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Veröffentlicht am 11.06.2026

Spannender Auftakt der Honigfrauen-Saga

Die Honigfrauen - Ein Sturm zieht auf
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Bergisches Land - Elberfeld an der Wupper, Frühjahr 1910:
Irma ist eine junge Frau von 20 Jahren. Ihre Eltern sind jung verstorben. Sie lebt bei ihren Großeltern Ludwig und Auguste und wächst dort wohlbehütet ...

Bergisches Land - Elberfeld an der Wupper, Frühjahr 1910:
Irma ist eine junge Frau von 20 Jahren. Ihre Eltern sind jung verstorben. Sie lebt bei ihren Großeltern Ludwig und Auguste und wächst dort wohlbehütet auf. Alle drei leben von einer kleinen Konditorei. Ludwig ist Konditor und sehr erfolgreich mit seinen eigenen Kreationen. Als er nun eines Tages plötzlich und unerwartet verstirbt, verändert sich das Leben für Irma und Auguste abrupt. Ludwig hatte Geheimnisse, die Irma nie für möglich gehalten hat. Doch auch Auguste hat nicht alles erzählt, wie Irma irgendwann schmerzhaft erfahren muss ...
Seit Kindertagen ist Eugen, der Buchhalter der Familie für Irma ein treuer Freund und Wegbegleiter, an ihrer Seite. Als Arno Kuhn, der attraktive Sohn der stadtbekannten und erfolgreichen Cafe`s Kuhn um Irma wirbt, fühlt sie sich geschmeichelt und zu ihm hingezogen. Arno ist Eugen ein Dorn im Auge und Irma zwischen ihren Gefühlen hin- und hergerissen ...
Das Cover passt gut zum Inhalt der Geschichte. Ich stelle mir vor wie Irma, die Hauptprotagonisten, im Garten des Landgasthofs verweilt. Der Titel des Buches im Reliefdruck veredelt das Cover noch zusätzlich.
Eine Liste der mitwirkenden Protagonisten, sogar mit Altersangabe, ist hilfreich und sehr interessant am Ende des Buches angefügt.
Die Autorin hat das Gesellschaftsbild aus der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts wunderbar eingefangen.
Die Protagonisten sind authentisch dargestellt und entwickeln sich während der Geschichte weiter. Besonders Irma legt ihre behütete Kindheit ab, fängt an die Welt mit anderen Augen zu sehen und Dinge zu hinterfragen. Man spürt die Emotionen beim Lesen. In wechselnden Perspektiven wird die Geschichte zwischen den drei Honigfrauen erzählt.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Es handelt sich um eine fantastische und kurzweilige Familiengeschichte, die spannend und fesselnd geschrieben ist.
Mit Spannung warte ich auf den zweiten Band. Ich empfehle das Buch jedem, der historische Familiengeschichten mag.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Mutsch macht Urlaub …

Pina fällt aus
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Ein Vier-Parteien-Haus in Wuppertal. Dort lebt Pina mit Leo, ihrem autistischen 20-jährigem Sohn. Als Pina zusammenbricht und eine Weile ausfällt, schließt sich die Hausgemeinschaft, die sich vorher kaum ...

Ein Vier-Parteien-Haus in Wuppertal. Dort lebt Pina mit Leo, ihrem autistischen 20-jährigem Sohn. Als Pina zusammenbricht und eine Weile ausfällt, schließt sich die Hausgemeinschaft, die sich vorher kaum kannte, unerwartet zusammen. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen .. und doch bringt sich jeder am Ende auf seine eigene Art und Weise ein. Auf einmal wird ihnen bewusst, dass sie auch von Leo etwas lernen können … Drei Vögel für Leo …
Die Idee zu der Geschichte ist schön. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Hausbewohner sind authentisch beschrieben. Ich konnte mir alles bildhaft vorstellen. Das Ende ist sehr offen geblieben. Gerne hätte ich gewusst wie es mit Leo nun weitergeht. Eine schöner und berührender Roman.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Mut um hinzusehen

Kleine Dinge wie diese
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Irland, Winter 1985: In der Kleinstadt New Ross steht ein Kloster, in dem es auch eine Wäscherei gibt. Die Bewohner des Ortes lassen dort ihre Wäsche säubern. Laut Gerücht sollen dort moralisch fragwürdige ...

