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Veröffentlicht am 17.12.2025

Winterliche Second-Chance in Schottland

Weihnachten mit Tony
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„‚Weihnachten mit Tony‘ ist eine warmherzige Second-Chance-Geschichte, die in einem winterlichen Schottland spielt und die Vorweihnachtszeit dezent einbettet. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven ...

„‚Weihnachten mit Tony‘ ist eine warmherzige Second-Chance-Geschichte, die in einem winterlichen Schottland spielt und die Vorweihnachtszeit dezent einbettet. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven von Carrie und Marc, gelegentlich ergänzt durch Tierperspektiven – ein kleiner, feiner Kniff, der Freude bereitet und den Tierschutzgedanken liebevoll einbindet. Dabei erhält man auch interessante Einblicke, wie Tierrettung und der Schutz von Tieren in Schottland organisiert sind, und lernt nebenbei ein wenig über Land, Natur und Kultur.

Die Hauptcharaktere sind gutherzig, idealistisch und manchmal noch etwas unreif, sodass ihre Emotionen oft ihr Handeln bestimmen. Besonders Carrie neigt dazu, impulsiv zu reagieren, was die Kommunikation erschwert und sie zeitweise davonlaufen lässt. Gerade diese menschliche Unvollkommenheit macht die Figuren nahbar und lebendig; man spürt ihre Gefühle, Stärken und Schwächen sehr authentisch. Die Nebencharktere bleiben eher blass. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass der ursprünglich vorhandene Humor die gesamte Geschichte hindurch etwas abnimmt und Tony selbst insgesamt etwas zu kurz kommt – hier hätte ich mir mehr Präsenz und Lebendigkeit gewünscht.

Die Beschreibungen der schottischen Landschaften, verschneiten Dörfer und stillen Seen sind besonders gelungen. Man spürt die Kälte, die Ruhe und die besondere winterliche Atmosphäre – ein echter Pluspunkt für alle, die gern in fremde Länder eintauchen. Wer ein klassisches Cozy-Weihnachtsbuch erwartet, sollte wissen, dass die Geschichte mehr um die zweite Chance von Carrie und Marc kreist als um festliche Weihnachtsstimmung.

Fazit: Unter diesen Umständen ist „Weihnachten mit Tony“ eine charmante und leichte Unterhaltung, die mit liebenswerten Figuren, stimmungsvoller Landschaftsbeschreibung sowie Einblicken in Schottland und Tierschutzthemen punktet. Auch wenn der Humor etwas nachlässt und Tony insgesamt etwas zu kurz kommt, hat das Buch seinen eigenen Reiz. Für Leser*innen, die Second-Chance-Romance mögen und neugierig auf winterliches Schottland sind, ist es daher durchaus eine Empfehlung – 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Schönes Setting, aber wenig, was hängen bleibt

Die Touristin
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Die Grundidee von Die Touristin hat mich sofort angesprochen: eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Herkunft, eingebettet in ein vermeintliches Inselparadies mit dunklen Seiten. Gerade diese Mischung ...

Die Grundidee von Die Touristin hat mich sofort angesprochen: eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Herkunft, eingebettet in ein vermeintliches Inselparadies mit dunklen Seiten. Gerade diese Mischung aus persönlicher Suche und unterschwelliger Bedrohung klang vielversprechend.

Das Hörbuch selbst ist solide umgesetzt. Die Sprecherin hat eine angenehme, ruhige Stimme, die gut verständlich ist und die Figuren klar voneinander trennt. Auch das Tempo empfand ich als passend – weder zu schnell noch zu langsam, sodass man der Handlung gut folgen kann.

Inhaltlich bleibt die Geschichte für mich jedoch hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das Setting auf der griechischen Insel ist atmosphärisch beschrieben und konnte mich stellenweise wirklich abholen. Auch die Einblicke in gesellschaftliche Strukturen, insbesondere die Rolle von Frauen und familiäre Abhängigkeiten, fand ich interessant und teilweise erschreckend aktuell.

Trotzdem fehlte mir insgesamt die Spannung. Viele Entwicklungen wirken vorhersehbar, echte Wendungen bleiben aus und emotional konnte mich die Geschichte nicht richtig erreichen. Die Protagonistin ist zwar greifbar, bekommt aber nicht genug Tiefe, um nachhaltig Eindruck zu hinterlassen.

Am Ende bleibt ein Hörbuch, das sich gut nebenbei hören lässt, aber wenig nachwirkt. Ich hatte mir deutlich mehr Intensität und Überraschungsmomente erhofft.

