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Veröffentlicht am 10.01.2025

Emotionslos

Immortal Longings
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Erster Satz:
„Erleidet ein Lebewesen Brüche oder Blessuren, so ist es dazu gezwungen, sich selbst zu heilen.“ (S.9)

Immortal Longings hat mir leichte Tribute von Panem Vibes gegeben, was aber vor allem ...

Erster Satz:
„Erleidet ein Lebewesen Brüche oder Blessuren, so ist es dazu gezwungen, sich selbst zu heilen.“ (S.9)

Immortal Longings hat mir leichte Tribute von Panem Vibes gegeben, was aber vor allem an der Thematik lag: Wir befinden uns in der düsteren Welt von San-Er, eine überfüllte Metropole welche von Armut und Chaos geprägt ist. Dort finden jedes Jahr tödliche Spiele statt, welche zur reinen Unterhaltung des Palastes dienen, die Gewinner oder anders ausgedrückt die letzten Überlebenden erwarten jedoch unbeschreibliche Reichtümer.
Dort treffen wir auf die verstoßene Prinzessin Calla, welche es sich zum Ziel gemacht hat den tyrannischen König zu stürzen. Außerdem treffen wir auf den gerissenen Körperspringer Anton, der seine im Koma liegende Jugendliebe retten will. Beide wollen die Spiele aus unterschiedlichen Gründen gewinnen und schließen ein Zweckbündnis, doch schnell kommen Gefühle auf.
Wer wird seine Mission in diesem tödlichen Wettkampf erfüllen?

Leider konnte mich das Buch nicht wirklich packen. Das Konzept gefällt mir immer noch, aber die Umsetzung konnte mich aus verschiedenen Gründen nicht wirklich überzeugen.
Der Schreibstil wirkte auf mich zu distanziert und kühl und die Charaktere sehr unnahbar, was mir die Möglichkeit nahm richtig mitzuleiden und mitzufiebern, denn die Emotionen wurden nicht gut transportiert. Geschildert wird die Geschichte dabei im Präsens aus der Erzählerperspektive und beleuchtet dabei in kurzen Kapiteln die verschiedenen Charaktere. Jedoch konnte ich zu keinem wirklich eine Bindung aufbauen, sie waren mir alle durchweg unsympathisch. Darüber hinaus wirkte die Liebesgeschichte für mich durch die fehlende emotionale Nähe sehr unauthentisch. In meinen Augen waren die Charaktere zu sehr auf ihren eigenen Vorteil aus.
Chloe Gong erschafft zwar eine sehr düstere und atmosphärische Kulisse und durch die Fähigkeit des Körperspringens enthält das Buch eine interessante Grundidee, welche philosophische Fragen über die eigene Identität und den Tod aufwirft, aber dies reicht leider nicht aus um die Geschichte zur Gänze zu tragen. Gerade durch den Erzählstil wirkte das Buch insgesamt sehr langatmig, mir fehlte insbesondere das „show don´t tell“ – es war für meinen Geschmack zu viel „tell“.

Insgesamt äußerlich zwar ein hübsches Büchlein mit einer spannenden Grundidee, aber innerlich zu dröge und nur schwer greifbar, durch den emotionslosen Schreibstil.

2.5⭐️

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Die Auflösung hat es iwie kaputt gemacht

A Lesson in Murder
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2.5 🌟
Die Auflösung wars nicht. Da hat mir persönlich die Raffinesse, der Kniff gefehlt. Schade, das Setting war so vielversprechend und die Ansätze sowie der Schreibstil toll.
Die Schule wurde leider ...

2.5 🌟
Die Auflösung wars nicht. Da hat mir persönlich die Raffinesse, der Kniff gefehlt. Schade, das Setting war so vielversprechend und die Ansätze sowie der Schreibstil toll.
Die Schule wurde leider zu wenig genutzt. Es waren Fakten aber kein wirkliches Erlebnis.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Fiebertraum

Regents
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Ich weiß nicht was das war?
Das Buch hat sich wie ein Fiebertraum gelesen.
Die Regents konnte ich null auseinanderhalten und es war kein Plot vorhanden.
Alles war so verworren, seltsam und völlig unstrukturiert.
Was ...

Ich weiß nicht was das war?
Das Buch hat sich wie ein Fiebertraum gelesen.
Die Regents konnte ich null auseinanderhalten und es war kein Plot vorhanden.
Alles war so verworren, seltsam und völlig unstrukturiert.
Was habe ich da bitte gelesen????

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Wenn der Zauber verfliegt...

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Ein Buch, welches einem eine herzerwärmende Geschichte voller Weisheit verspricht, dies aber in meinen Augen nicht wirklich hält. Der Laden in der Mondlichtgasse will eines dieser heilenden Bücher sein, ...

