Profilbild von Lilofee

Lilofee

Lesejury Star
offline

Lilofee ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lilofee über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2026

Die Löwenmutter

Die Löwenmutter
0

Hera Linds neuester Roman handelt wieder nach einer wahren Geschichte.
Es geht um eine mutige Frau, die fünf Kinder großzieht.
Die Anfänge einer großen Liebe werden wunderbar erzählt. Zu Beginn liest sich
der ...

Hera Linds neuester Roman handelt wieder nach einer wahren Geschichte.
Es geht um eine mutige Frau, die fünf Kinder großzieht.
Die Anfänge einer großen Liebe werden wunderbar erzählt. Zu Beginn liest sich
der Roman fast wie ein Liebesroman. Das ändert sich aber, als es sich dann nur noch um
die Kinder dreht, weil die Liebe ihre Kraft verliert.
Dank der wirklich sehr lebendigen Schreibweise hat man das Gefühl, ein Teil zu sein. Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah mit. Das Scheitern einer Ehe und
die Kraft einer Mutter, die um ihre Kinder kämpft, wird ungeschönt wiedergegeben.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Sehr ernste Töne und Begebenheiten sind durchaus vorhanden, aber es gibt auch viel erfrischende Leichtigkeit. Genau diese Mischung macht aus diesem Buch ein Leseerlebnis. Dazu kommt die Schreibweise der Autorin, die voller Esprit und Leidenschaft ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2026

Ein packender Historischer Roman

Schwesternland
0

Die aus der Erfahrung der Entwurzelung heraus entwickelten Verhaltensweisen
und Ängste haben sich teilweise bis in die Enkelgeneration hinein vererbt.
Es stellt sich die Frage: Was bedeutet Heimat und ...

Die aus der Erfahrung der Entwurzelung heraus entwickelten Verhaltensweisen
und Ängste haben sich teilweise bis in die Enkelgeneration hinein vererbt.
Es stellt sich die Frage: Was bedeutet Heimat und wie tief ist man darin verwurzelt?
Wie stark prägt unsere Vergangenheit unser Leben?
Diese Familiengeschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. In der Gegenwart und im 17. Jahrhundert. Die Geschichte der Verfolgung der Hugenotten, das Leben der Seidenhändler
und die dramatische Flucht wurde sehr gut recherchiert.
Diese Geschichte um eine Familie und ihr Schicksal ist sehr einfühlsam und auch sehr spannend erzählt. Das Leben in Frankreich und die spätere Vertreibung. Überhaupt, was es bedeutet, aus seinem Leben gerissen zu werden.
Die Figuren bringen einen enormen Nuancenreichtum in die Handlung und
sorgen dadurch für viel Farbe und Abwechslung.
Sie alle haben ihre guten oder schlechten Eigenschaften.
Und genau diese Fehler und Macken lassen sie so natürlich und echt wirken.
Man lebt und leidet mit den Charakteren. Sie sprühen vor Leben, sodass man das Gefühl hat,
sie wahrhaft zu kennen und die Geschichte gemeinsam mit ihnen zu erleben.
Ein wunderschöner, packender historischer Roman um starke Frauen,
die sich nicht unterkriegen lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

Szenen einer Beziehung

Die beste aller Beziehungen
0

Die Geschichte von einem Paar, das unterschiedlicher nicht sein kann.
Während Er die Sicherheit sucht, hinterfragt Sie Konventionen und
sehnt sich nach der Unabhängigkeit.
Martina, eine junge Studentin ...

Die Geschichte von einem Paar, das unterschiedlicher nicht sein kann.
Während Er die Sicherheit sucht, hinterfragt Sie Konventionen und
sehnt sich nach der Unabhängigkeit.
Martina, eine junge Studentin aus Stockholm, ist eigentlich nicht so richtig an einer festen Bindung mit Gustav interessiert. Gustav wiederum versucht mit Permanenz, Martina umzustimmen. Doch Martina will sich nicht festlegen, ihr widerstrebt das alte Frauenbild.

Vorweg gesagt: Dieser Roman hat nichts an seiner Frische verloren.

