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Veröffentlicht am 18.04.2026

Wie das Leben so spielen kann ....

Der Gesang der See
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Kristiane tat mir fast ein wenig leid, als ihr der Vater am Sterbebett das Versprechen abnahm, dass der Lotsenposten in der Familie bleiben muss und tatsächlich kann sie gemeinsam mit ihrem Mann diese ...

Kristiane tat mir fast ein wenig leid, als ihr der Vater am Sterbebett das Versprechen abnahm, dass der Lotsenposten in der Familie bleiben muss und tatsächlich kann sie gemeinsam mit ihrem Mann diese nicht einfache Aufgabe erfüllen. Als ihr Mann schließlich auf tragische Weise den Tod in den Fluten findet, ist guter Rat teuer. Doch Kristiane ist stark und lässt sich nicht unterkriegen. Sie lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen, auch wenn das bei der lokalen Bevölkerung nicht immer gerne gesehen ist. Ihr neuer Mann Lars steht fest an ihrer Seite, doch schnell merkt man, dass seine Liebe stärker ist als ihre. Als Kristina schließlich ihren wahren Gefühlen freien Lauf lässt, ist die Katastrophe vorprogrammiert …

Wie schon in ihrer Trilogie, mit der der Autorin Trude Teige der internationale Erfolg gewährt wurde, ist auch dieses Buch wieder sehr bildhaft geschrieben und wird der Insel und seiner Landschaft und Umgebung mehr als gerecht. Wir lernen in Kristina eine starke Frau kennen, die sich den konservativen Konventionen ihrer Zeit widersetzt und damit ans Licht bringt, wie scheinheilig die Gesellschaft sein kann, die ihr einerseits Unterstützung gewährt, wenn es passt und dann auch wieder über sie urteilt, wenn es genehm ist. Das überraschend starke Ende hat mich nachdenklich gestimmt und zwiegespalten zurückgelassen, ob ich Kristina bewundern oder verurteilen soll.

Von mir bekommt Trude Teige mit dem (Hör)buch „Der Gesang der See“ starke vier von fünf Sternen verbunden mit einer absoluten Hörempfehlung, denn Yara Blümel ist als Sprecherin mal wieder zu Höchstform aufgelaufen. Ich freue mich schon auf weitere Lektüre aus der Feder der Autorin!

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Welcher Traum wird in Erfüllung gehen?

Der Eispalast - Die Kür ihres Lebens
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Es war einfach nur schön, in diesem zweiten Band von Rena Rosenthals Eispalast Trilogie bekannte Gesichter wiederzusehen. Der Schauplatz hat sich geändert und so finde ich mich diesmal im London des frühen ...

Es war einfach nur schön, in diesem zweiten Band von Rena Rosenthals Eispalast Trilogie bekannte Gesichter wiederzusehen. Der Schauplatz hat sich geändert und so finde ich mich diesmal im London des frühen 20. Jahrhunderts wieder. Der Fokus liegt diesmal ganz eindeutig auf Madge, aber natürlich spielt auch Julianna wieder eine entscheidende Rolle. Die talentierte Eiskunstläuferin Madge hat sich ihre Karriere durch einen dummen Fehler in der Vergangenheit scheinbar verpatzt. Anstatt selbst an Wettkämpfen teilzunehmen, trainiert sie nun ihre jüngeren Geschwister. Doch bald bietet sich für sie die Möglichkeit, wieder aktiv in den Sport einzusteigen. Sie steht vor einer schweren Entscheidung: den Weg zurück zu Ruhm und sportlichem Erfolg zu gehen oder sich für die Liebe zu entscheiden, die wohl ihren sportlichen Ambitionen ein Ende setzen würde. Wie wird sie entscheiden und wird die junge Julianna endlich ihre Mutter wiederfinden, die sie schon ihr ganzes Leben lang schmerzlich vermisst?
Neben den persönlichen Schicksalen ihrer Charaktere und natürlich dem Eiskunstlauf, legt die Autorin diesmal auch einen spannenden Fokus auf die gesellschaftlichen Konventionen der Edwardianischen Ära in England und die beginnende Suffragetten Bewegung, was dem Roman einen interessanten Tiefgang verleiht. Die unterschiedlichen gesellschaftlichen Positionen sind gut dargestellt und die bildhafte Schreibweise lies mich schnell eintauchen in diesen zweiten Teil rund um den Eiskunstlauf. Während ich mich nun auf den dritten und letzten Band freue, der mich wohl wieder zurück nach Wien entführen wird, vergebe ich für „Die Kür ihres Lebens“ erstmal sehr verdiente glitzernde vier Sterne verbunden mit einer absoluten Leseempfehlung. Hier rate ich jedoch unbedingt die Reihenfolge der Bände einzuhalten, um die komplexe Entwicklung nicht nur der Charaktere, sondern auch des Eiskunstlaufs verfolgen zu können.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Freitag, der dreizehnte und seine Folgen ...

