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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2026

Romance trifft auf Horror

A Killer Crush
1

Jamie Prescott, absolute Filmliebhaberin, geht mit ihrer besten Freundin zum Speed-Dating in einen Club. Die Erwartung ist, dass die beiden einen unterhaltsamen Abend haben und anschließend witzige Geschichten ...

Jamie Prescott, absolute Filmliebhaberin, geht mit ihrer besten Freundin zum Speed-Dating in einen Club. Die Erwartung ist, dass die beiden einen unterhaltsamen Abend haben und anschließend witzige Geschichten zu erzählen haben. Womit sie gar nicht gerechnet haben: Nach wenigen Dating-Durchläufen geht plötzlich das Licht aus und mit dem es wieder angeht, ist Jamies Datingpartner tot. Wer auch immer ihn erstochen hat, muss im Raum sein und Panik bricht unter den Teilnehmer*innen aus. Die weitere Challenge: Aus dem verwinkelten Club finden ohne dem Mörder in die Arme zu laufen - und herausfinden, bei wem es sich darum handelt. Die Gruppe teit sich in kleinere Grüppchen auf, um einen Ausgang zu finden und was dann folgt, ist die verzweifelte Suche nach einem Ausgang, einem ewigen Versteckspiel und diversen grausamen Leichenfunden. Und zwischen alldem bandelt Jamie tatsächlich mit einem der Männer an.

Für mich war der Genremix aus Romance und Horror neu. Da ich jedoch gerne Thriller lese, war ich gespannt und mochte gerade die ersten Kapitel sehr. Während der Ausgangssuche jedoch war mir das Tempo zu langsam, es gab einige Wiederholungen und ich konnte den Beschreibungen der jeweiligen Gänge und Ränge auch nicht ganz folgen. Shailee Thompson schreibt flüssig und locker, gerade Jamie hat sie einiges an Humor zukommen lassen und teilweise mochte ich die Dynamiken zwischen den Figuren.
Was den love interest angeht, fand ich die ein oder andere Szene jedoch unglaubwürdig und konnte auch einige Handlungen nicht nachvollziehen. Was die Vermutungen hinsichtlich der Morde angeht, habe ich immer wieder neue Spuren gesucht, weitere Theorien aufgestellt, wieder verworfen und habe mich gefragt, wie vorhersehbar es wohl aufgelöst wird.
Insgesamt hat "A Killer Crush mir spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 08.03.2026

Fesselnder Kriminalroman

Wem du traust
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Eva lebt mit ihrem Mann Daniel und ihrem fünfjährigen Sohn Linus ein scheinbar perfektes und sehr geordnetes Leben in einer Reihenhaussiedlung am Stadtrand. Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin ...

Eva lebt mit ihrem Mann Daniel und ihrem fünfjährigen Sohn Linus ein scheinbar perfektes und sehr geordnetes Leben in einer Reihenhaussiedlung am Stadtrand. Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, babysittet dort gelegentlich. Da Susanne und Sofia vor kurzem zu Susannes neuem Freund gezogen sind, fährt Daniel sie nach dem Babysitting zurück in die neue Wohnung. Doch am nächsten Morgen ist ihr Bett leer - Sofia ist verschwunden. Als ihr blutbefleckter Pullover auftaucht, starten die Ermittlungen durch Heidi Westphal und Eva muss sich fragen, ob sie ihrem Mann Daniel trauen kann und er wirklich nichts mit Sofias Verschwinden zu tun hat.

Petra Johann hat mit "Wem du traust" einen spannenden und fesselnden Kriminalroman mit ganz unterschiedlichen Figuren geschrieben. Jede davon bekommt den Platz, dass sich die Leserinnen ein Bild machen können, jede Beziehung einordnen und Thesen aufstellen kann, was mit Sofia passiert ist und wer inwiefern involviert ist. Während des Lesens habe ich meine Theorien immer wieder erneuert, angepasst, über den Haufen geworfen und neu geordnet, da einige Entwicklungen unvorhergesehen für mich waren und ich bis zum Ende nicht sicher war, ob ich auf der richtigen Spur war.
Mir gefiel dier ruhige Schreibstil, der Raum für Entfaltung bot, und einen stetig wachsenden Spannungsbogen aufbaute, sehr gut. Interessant und authentisch fand ich darüber hinaus die familiären Konflikte und die verarbeiteten Themen von Freund
innenschaften und Vertrauen, die durchgehend eine Rolle spielten.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Verhängnisvolle Dreierkonstellation

Spielverderberin
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Lotte und Sophie kennen sich seit sie Kinder sind, denn sie sind in derselben Bauernschaft in Aulbach im Süthland großgeworden und so enge Freundinnen geworden. In der Oberstufe stößt dann Romy, die unkonventionelle, ...

Lotte und Sophie kennen sich seit sie Kinder sind, denn sie sind in derselben Bauernschaft in Aulbach im Süthland großgeworden und so enge Freundinnen geworden. In der Oberstufe stößt dann Romy, die unkonventionelle, coole Schülerin aus München dazu und verbringt vor allem Zeit mit Lotte. Nach einiger Zeit freundet sie sich auch mit Sophie an und ist vor allem interessant und aufregend.
Marie Menke schreibt über die Freundschaft auf zwei Zeitebenen und überlässt Sophie als Ich-Erzählerin die Bühne. Schnell wird klar, dass es irgendein Geheimnis und ein großes Problem innerhalb dieser Dreierkonstellation gab und gibt.
Erzählt wird einerseits in der Gegenwart, zu Studienzeiten, und andererseits in der Vergangenheit von der Schulzeit. So erfahren die Leser*innen bruchstückhaft, was die Freundschaften bestimmt hat, wie die drei ihre Zeit miteinander verbracht haben und im Laufe des Buches auf, wie die drei zueinander standen. Allerdings schwingt hier das meiste zwischen den Zeilen mit. Was einst in der verhängnisvollen Nacht passiert ist, erfahren wir recht spät.

