Ein Lesenswerter Roman über Familie,Mütter und Töchter und die Frage nach der eigenen Identität.
HerbstvergesseneMit Herbstvergessene ist Anna Jonuleit ein Generationsübergreifender Roman gelungen, der die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern als Dreh- und Angelpunkt aufgreift. So geht es hier nicht nur um die ...
Mit Herbstvergessene ist Anna Jonuleit ein Generationsübergreifender Roman gelungen, der die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern als Dreh- und Angelpunkt aufgreift. So geht es hier nicht nur um die schwierige Beziehung zwischen Maja und Ihrer Mutter Lili, sondern auch um Mütter während des Zweiten Weltkrieges. Denn Majas Großmutter Charlotte bekam ihr Kind einst in einem Lebensbornheim ohne jemals darüber gesprochen zu haben. Es gibt 2 Erzählstränge: Die Vergangenheit erfährt der Leser durch Charlotte, die Entwicklungen der Gegenwart werden durch Maja erzählt. Und nach und nach verbinden sich beide Leben miteinander und werfen ein völlig neues Bild auf Majas Familie.
Der Schreibstil ist angenehm und schnörkellos. Die Dialoge sind glaubwürdig . Majas Unsicherheit in vielen Belangen des Lebens lassen die Handlung jedoch an der ein oder anderen Stelle stocken. Man kann sie nicht unbedingt als unsympathisch beschreiben, aber ihre unbeholfene Art und Weise bremst das Buch an einigen Stellen aus.
Mir hat die Komplexität des Themas gefallen, und auch der Erzählstil der Autorin. Ein Teil der Handlung spielte in Wien. Auch das gefiel mir ausgesprochen gut. Ein Lesenswerter Roman über Familie,Mütter und Töchter und die Frage nach der eigenen Identität.