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Veröffentlicht am 28.04.2026

Clevere Detektivgeschichte mit starker Protagonistin

The Box in the Woods. Schau nicht hinein
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Ein ungeklärtes Verbrechen im Sommercamp, ein Serienmörder und eine Überlebende. Dieses Szenario hat mich sofort neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Den Leser erwartet ein spannender Jugendthriller ...

Ein ungeklärtes Verbrechen im Sommercamp, ein Serienmörder und eine Überlebende. Dieses Szenario hat mich sofort neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Den Leser erwartet ein spannender Jugendthriller mit vielen witzigen Dialogen und einem modernen Schreibstil, der sich angenehm und schnell lesen lässt. Ich habe die Reihe rund um die Ellingham Academy bisher noch nicht gelesen, doch glücklicherweise ist für den in sich abgeschlossenen Jugendthriller „The Box in the Woods“ kein Vorwissen erforderlich. Der Einstieg in die Geschichte ist mir daher auch ohne Vorkenntnisse leichtgefallen.

Besonders begeistert hat mich die Protagonistin Stevie Bell. Sie ist introvertiert, denkt messerscharf und ist regelrecht besessen von ungelösten Kriminalfällen. Sie ist ein außergewöhnlicher, eigenwilliger Charakter, den man schnell ins Herz schließt. Was ich besonders an ihr mag: Sie ist ein ganz normaler Teenager, kämpft mit Ängsten und Unsicherheiten, geht aber trotzdem unbeirrt ihren Weg. Diese Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit macht sie sehr authentisch und nahbar. Dadurch fiebert man richtig mit ihr mit.

Der Fall rund um das Sommercamp ist atmosphärisch dicht und clever aufgebaut. Die Geschichte lebt von der gelungenen Mischung aus gegenwärtigen Ereignissen und Einschüben aus der Vergangenheit, was den Rätselcharakter zusätzlich verstärkt. Nostalgische Camp-Stimmung trifft auf düstere Spannung und überraschende Wendungen.

Fazit: „The Box in the Woods“ ist ein spannender, humorvoller Jugendthriller mit einer starken Protagonistin und viel Miträtsel-Potenzial. Für Fans von Detektivgeschichten absolut empfehlenswert, auch ohne Vorkenntnisse der Reihe Ellingham Academy. Da ich Stevie ins Herz geschlossen habe, bin ich sehr gespannt auf weitere Bücher mit ihr in der Hauptrolle.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Spannender Reihenauftakt mit starker Grundidee

Permale
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Emmy Lee Davis gelingt mit „Permale - Der Sog des Wassers“ ein spannender Einstieg in ihre dystopische Jugendbuchreihe, die vor allem durch eine originelle Grundidee und authentische Charaktere überzeugt.

Die ...

Emmy Lee Davis gelingt mit „Permale - Der Sog des Wassers“ ein spannender Einstieg in ihre dystopische Jugendbuchreihe, die vor allem durch eine originelle Grundidee und authentische Charaktere überzeugt.

Die von Emmy Lee Davis erschaffene Welt ist düster, rau und von extremem Wassermangel geprägt. Einst wurde die Erde vom Permalregen überzogen und nun bestimmen die Permale das Leben der Menschen. Diese geheimnisvollen Objekte sind Steine, die jede Flüssigkeit in sich aufsaugen. Viele Menschen starben bei der Katastrophe und die Folgen lasten wie ein Fluch auf den Menschen. Die Permale saugen lebenswichtiges Wasser auf. Zusätzlich muss die Bevölkerung Wasserabgaben leisten, die für Forschungszwecke verwendet werden. Für viele bleibt kaum genug Wasser zum Überleben. Dabei stellt sich immer wieder die zentrale Frage: Was ist wichtiger? Fortschritt oder Überleben?

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt. Der Leser begleitet Luca, Nick und Romy. Auf diese Weise bringt die Autorin viel Dynamik in die Handlung. Die unterschiedlichen Blickwinkel der Jugendlichen ergänzen sich gut und geben der Handlung Tiefe. Luca kämpft mit Loyalitätskonflikten, Nick ist geprägt von Wut und Überlebensinstinkt, und Romy wird durch ihre besondere Gabe zur Schlüsselfigur. Alle drei Figuren sind glaubwürdig und emotional nahbar gezeichnet, ihre inneren Konflikte wirken überzeugend und lebendig. Dadurch konnte ich sofort mit ihnen mitfiebern. Besonders gut gefallen hat mir das Machtgefüge rund um das Wasperinstitut, das vorgibt, im Sinne der Menschheit zu handeln, jedoch zunehmend undurchsichtige Ziele verfolgt. Die daraus entstehenden Konflikte für die Protagonisten treiben die Handlung effektiv voran. Auch thematisch kann das Buch punkten: Freundschaft, Mut und innere Konflikte werden gelungen mit den Herausforderungen einer von Wassermangel geprägten Welt verknüpft.