Tod im Belvedere
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Es könnte passender nicht sein … im dreizehnten Band dieser charmanten Wiener Krimireihe geht es um die mysteriöse Zahl 13, verheißt sie nun Glück oder Unglück? Für den armen Peer Schneider – einen ehemaligen ...

Es könnte passender nicht sein … im dreizehnten Band dieser charmanten Wiener Krimireihe geht es um die mysteriöse Zahl 13, verheißt sie nun Glück oder Unglück? Für den armen Peer Schneider – einen ehemaligen Studienkollegen von Sarah – ist es tatsächlich nicht nur kein schöner, sondern sein letzter Tag! Am Morgen hat Sarah Pauli ihn noch putzmunter erlebt und nur einige Stunden später liegt er tot vor ihr. Zum Tatort gerufen wurde sie von Chefinspektor Martin Stein, nachdem dieser eine ihrer Visitenkarten im Anzug des Toten fand. Schneider wurde mit einem antiken Dolch niedergestochen. Wie hängen Tatwaffe und Motiv zusammen? Nachdem im Dunstkreis der Reichen und Schönen Wiens noch weitere Überfälle stattfinden und stattgefunden haben, laufen die Ermittlungen auf Höchsttouren. Sarah Pauli ist natürlich wie immer mit von der Partie. Wird sie auch diesmal bei der Aufklärung helfen können?

Wie zu erwarten war, ist Sarah mal wieder ganz in ihrem Element. Aberglauben und vor allem die Zahl 13 spielen eine tragende Rolle und so kommt die Expertin schnell zum Zug. Auch diesmal verpackt die bekannte Autorin Beate Maxian diese Wiener Geschichte in einem spannenden Kriminalroman und nimmt ihre Leserschaft mit, auf einen nicht ganz ungefährlichen „Spaziergang“ durch das von mir so geliebte Wien. Neben viel Lokalkolorit kommt natürlich auch Sarahs Privatleben nicht zu kurz und lässt mich so nach Beendigung von „Tod in Belvedere“ einem nächsten Fall voller Vorfreude entgegensehen. Vor mir gibt es diesmal vier dicke und verdiente Sterne!

Veröffentlicht am 06.03.2026

Man kann sich verlieren in diesem Roman ...

Die Frau und der Fjord
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Die ehrgeizige Gro arbeitet in Norwegen für eine Ölfirma. Hier hilft sie als Geologin bei der Erschließung neuer Ölquellen und geht ganz in ihrer Arbeit auf. Als ihr Mann eines Tages überraschend stirbt, ...

