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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2026

Für ältere Kinder sehr toll

Exoplaneten
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Was an diesem Buch sofort ins Auge springt, ist definitiv seine Aufmachung, die kräftigen Farben, Goldverzierungen auf dem Cover und ein sehr ansprechender Illustrationsstil- wirklich toll. Nicht nur Kinder ...

Was an diesem Buch sofort ins Auge springt, ist definitiv seine Aufmachung, die kräftigen Farben, Goldverzierungen auf dem Cover und ein sehr ansprechender Illustrationsstil- wirklich toll. Nicht nur Kinder werden dies lieben. Aber auch inhaltlich hat dieses Buch einiges zu bieten.
Bevor es zu den Exoplaneten geht, werden kurz nochmal Grundlagen der Astronomie zusammengefasst und Forschungsmethoden vorgestellt. Letztere sind für Kinder ohne naturwissenschaftliche Vorkenntnisse aber nur schwer zu verstehen, interessant davon zu lesen ist es dennoch.
Und dann geht’s los, hinein ins Weltall. Nun erfährt man welche Arten von Exoplaneten es gibt, was sie ausmacht und welche Vertreter dieser Klassen man bereits entdeckt hat. Das ist schon sehr beeindruckend. Und die farbliche Darstellung ist dazu noch ein echter Augenschmaus. Was dabei fast untergeht, aber uns richtig gut gefiel, ist die Entfernungsskala am unteren Bildrand, die nochmal verdeutlichte von welchen unbegreiflichen großen Entfernungen wir hier reden. Schaut euch das bitte unbedingt auch an.

Ein tolles und sehr informatives Buch, aber eines, das logisches Denken und einen gewissen Grad an naturwissenschaftlichem Wissen benötigt. Daher empfehle ich es eher für ältere Kinder. Mit 10 Jahren hatte meine Tochter, obwohl am Thema recht interessiert, doch hin und wieder noch etwas Probleme damit.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Ein Stück Menschheitsgeschichte

Der rätselhafte Verwandte aus der Eiszeit
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Warum habe ich diese Reihe eigentlich nicht früher entdeckt? Zwischenzeitlich gibt es von ‚Dusty Diggers‘ bereits sieben Bücher und alle klingen so toll, dass eigentlich jetzt schon feststeht, dass ich ...


Warum habe ich diese Reihe eigentlich nicht früher entdeckt? Zwischenzeitlich gibt es von ‚Dusty Diggers‘ bereits sieben Bücher und alle klingen so toll, dass eigentlich jetzt schon feststeht, dass ich für meine Familie noch weitere Bände holen werde.

Aber zurück zum aktuellen Neandertaler-Band: dieses ist unabhängig von anderen zu lesen und beschreibt die Auffindesituation des ersten Homo Neandertalensis und die darauf folgende Zeit des Rätselratens um dessen Einordnung. Ich fand das sehr spannend, denn es ist eine Geschichte, mit der ich mich bis heute nie näher befasst habe. Man merkt darin deutlich wie anders der damalige Wissensstand war und was sich seither alles verändert hat. Dies belegen auch die neueren Forschungsmethoden, die gegen Ende des Buchs noch vorgestellt werden. Die Kinder, die im Buch als Zeichnung abgebildet wurden, sind jedoch nicht Teil der eigentlichen Handlung, sondern eher so etwas wie Zuschauer und von ihrer Rolle, dem lesenden Kind ähnlich. Sie wirken wie eine Art Bindeglied und lassen das Geschehen greifbarer erscheinen.
Sprachlich und inhaltlich wurde die Geschichte gut an die Zielgruppe angepasst. Aber auch die zwischendrin auftauchenden Personenregister, die einem Szenenwechsel vorweg gestellt sind, zeugen davon, wie sehr darauf geachtet wurde, dass Kinder mit diesem Buch sich gut zurecht kommen und verstehen was es vermitteln möchte- ein reales Stück Geschichte und die Darstellung des Neandertalers als gleichwertigen Menschen.
Sehr zu empfehlen, dieses Buch!

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Familienbande

Flora Magica (Band 3) - Die Macht der Weltenweide
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Wer denkt, Pflanzen wären langweilig, liegt gehörig falsch! Das gilt für das echte Leben, aber noch viel mehr für diese Reihe in der Fiktion und Wirklichkeit zu verschwimmen beginnen, alte Aufzeichnungen ...

Wer denkt, Pflanzen wären langweilig, liegt gehörig falsch! Das gilt für das echte Leben, aber noch viel mehr für diese Reihe in der Fiktion und Wirklichkeit zu verschwimmen beginnen, alte Aufzeichnungen von Pflanzenwissen berichten und eine faszinierende Magie das Anwesen der Cunabulas umgibt.

Vom Wunsch beseelt ihrer Mutter zu helfen, begeben sich Tierra und Sol auf eine Suche, die sie bis nach London führen wird. Doch auch zu Hause in der Villa regt sich einiges. Nox scheint es nicht gut zu gehen und auch die unvollständigen Aufzeichnungen von Flora stellen die Kinder vor ein Rätsel.

Wieder einmal war ich ganz gefangen von der Magie dieses Buchs, seiner märchenhaft entrückten Atmosphäre, genauso wie von den, in der Handlung enthaltenen Thematiken, die von familiären Banden erzählen, aber auch wahre Informationen über Botanik, Pharmazie und medizinische Geschichte enthalten. Selbst eine moralische Frage hielt noch Einzug.

