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Veröffentlicht am 11.05.2026

netter second-change-Roman

Where We Belong
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Ein Second-Chance-Roman wie ich ihn mag.

Da treffen zwei erneut aufeinander, die sich vor Jahren getrennt haben, weil er sie sehr tief verletzt hat. Kann man so etwas verzeihen? Kann man sich ausgerechnet ...

Ein Second-Chance-Roman wie ich ihn mag.

Da treffen zwei erneut aufeinander, die sich vor Jahren getrennt haben, weil er sie sehr tief verletzt hat. Kann man so etwas verzeihen? Kann man sich ausgerechnet in diesen Menschen verlieben? Kann man sicher. Der Fehler den er in der Jugend begangen hat, bereut er nun und kann ihr dass nach und nach auch beweisen. In den Rückblenden wir erzählt, was eigentlich passiert ist und da spielte schon die Jugend eine große Rolle, deshalb kann man das auch als Leserin verzeihen.

Die Hauptdarsteller sind gut beschrieben, etwas gestört habe ich mich an den zeitlichen Einordnungen, da diese Zeit eigentlich Corona war und das spielte hier gar keine Rolle. Ich ahne, dass es der Autorin darum nicht ging. Aber dann hätte sie eine andere Zeit wählen müssen, denn das war einfach zu nah und intensiv, dass man sich heute nicht mehr erinnern könnte.

Alles in allem aber ein netter Liebesroman, der sich gut lesen lies.

Veröffentlicht am 15.03.2026

coming of age

Schwarzer September
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Ligurien im Sommer 1972.
Ein Coming-of-Age-Roman der so beginnt, wie man es sich für den 12jährigen Gigio wünscht. Er lernt ein tolles Mädchen kennen. Verbringt viel Zeit mit ihr am Strand und mit der ...

Ligurien im Sommer 1972.
Ein Coming-of-Age-Roman der so beginnt, wie man es sich für den 12jährigen Gigio wünscht. Er lernt ein tolles Mädchen kennen. Verbringt viel Zeit mit ihr am Strand und mit der Musik der damaligen Zeit. Erste Gefühle von Zuneigung kribbeln in ihnen.

Dann geschieht ein Mord und da Gigios Vater Rechtsanwalt ist und das Opfer der Vater des Mädchens kommt eine beklemmende und düstere Note in die Geschichte. Und dann sind da auch die Dinge, die im Rest der Welt geschehen. Wie der Anschlag bei den Olympischen Spielen in München.

Die Geschichte ist vielschichtig und einfühlsam erzählt. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Man kann gut nachfühlen, wie es den jungen Leuten geht und welche Fragen plötzlich in ihr Leben knallen.

Der Autor ist einer, der leise Töne bevorzugt und der auf Genauigkeit bei der Erzählung wert legt. Daher ist das Buch eher ruhig und nachdenklich. Ich habe es gerne gelesen.

Veröffentlicht am 15.03.2026

Der Neue bei Nesbo

Minnesota
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Jeder Thriller- und Krimi-Fan kennt Harry Hole, denke ich. An Jo Nesbo als bekanntestem norwegischem Autor in Sachen Crime kommt man über die Jahrzehnte, die er schon schrebit, einfach nicht vorbei. Mit ...

Jeder Thriller- und Krimi-Fan kennt Harry Hole, denke ich. An Jo Nesbo als bekanntestem norwegischem Autor in Sachen Crime kommt man über die Jahrzehnte, die er schon schrebit, einfach nicht vorbei. Mit Minnesota verlässt er mal wieder ganz offensichtlich sein Heimatland und erfindet einen neuen Ermittler. Bob Oz.

