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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Gewohnt spannend – mit tollen Charakteren, aber etwas weniger Detailtiefe als sonst

Liestaler Lügen
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„Liestaler Lügen“ von Ina Haller ist ein weiterer spannender Krimi aus dem Emons Verlag, der mich von Beginn an gut abgeholt hat. Die Geschichte bietet mehrere starke Momente und typische Highlights, wie ...

„Liestaler Lügen“ von Ina Haller ist ein weiterer spannender Krimi aus dem Emons Verlag, der mich von Beginn an gut abgeholt hat. Die Geschichte bietet mehrere starke Momente und typische Highlights, wie man sie aus der Reihe kennt. Besonders gefallen haben mir wieder die Charaktere, die lebendig, glaubwürdig und sympathisch wirken. Auch der typisch schweizerische Schreibstil ist für mich ein echtes Plus – ruhig, präzise und atmosphärisch, mit diesem besonderen regionalen Tonfall, der die Handlung trägt.
Im Vergleich zu anderen Bänden wirkt die Geschichte diesmal jedoch etwas weniger detailliert beschrieben. An einer Stelle hatte ich sogar das Gefühl, dass ein eigentlich starkes Highlight zu abrupt endet, fast so, als wäre die Szene schneller abgeschlossen als gewohnt. Das nimmt dem Moment ein wenig Tiefe, ohne die Spannung insgesamt zu mindern.
Sehr schön finde ich die Extras am Ende des Buches: zwei passende Rezepte und eine kleine Übersetzungshilfe für schweizerische Begriffe. „bünzlig“ – also „spießig“ – kannte ich vorher nicht, aber sonst hatte ich keinerlei Verständnisprobleme.
Lesezeichenfees Fazit
Ein sehr guter, atmosphärischer Krimi mit starken Figuren und viel Schweizer Flair. Etwas weniger Detailtiefe als sonst, aber insgesamt absolut lesenswert. 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Inselflair, Spannung und viel Gemütlichkeit – Wattenmeermord von Katja Lund & Markus Stephan

Wattenmeermord
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In „Wattenmeermord – Ein Pellworm‑Krimi“ von Katja Lund und Markus Stephan (Blanvalet) taucht man sofort in das besondere Flair der Nordseeinsel ein. Die Autoren schaffen es, Pellworm so atmosphärisch ...


In „Wattenmeermord – Ein Pellworm‑Krimi“ von Katja Lund und Markus Stephan (Blanvalet) taucht man sofort in das besondere Flair der Nordseeinsel ein. Die Autoren schaffen es, Pellworm so atmosphärisch einzufangen, dass man sich beim Lesen direkt auf der Insel fühlt – mit Wind, Weite und nordischer Gelassenheit.

Der Krimi überzeugt vor allem durch sein Inselflair und die gut ausgearbeiteten Charaktere, die glaubwürdig wirken und angenehm aus dem Rahmen typischer Krimifiguren fallen. Die Handlung ist überwiegend gemächlich, fast schon higgelig, und erinnert in vielen Momenten eher an einen gemütlichen Inselroman als an einen klassischen Spannungs‑Krimi.

Doch dann kommt das Highlight: eine wirklich spannende Passage, die das Tempo deutlich anzieht und zeigt, dass die Autoren auch packende Wendungen beherrschen. Dieser Kontrast macht den Roman besonders – ruhig, atmosphärisch und dann plötzlich intensiv.

Ein wunderschönes Detail ist das Zitat auf Seite 146, das perfekt zum Ton des Buches passt. Laura sagt dort:

„Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen.“
– Astrid Lindgren

Dieses Zitat trifft das Lebensgefühl des Pellworm‑Krimis auf den Punkt: entschleunigt, warm, menschlich.

Lesezeichenfees Fazit:

4,5 higgelige Sterne – ein atmosphärischer, nordisch‑gemütlicher Inselkrimi mit sympathischen Figuren und einem spannenden Höhepunkt. Perfekt für Leserinnen und Leser, die es ruhig, stimmungsvoll und herzenswarm mögen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Lesenswert mit spannenden Denkanstößen – Das Kuchenparadox

Das Kuchen-Paradox
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Das Kuchenparadox“ von Tim Hollstein ist ein sehr interessantes Buch rund um Ernährung, Stoffwechsel und Gewohnheiten. Zwar erfindet der Autor das Rad nicht komplett neu, aber er schafft es, bekannte Ansätze ...