Lange wusste ich nicht, wohin die Handlung führen wird. Die grobe Richtung war zwar klar, doch gleichzeitig waren da noch so viele Rätsel offen, die sich auch erst gegen Ende schlüssig schließen ließen. Ein Ereignis, aber glich einer Situation aus Band 2 und ließ die Kinder leider erneut eine Grenze überschreiten. Einmal fand ich diese Herangehensweise okay, beim zweiten Mal hätte ich mir durchaus auch mal eine andere gewünscht. Nichts desto trotz fügte sich auch hier die Situation wieder schön in die Handlung ein, sorgte für Spannung und verfehlte ihr Ziel auch nicht.
Vom Schluss dagegen war ich wieder sehr begeistert. Dieser schaffte es die Vorkommnisse noch deutlich zu vertiefen und machte mir zwei der Charaktere greifbarer.


Alles in allem fand ich auch dieses Band richtig gut. Meine geäußerte Kritik bezog sich nur auf eine einzige Stelle im Buch die von meinen Kindern selbst auch nicht als negativ wahrgenommen wurde. Eine Leseempfehlung spreche ich daher trotzdem aus. Lasst doch auch ihr euch ein letztes Mal von der Magie dieser Reihe verzaubern!

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Bitte alles einsteigen

#PurpleVibes
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Für Lynn sind die Öffis ein Graus. Was genau vorgefallen ist, dass sie jetzt nicht mehr in der Lage ist einzusteigen, wird nur am Rande erwähnt. Doch, dass es sie einschränkt und belastet, das wird trotzdem ...

Für Lynn sind die Öffis ein Graus. Was genau vorgefallen ist, dass sie jetzt nicht mehr in der Lage ist einzusteigen, wird nur am Rande erwähnt. Doch, dass es sie einschränkt und belastet, das wird trotzdem rasch klar. Aus ‚therapeutischen Gründen‘ besucht Lynn daher irgendwann regelmäßig die Haltestelle. Und just hier, an einem Ort, wo Lynn sich so unwohl fühlt, da trifft sie auf ein Mädchen- Purple- und ist fasziniert. Fasziniert von ihren Haaren und fasziniert von ihrem Auftreten. Im Gegensatz zu ihr scheint dieses Mädchen völlig unerschrocken. Und doch ist sie auch empathisch. Sie nimmt Lynn an wie sie ist und macht aus ihrer Angst keinen Elefanten.

Mir hat dieses Buch enorm gut gefallen. Es ist ein Buch, dass sich eigentlich an jüngere Leser richtet, aber auch ich hatte Spaß daran es zu lesen. Die Geschichte an sich ist rasch erzählt und wartet jetzt nicht gerade mit krassen Twists auf, dafür aber ist sie ruhig und berührend. Trotz der Thematik lies sich das Buch leicht und flüssig und punktet auch sehr mit seine authentische Erzählweise. Purple bleibt lange irgendwie mystisch und bewusst nicht gut greifbar, was sie zu einem sehr interessanten Charakter werden lässt. Lynn aber gefiel mir auch sehr gut. Sie ist anfangs noch gefangen in alten Verhaltensmustern, die Erlebnisse mit Purple aber setzen etwas in ihr in Gang. Und mitzuerleben, wie sie sich dabei verändert und reift ist sehr schön.

Definitiv lesenswert, diese lila Haltestellenstory mit Kaugummi, Teddy und Herz.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Minitags

Das Signal
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Ursula Poznanskis Bücher sind und bleiben für mich doch immer wieder ein Highlight. Sie schreibt ungemein fesselnd und bildlich. Die von ihr auch hier genutzte Ich-Perspektive hält den Leser auf dem selben ...

Ursula Poznanskis Bücher sind und bleiben für mich doch immer wieder ein Highlight. Sie schreibt ungemein fesselnd und bildlich. Die von ihr auch hier genutzte Ich-Perspektive hält den Leser auf dem selben Wissensstand wie die Protagonistin Viola und erzeugt dadurch eine schöne Spannung. Gleichzeitig ermöglicht es einem aber auch tief in Violas Welt einzutauchen. Ihre Gedankengänge und Handlungen lenken den Leser selbst emotional ganz gut und veranlassen einen bereits früh Adams Motivation zu hinterfragen. Violas Schlussfolgerungen wirken zur Mitte hin dann aber doch etwas schleppend. Es dauert einfach ein bisschen, bis meine Vermutungen als Leser auch bei ihr ankamen und sie sie entsprechend in ihren Überlegungen aufnahm. Auch fußt die ganze Handlung auf einen Gedächtnisverlust, der erstaunlich wenig hinterfragt wurde und dessen Existenz selbst Viola trotz ihrer Nachforschungen kaum zu bekümmern schien. Dies und auch eine Begebenheit gegen Ende wirkte auf mich leider doch etwas konstruiert. Lesefreude und Spannung büßte ich dadurch aber nicht ein. Der Spannungsbogen stieg zu Anfang rasch auf ein angenehmes Niveau, sank zur Mitte, dank einiger Längen, etwas ab um dann aber nochmals deutlich an Höhe zu gewinnen. Dem Ende wurde im Vergleich zur restlichen Handlung etwas weniger Zeit gewidmet, inhaltlich war aber auch der Schluss hervorragend und mit unvorhergesehenen, aber passenden Twists belegt.

Daher eine klare Leseempfehlung meinerseits. Auch wenn dieser Thriller weit weniger technikaffin oder zukunftsorientiert war, als ich dachte. Blutig oder grausam wird es nicht. Es sind mehr die Geheimnisse und das Verborgene, was fasziniert und für Atmosphäre sorgt.

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