Fazit: Schön erzählt und angenehm gesprochen, aber ohne große Spannung oder emotionale Tiefe – solide, aber nicht herausragend.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Schönes Setting, aber emotional hat es mich nicht erreicht

Der Sommer, der uns blieb
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Ich war direkt angetan von der liebevollen Gestaltung und dem super flüssigen Einstieg – man ist sofort in der Geschichte drin. Gerade die Idee mit den drei Freunden, die sich verlieren und später wieder ...

Ich war direkt angetan von der liebevollen Gestaltung und dem super flüssigen Einstieg – man ist sofort in der Geschichte drin. Gerade die Idee mit den drei Freunden, die sich verlieren und später wieder aufeinandertreffen, um Vergangenes aufzuarbeiten, fand ich richtig vielversprechend.

Leider blieb es für mich genau dabei: viel Potenzial, aber wenig emotionale Tiefe. Ich bin zwar schnell durch die Seiten geflogen, habe aber kaum mitgefühlt. Die Figuren wirken eher eindimensional und bleiben in ihren Rollen, ohne große Entwicklung oder Überraschungen.
Auch die Freundschaft als zentrales Thema konnte mich nicht wirklich berühren.

Das sommerliche Setting mochte ich sehr, aber insgesamt bleibt die Geschichte für mich zu oberflächlich und wird mir vermutlich nicht lange im Gedächtnis bleiben.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Aufwachsen zwischen zwei Welten

Unser Haus mit Rutsche
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Dieses Buch erzählt die Lebensgeschichte einer Familie in Saarbrücken, deren Mutter aus Frankreich und deren Vater aus dem Irak stammt. Die Geschichte wird besonders aus der Sicht der Kinder geschildert, ...

Dieses Buch erzählt die Lebensgeschichte einer Familie in Saarbrücken, deren Mutter aus Frankreich und deren Vater aus dem Irak stammt. Die Geschichte wird besonders aus der Sicht der Kinder geschildert, was einen nahbaren und persönlichen Einblick ermöglicht. Die Figuren sind nachvollziehbar und authentisch gestaltet, auch wenn das Familienleben oft turbulent wirkt.

Der Schreibstil ist flüssig, die Perspektivwechsel zwischen Kindheit und Erwachsenwerden der Tochter sind interessant, manchmal aber etwas unübersichtlich. Besonders die kulturellen Einflüsse und die Unterschiede zwischen den Familienmitgliedern werden überzeugend dargestellt. Humorvolle Szenen lockern die ernsteren Themen auf.

Insgesamt war das Buch für mich solide, hat mich aber nicht vollends überzeugt. Es bietet gute Einblicke in interkulturelle Familiensituationen und die Identitätssuche zwischen Kulturen. Wer sich für solche Themen interessiert, kann einen Blick wagen, wer eine rundum packende Geschichte sucht, sollte sich bewusst sein, dass es eher zurückhaltend bleibt.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Zwischen Herkunft, Geschichte und innerer Distanz

Alma
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Alma wächst in Triest auf – einer Stadt, in der unterschiedliche Kulturen und politische Strömungen aufeinandertreffen. Nach dem Tod ihres Vaters beginnt sie, sich intensiver mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen ...

Alma wächst in Triest auf – einer Stadt, in der unterschiedliche Kulturen und politische Strömungen aufeinandertreffen. Nach dem Tod ihres Vaters beginnt sie, sich intensiver mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen und reflektiert zugleich ihre eigene Jugend sowie die Beziehung zu Vili.

Sprachlich überzeugt der Roman mit einer dichten, atmosphärischen Erzählweise. Besonders die kulturellen und historischen Einflüsse Triests sind eindrucksvoll geschildert. Die Themen Identität und Entwurzelung werden über Generationen hinweg beleuchtet und geben der Geschichte Tiefe.

Dennoch blieb ich emotional etwas auf Abstand. Zwar fand ich mit der Zeit besser in den Lesefluss, aber eine echte Verbindung zu den Figuren stellte sich für mich nicht ein. Viele Konflikte bleiben innerlich, vieles unausgesprochen – das unterstreicht zwar die Zerrissenheit, erschwert jedoch das Mitfühlen.

Auch meine Erwartungen, die durch Cover und Klappentext geweckt wurden, haben sich nur teilweise erfüllt. Der Fokus auf politische und historische Verknüpfungen war stärker als angenommen.
Insgesamt ein literarisch anspruchsvoller Roman mit relevanten Themen, der jedoch Geduld und Interesse an historischen Zusammenhängen voraussetzt. Für mich persönlich blieb er etwas zu distanziert, auch wenn ich die Qualität des Schreibstils anerkenne.

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