Ich mochte die Art und Weise sowie den Ton, in dem Marie Menke schreibt. Die Freundschaft der drei Mädchen bzw. jungen Frauen wirkt obsessiv, kontrollierend und vor allem unsicher und instabil. Über Lotte erfahren wir am wengisten, doch im Grunde blieben alle drei Figuren sehr distanziert für mich. Die Kipppunkte sind jedoch klar spürbar und beklemmend.

Ein intensiver Roman, der die Faszination und die Belastung einer Freundschaft zwischen sehr unterschiedlichen jugen Frauen thematisiert.

Veröffentlicht am 04.02.2026

Humorvoller Krimi

Bella Barks' letztes Like
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Leo Escher war mal ein erfolgreicher YouTuber und hat angehende Influencerinnen gecoacht. Darunter auch Isabella, mittlerweile bekannt als Petfluencerin Bella Barks, die sehr erfolgreich ist. Sie lädt ...

Leo Escher war mal ein erfolgreicher YouTuber und hat angehende Influencerinnen gecoacht. Darunter auch Isabella, mittlerweile bekannt als Petfluencerin Bella Barks, die sehr erfolgreich ist. Sie lädt zu einem Launch in einem abgelegenen Hotel ein, zu dem Leo anreist. Kurz nach der Anreise hat er die Möglichkeit für ein kurzes Gespräch mit Isabella, das ihn stutzig werden lässt. Am Abend des großen Launches wird Bella tot auf der Bühne gefunden - es war ein allergischer Schock. Leo kommt das merkwürdig vor, er glaubt an einen kaltblütigen Mord und beginnt zu ermitteln. Plötzlich sind alle verdächtig: Bellas Manager, ihr Freund, die anderen Influencerinnen und vielleicht sogar das Hotelpersonal?

Michael Buchinger schreibt humorvoll, kurzweilig und hat mit Leo einen sympathischen und gelassenen Protagonisten geschaffen. Ich habe die Vorkommnisse sehr gern verfolgt, war gespannt auf die Gespräche, Leos Ermittlung und die Verstrickungen während des Wochenendes. Auf den ersten Blick ist nichts, wie es scheint, was den Leser*innen immer klarer wird.

Ein humorvoller Krimi, der mir unbeschwerte und unterhaltsame Lesestunden beschert hat.

Veröffentlicht am 30.01.2026

Roman über Selbstermächtigung

Ein Herz aus Papier und Sternen
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Pip ist als Jugendliche von ihrer Jugendliebe Jamie schwanger geworden. Jamie wurde von seinen Eltern aus dem Land und aus Pips Leben gedrängt. Pip bleibt mit ihrer Tochter Bella bei ihren Eltern ...

Pip ist als Jugendliche von ihrer Jugendliebe Jamie schwanger geworden. Jamie wurde von seinen Eltern aus dem Land und aus Pips Leben gedrängt. Pip bleibt mit ihrer Tochter Bella bei ihren Eltern leben. Pips Mutter gibt zuhause den Ton an und herrscht über die 32-jährige Pip und die Teenagerin Bella sowie über ihren Ehemann. Alles muss sich nach ihr richten. Pip würde gern auf eigenen Beinen stehen, ihre Tochter großziehen und sich nicht für immer wie ein Kind fühlen müssen, zumal sie gar keine Mutter für Bella sein kann, sondern vielmehr als ihre Schwester behandelt wird und stattdessen ihre Mutter die Mutterrolle für Bella einnimmt. Schafft Pip es, sich selbst zu behaupten, sich selbst zu ermächtigen und aus ihrem Elternhaus auszubrechen?

Cecelia Ahern erzählt sanft und langsam von Pips Alltag in der Tankstelle, ihren Unsicherheiten, ihrer Liebe zu Bella, der Kontrolle und Macht ihrer Mutter sowie den Träumen, unabhängig zu sein und ihre eigenen Wünsche zu verfolgen.
Stattdessen wird sie kleingehalten, macht sich selbst klein und steckt zurück. Ihr einziger Zufluchtsort sind die filigranen Origami-Kunstwerke, die sie anfertigt und gut versteckt.
Als sie sich mit einem Astronom der örtlichen Sternwarte anfreundet, lernt sie nicht nur neue Aspekte in der Welt, sondern auch neue Seiten an sich selbst kennen. Sie lernt, zu den Sternen zu Blicken, ihre eigene Perspektive zu verlagen und einen neuen, erweiterten Blick auf die Welt zu bekommen.
Pips Mut, ihre persönliche Entwicklung, die Abhängigkeit von ihrer Mutter, all die negativen Erfahrungen, die Bevormundung und Grenzüberschreitungen, die sie erlebt, werden Kapitel für Kapitel entblättert und entfalten ihre Wirkung. Es hat mir Freude bereitet, Pip dabei zuzusehen, wie sie über sich selbst hinauswächst und für sich selbst einsteht.
Ein sanfter und bewegender Roman von Cecelia Ahern.