Fazit: „Permale - Der Sog des Wassers“ ist ein spannender und vielversprechender Auftakt mit einer außergewöhnlichen Grundidee und starken Figuren. Dieses Jugendbuch überzeugt durch Atmosphäre, Tiefgang und eine originelle Handlung. Absolut lesenswert für Fans von dystopischen Jugendromanen.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Gänsehaut garantiert! Wer traut sich in das gierige Haus?

Das gierige Haus
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Das Hörbuch Das gierige Haus von Christina Henry hat mich richtig gepackt und gehört für mich zu den stärksten Werken der Autorin. Da Christina Henry mich schon mit Albtraum im Nimmerland, Die Chroniken ...

Das Hörbuch Das gierige Haus von Christina Henry hat mich richtig gepackt und gehört für mich zu den stärksten Werken der Autorin. Da Christina Henry mich schon mit Albtraum im Nimmerland, Die Chroniken von Rotkäppchen und Der Knochenwald begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf das neue Hörbuch. Und auch dieses Mal konnte die Autorin mich wieder überzeugen.

Ein Haus, in dem früher sieben Menschen gestorben sind. Ein Haus, in dem wieder ein Junge verschwindet. Und ein Haus, dessen Hunger einfach nicht gestillt werden kann. Das klingt nach ordentlich Gänsehaut und genau das liefert die Geschichte auch. In diesem Werk begleitet der Hörer die 13-jährige Jessie, die ihren kleinen Bruder Paul zu einer Mutprobe herausfordert. Paul betritt das Horrorhaus und kommt nie wieder raus.

Die Grundidee ist richtig stark. Ein unheimliches Haus mit düsterer Vergangenheit, das nach Blut verlangt, und eine junge Frau, die von Schuldgefühlen zerfressen ist und sich dem Haus schließlich stellt. Besonders der Einstieg konnte mich sofort fesseln. Pauls Verschwinden ist intensiv, beklemmend und erzeugt genau die Gänsehaut, die man sich von einem solchen Setting erhofft. Die Geschichte entfaltet sich, wie man es von Christina Henry kennt, düster und voller Blut.

Im weiteren Verlauf erstreckt sich die Geschichte über viele Jahre hinweg und begleitet Jessie bis ins Erwachsenenalter. Der Fokus liegt auf Jessies Leben und ihrer inneren Zerrissenheit. Jeder Aspekt ihres Lebens wurde durch Pauls Verschwinden beeinflusst. Das Haus bleibt dabei aber immer das zentrale, unheimliche Element, das immer wieder für beklemmende Momente sorgt. Durch Rückblicke und den stetigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird deutlich, wie sich das Grauen über die Jahre hinweg ausbreitet. Die düstere Atmosphäre ist, wie man es von Christina Henry kennt, hervorragend umgesetzt. Ein besonderes Lob geht an Josefine Hoffmann, die der Geschichte mit ihrer Stimme viel Leben einhaucht und die ohnehin dichte Atmosphäre zusätzlich verstärkt.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich Jessies Charakterentwicklung. Trotz des langen Zeitraums hatte ich oft das Gefühl, dass sie sich emotional kaum weiterentwickelt hat und in vielen Momenten eher wie ein Teenager wirkt, auch wenn ihre Rolle als Mutter durchaus glaubwürdig dargestellt wird.

Fazit: Das gierige Haus ist ein atmosphärisch starkes Hörbuch mit einer spannenden Grundidee und einigen gelungenen Gruselmomenten. Statt auf Dauerschrecken setzt die Geschichte auf unterschwellige Spannung und eine beklemmende Stimmung, die sich langsam entfaltet. Von mir gibt es 4 Sterne und eine klare Hörempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Spannender Rätsel-Thriller mit besonderer Atmosphäre

Darkly
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Das Hörbuch „Darkly“ von Marisha Pessl hat mich von Anfang an gefesselt. Ein Labyrinth aus verborgenen Hinweisen, ein dunkles Vermächtnis und ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Diese Grundidee hatte ...

Das Hörbuch „Darkly“ von Marisha Pessl hat mich von Anfang an gefesselt. Ein Labyrinth aus verborgenen Hinweisen, ein dunkles Vermächtnis und ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Diese Grundidee hatte mich auf Anhieb magisch angezogen.

Von Beginn an entsteht eine angenehm unheimliche, geheimnisvolle Stimmung, die sich konsequent durch die gesamte Geschichte zieht. Man spürt schnell, dass etwas nicht stimmt, auch wenn man lange nicht genau greifen kann, was dahintersteckt. Besonders die Idee rund um das geheimnisvolle Praktikum und die düsteren Spiele ist richtig stark umgesetzt. Ich hatte anfangs etwas in Richtung „Tribute von Panem“ erwartet, wurde hier aber überrascht. Stattdessen fühlt sich alles eher wie ein intensives Escape-Room-Erlebnis an, bei dem ein Rätsel auf das nächste folgt.