Das Kuchenparadox“ von Tim Hollstein ist ein sehr interessantes Buch rund um Ernährung, Stoffwechsel und Gewohnheiten. Zwar erfindet der Autor das Rad nicht komplett neu, aber er schafft es, bekannte Ansätze verständlich zu erklären und mit praktischen Tipps zu verbinden, die sich gut im Alltag umsetzen lassen.

Besonders spannend fand ich das Thema braunes Fett und welche Rolle es beim Energieverbrauch spielen kann. Die Erklärung dazu ist gut nachvollziehbar und regt zum Nachdenken an, wie stark unser Körper eigentlich auf Umweltreize reagiert.

Auch die Kapitel über Kälte und scharfes Essen fand ich super interessant. Spannend war für mich vor allem, dass ich einige dieser Dinge – etwa den Umgang mit Kälte oder scharfem Essen – schon vorher eher instinktiv gemacht habe. Umso überraschender war es, dass viele dieser Gewohnheiten tatsächlich wissenschaftlich erklärt werden können.

Der im Buch vorgestellte Typ-Test war ebenfalls ein Highlight. Ich hatte schon vorher eine ziemlich klare Vermutung, welcher Typ ich sein könnte, und der Test hat meine Einschätzung tatsächlich ziemlich gut bestätigt.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein informatives und unterhaltsames Buch mit vielen interessanten Ansätzen. Auch wenn das Rad hier nicht neu erfunden wird, liefert der Autor verständliche Erklärungen und praktische Tipps, die zum Nachdenken anregen und sich gut in den Alltag integrieren lassen.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Wenn ein vermeintlich kleiner Fall plötzlich große Wellen schlägt

Die Wahrheit ruht im Sempachersee
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In dem Krimi Die Wahrheit ruht im Sempachersee von Monika Mansour begleitet der Leser den Ermittler Cem Cengiz. Nach einem schweren persönlichen Verlust ist er nicht mehr derselbe. Seine Frau, eine Staatsanwältin, ...

In dem Krimi Die Wahrheit ruht im Sempachersee von Monika Mansour begleitet der Leser den Ermittler Cem Cengiz. Nach einem schweren persönlichen Verlust ist er nicht mehr derselbe. Seine Frau, eine Staatsanwältin, ist während einer Ermittlung verschwunden und bis heute nicht wieder aufgetaucht. Seitdem wird er eher zu vermeintlich einfachen Fällen geschickt.
Sein neuer Auftrag führt ihn an den Sempachersee. Dort sorgt ein rätselhaftes Vogelsterben für Aufsehen. Was zunächst nach einem kleinen Umweltfall aussieht, entwickelt sich schnell zu einer deutlich größeren Geschichte rund um einen möglichen Umweltskandal.
Leseeindruck
Am Anfang bin ich ehrlich gesagt nicht richtig mit Kommissar Cem Cengiz und seinem Umfeld warm geworden. Deshalb habe ich das Buch sogar kurz zur Seite gelegt und erst einmal einen anderen Krimi aus dem Emons Verlag gelesen.
Als ich mich dann ein zweites Mal an das Buch gesetzt habe, ging es plötzlich richtig schnell voran. Die Handlung wurde immer rasanter und spannender. An manchen Stellen hätte ich mir allerdings ein Personenverzeichnis gewünscht, da doch einige Figuren vorkommen und man leicht den Überblick verlieren kann.
Zum Ende hin nahm die Spannung enorm zu. Die Highlights hörten gefühlt gar nicht mehr auf und es fiel mir wirklich schwer, das Buch wegzulegen und erst am nächsten Abend weiterzulesen.
Besonders gut gefallen haben mir die aktuellen Themen wie Vogelsterben und Umweltskandal, die in die Geschichte eingebaut wurden. Gleichzeitig spielen auch die persönlichen Probleme des Kommissars eine wichtige Rolle. Die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben, sodass ich sie mir gut vorstellen konnte.
Während des Lesens hatte ich allerdings öfter ein kleines Déjà-vu. Ich hatte immer wieder das Gefühl, eine ähnliche Geschichte schon einmal gelesen zu haben. Der Krimi erinnerte mich stellenweise auch ein wenig an Bücher der Schweizer Autorin Gabriela Kasperski. Da ich seit meiner Kindheit viele Bücher verschlinge, kann das durchaus gut möglich sein, dass ich ein ähnliches Buch gelesen habe.
Was mir außerdem positiv aufgefallen ist: Es gibt in diesem Krimi nicht übermäßig viele Tote – etwas, das ich persönlich angenehm fand.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit
Nach einem etwas holprigen Einstieg hat mich das Buch am Ende doch voll abgeholt. Die Mischung aus spannendem Kriminalfall, aktuellen Umweltproblemen und den persönlichen Herausforderungen des Ermittlers hat mir gut gefallen. Besonders das packende Ende hat mich sehr versöhnt mit der Geschichte.
⭐⭐⭐⭐✨ (4,5 von 5 Sternen)
Auf Seite 60 wurde mir mit dem Wintersalat den Mund wässrig gemacht. Da fehlte mir ein Rezept.
Seite 151 Der Song von Meat Loaf gefiel mir an dieser Stelle sehr gut. (I'd do anything for love)