Irland, Winter 1985: In der Kleinstadt New Ross steht ein Kloster, in dem es auch eine Wäscherei gibt. Die Bewohner des Ortes lassen dort ihre Wäsche säubern. Laut Gerücht sollen dort moralisch fragwürdige Mädchen wohnen, die dort Buße tun und von früh bis spät die Schmutzwäsche waschen. Die neugeborenen Babys der Mädchen sollen ins Ausland verkauft werden.
Bill Furlong ist Kohlenhändler. Durch Zufall macht er eines Tages im Kohleschuppen des Klosters eine zutiefst verstörende Entdeckung, die ihn nicht mehr los lässt und in Gewissenskonflikte bringt. Er hat Leid gesehen und kommt nicht mehr zur Ruhe. Seine Töchter besuchen die angesehene Internatsschule und die Nonnen sind einflussreich. Wie soll er sich entscheiden?
Der Schreibstil ist leicht und ich konnte mir alles bildhaft vorstellen. Es handelt sich um eine berührende Geschichte. Der Text macht nachdenklich, wie schnell weggeschaut wird.
Das Buch hat mir gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Ich empfehle diese Lektüre gerne weiter.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Flüssig und spannend geschrieben

Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku’damm
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Bei einem Überfall im Januar 1936 wird ein Geldbote tödlich verletzt. Kommissar Gennat übernimmt die Ermittlungen. Unterstützt wird er wieder einmal von Max Kaminski, der aufgrund seiner jüdischen Herkunft ...

Bei einem Überfall im Januar 1936 wird ein Geldbote tödlich verletzt. Kommissar Gennat übernimmt die Ermittlungen. Unterstützt wird er wieder einmal von Max Kaminski, der aufgrund seiner jüdischen Herkunft nicht mehr als Reporter arbeiten darf. Die Fahndung nach den Tätern, die auf der Suche nach ärztlicher Hilfe in der Stadt untergetaucht sind, erweist sich als brisantes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem erst Kaminskis Frau Lissy die Ermittler letztlich auf die richtige Spur bringt. (Klappentext)
Der Druck für Kommissar Gennat ist hoch. Der Fall spielt kurz vor den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen. Die NSDAP möchte ein makelloses Deutschland präsentieren. Sogar die Schilder „Für Juden Verboten“ wurden von Park-Bänken entfernt.
Ich habe gut in die Geschichte hineingefunden. Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und flüssig. Dieser Roman ist interessant und spannend.
Bei den Gennat-Krimis von Regina Stürickow handelt es sich um authentische Fälle für die die Autorin sehr viel Recherchen betreibt. Durch die Nachforschungen fließen auch historische Fakten mit ein. Der Einblick ins das Berlin der 1930er Jahre hat mir gut gefallen. Für dieses Buch vergebe ich gerne eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Themen die nie alt werden

Andorra
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Die Geschichte erzählt von dem imaginären Ort Andorra. Die Menschen, die dort leben, meinen gute Menschen zu sein, „Alle Andorrer sind gute Menschen“. Auch Andri wohnt in diesem Ort, bei seinen Pflegeeltern, ...

Die Geschichte erzählt von dem imaginären Ort Andorra. Die Menschen, die dort leben, meinen gute Menschen zu sein, „Alle Andorrer sind gute Menschen“. Auch Andri wohnt in diesem Ort, bei seinen Pflegeeltern, dem Lehrer und seiner Frau. Der Lehrer hat ihn als Baby mit in den Ort gebracht und den Bewohnern von Andorra erzählt, er habe ihn aus dem Nachbarort vor den Schwarzen (Die Bösen, die Armee, die Soldaten) gerettet, die Juden umbringen. In Wahrheit handelt es sich dabei um das leibliche Kind des Lehrers und einer Senora aus dem Nachbarort. Andri hat immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen, je älter er wird, desto schlimmer wird es. Bis er dann selber fest daran glaubt, und meint die vorverurteilten Charaktereigenschaften eines Juden an sich festzustellen.
Inzwischen ist er erwachsen, 20 Jahre alt und möchte Tischler werden. Außerdem hat er ein Verhältnis mit Barblin, der Tochter des Lehrers und seiner Frau. Andri hält um die Hand von Barblin an, doch der Lehrer verweigert sie ihm. Deshalb ist Andri am Boden zerstört, denn er kennt die Wahrheit nicht, das Barblin und er Halbgeschwister sind. Er glaubt seine Juden-Herkunft sei der Grund.
Als die Situation sich zuspitzt, und sogar ein Mord im Ort passiert, will der Lehrer Andri unbedingt als seinen Sohn akzeptieren, auch bei den Dorfbewohnern. Er will die Wahrheit erzählen und verbreiten, doch es wird ihm nicht mehr geglaubt. Es ist zu spät …
Andorra ist als Theaterstück in zwölf Bildern geschrieben. Es hat mir gefallen ein Buch als Theaterstück zu lesen. Die Inszenierung konnte ich mir bildhaft vorstellen.
Nur die Zeitsprünge waren etwas irritierend.
Themen wie Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Rassenvorurteile, so wie auch Vorurteile im allgemeinen sind hier sehr gut beschrieben. Die Geschichte macht nachdenklich, wie schnell jemand von der Gesellschaft verurteilt wird, wenn er nicht in eine bestimmte Schublade passt, dann muss man eben eine andere Schublade finden …
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Ich empfehle diese Lektüre gerne weiter.

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