Harry Hole ist mir über die vielen Jahre ans Herz gewachsen. Ihn kenne ich gut. Bob Oz ist sicherlich ebenso sperrig und er ist schwer gebeutelt durch einen großen Verlust. Seine zwischenmenschlichen Beziehungen sind schwierig und sein Beruf ist alles, was ihn noch zusammenhält. Das ähnelt ein wenig Harry in manchen Büchern aber Bob ist mir - zumindest anfangs - weitaus weniger sympathisch und er wirkt erst mal eher kühl und abweisend. Ich will nicht verraten, wie ich am Ende auf ihn geguckt habe. Macht euch ein eigenes Urteil.

Der Plot an sich hat die Stärken, die ich an Nesbos Geschichten schätze. Eine große politische und sozialpolitische Komponente, Fakten gemischt mit Fiktion, facettenreiche Charaktere und einige wirklich überraschende Plottwists.

Da ich erst warm werden musste solide vier Sterne. Ich freu mich einfach immer, wenn es neues von Nesbo gibt. Also bitte mehr von Harry oder Bob. Ganz egal.

Veröffentlicht am 02.11.2025

flotte Fantasy

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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Manchmal brauche ich eine Dosis unverbrauchte und temporeiche Fantasy. Hier konnte mit "Heart of the damned" überzeugen. Die Autorin war mir unbekannt. Ich mochte von Anfang an ihren eingängigen und flotten ...

Manchmal brauche ich eine Dosis unverbrauchte und temporeiche Fantasy. Hier konnte mit "Heart of the damned" überzeugen. Die Autorin war mir unbekannt. Ich mochte von Anfang an ihren eingängigen und flotten Erzählstil. Die Geschichte entwickelt schnell eine eigene Dynamik. Durch die zwei Perspektiven entsteht sowohl ein heftiges Knistern zwischen der Heldin und dem Held aber auch die Unsicherheit und Abneigung sind spürbar und sorgen beim Leser für angenehme Ungewissheit. Die Idee einer Gestaltwandlerin hat mich sehr angesprochen. Das gibt es in dieser Form recht selten.

Die Fantasywelt ist zwar etwas vage umrissen. Hier hätte ich gerne noch mehr Tiefgang gehabt. Vielleicht erfährt man ja im zweiten Band noch etwas mehr. Aber trotz allem habe ich das Buch gerne gelesen und bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Der nächste Band ist zugleich auch schon der Abschluss. Das finde ich angenehm, dass es mal keine unendliche Story wird. Hoffentlich kommt der zweite bald auf den Markt.

Veröffentlicht am 02.11.2025

interessante Familiengeschichte

Das Flüstern der Marsch
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Ich bin ehrlich. Bei diesem Buch haben mich der Titel "Das Flüstern der Marsch" und das schöne Cover eingefangen. Die Autorin Katja Keweritsch kannte ich vorher noch nicht.

Es handelt sich um eine breit ...

Ich bin ehrlich. Bei diesem Buch haben mich der Titel "Das Flüstern der Marsch" und das schöne Cover eingefangen. Die Autorin Katja Keweritsch kannte ich vorher noch nicht.

Es handelt sich um eine breit angelegte Familiengeschichte, die von mehreren Frauenschicksalen in verschiedenen Erzähl- und Zeitsträngen getragen wird. Anlass für die Suche nach der Vergangenheit ist vordergründig das ungeklärte Verschwinden von Monas Oma, dass den Opa so seltsam kalt zu lassen scheint. Der Plot bedient also gängige Muster, die aber auch dazu führen, dass gängige Probleme auftauchen. Die vielen Hauptdarstellerinnen sorgen beim Lesen dafür, dass vieles etwas oberflächlich und schnell abgehandet wird und die Story sehr zügig voranschreitet. Durch die Zeitsprünge werden viele Schwierigkeiten der Frauen in den verschiedenen Generationen dargestellt. Das ist interessant und abwechslungsreich aber in der Umfänglichkeit fast etwas viel. Gefallen hat mir der Schreibstil und die Glaubwürdigkeit der Figuren. Ich könnte mir vorstellen, dass hier durchaus reale Personen Pate standen.

Ein Buch, das sich mit etwas Aufmerksamkeit gut liest und neugierig macht auf die anderen Werke der Autorin.