Wenn das Meer plötzlich durchs Wohnzimmer rauscht
Wilder OzeanManchmal schlägt man ein Buch auf und plötzlich rauscht es im Kopf wie Brandung an einer Felsküste. Genau so fühlt sich Wilder Ozean an. Seite auf, Blick rein und zack, sitzt man gedanklich irgendwo zwischen ...
Manchmal schlägt man ein Buch auf und plötzlich rauscht es im Kopf wie Brandung an einer Felsküste. Genau so fühlt sich Wilder Ozean an. Seite auf, Blick rein und zack, sitzt man gedanklich irgendwo zwischen sturmgepeitschten Klippen, türkisblauen Buchten und diesem unfassbaren Gefühl von Freiheit, das nur das Meer hinbekommt.
Die Fotografien von Peter und Beverly Pickford haben eine Wucht, die einen echt kurz still werden lässt. Gewaltige Wellen, einsame Küsten, wilde Felsen, Nebel über kaltem Wasser. Man blättert weiter und denkt sich ständig: Wie zur Hölle kann unsere Welt bitte so beeindruckend aussehen? Manche Bilder wirken fast surreal, als hätte jemand sie gemalt, nur dass sie eben echt sind.
Was mich besonders gepackt hat: Dieses Buch ist nicht nur eine Sammlung schöner Bilder. Zwischen all der Schönheit schwingt immer auch ein Gedanke mit. Diese Küsten, diese Tiere, diese ganze wilde Ozeanwelt ist unglaublich kostbar. Während ich da mit meinem Kaffee sitze und durch die Seiten gehe, wird einem klar, wie fragil das alles eigentlich ist.
Der Band selbst fühlt sich wie ein echtes Stück Ozean für den Wohnzimmertisch an. Groß, hochwertig, voller Bilder, die man sich am liebsten minutenlang anschaut. So ein Buch, das man Gästen hinlegt und plötzlich stehen alle drum herum und sagen nur noch: Wow.
Kurz gesagt: Wilder Ozean ist kein Buch zum schnellen Durchblättern. Das ist eine kleine Expedition zwischen zwei Buchdeckeln. Und ganz ehrlich, selten hat mich ein Bildband so sehr daran erinnert, wie unfassbar wild und schön dieser Planet ist.