Die ehrgeizige Gro arbeitet in Norwegen für eine Ölfirma. Hier hilft sie als Geologin bei der Erschließung neuer Ölquellen und geht ganz in ihrer Arbeit auf. Als ihr Mann eines Tages überraschend stirbt, kommt ihre Welt ins Wanken. Von Trauer überwältigt bricht sie schließlich alle Brücken ab, um in ein kleines Haus an einem einsamen Fjord auf den Lofoten zu ziehen. Sie entzieht sich – so weit wie möglich – jeglichem zwischenmenschlichen Kontakt, bis ihr schließlich ein havarierter Fischer einen Strich durch die Rechnung macht. Nach seiner abenteuerlichen Rettung knüpft sie einen losen Kontakt, mehr soll jedoch nicht daraus werden ….
Da Norwegen schon lange auf meiner „da will ich in diesem Leben unbedingt noch hinreisen“ Liste steht, hatte mich dieses Buch mit seinem wunderschönen Cover magisch angezogen. Während das Thema an sich natürlich traurig ist, konnte ich dennoch eintauchen in die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und mich Seite für Seite Gro ein wenig näher fühlen. Während ich ihren Wunsch nach Einsamkeit in gewisser Hinsicht nachvollziehen konnte, zeigt dieser Roman aber auch eindringlich auf, dass wir auf den Kontakt zu anderen Menschen angewiesen sind, um zu überleben und das Leben dadurch auch durchaus eine Bereicherung finden kann. Leise Töne wechseln sich in diesem Roman mit spannenden Momenten ab und alles in allem ist die Geschichte eine runde Angelegenheit. Der Abschluss rutscht in meinen Augen ein wenig ins Kitschige ab, weshalb ich mit vier Sternen nicht ganz die Bestnote vergebe. Sehr berührt hat mich aber das persönliche Nachwort der Autorin und so manche Zeile wieder ins richtige Licht gerückt. Von mir gibt es für „Die Frau und der Fjord“ eine sehr verdiente Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Trau ... schau ... wem ... das fragte 1895 schon Johann Strauss ....

Wem du traust
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Die langjährigen Freundinnen Eva und Susanne scheinen das große Los gezogen zu haben. Beide sind in glücklichen Partnerschaften mit scheinbar perfekten Männern. Doch als Sofia, Susannes Tochter im Teenageralter, ...

Die langjährigen Freundinnen Eva und Susanne scheinen das große Los gezogen zu haben. Beide sind in glücklichen Partnerschaften mit scheinbar perfekten Männern. Doch als Sofia, Susannes Tochter im Teenageralter, plötzlich spurlos verschwindet, nachdem sie abends auf Evas kleinen Sohn Linus aufgepasst hat, bricht eine Welt zusammen. Die perfekte Fassade hat Risse bekommen und ein frenetischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Schnell gerät Daniel, Evas Mann, in den Fokus der leitenden Ermittlerin, denn er war der Letzte, der sie gesehen hat. Während der Nachforschungen kommen aber immer mehr Lügen und Geheimnisse ans Tageslicht und bald fragt man sich beim Lesen wirklich, wem man hier noch trauen kann!

Die spannende Schreibweise der bekannten und beliebten Autorin Petra Johann, die mir schon aus einigen Vorgängerbüchern bekannt ist, macht es einfach tief einzutauchen in einen Kriminalfall, der relativ gewaltfrei auf die Zersetzung von Sicherheit und Vertrauen in Partnerschaften jedweder Art zu bauen scheint. Ständig schwankt man als Leser zwischen Sympathie und Antipathie für die verschiedenen Charaktere und versucht mehr als einmal eventuelle Parallelen zum eigenen Leben herzustellen. Durch die kurzen Kapitel verbunden mit immer wieder wechselnden Perspektiven, bleibt eine stetige Spannung erhalten, die mich dicht am Buch bleiben ließ. Lediglich die Schlussszenen fand ich ein wenig holprig, wofür ich ein klitzekleines Sternchen abziehe. Dennoch gibt es von mir eine überzeugte Empfehlung für „Wem du traust“ verbunden mit vier spannungsgeladenen Sternen. Die Frage „Wie gut kenne ich die Menschen in meinem nahen Umfeld wirklich?“ bleibt natürlich unweigerlich im Raum stehen …