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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2026

großartig

The Night We Met
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Ich habe inzwischen mehrere Romane von Abby Jimenez gelesen und auch The Night We Met hat mich wieder komplett begeistert. Für mich schafft sie es wie kaum eine andere Autorin, Humor, Emotionen und ernste ...

Ich habe inzwischen mehrere Romane von Abby Jimenez gelesen und auch The Night We Met hat mich wieder komplett begeistert. Für mich schafft sie es wie kaum eine andere Autorin, Humor, Emotionen und ernste Themen so zu verbinden, dass man gleichzeitig lachen, mitfiebern und manchmal auch schlucken muss.

Die Geschichte beginnt mit einer scheinbar kleinen Entscheidung: Larissa muss sich nach einem Abend entscheiden, von welchem der beiden besten Freunde sie nach Hause gefahren wird. Sie wählt Mike – ohne zu ahnen, dass sie damit vielleicht den falschen Mann auswählt. Denn obwohl sie und Mike kurze Zeit später ein Paar werden, ist er oft nicht da, wenn sie ihn braucht. Stattdessen ist es immer wieder Chris, Mikes bester Freund, der für sie da ist. Je mehr Zeit Larissa und Chris miteinander verbringen, desto deutlicher wird, dass zwischen ihnen eine Verbindung besteht, die sie nicht ignorieren können – auch wenn sie Mike niemals absichtlich verletzen wollen.

Normalerweise bin ich kein großer Fan von Love Triangles, aber Abby Jimenez schafft es tatsächlich, selbst dieses Trope so zu schreiben, dass es sich authentisch und emotional richtig anfühlt. Man versteht jede Figur und jede Entscheidung, und genau das macht die Geschichte so fesselnd.

Was ich außerdem an ihren Büchern liebe: In fast jedem Roman taucht ein Hund auf – und auch hier wieder! Diese kleinen tierischen Momente geben der Geschichte einfach noch mehr Herz. Besonders gefreut habe ich mich auch über das Wiedersehen mit bekannten Figuren aus der Reihe. Man muss die anderen Bücher definitiv nicht gelesen haben, um die Geschichte zu verstehen, aber Fans werden sich freuen, wenn vertraute Charaktere auftauchen – wie zum Beispiel Xavier, der Tierarzt aus dem letzten Band, bei dem Larissa mit ihrem Hund vorbeischaut.

Für mich war The Night We Met wieder genau das, was ich von Abby Jimenez erwarte: warmherzig, emotional, humorvoll und absolut süchtig machend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe jede Seite genossen. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.02.2026

tolles Familienkochbuch

Cooking for Family
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„Cooking for Family“ von Julia Lanzke ist für mich genau das Kochbuch, das im turbulenten Familienalltag gefehlt hat. Wer hier Sterneküche oder ausgefallene Gourmet-Techniken erwartet, wird sie nicht finden ...

„Cooking for Family“ von Julia Lanzke ist für mich genau das Kochbuch, das im turbulenten Familienalltag gefehlt hat. Wer hier Sterneküche oder ausgefallene Gourmet-Techniken erwartet, wird sie nicht finden – und genau das ist die große Stärke dieses Buches.

Statt komplizierter Rezepte liefert Julia Lanzke über 100 alltagstaugliche Gerichte und clevere Küchen-Hacks, die schnell gelingen und wirklich der ganzen Familie schmecken. Besonders hilfreich finde ich die Wochenpläne, die endlich die tägliche Frage „Was koche ich heute?“ beantworten. Dazu kommen praktische Ideen zur Resteverwertung, sodass weniger Lebensmittel im Müll landen, sowie ein durchdachter Vorrats-Guide, der nicht nur Zeit, sondern auch Geld spart.

Man merkt auf jeder Seite, dass hier jemand schreibt, der den Familienalltag kennt. Die Rezepte sind unkompliziert, gut erklärt und ohne unnötigen Schnickschnack – genau das, was man nach einem langen Tag braucht. Dieses Buch nimmt Druck raus und macht das Kochen wieder angenehm und machbar.

Ich schaue auch sehr gerne die YouTube-Videos von Julia („mamiblock“) und finde es toll, viele ihrer Ideen nun gesammelt in Buchform zu haben. Ihre sympathische, pragmatische Art spiegelt sich auch im Kochbuch wider. Es fühlt sich an, als würde eine gute Freundin ihre besten Tipps teilen.

„Cooking for Family“ ist kein Buch für hohe Kochkunst – sondern für echtes, ehrliches Familienessen. Wer stressfrei kochen, Zeit sparen und alle am Tisch glücklich machen möchte, wird dieses Buch lieben. Für mich eine klare 5-Sterne-Empfehlung!

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Veröffentlicht am 27.01.2026

tolle Dystopie

To Cage a Wild Bird
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To Cage a Wild Bird von Brooke Fast hat mich von der ersten Seite an gepackt – und nicht mehr losgelassen. Ich liebe Dystopien, und diese hier hat wirklich alles, was ich mir wünsche: eine grausame Weltordnung, ...

To Cage a Wild Bird von Brooke Fast hat mich von der ersten Seite an gepackt – und nicht mehr losgelassen. Ich liebe Dystopien, und diese hier hat wirklich alles, was ich mir wünsche: eine grausame Weltordnung, moralische Abgründe, starke Emotionen und eine Heldin, die man nicht so schnell vergisst.

Die Welt von Dividium ist erschreckend konsequent und brutal: Entweder man lebt diszipliniert – oder man stirbt. Wer ein Verbrechen begeht, landet lebenslang im Gefängnis, wo die Oberschicht sich auch noch das grausame „Recht“ erkauft, die Insassen zu jagen. Allein diese Idee ist schon verstörend genug, um sofort Spannung aufzubauen. Als Ravens Bruder verhaftet wird, zögert sie nicht lange: Sie lässt sich selbst einsperren, um ihn zu retten. Dieser Plan ist waghalsig, verzweifelt und unglaublich mutig – und genau das macht Raven zu einer so starken Hauptfigur.

Das Gefängnis Endlock ist ein Albtraum aus Gewalt, Kontrolle und ständiger Angst. Die tödlichen Spiele, die Hierarchien unter den Insassen und die permanente Bedrohung sorgen dafür, dass man beim Lesen kaum Luft holen kann. Besonders spannend fand ich die Dynamik zwischen Raven und Vale, dem Wachmann, der eigentlich ihr Feind sein müsste – und doch immer mehr zu etwas anderem wird. Die inneren Konflikte, die daraus entstehen, sind intensiv und emotional, ohne die düstere Atmosphäre zu zerstören.

Brooke Fast schafft es, eine beklemmende, glaubwürdige Dystopie zu erschaffen, die nicht nur Spannung liefert, sondern auch Fragen nach Macht, Moral und Menschlichkeit stellt. Ich war komplett gefesselt, habe mitgefiebert, gelitten und gehofft – und genau so muss sich eine gute Dystopie anfühlen.

Für mich ist To Cage a Wild Bird ein echtes Highlight: düster, spannend, emotional und absolut mitreißend. Verdiente 5 Sterne und eine klare Empfehlung für alle, die Dystopien lieben!

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Toller Schreibstil

Hazel sagt Nein
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Hazel sagt nein von Jessica Berger Gross hat mich tief berührt. Ich fand das Buch sowohl sprachlich als auch inhaltlich wunderschön – ruhig erzählt, klug beobachtet und gleichzeitig unglaublich kraftvoll. ...

Hazel sagt nein von Jessica Berger Gross hat mich tief berührt. Ich fand das Buch sowohl sprachlich als auch inhaltlich wunderschön – ruhig erzählt, klug beobachtet und gleichzeitig unglaublich kraftvoll. Es ist eines dieser Bücher, die nicht laut sein müssen, um lange nachzuwirken.

Die Geschichte beginnt mit dem Umzug der Familie Blum von Brooklyn in die scheinbar friedliche Kleinstadt Riverburg, wo endlich alles ruhiger und geordneter werden soll. Doch gleich am ersten Schultag wird Hazels Welt erschüttert: Der Schuldirektor konfrontiert sie mit einem perfiden „Ritual“, das er sich seit Jahren erlaubt – und Hazel sagt Nein. Dieser eine Moment verändert alles. Nicht nur für sie selbst, sondern für ihre ganze Familie und die Gemeinschaft, in der plötzlich Dinge sichtbar werden, die lange verdrängt wurden.

Ich konnte mich sehr gut in Hazel hineinversetzen – in ihre Unsicherheit, ihre Wut, ihre Angst und ihren Mut. Besonders berührt hat mich, wie feinfühlig ihre inneren Konflikte geschildert werden, ohne sie zu dramatisieren. Gleichzeitig fand ich es wunderschön, dass der Roman auch die Blickwinkel der anderen Familienmitglieder einnimmt: der Eltern, der Geschwister, der Menschen drumherum. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie ein einzelnes „Nein“ Wellen schlägt und Beziehungen auf die Probe stellt.

Die Sprache ist ruhig, präzise und voller Zwischentöne, mit einem feinen Humor an genau den richtigen Stellen. Jessica Berger Gross erzählt von Machtstrukturen, Schweigen, Zusammenhalt und davon, wie schwer – und wie notwendig – es ist, für sich einzustehen.

Für mich ist Hazel sagt nein ein kluger, sensibler und sehr berührender Roman, der lange im Kopf und im Herzen bleibt. Absolute Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Ein Buch über Bücher

Mathilde und Marie
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Mathilde und Marie habe ich von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Spätestens in dem Moment, als klar wurde, dass die Geschichte in einem echten Bücherdorf spielt, war ich hoffnungslos verloren ...

Mathilde und Marie habe ich von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Spätestens in dem Moment, als klar wurde, dass die Geschichte in einem echten Bücherdorf spielt, war ich hoffnungslos verloren – mehr kann ein Buch mein Leser*innenherz kaum berühren. Bücher werden hier nicht nur erwähnt, sie werden gefeiert, wertgeschätzt und wie lebendige Wesen behandelt. Für mich als Buchliebhaber war das pures Glück.

Die Geschichte führt in das kleine Dorf Redu in den belgischen Ardennen, einen Ort, an dem die Zeit langsamer läuft und eher Freund als Feind ist. Umgeben von Wäldern und Flüssen, mit einem schiefen Kirchturm, einer kaputten Turmuhr und kaum Internet, scheint Redu aus der modernen Welt gefallen zu sein – und genau das macht seinen Zauber aus. Hier lebt die mürrische Mathilde, die sich mit dem ruhigen, unveränderlichen Dorfleben arrangiert hat. Doch als die junge Französin Marie auftaucht und der Frühling beginnt, gerät alles in Bewegung. Nicht nur die Natur erwacht, sondern auch die Menschen – und besonders Mathildes Herz.

Der Roman erzählt leise, warmherzig und voller Atmosphäre von Veränderung, Neuanfängen und der Kraft der Begegnung. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man sich wünscht, selbst durch die kleinen Gassen zu schlendern, in Buchläden zu stöbern und die Zeit einfach einmal anzuhalten. Die Sprache ist sanft, die Figuren sind liebevoll gezeichnet, und die Geschichte entfaltet sich mit einer Ruhe, die unglaublich guttut.

Mathilde und Marie ist für mich ein echtes Wohlfühlbuch, ein Liebesbrief an Bücher, an das Lesen und an Orte, an denen man wieder zu sich selbst findet. Fünf Sterne von Herzen – und ein Buch, das ich am liebsten sofort noch einmal lesen würde.

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