasyelemente rund um das Magiekonzept wird kurz zusammengefasst, bleibt aber zu einem Großteil eher vage und oberflächlich. Man kann sich ungefähr was darunter vorstellen, es gibt ein paar kleine Demonstrationen verschiedener Fähigkeiten, aber das gesamte Worldbuilding ist wenig komplex und damit leicht verständlich und zugänglich.

Die Prüfungen der Diebe habe ich mit Spannung gefolgt, die Idee war ja schon ziemlich cool und man rätselt die ganze Zeit worauf es hinauslaufen könnte.
Ich finde die Handlung schon durchaus brutal und auch ein bisschen schaurig. Setting, Atmosphäre und der inhaltliche Rahmen sind schon eher düster angelegt. Wie sich in dieser Kulisse so etwas wie eine Lovestory anbahnen kann, ist mir ehrlich gesagt völlig schleierhaft, aber ok.

Zara ist auf jeden so eine starke, mutige Protagonistin, dass ich richtig mit ihr mitgefiebert habe. Neben ihrem absoluten Überlebenswillen ist vor allem ihre Empathie das, was mich an ihr so gefesselt hat. Dieser schiere Wille ein guter Mensch zu sein. Finde sie so toll angelegt.

Hat mich auf jeden Fall gepackt und ich werde Band 2 definitiv lesen

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Für mich kein Thriller

Tödliches Angebot
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Ich bin scheinbar mit der völlig falschen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen, denn nach Titel, Klappentext und Leseprobe dachte ich, es würde sich um einen perfiden Thriller handeln. Und es steht ...

Ich bin scheinbar mit der völlig falschen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen, denn nach Titel, Klappentext und Leseprobe dachte ich, es würde sich um einen perfiden Thriller handeln. Und es steht für mich außer Frage, dass Margot absolut psycho ist, aber dieses Buch ist für mich kein Thriller. Eigentlich nicht mal ein Spannungsroman.

Ich fand das Thema rund um den zermürbenden Immobilienmarkt, der eine Frau an ihre geistigen Grenzen treibt, eigentlich richtig ansprechend. Aber in meinen Augen dreht sich die Handlung hauptsächlich darum, wie sehr Margot generell einen an der Waffel hat, sich völlig in ihrem obsessiven Wahn- Haus, Baby- verliert und damit ihr eigentlich bereits sehr komfortables Leben sabotiert.

Ich hab das Buch als Hörbuch gehört und die Sprecherin macht einen guten Job. Ich hab Margot irgendwann so dermaßen verachtet, fand ihre Gedankenspiralen und geistigen Entgleisungen aber toll rübergebracht. Man fragt sich permanent, was eigentlich noch kommen soll, ob Margot nicht irgendwann mal zur Vernunft kommt- aber nein, sie setzt immer noch eine obendrauf.

Zwischenzeitlich bekommt die Story fast schon Seifenoper-Charakter, einfach super viel Drama. Keine Ahnung, ob man dieses Buch wirklich lesen, aber wer auf absolut eskalative, entgleiste Charaktere steht, der wird hier fündig.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Zwischen Magie und Nostalgie

Das White Octopus Hotel
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Vom Cover her hätte ich gedacht, dass dies eine leichte, unterhaltsame Geschichte ist- so ein bisschen Alice im Wunderland in der Moderne. Aber die Themen der Geschichte reichen tiefer und durch dir verschiedenen ...

Vom Cover her hätte ich gedacht, dass dies eine leichte, unterhaltsame Geschichte ist- so ein bisschen Alice im Wunderland in der Moderne. Aber die Themen der Geschichte reichen tiefer und durch dir verschiedenen Zeitachsen, ist die Handlung deutlich vertrackter, als ich zuerst annahm. So ein bisschen schwergetan habe ich mich, die Erinnerungen und Erlebnisse der einzelnen Zeitachsen im Hotel, besonders von Max, auseinanderzuhalten.

Vor allem die magischen Gegenstände jeglicher Art haben es mir angetan und ich fand es einfach richtig toll, was es im Hotel alles entdecken gab. Dazu der Zeitreise-Charakter und Nostalgie-Flair- das gibt dem ganzen einen wunderbar dekandeten, fast hoheitlichen Rahmen. Und dazu die Gegenstände und Oktopusse, die teilweise unheimlich und sogar makaber anmuten- das schafft eine wirklich tolle Atmosphäre.

Ich wundersame, zauberhafte Welt des White Oktopus Hotels steht in hartem Kontrast zu Eves Familiengeschichte, die von Schuld, Trauer, Scham und viel ungesagtem besteht. Und nochmal in scharfem Kontrast zu den Schrecken, die Max im Krieg erlebte und die ihn danach verfolgen. Dass ausgerechnet diese beiden aufeinander treffen und ganz unterschiedlich Trost und Hilfe aneinander finden, hat mir gut gefallen.

Es hat mich manchmal echt wütend gemacht, wie hart Eve zu sich selbst ist, wie die harschen Worte ihrer Mutter und deren Distanz sie haben kalt werden lassen. Vor allem auch die Ungnade mit ihrem jüngeren Ich fand ich sehr schmerzlich zu verfolgen, das hat echt Eindruck hinterlassen. Deswegen gefällt mir ihre Entwicklung besonders gut.

Ich fand die Story rund um die magische Schnitzeljagd und was sie auslöst sehr gelungen und habe das Buch wirklich gern gelesen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Etwas weit hergeholt

Fünf Fremde
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Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und besonders die Rückblicke in den Sommer 1995 fand ich sehr stimmungsvoll, wenn auch nicht sehr hilfreich dabei, herauszufinden was auf der Insel vor sich ...

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und besonders die Rückblicke in den Sommer 1995 fand ich sehr stimmungsvoll, wenn auch nicht sehr hilfreich dabei, herauszufinden was auf der Insel vor sich geht.

Die Auswahl der Personen, die wie zufällig gemeinsam auf die Insel gelockt werden, wirkt sehr willkürlich. Auf den ersten Blick bestehen nicht zwischen allen von ihnen Verbindungen, was das ganze noch seltsamer wirken lässt.

Die Ereignisse auf der Insel wirken dann doch etwas konstruiert. Sowohl das teils sehr vertrauensselige Verhalten, als auch dass permanent jemand verloren geht und gesucht werden muss, fand ich nicht so richtig authentisch. Im Angesicht des Sturms wirkte das irgendwie unbedacht und auch ziemlich holprig in Sachen Logik.

Was ich cool fand das war dieser abgeschlagene Insel-Flair, das Thema aussterbende Inseln und generell alles rund um das raue Leben. Romy Fölck schafft es einfach eine tolle Atmosphäre aufzubauen, die Insel und Geschichte lebendig werden zu lassen.

Der Kriminalfall hat mich nicht so wirklich überzeugt, das Finale wurde so dermaßen aufgebauscht, dass das nicht unbedingt mein Fall war. Und insgesamt war das Ende für mich zu sehr Happy End.

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