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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2026

Applaus hinter den Kulissen

Jonah Goes Off Script
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Jonah Goes Off Script von Robyn Green entführt den Leser in die lebendige Welt des Londoner West End – eine Bühne voller Ehrgeiz, Konkurrenz und großer Gefühle. Die Geschichte rund um Schauspieler Jonah ...

Jonah Goes Off Script von Robyn Green entführt den Leser in die lebendige Welt des Londoner West End – eine Bühne voller Ehrgeiz, Konkurrenz und großer Gefühle. Die Geschichte rund um Schauspieler Jonah Penrose beginnt mit einer spannenden Ausgangssituation: Gerade hat er mit seiner Darstellung des Achilles seinen großen Durchbruch gefeiert, doch hinter den Kulissen gerät sein Leben zunehmend aus dem Gleichgewicht.

Als Leser fand ich besonders das Setting im Theatermilieu interessant. Die Atmosphäre von Proben, Bühnenlicht und Ensembleleben wirkt lebendig und vermittelt einen guten Eindruck davon, wie intensiv und gleichzeitig verletzlich das Leben auf und hinter der Bühne sein kann. Man spürt in vielen Szenen die Leidenschaft für das Theater, die der Geschichte eine besondere Stimmung verleiht.

Auch Jonah als Hauptfigur ist durchaus sympathisch angelegt. Er wirkt ehrgeizig, sensibel und gleichzeitig etwas verloren zwischen Karriere, Erwartungen und persönlichen Gefühlen. Gerade diese Mischung macht ihn menschlich und nachvollziehbar. Die Begegnung mit seinem neuen Kollegen bringt zusätzliche Spannung in die Handlung und sorgt für einige interessante Dynamiken zwischen den Figuren.

Der Schreibstil von Robyn Green liest sich flüssig und angenehm. Die Dialoge wirken lebendig, und einige Szenen haben einen schönen Humor. Dennoch konnte mich die Geschichte insgesamt leider nicht vollständig überzeugen. Als Leser blieb ich emotional ein wenig auf Distanz, und manche Entwicklungen wirkten für mich etwas zu schnell oder nicht tief genug ausgearbeitet.

„Manchmal zeigt sich erst hinter dem Vorhang, wer wir wirklich sind.“

Dieses Zitat passt für mich gut zum Kern der Geschichte: Es geht um Selbstfindung, Erwartungen und darum, seinen eigenen Weg zu finden – sowohl auf der Bühne als auch im Leben.

Mein Fazit: Jonah Goes Off Script ist eine solide Queer-Romance mit einem spannenden Theater-Setting und einer sympathischen Hauptfigur. Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir, und einige Momente sind wirklich charmant. Insgesamt konnte mich der Roman jedoch nicht ganz emotional abholen. Für Fans von Geschichten rund um Theater, Rivalität und persönliche Entwicklung könnte das Buch trotzdem eine schöne Lektüre sein – von mir gibt es 3 Sterne.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2026

Ein Ackerman-Roman mit Licht und Schatten

Im Labyrinth der Furcht
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Im Labyrinth der Furcht ist ein weiterer Teil der Ackerman-Reihe von Ethan Cross – einer Reihe, die ich grundsätzlich sehr schätze und deren Protagonist mir besonders ans Herz gewachsen ist. Umso bedauerlicher ...

Im Labyrinth der Furcht ist ein weiterer Teil der Ackerman-Reihe von Ethan Cross – einer Reihe, die ich grundsätzlich sehr schätze und deren Protagonist mir besonders ans Herz gewachsen ist. Umso bedauerlicher war es für mich, dass mich dieser Band trotz guter Ansätze nicht wirklich abholen konnte. Als großer Ackerman-Fan bin ich mit hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen, die hier jedoch nur teilweise erfüllt wurden.

Der Schreibstil von Ethan Cross ist wie gewohnt klar, detailreich und handwerklich solide. Er versteht es, düstere Szenarien zu entwerfen und eine beklemmende Grundstimmung aufzubauen. Allerdings verliert sich die Geschichte diesmal zu oft in ausführlichen Beschreibungen und Wiederholungen, was den Spannungsbogen spürbar schwächt. Der Roman wirkt stellenweise sehr langatmig, sodass sich das Lesen eher zäh als packend anfühlte – ein deutlicher Unterschied zu den sonst so temporeichen Ackerman-Bänden.

Inhaltlich bietet Im Labyrinth der Furcht zwar ein interessantes Grundkonzept, doch die Umsetzung bleibt hinter den Möglichkeiten zurück. Die Handlung kommt nur langsam voran, Spannungsspitzen werden zu selten konsequent ausgespielt, und selbst bekannte Stärken der Reihe – wie die psychologische Tiefe – wirken hier weniger prägnant. Gerade als Fan habe ich mir mehr Intensität und Fokus gewünscht.

„Angst ist ein Labyrinth – und nicht jeder findet den Weg hinaus.“

Mein persönliches Fazit: Im Labyrinth der Furcht ist kein schlechter Thriller, aber innerhalb der Ackerman-Reihe für mich einer der schwächeren Teile. Die Länge und das gemächliche Erzähltempo nehmen der Geschichte viel von ihrer Wirkung. Für eingefleischte Fans mag der Roman dennoch interessant sein, neue Leser:innen oder hohe Erwartungen an durchgehende Spannung könnten jedoch enttäuscht werden. Solide 3 Sterne mit Luft nach oben.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
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  • Spannung
Veröffentlicht am 28.10.2025

Beeindruckende Idee, aber wenig Funkeln

Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit
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Ken Follett ist ein Meister des historischen Romans, und seine Bücher haben mich schon oft tief beeindruckt. Umso größer war meine Vorfreude auf „Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“, in dem er sich einem ...

