Maddy, eine Frau die mitten im Leben steht, glücklich verheiratet mit einer Teenager Tochter, die sie sehr liebt, stürzt vom Dach der Stadt Bibliothek. ...
Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi
Maddy, eine Frau die mitten im Leben steht, glücklich verheiratet mit einer Teenager Tochter, die sie sehr liebt, stürzt vom Dach der Stadt Bibliothek. Alle gehen von Selbstmord aus, doch welchen Grund dafür könnte Maddy gehabt haben?
Die landet in einer Zwischenwelt, kann ihre Liebsten immer noch begleiten, ihnen sogar mit ihren Gedanken Botschaften schicken. Ihre Sorge um den zurückgelassenen Mann und ihre Tochter, verleitet Maddy dazu, für Brady eine neue Frau zu suchen, sie hat da auch bereits jemanden im Auge.
Das hinterher alles anders kommt, wie sie dachte, war eigentlich glasklar. Nichts ist so wie es scheint.
Mein Fazit, die Geschichte hat es nicht zu 100% geschafft, mich abzuholen. Zwischendurch gab es immer wieder Passagen, die langatmig waren oder wo ich einfach nur mit dem Kopf schütteln musste. Emotional ging es mir oft nicht tief genug.
Alles in allem aber ein schöner Debüt-Roman, der einen an mancher Stelle sehr zum Lachen bringt.
Zimmer 706 von Ellie Levenson hat mich vom Klappentext her sofort angesprochen: eine Ausnahmesituation, ein abgeschlossener Raum und eine Frau, die sich nicht nur mit der äußeren Gefahr, sondern auch mit ...
Zimmer 706 von Ellie Levenson hat mich vom Klappentext her sofort angesprochen: eine Ausnahmesituation, ein abgeschlossener Raum und eine Frau, die sich nicht nur mit der äußeren Gefahr, sondern auch mit ihrem eigenen Leben auseinandersetzen muss. Die Idee dahinter fand ich wirklich spannend – leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz so abholen, wie ich es mir erhofft hatte.
Das Setting ist definitiv ein großer Pluspunkt. Ein Hotelzimmer während eines terroristischen Angriffs – das sorgt von Anfang an für eine bedrückende und intensive Atmosphäre. Dieses Gefühl von Eingeschlossensein und Unsicherheit wird gut transportiert, und ich hatte beim Lesen oft dieses unterschwellige Unbehagen, das man sich bei so einer Geschichte wünscht.
Auch die Grundidee finde ich nach wie vor stark. Die Kombination aus Thriller-Elementen und persönlichen Rückblicken, in denen die Protagonistin ihr eigenes Leben und ihre Entscheidungen hinterfragt, hat viel Potenzial. Gerade dieser Blick auf ihre Ehe, ihre Affäre und die damit verbundenen Gefühle bringt eine interessante emotionale Ebene in die Geschichte.
Allerdings lag hier für mich auch das Problem. Ich bin mit der Erwartung an einen eher spannungsgeladenen Thriller herangegangen, habe aber stattdessen eine sehr ruhige, stark auf die Innenwelt der Hauptfigur fokussierte Erzählung bekommen. Das ist an sich nichts Schlechtes – aber es war einfach nicht das, was ich mir erhofft hatte. Dadurch konnte mich die Geschichte emotional nicht ganz so packen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, lässt sich gut lesen und passt zur eher introspektiven Erzählweise. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sich einige Passagen ziehen und die Spannung nicht durchgehend gehalten wird.
„Manchmal sind es nicht die äußeren Gefahren, die uns am meisten bedrohen, sondern die Entscheidungen, die wir selbst getroffen haben.“
Dieses Zitat fasst für mich den Kern des Buches gut zusammen: Es geht weniger um den äußeren Thriller-Aspekt als um persönliche Konflikte, Schuld und Selbstreflexion.
