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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2024

Einzigartig

Starling House
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Dieses Buch hat mich begeistert und frustriert, mich lange im Ungewissen gelassen um mich letztendlich mit seiner Mystik zu begeistern. Es übte auf mich eine Faszination aus, die auch noch lang nach der ...

Dieses Buch hat mich begeistert und frustriert, mich lange im Ungewissen gelassen um mich letztendlich mit seiner Mystik zu begeistern. Es übte auf mich eine Faszination aus, die auch noch lang nach der Lektüre nachzuschwingen scheint. Dennoch war ich anfangs versucht dieses Buch abzubrechen. Ich kam mit dem Gefühl der Unwissenheit nicht klar und konnte das Geschehen nicht greifen. Als wäre es Nebel, der sich nicht zu lichten vermag. Doch dies änderte sich mit der Klärung der ersten Rätsel derart, dass es mir fortan schwerfiel dieses Buch aus der Hand zu legen. Opal ist ein sehr faszinierender Charakter. Wirkt sie in ihrer Sprache recht distanziert und teilweise plump, so denkt sie erstaunlich wortgewandt. Selbst ihre Moralvorstellungen sind nur schwer miteinander vereinbar und dadurch höchst interessant und unvorhersehbar. Eine tolle Kombination, die der Handlung eine besondere Note gab. Doch am meisten beeindruckte mich die Mystik, welche das Haus umgab, die Geschichte der Starlings und die Existenz der Bestien. Etwas derartiges hatte ich bis dato definitiv noch nie gelesen. Wow!

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Alles eine Frage der Perspektive

Von Angesicht zu Angesicht
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„Möge dieses funkelnde Plädoyer für die Schönheit der Insekten möglichst viele Herzen öffnen, denn wir schützen nur das, was wir schätzen.“

Und mein Herz wurde geöffnet- weit sogar! Die in diesem Buch ...

„Möge dieses funkelnde Plädoyer für die Schönheit der Insekten möglichst viele Herzen öffnen, denn wir schützen nur das, was wir schätzen.“

Und mein Herz wurde geöffnet- weit sogar! Die in diesem Buch vorgestellten Insekten sind durch die Bank weg heimische und wahre Schmuckstücke, welche dank ausgefeilter Makro- und Mikrofotografie auf eine sehr beeindruckende und ästhetische Art in Szene gesetzt wurden. Wobei der Titel hier keine leere Floskel blieb. Ja, tatsächlich blickt man nicht wenigen der Tiere hier zum aller ersten Mal direkt ins Gesicht. Und man staunt unweigerlich. Auch über wundervolle Detailaufnahmen und Text begleitend eingesetzten Infografiken, welche mit dem hierzulande üblichen negativen Bild dieser Wesen aufräumen.
So erfährt man in diesem Buch auch über die Fähigkeiten von Insekten und ihren Eigenarten, wie sie eingruppiert werden und lernt Vertreter der jeweiligen Ordnung kennen. Von Käfer über Schmetterling und Motte, Fliege, Wespe bis zu Libelle- die Auswahl ist wirklich großartig. Nur Ameisen habe ich etwas vermisst.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Bitte alles einsteigen

#PurpleVibes
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Für Lynn sind die Öffis ein Graus. Was genau vorgefallen ist, dass sie jetzt nicht mehr in der Lage ist einzusteigen, wird nur am Rande erwähnt. Doch, dass es sie einschränkt und belastet, das wird trotzdem ...

Für Lynn sind die Öffis ein Graus. Was genau vorgefallen ist, dass sie jetzt nicht mehr in der Lage ist einzusteigen, wird nur am Rande erwähnt. Doch, dass es sie einschränkt und belastet, das wird trotzdem rasch klar. Aus ‚therapeutischen Gründen‘ besucht Lynn daher irgendwann regelmäßig die Haltestelle. Und just hier, an einem Ort, wo Lynn sich so unwohl fühlt, da trifft sie auf ein Mädchen- Purple- und ist fasziniert. Fasziniert von ihren Haaren und fasziniert von ihrem Auftreten. Im Gegensatz zu ihr scheint dieses Mädchen völlig unerschrocken. Und doch ist sie auch empathisch. Sie nimmt Lynn an wie sie ist und macht aus ihrer Angst keinen Elefanten.