Ken Follett ist ein Meister des historischen Romans, und seine Bücher haben mich schon oft tief beeindruckt. Umso größer war meine Vorfreude auf „Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“, in dem er sich einem der faszinierendsten Bauwerke der Menschheitsgeschichte widmet. Leider konnte mich dieser Roman nicht ganz so fesseln, wie ich es von Follett gewohnt bin.

Der Schreibstil bleibt unverkennbar Follett: präzise recherchiert, bildgewaltig und mit Sinn für historische Atmosphäre. Doch diesmal wirkt die Geschichte streckenweise zu distanziert, zu lehrbuchhaft. Statt der mitreißenden emotionalen Tiefe, die man aus „Die Säulen der Erde“ kennt, überwiegt hier oft die nüchterne Beschreibung. Das Ergebnis ist bewundernswert detailreich, aber stellenweise etwas zäh. Besonders passend dazu der Satz: „Große Steine zu bewegen ist leichter, als Herzen zu berühren.“ – ein Gedanke, der für mich sinnbildlich für dieses Buch steht.

Das Setting
Follett gelingt es, das prähistorische England atmosphärisch einzufangen – man sieht den Nebel über den Ebenen, spürt die Anstrengung der Menschen beim Bau des Monuments. Doch trotz dieser bildstarken Kulisse bleibt die emotionale Verbindung zu den Figuren schwach. Man bewundert das Werk, aber man fühlt es nicht.

Fazit:
„Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“ ist handwerklich solide und historisch faszinierend, erreicht aber nicht die erzählerische Tiefe und emotionale Wucht, die man von Ken Follett erwartet. Die Idee ist großartig, die Ausführung jedoch etwas blass.

⭐️⭐️⭐️ — Drei Sterne für einen gut geschriebenen, aber eher unterkühlten Roman, der zeigt, dass selbst große Autoren nicht immer ihr ganzes Potenzial ausschöpfen.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Spannungsvoll, aber nicht immer überzeugend

Deceit
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Mit Deceit startet Ava Harrison ihre neue Reihe rund um die Price Family. Der Roman bringt all das mit, was man sich von einem Dark-Romance-Auftakt erhoffen könnte: Drama, Geheimnisse und intensive Emotionen. ...

Mit Deceit startet Ava Harrison ihre neue Reihe rund um die Price Family. Der Roman bringt all das mit, was man sich von einem Dark-Romance-Auftakt erhoffen könnte: Drama, Geheimnisse und intensive Emotionen. Leider konnte mich die Geschichte trotz dieser guten Ansätze nicht vollständig fesseln.

Die Figuren blieben für mich über weite Strecken schwer greifbar. Ihre Handlungen wirkten teils widersprüchlich, und ich habe es nicht geschafft, eine echte Bindung zu ihnen aufzubauen. Auch die Dynamik zwischen den Protagonisten war zwar leidenschaftlich, aber manchmal zu sprunghaft, sodass die emotionale Tiefe auf der Strecke blieb.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und intensiv – Ava Harrison versteht es, Szenen bildhaft zu gestalten und Spannung aufzubauen. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass sich manche Passagen unnötig in die Länge ziehen und die Handlung dadurch an Tempo verliert.

⭐️⭐️⭐️ – Deceit ist kein schlechtes Buch, aber es bleibt für mich hinter den Erwartungen zurück. Wer die Mischung aus Drama, Geheimnissen und dunkler Romantik liebt, findet hier sicher spannende Momente, doch ich persönlich hatte mir mehr emotionale Tiefe und Überraschungen erhofft.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Zwischen Freundschaft und Verrat – ein psychologischer Thriller mit Stärken und Längen

Die Rache der Freundin
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Die Rache der Freundin von Nalini Singh
Bewertung: ⭐️⭐️⭐️ (3 von 5 Sternen)

Nalini Singh liefert mit „Die Rache der Freundin“ einen atmosphärischen, emotional aufgeladenen Thriller, der sich ganz auf ...

Die Rache der Freundin von Nalini Singh
Bewertung: ⭐️⭐️⭐️ (3 von 5 Sternen)

Nalini Singh liefert mit „Die Rache der Freundin“ einen atmosphärischen, emotional aufgeladenen Thriller, der sich ganz auf die Dynamik einer intensiven, toxischen Frauenfreundschaft konzentriert. Die Autorin überzeugt erneut mit bildstarken Beschreibungen und einem sicheren Gespür für emotionale Zwischentöne. Besonders gelungen ist der Schauplatz in Neuseeland, der nicht nur Kulisse, sondern fast schon eine eigene Figur im Geschehen ist.

Trotzdem hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Roman. Der Mittelteil zieht sich spürbar – Rückblenden und innere Monologe nehmen überhand und bremsen den Spannungsbogen. Auch die großen Enthüllungen sind leider recht vorhersehbar, was die Auflösung weniger kraftvoll erscheinen lässt, als es das Thema hergegeben hätte.

Die Figurenzeichnung ist solide, doch zur Erzählerin blieb eine gewisse emotionale Distanz, was es schwer machte, komplett mitzufühlen. Wer psychologische Spannung mit langsamer Entwicklung schätzt, wird hier dennoch auf seine Kosten kommen.

Fazit:
Ein stimmungsvoller Thriller mit starker Grundidee und sprachlicher Finesse, der aber in Sachen Spannung und Plotdynamik nicht ganz überzeugt. Für Fans ruhigerer, introspektiver Spannungsromane eine Empfehlung – für Liebhaber rasanter Wendungen eher nicht.

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