Die Ich-Erzählerin Martina ist noch auf der Suche, Studium und Beruf sind für sie noch nicht
richtig greifbar. Sie weiß eigentlich nur, was sie nicht möchte.
Vor allem will sie keine Selbstaufgabe, nur, weil sie geliebt wird. Sie sträubt sich gegen festgefahrene Vorgaben und gesellschaftliche Erwartungen.
Liebe, Verantwortung und Freiheit werden hier wunderbar reflektiert.
Das alles wird mit einer wunderschönen, reduzierten Sprache atmosphärisch dicht erzählt, mit viel Sinn für die Details des Lebens.
Hier wird die Liebe nicht romantisiert, sondern Hinterfragt.
Vor allem geht es um die Frage: Kann man überhaupt lieben ohne die
eigenen Überzeugungen zu verraten?

Ein kluger Roman, der den Begriff Beziehung auf den Prüfstand stellt.
Der sich mit dem Begriff auseinandersetzt und ehrliche Antworten nicht nur fordert, sondern auch gibt.
Dieses Buch ist traurig und fröhlich, bitter und süß und einfach nur schön. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2026

Nichts ist wie es scheint

Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt
0

Das schöne Cover verspricht nicht zu viel. Ein rotes Häuschen am Waldesrand an einem idyllischen See gelegen.
Dass dort ein Mord passiert ist, ist schlecht vorstellbar.
Gleich am Anfang geht es sehr spannend ...

Das schöne Cover verspricht nicht zu viel. Ein rotes Häuschen am Waldesrand an einem idyllischen See gelegen.
Dass dort ein Mord passiert ist, ist schlecht vorstellbar.
Gleich am Anfang geht es sehr spannend los und ohne Umschweife ist man mitten drin im Geschehen.
Mattias Edvardsson hat eine besondere Ermittlerin erschaffen.
Gunni Hilding, Polizeimeisterin, ist in einer Familie aufgewachsen, die den Zeugen Jehovas angehört.
Als der kleine Robin im Wald tot aufgefunden wird, heuert der Chef vom Dezernat für Gewaltverbrechen Gunni an.
Überhaupt der Wald und die Umgebung.
Die Beschreibung der Orte und Menschen in dieser abgelegenen Gegend.
Alles ist so gut beschrieben, dass ich mich mitten drin und dazugehörig fühlte.
Der Autor spielt geschickt mit den Ängsten. Ein Mörder treibt sein Unwesen und es könnte jeder gewesen sein.
Die Charaktere sind bis in die Nebenrollen stark besetzt und sehr gut beschrieben.
Der Schreibstil ist fließend, die Kapitel sind kurz gehalten.
Dadurch wird alles sehr intensiv und besonders realistisch.
Ein guter schwedischer Krimi, atmosphärisch dicht, der durch seine Authentizität überzeugt.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt,
habe mit Rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein Wohlfühlroman

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
0


Der Leser wird richtig in die Geschichte hereingezogen.
Schon nach ein paar Zeilen wird man ein Teil dieser Familie.
Lebt und hofft mit ihnen. Möchte gar nicht mehr aufhören, zu lesen.
In zwei Zeitzonen ...


Der Leser wird richtig in die Geschichte hereingezogen.
Schon nach ein paar Zeilen wird man ein Teil dieser Familie.
Lebt und hofft mit ihnen. Möchte gar nicht mehr aufhören, zu lesen.
In zwei Zeitzonen gegliedert, liest es sich leicht und fließend.
Gefühlvoll und mitreißend wird eine richtig schöne
Wohlfühlatmosphäre erzeugt, die sich durch das ganze Buch zieht.
Dazu kommen noch die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen.
Das gibt einem das Gefühl, direkt vor Ort zu sein.
Das Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Überhaupt hat die Autorin die wunderbare Gabe, den Leser
so richtig in den Roman einzubinden.
Die Figuren überzeugen durch ihre unterschiedlichen Charakterzüge.
Sie sprühen vor Leben und Energie und zeigen die Stärke,
die in jedem einzelnen stecken kann.

Dieser Roman ist wie ein kleiner Urlaub. Kurzweilig und zum Wohlfühlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere