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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2026

eine tolle Zeitreise

You and Me - Die zweite erste Liebe
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„You and Me – Die zweite erste Liebe“ von Emlyn Rees und Josie Lloyd hat mich komplett überrascht – und absolut begeistert! Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen, weil ich es einfach nicht aus ...

„You and Me – Die zweite erste Liebe“ von Emlyn Rees und Josie Lloyd hat mich komplett überrascht – und absolut begeistert! Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Zeitreise-Romanen, aber dieser hier hat mich total abgeholt. Die Idee, dass Adam und Jules mithilfe alter Mixtapes in ihre gemeinsame Vergangenheit reisen können, ist nicht nur originell, sondern auch unglaublich emotional umgesetzt. Man begleitet ein Paar, das sich einst leidenschaftlich geliebt hat, dessen Beziehung aber nach Jahrzehnten im Alltag etwas verloren gegangen ist – und plötzlich bekommen beide die Chance, genau diese besonderen Momente noch einmal zu erleben.

Besonders spannend fand ich, wie sich nach jeder Reise in die Vergangenheit die Gegenwart verändert hat. Ich war jedes Mal neugierig, welche kleinen oder großen Auswirkungen ihre Entscheidungen haben würden. Das hat dem Buch eine richtig tolle Dynamik gegeben und dafür gesorgt, dass ich ständig weiterlesen wollte.

Auch die emotionale Ebene hat mich sehr berührt. Es geht nicht nur um Nostalgie, sondern auch um die Frage, was eine Beziehung wirklich ausmacht – und ob man die Liebe wiederfinden kann, wenn sie im Alltag unterzugehen droht.

Ein echtes Highlight war für mich außerdem die Playlist auf Spotify. Die Songs, die Adam und Jules miteinander verbinden, haben die Geschichte noch lebendiger gemacht und perfekt die Stimmung der jeweiligen Momente eingefangen.

Für mich ein rundum gelungener Liebesroman: herzerwärmend, klug, unterhaltsam und mit einer wunderschönen Idee umgesetzt. Absolute Empfehlung – selbst (oder gerade!) für alle, die sonst keine Zeitreisegeschichten lesen.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

toll geschrieben

John of John
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Nachdem Douglas Stuart mit „Shuggie Bain“ so gefeiert wurde (auch wenn ich es selbst noch nicht gelesen habe), war meine Erwartung an „John of John“ entsprechend hoch – und gleichzeitig war ich neugierig, ...

Nachdem Douglas Stuart mit „Shuggie Bain“ so gefeiert wurde (auch wenn ich es selbst noch nicht gelesen habe), war meine Erwartung an „John of John“ entsprechend hoch – und gleichzeitig war ich neugierig, ob mich sein Stil genauso packen würde.

Der Einstieg hat es mir ehrlich gesagt nicht leicht gemacht. Ich fand die ersten Seiten ziemlich sperrig, fast ein wenig unzugänglich, und brauchte eine Weile, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Doch sobald ich angekommen war, hat mich der Roman komplett abgeholt.

Stuart schreibt einfach unglaublich eindringlich. Sein Stil ist dicht, atmosphärisch und voller Zwischentöne – jede Szene wirkt durchdrungen von Emotion, ohne dass sie sich aufdrängt. Besonders beeindruckt hat mich, wie er diese raue, karge Welt der schottischen Insel einfängt: das harte Leben, geprägt von Arbeit, Tradition und einer gewissen Enge, und gleichzeitig diese seltsam schöne, fast fragile Menschlichkeit, die darin aufblitzt.

Im Mittelpunkt steht Cal, der nach seiner Zeit in Edinburgh zurück auf die Insel muss – zurück zu seinem Vater John, zu einem Leben, dem er eigentlich entkommen wollte. Zwischen den beiden liegt so viel Ungesagtes: eine tiefe Verbundenheit, aber auch Distanz, geprägt von Erwartungen, Strenge und Geheimnissen. Cal ringt mit sich selbst, mit seiner Identität und dem Wunsch nach Nähe, die er in dieser Umgebung kaum offen leben kann. Gerade diese inneren Konflikte und die leise Spannung zwischen den Figuren haben mich sehr berührt.

Was mich besonders fasziniert hat, ist, wie Stuart Themen wie Pflicht, Scham, Liebe und Selbstfindung miteinander verwebt, ohne sie jemals plakativ werden zu lassen. Alles bleibt fein austariert und wirkt dadurch umso intensiver.

Und ganz ehrlich: Ich habe mich beim Lesen auch gefragt, wie es eigentlich sein kann, dass dieses Buch in Deutschland fast einen Monat früher erscheint als im englischsprachigen Raum – da haben wir es wirklich gut erwischt.

Für mich ein beeindruckender Roman, der vielleicht etwas Anlauf braucht, dann aber mit einer unglaublichen sprachlichen Kraft und emotionalen Tiefe belohnt. Ganz klar 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

unsichtbar werden

Mit anderen Augen
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„Mit anderen Augen“ von Jane Tara hat mich wirklich begeistert. Die Grundidee, Tilda nach und nach „verschwinden“ zu lassen, ist nicht nur originell, sondern auch unglaublich treffend umgesetzt. Dieses ...

„Mit anderen Augen“ von Jane Tara hat mich wirklich begeistert. Die Grundidee, Tilda nach und nach „verschwinden“ zu lassen, ist nicht nur originell, sondern auch unglaublich treffend umgesetzt. Dieses langsame Unsichtbarwerden wirkt zuerst fast skurril, entwickelt aber schnell eine tiefere, berührende Bedeutung.

Im Mittelpunkt steht Tilda Finch, eine 52-jährige, erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingen. Als sie eines Tages feststellt, dass ihr kleiner Finger einfach verschwunden ist – ohne Schmerzen oder sichtbare Spuren –, beginnt für sie eine außergewöhnliche Reise. Die Diagnose „Unsichtbarkeit“ klingt zunächst absurd, wird aber im Verlauf der Geschichte zu einer starken Metapher: für das Gefühl, im Laufe des Lebens übersehen zu werden, sich selbst zu verlieren und nicht mehr wirklich wahrgenommen zu werden.

Besonders gut gefallen hat mir, wie Tilda mit dieser Situation umgeht. Statt zu verzweifeln, begegnet sie ihrem Schicksal mit Humor, Mut und einer gewissen Selbstironie. Ihr innerer Wandel ist authentisch und inspirierend – sie beginnt, sich selbst wieder wahrzunehmen und neu zu entdecken, während sie äußerlich immer mehr verschwindet.

Der Schreibstil von Jane Tara ist dabei ein echtes Highlight. Leicht, flüssig und gleichzeitig einfühlsam erzählt, schafft sie es, ernste Themen mit einer angenehmen Leichtigkeit zu verbinden. Man liest das Buch schnell weg, bleibt aber gedanklich noch lange daran hängen.

Für mich ein rundum gelungenes Buch mit einer ungewöhnlichen Idee, viel Herz und einer starken Botschaft. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.03.2026

großartig

The Night We Met
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Ich habe inzwischen mehrere Romane von Abby Jimenez gelesen und auch The Night We Met hat mich wieder komplett begeistert. Für mich schafft sie es wie kaum eine andere Autorin, Humor, Emotionen und ernste ...

Ich habe inzwischen mehrere Romane von Abby Jimenez gelesen und auch The Night We Met hat mich wieder komplett begeistert. Für mich schafft sie es wie kaum eine andere Autorin, Humor, Emotionen und ernste Themen so zu verbinden, dass man gleichzeitig lachen, mitfiebern und manchmal auch schlucken muss.

Die Geschichte beginnt mit einer scheinbar kleinen Entscheidung: Larissa muss sich nach einem Abend entscheiden, von welchem der beiden besten Freunde sie nach Hause gefahren wird. Sie wählt Mike – ohne zu ahnen, dass sie damit vielleicht den falschen Mann auswählt. Denn obwohl sie und Mike kurze Zeit später ein Paar werden, ist er oft nicht da, wenn sie ihn braucht. Stattdessen ist es immer wieder Chris, Mikes bester Freund, der für sie da ist. Je mehr Zeit Larissa und Chris miteinander verbringen, desto deutlicher wird, dass zwischen ihnen eine Verbindung besteht, die sie nicht ignorieren können – auch wenn sie Mike niemals absichtlich verletzen wollen.

Normalerweise bin ich kein großer Fan von Love Triangles, aber Abby Jimenez schafft es tatsächlich, selbst dieses Trope so zu schreiben, dass es sich authentisch und emotional richtig anfühlt. Man versteht jede Figur und jede Entscheidung, und genau das macht die Geschichte so fesselnd.

Was ich außerdem an ihren Büchern liebe: In fast jedem Roman taucht ein Hund auf – und auch hier wieder! Diese kleinen tierischen Momente geben der Geschichte einfach noch mehr Herz. Besonders gefreut habe ich mich auch über das Wiedersehen mit bekannten Figuren aus der Reihe. Man muss die anderen Bücher definitiv nicht gelesen haben, um die Geschichte zu verstehen, aber Fans werden sich freuen, wenn vertraute Charaktere auftauchen – wie zum Beispiel Xavier, der Tierarzt aus dem letzten Band, bei dem Larissa mit ihrem Hund vorbeischaut.

Für mich war The Night We Met wieder genau das, was ich von Abby Jimenez erwarte: warmherzig, emotional, humorvoll und absolut süchtig machend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe jede Seite genossen. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.02.2026

tolles Familienkochbuch

Cooking for Family
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„Cooking for Family“ von Julia Lanzke ist für mich genau das Kochbuch, das im turbulenten Familienalltag gefehlt hat. Wer hier Sterneküche oder ausgefallene Gourmet-Techniken erwartet, wird sie nicht finden ...

„Cooking for Family“ von Julia Lanzke ist für mich genau das Kochbuch, das im turbulenten Familienalltag gefehlt hat. Wer hier Sterneküche oder ausgefallene Gourmet-Techniken erwartet, wird sie nicht finden – und genau das ist die große Stärke dieses Buches.

Statt komplizierter Rezepte liefert Julia Lanzke über 100 alltagstaugliche Gerichte und clevere Küchen-Hacks, die schnell gelingen und wirklich der ganzen Familie schmecken. Besonders hilfreich finde ich die Wochenpläne, die endlich die tägliche Frage „Was koche ich heute?“ beantworten. Dazu kommen praktische Ideen zur Resteverwertung, sodass weniger Lebensmittel im Müll landen, sowie ein durchdachter Vorrats-Guide, der nicht nur Zeit, sondern auch Geld spart.

Man merkt auf jeder Seite, dass hier jemand schreibt, der den Familienalltag kennt. Die Rezepte sind unkompliziert, gut erklärt und ohne unnötigen Schnickschnack – genau das, was man nach einem langen Tag braucht. Dieses Buch nimmt Druck raus und macht das Kochen wieder angenehm und machbar.

Ich schaue auch sehr gerne die YouTube-Videos von Julia („mamiblock“) und finde es toll, viele ihrer Ideen nun gesammelt in Buchform zu haben. Ihre sympathische, pragmatische Art spiegelt sich auch im Kochbuch wider. Es fühlt sich an, als würde eine gute Freundin ihre besten Tipps teilen.

„Cooking for Family“ ist kein Buch für hohe Kochkunst – sondern für echtes, ehrliches Familienessen. Wer stressfrei kochen, Zeit sparen und alle am Tisch glücklich machen möchte, wird dieses Buch lieben. Für mich eine klare 5-Sterne-Empfehlung!

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