Genau dieses Miträtseln macht einen großen Reiz aus. Ständig versucht man, Hinweise zu entschlüsseln und die Puzzleteile zusammenzusetzen. Dabei merkt man schnell, dass man selbst wohl kaum so weit gekommen wäre wie die Protagonistin Dia. Die Handlung ist sehr rasant, mit vielen Wendungen und Szenen, bei denen man aufmerksam bleiben muss, um nichts zu verpassen. Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich die Nebencharaktere. Während Dia gut ausgearbeitet ist, bleiben die anderen Figuren etwas blass und hätten mehr Tiefe vertragen können.

Die Sprecherin Nina Reithmeier macht ihren Job hervorragend. Mit ihrer angenehmen Stimme verleiht sie der Geschichte eine passende, geheimnisvolle Atmosphäre und trägt einen mühelos durch das Hörbuch.

Fazit: Ein atmosphärisch dichter Jugend-Thriller mit einer originellen Idee und großem Miträtsel-Faktor. „Darkly“ ist ein spannendes und fesselndes Hörerlebnis, das ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Charmante Cozy-Fantasy

The House Witch 1
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The House Witch von Emilie Nikota ist eine bezaubernde Cozy-Fantasy, die statt actionreicher Szenen auf die kleinen Wunder des Alltags setzt. Im Herzen der Geschichte steht ein Koch, dessen Alltag, Gewürze ...

The House Witch von Emilie Nikota ist eine bezaubernde Cozy-Fantasy, die statt actionreicher Szenen auf die kleinen Wunder des Alltags setzt. Im Herzen der Geschichte steht ein Koch, dessen Alltag, Gewürze und Rezepte den Leser sofort in eine warme, heimelige Welt ziehen. Jede Seite strahlt Gemütlichkeit und Zauber zugleich aus – eine Geschichte, die man am liebsten bei einer Tasse Tee genießen möchte.

Finlay Ashowan arbeitet als neuer königlicher Koch im Palast von Daxaria. Neben seinem Talent für gutes Essen besitzt er jedoch noch eine besondere Gabe: Er ist eine Haushexe. Finlays Magie schützt sein Zuhause und alle dort lebenden Bewohner. Dieses Geheimnis hütet er allerdings sorgfältig. Für alle anderen am Hof ist Finlay lediglich der neue Koch. Ein eher grimmiger, wenig geselliger Mann mit bemerkenswertem Talent am Herd. Kaum jemand macht sich die Mühe, hinter diese raue und verschlossene Art zu blicken. Doch hinter der mürrischen Fassade steckt weit mehr, als der junge Koch nach außen zeigt. An seiner Seite steht das schwarze Kätzchen Kraken, das einfach unglaublich süß und charmant ist.

Der Weltenaufbau wird nur in groben Zügen skizziert. Man erfährt einige grundlegende Informationen über unterschiedliche Arten von Hexen sowie über die politischen Spannungen mit einem benachbarten Königreich. Stattdessen richtet sich der Fokus klar auf das Leben am Hof und die Ereignisse im Palastalltag. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht zu lesen. Die Geschichte fließt ruhig dahin und nimmt sich Zeit für ihre Figuren, ihre Beziehungen und das alltägliche Leben am Hof. Große Action oder dramatische Wendungen stehen nicht im Mittelpunkt. Stattdessen lebt die Geschichte von Atmosphäre, Humor und vielen kleinen, liebevollen Details.

Ein kleiner Kritikpunkt waren für mich allerdings die Trinkgelage und die daraus entstehenden Situationen. Diese Passagen wirkten etwas übertrieben und haben für mich nicht wirklich zur Handlung beigetragen. Sie fühlten sich eher wie unnötige Einschübe an und passten nicht ganz zu der ansonsten sehr charmanten und warmen Stimmung des Buches. Ein weiterer Punkt: Wer auf durchgehende Spannung hofft, wird hier eher nicht fündig. Das Tempo ist ruhig, oft sogar sehr gemächlich. Dafür lädt das Buch umso mehr dazu ein, einfach abzuschalten und in eine gemütliche Fantasywelt einzutauchen. Wer dieses Buch zur Hand nimmt, sollte auf jeden Fall ein paar Snacks griffbereit haben. Die vielen Szenen in der Schlossküche und die köstlich beschriebenen Gerichte wecken garantiert Appetit.

Fazit: The House Witch bildet den Beginn einer warmherzigen Cozy-Fantasy-Reihe. Der erste Band entwickelt sich ruhig, strahlt viel Atmosphäre aus und steckt voller charmanten Szenen. Wer Spannung und Action erwartet, wird hier eher weniger fündig. Wer jedoch eine warmherzige Fantasygeschichte mit ungewöhnlichem Protagonisten, Humor und einer gemütlichen Stimmung mag, dürfte viel Freude daran haben. Perfekt für entspannte Leseabende.

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