Mein Fazit: Zimmer 706 ist kein schlechtes Buch – das Setting und die Idee sind wirklich gelungen. Für mich war es aber leider nicht das richtige, weil meine Erwartungen eher in Richtung Thriller gingen und die Geschichte einen anderen Fokus setzt. Wer ruhige, nachdenkliche Geschichten mit emotionaler Tiefe mag, könnte hier mehr Gefallen finden. Für mich insgesamt solide 3 Sterne.
Jonah Goes Off Script von Robyn Green entführt den Leser in die lebendige Welt des Londoner West End – eine Bühne voller Ehrgeiz, Konkurrenz und großer Gefühle. Die Geschichte rund um Schauspieler Jonah ...
Jonah Goes Off Script von Robyn Green entführt den Leser in die lebendige Welt des Londoner West End – eine Bühne voller Ehrgeiz, Konkurrenz und großer Gefühle. Die Geschichte rund um Schauspieler Jonah Penrose beginnt mit einer spannenden Ausgangssituation: Gerade hat er mit seiner Darstellung des Achilles seinen großen Durchbruch gefeiert, doch hinter den Kulissen gerät sein Leben zunehmend aus dem Gleichgewicht.
Als Leser fand ich besonders das Setting im Theatermilieu interessant. Die Atmosphäre von Proben, Bühnenlicht und Ensembleleben wirkt lebendig und vermittelt einen guten Eindruck davon, wie intensiv und gleichzeitig verletzlich das Leben auf und hinter der Bühne sein kann. Man spürt in vielen Szenen die Leidenschaft für das Theater, die der Geschichte eine besondere Stimmung verleiht.
Auch Jonah als Hauptfigur ist durchaus sympathisch angelegt. Er wirkt ehrgeizig, sensibel und gleichzeitig etwas verloren zwischen Karriere, Erwartungen und persönlichen Gefühlen. Gerade diese Mischung macht ihn menschlich und nachvollziehbar. Die Begegnung mit seinem neuen Kollegen bringt zusätzliche Spannung in die Handlung und sorgt für einige interessante Dynamiken zwischen den Figuren.
Der Schreibstil von Robyn Green liest sich flüssig und angenehm. Die Dialoge wirken lebendig, und einige Szenen haben einen schönen Humor. Dennoch konnte mich die Geschichte insgesamt leider nicht vollständig überzeugen. Als Leser blieb ich emotional ein wenig auf Distanz, und manche Entwicklungen wirkten für mich etwas zu schnell oder nicht tief genug ausgearbeitet.
„Manchmal zeigt sich erst hinter dem Vorhang, wer wir wirklich sind.“
Dieses Zitat passt für mich gut zum Kern der Geschichte: Es geht um Selbstfindung, Erwartungen und darum, seinen eigenen Weg zu finden – sowohl auf der Bühne als auch im Leben.
Mein Fazit: Jonah Goes Off Script ist eine solide Queer-Romance mit einem spannenden Theater-Setting und einer sympathischen Hauptfigur. Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir, und einige Momente sind wirklich charmant. Insgesamt konnte mich der Roman jedoch nicht ganz emotional abholen. Für Fans von Geschichten rund um Theater, Rivalität und persönliche Entwicklung könnte das Buch trotzdem eine schöne Lektüre sein – von mir gibt es 3 Sterne.
Im Labyrinth der Furcht ist ein weiterer Teil der Ackerman-Reihe von Ethan Cross – einer Reihe, die ich grundsätzlich sehr schätze und deren Protagonist mir besonders ans Herz gewachsen ist. Umso bedauerlicher ...
Im Labyrinth der Furcht ist ein weiterer Teil der Ackerman-Reihe von Ethan Cross – einer Reihe, die ich grundsätzlich sehr schätze und deren Protagonist mir besonders ans Herz gewachsen ist. Umso bedauerlicher war es für mich, dass mich dieser Band trotz guter Ansätze nicht wirklich abholen konnte. Als großer Ackerman-Fan bin ich mit hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen, die hier jedoch nur teilweise erfüllt wurden.
Der Schreibstil von Ethan Cross ist wie gewohnt klar, detailreich und handwerklich solide. Er versteht es, düstere Szenarien zu entwerfen und eine beklemmende Grundstimmung aufzubauen. Allerdings verliert sich die Geschichte diesmal zu oft in ausführlichen Beschreibungen und Wiederholungen, was den Spannungsbogen spürbar schwächt. Der Roman wirkt stellenweise sehr langatmig, sodass sich das Lesen eher zäh als packend anfühlte – ein deutlicher Unterschied zu den sonst so temporeichen Ackerman-Bänden.
Inhaltlich bietet Im Labyrinth der Furcht zwar ein interessantes Grundkonzept, doch die Umsetzung bleibt hinter den Möglichkeiten zurück. Die Handlung kommt nur langsam voran, Spannungsspitzen werden zu selten konsequent ausgespielt, und selbst bekannte Stärken der Reihe – wie die psychologische Tiefe – wirken hier weniger prägnant. Gerade als Fan habe ich mir mehr Intensität und Fokus gewünscht.
„Angst ist ein Labyrinth – und nicht jeder findet den Weg hinaus.“
Mein persönliches Fazit: Im Labyrinth der Furcht ist kein schlechter Thriller, aber innerhalb der Ackerman-Reihe für mich einer der schwächeren Teile. Die Länge und das gemächliche Erzähltempo nehmen der Geschichte viel von ihrer Wirkung. Für eingefleischte Fans mag der Roman dennoch interessant sein, neue Leser:innen oder hohe Erwartungen an durchgehende Spannung könnten jedoch enttäuscht werden. Solide 3 Sterne mit Luft nach oben.
Ken Follett ist ein Meister des historischen Romans, und seine Bücher haben mich schon oft tief beeindruckt. Umso größer war meine Vorfreude auf „Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“, in dem er sich einem ...
Ken Follett ist ein Meister des historischen Romans, und seine Bücher haben mich schon oft tief beeindruckt. Umso größer war meine Vorfreude auf „Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“, in dem er sich einem der faszinierendsten Bauwerke der Menschheitsgeschichte widmet. Leider konnte mich dieser Roman nicht ganz so fesseln, wie ich es von Follett gewohnt bin.
Der Schreibstil bleibt unverkennbar Follett: präzise recherchiert, bildgewaltig und mit Sinn für historische Atmosphäre. Doch diesmal wirkt die Geschichte streckenweise zu distanziert, zu lehrbuchhaft. Statt der mitreißenden emotionalen Tiefe, die man aus „Die Säulen der Erde“ kennt, überwiegt hier oft die nüchterne Beschreibung. Das Ergebnis ist bewundernswert detailreich, aber stellenweise etwas zäh. Besonders passend dazu der Satz: „Große Steine zu bewegen ist leichter, als Herzen zu berühren.“ – ein Gedanke, der für mich sinnbildlich für dieses Buch steht.
Das Setting
Follett gelingt es, das prähistorische England atmosphärisch einzufangen – man sieht den Nebel über den Ebenen, spürt die Anstrengung der Menschen beim Bau des Monuments. Doch trotz dieser bildstarken Kulisse bleibt die emotionale Verbindung zu den Figuren schwach. Man bewundert das Werk, aber man fühlt es nicht.
Fazit:
„Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“ ist handwerklich solide und historisch faszinierend, erreicht aber nicht die erzählerische Tiefe und emotionale Wucht, die man von Ken Follett erwartet. Die Idee ist großartig, die Ausführung jedoch etwas blass.
⭐️⭐️⭐️ — Drei Sterne für einen gut geschriebenen, aber eher unterkühlten Roman, der zeigt, dass selbst große Autoren nicht immer ihr ganzes Potenzial ausschöpfen.