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Veröffentlicht am 31.01.2026

„Eiskalt, beklemmend, hochspannend – ein starker Grenzfall“

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Grenzfall von Anna Schneider hat mich sofort gepackt. Das Cover ist auffällig und passt perfekt zur Reihe, aber vor allem der Inhalt hat mich beeindruckt. Die Spannung baut sich von Anfang an intensiv ...

Grenzfall von Anna Schneider hat mich sofort gepackt. Das Cover ist auffällig und passt perfekt zur Reihe, aber vor allem der Inhalt hat mich beeindruckt. Die Spannung baut sich von Anfang an intensiv auf, und ich hatte beim Lesen das Gefühl, die Kälte, das schlammige Wasser und die bedrückende Enge des überfluteten Tals direkt vor mir zu sehen. Diese Atmosphäre ist so plastisch beschrieben, dass man fast selbst friert.

Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Besonders das deutsch-österreichische Ermittlerduo Jahn und Krammer — Tochter und Vater — hat mir sehr gefallen. Ihre Beziehung, ihr Vertrauen und die Art, wie sie zusammenarbeiten, geben dem Krimi eine besondere Tiefe. Dazu kommen die vielen einzelnen Geschichten, die Anna Schneider geschickt miteinander verwebt. Nichts wirkt zufällig, alles greift ineinander.

Der Schauplatz selbst fühlt sich fast wie ein abgeschlossener Raum an: ein Tal, abgeschnitten vom Rest der Welt, voller Wasser, Chaos und Gefahr. Und mittendrin die Morde, die Opfer, die Erschöpfung der Retter, die bis an ihre Grenzen gehen. Das war stellenweise richtig gruselig — im besten Sinne. Manchmal hatte ich das Gefühl, selbst Teil des Einsatzteams zu sein, so eindringlich waren die Szenen beschrieben.

Das Sprichwort im Buch: „Bevor ich mich aufrege, ists mir lieber Wurst“ —gefiel mir und passte bei der Szene, insgesamt war es aber in diesem Fall eher ein nervöses Durchatmen angesichts der bedrückenden, beklemmenden Ereignisse, die so real wirkten, dass man fast selbst im Schlamm stand.

Ja, es gab ein paar Längen, aber sie haben der Gesamtwirkung keinen Abbruch getan. Die Spannung bleibt hoch, die Atmosphäre dicht, und die emotionale Wucht der Ereignisse trägt den Roman mühelos über diese kleinen Schwächen hinweg. Für mich sind fünf Sterne absolut gerechtfertigt.

Fazit: Ein intensiver, atmosphärischer Krimi mit starken Figuren, beklemmender Kulisse und einer Handlung, die unter die Haut geht. Fünf Sterne für einen Grenzfall, der lange nachhallt.

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