Ein Buch, welches einem eine herzerwärmende Geschichte voller Weisheit verspricht, dies aber in meinen Augen nicht wirklich hält. Der Laden in der Mondlichtgasse will eines dieser heilenden Bücher sein, schon der Titel verspricht den Zauber von etwas Zartem und Zerbrechlichem. Und auch der erste Schritt in die Mondlichtgasse versprüht diese Magie, aber es scheitert vor allem an der Wiederholung.
Mich konnte die Magie nicht überzeugen. Kurisu schafft schimmernde Momente, eine Confiserie, die nur jenen erscheint, welche gerade an einem emotionalen Scheideweg stehen. Hier begegnen wir einem Fuchsgeist, welcher besondere Süßigkeiten verkauft, die nicht nur schmecken, sondern etwas in einem anrühren sollen.
Die Atmosphäre in dem Buch ist still und scheint weich wie das Mondlicht zwischen den Zeilen durch. Auch die japanische Mythologie klingt durch und umhüllt die Geschichte wie ein weiches Seidentuch und überlagert die Szenen. Die durch leichte Krisen gebeutelten Figuren stolpern in die sonderbare Gasse und finden sich plötzlich in dem Laden wieder, welcher nur auftaucht, wenn man ihn am dringendsten braucht. Das Buch ist ruhig, behutsam und unaufdringlich. Es spricht von Moral, von kleinen Denkanstößen, die das Leben in die richtige Richtung schieben sollen, aber wiederholt sich zu oft. Eine Abfolge von verschiedenen Geschichten, die sich alle ähnlich lesen und dadurch in der Masse versinken. Dies ist wohl der größte Kritikpunkt meinerseits. Die Magie geht durch die repetitive Erzählweise verloren. Es ist nichts besonderes mehr. Ein Endlosschleife aus Krise – Confiserie – Süßigkeit – Mini-Erkenntnis. Anfangs hat es eine poetische Note, aber nach der zweiten Geschichte nach dem gleichen Schema hat es begonnen mich zu langweilen. Die Figuren sind leider auch ziemlich nichtssagend, ein leeres Gefäß für eine Moral aber nichts Individuelles. Das macht sich in der Geschichte schnell bemerkbar, man überliest die Namen, weil man sie nicht greifen kann. Die Botschaften muten nett an, aber erscheinen zu gut gemeint, wie der erhobene Zeigefinger, was der Leser zu denken und zu fühlen hat. Hier bröckelt der Glanz der Mondlichtgasse und es bleibt nur noch eine dunkle Gasse über, die vorgibt mehr zu sein, als sie am Ende ist.
An dieser Stelle für mich ein Buch, was ich nicht weiterempfehlen kann. Süß in der Idee, aber fade in der Umsetzung. Nachträglich hat das Buch nichts bei mir ausgelöst, so wie ich es mir erhofft hätte.


⭐️⭐️

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Hat mich irgendwie kalt gelassen…

Body Check
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Das neueste Buch von Elle Kennedy der Eishockeyromance Queen hat mich irgendwie enttäuscht, da ich andere Werke von ihr kenne, welche mir viel besser gefielen. Wahrscheinlich war es deshalb so enttäuschend, ...

Das neueste Buch von Elle Kennedy der Eishockeyromance Queen hat mich irgendwie enttäuscht, da ich andere Werke von ihr kenne, welche mir viel besser gefielen. Wahrscheinlich war es deshalb so enttäuschend, weil ich viel Besseres von ihr gewohnt war.

In „Body Check“ geht es um Hayden einer Dozentin für Kunstgeschichte, welche in einer sicheren, aber langweiligen Beziehung mit Doug feststeckt. Als sie eine Beziehungspause einlegen, weil Hayden nachdenken muss und ihr das „Intimitätsverbot“ zu schaffen macht, lernt sie den verdammt attraktiven Eishockeyspieler Brody (Starspieler der Eishockeymannschaft ihres Vaters) in einer Bar kennen. Sie lässt sich mit ihm auf einen ON ein, um aus ihrer braven Tochterrolle auszubrechen und das Leben zu genießen. Was jedoch als spontane und einmalige Nacht gedacht war, entwickelt schnell eine Eigendynamik, denn Brody will plötzlich mehr als nur ein Abenteuer.

Zunächst einmal hatte ich mir mehr versprochen, da ich die Bücher von Elle sehr gerne mag, um einfach mal abzuschalten und in einer prickelnden Sportsromance abzutauchen, mit ein bisschen Drama und vielen süßen Momenten. Aber Body Check blieb hinter meinen Erwartungen zurück.

Der Schreibstil ist zwar wie gewohnt locker und leicht, aber die Perspektive des allwissenden Erzählers macht es schwer richtig in die Handlung einzutauchen. Die Emotionen haben mich nicht erreicht. Die Charaktere blieben mir relativ fern und distanziert. Zudem konnte ich die Tension zwischen den beiden nicht spüren. Das hat mich irgendwie so gar nicht erreicht.

Anfangs war mir Hayden auch relativ unsympathisch, da ich das Gefühl hatte sie hintergeht Doug. Brody war insgesamt ein wenig charmanter, aber auch er blieb relativ blass.

Insgesamt war die Story so nichtssagend, es kam kaum Spannung auf und irgendwie hat mich der viele Spice auch nicht abgeholt. Die Handlung hatte den meisten Fokus auf den Spice Szenen, aber da die Tension nicht ankam, war mir das relativ egal. Aber da sie so viel Raum einnahmen, gab es kaum Figurenentwicklung, noch tiefere Gespräche.

Dabei hatte das Buch durchaus Potential, die Geschichte mit ihrem Vater, das Eishockeyteam etc. Das alles blieb so am Rande…

Fazit: Body Check ist eine sehr spicelastige Sportsromance, welche man durchaus schnell weglesen kann, man wird kurz unterhalten. Allerdings fehlte mir persönlich die Tiefe, Emotionen und eine wirkliche Bindung zwischen den Protagonisten. Man könnte sagen die Substanz ging auf Kosten vieler Spice Szenen verloren. Leider konnte mich die Geschichte so gar nicht abholen und daher vergebe ich hier nur zwei Sterne.


⭐️⭐️

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