Mir hat dieses Buch enorm gut gefallen. Es ist ein Buch, dass sich eigentlich an jüngere Leser richtet, aber auch ich hatte Spaß daran es zu lesen. Die Geschichte an sich ist rasch erzählt und wartet jetzt nicht gerade mit krassen Twists auf, dafür aber ist sie ruhig und berührend. Trotz der Thematik lies sich das Buch leicht und flüssig und punktet auch sehr mit seine authentische Erzählweise. Purple bleibt lange irgendwie mystisch und bewusst nicht gut greifbar, was sie zu einem sehr interessanten Charakter werden lässt. Lynn aber gefiel mir auch sehr gut. Sie ist anfangs noch gefangen in alten Verhaltensmustern, die Erlebnisse mit Purple aber setzen etwas in ihr in Gang. Und mitzuerleben, wie sie sich dabei verändert und reift ist sehr schön.

Definitiv lesenswert, diese lila Haltestellenstory mit Kaugummi, Teddy und Herz.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Minitags

Das Signal
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Ursula Poznanskis Bücher sind und bleiben für mich doch immer wieder ein Highlight. Sie schreibt ungemein fesselnd und bildlich. Die von ihr auch hier genutzte Ich-Perspektive hält den Leser auf dem selben ...

Ursula Poznanskis Bücher sind und bleiben für mich doch immer wieder ein Highlight. Sie schreibt ungemein fesselnd und bildlich. Die von ihr auch hier genutzte Ich-Perspektive hält den Leser auf dem selben Wissensstand wie die Protagonistin Viola und erzeugt dadurch eine schöne Spannung. Gleichzeitig ermöglicht es einem aber auch tief in Violas Welt einzutauchen. Ihre Gedankengänge und Handlungen lenken den Leser selbst emotional ganz gut und veranlassen einen bereits früh Adams Motivation zu hinterfragen. Violas Schlussfolgerungen wirken zur Mitte hin dann aber doch etwas schleppend. Es dauert einfach ein bisschen, bis meine Vermutungen als Leser auch bei ihr ankamen und sie sie entsprechend in ihren Überlegungen aufnahm. Auch fußt die ganze Handlung auf einen Gedächtnisverlust, der erstaunlich wenig hinterfragt wurde und dessen Existenz selbst Viola trotz ihrer Nachforschungen kaum zu bekümmern schien. Dies und auch eine Begebenheit gegen Ende wirkte auf mich leider doch etwas konstruiert. Lesefreude und Spannung büßte ich dadurch aber nicht ein. Der Spannungsbogen stieg zu Anfang rasch auf ein angenehmes Niveau, sank zur Mitte, dank einiger Längen, etwas ab um dann aber nochmals deutlich an Höhe zu gewinnen. Dem Ende wurde im Vergleich zur restlichen Handlung etwas weniger Zeit gewidmet, inhaltlich war aber auch der Schluss hervorragend und mit unvorhergesehenen, aber passenden Twists belegt.

Daher eine klare Leseempfehlung meinerseits. Auch wenn dieser Thriller weit weniger technikaffin oder zukunftsorientiert war, als ich dachte. Blutig oder grausam wird es nicht. Es sind mehr die Geheimnisse und das Verborgene, was fasziniert und für Atmosphäre sorgt.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Super Einstiegsdroge

Romeo und Julia
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Das Konzept dieses Buches geht definitiv auf! Es holt mit dem Format der Graphic Novel auch junge Leser mit ins Boot, macht aber durch zahlreiche Infos zu ‚Romeo und Julia‘ sowie zum Leben Shakespeares ...

Das Konzept dieses Buches geht definitiv auf! Es holt mit dem Format der Graphic Novel auch junge Leser mit ins Boot, macht aber durch zahlreiche Infos zu ‚Romeo und Julia‘ sowie zum Leben Shakespeares auch richtig Lust auf mehr.

Romeo und Julias Schicksal wird hier teilweise etwas knapp, aber durchaus nachvollziehbar geschildert. Die Dialoge sind in nahezu moderner Sprache gehalten und der Illustrationsstil und die Farbgebung ist auch sehr ansprechend, wobei ich aber leichte Mängel im Gesichtsausdruck und der Vermittlung von Emotionen sehe. Was aber nicht weiter tragisch ist, man findet trotzdem rasch in die Geschichte.
Aufgebaut ist dieses Buch recht durchdacht. Es enthält vorab eine Einführung in Textform und eine bildliche Übersicht der Charaktere. Besonders erfreut hat mich aber der informative Teil am Schluss, der unbedingt gelesen gehört. Da gibt es so viel zu erfahren und auch zu staunen- über ‚Romeo und Julia‘ , aber auch über Shakespeare selbst. Man entdeckt berühmte Zitate, lernt zu verstehen wie das Werk entstanden ist und wie Shakespeare lebte. Das weckt die Neugier enorm und hat einen großen Mehrwert.
Ich kann dieses Buch daher nur wärmstens empfehlen.

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