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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2026

Fehlende Thrilleraspekte

Pipeline
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Pipeline soll als Thriller gelten, allerdings fehlen dem Buch meiner Meinung nach alle Thrilleraspekte.

Die Geschichte wäre verständlicher und auch glaubwürdiger, wenn sie die Überschrift eines Romans, ...

Pipeline soll als Thriller gelten, allerdings fehlen dem Buch meiner Meinung nach alle Thrilleraspekte.

Die Geschichte wäre verständlicher und auch glaubwürdiger, wenn sie die Überschrift eines Romans, auch eines Politik- oder Gesellschaftsromans, erhalten würde.

Denn genau das ist es. Kritik an Großkonzernen, Kritik an der Umsetzung von Vorhaben und Einbeziehung der Bürger, Kritik auch daran, wie mit Informationen und Menschen umgegangen wird.

Der eingebrachte Thrilleraspekt lenkt nur vom Wesentlichen ab und verwirrt.

Fazit: gute Grundlage, nicht passende Ausarbeitung für das gewählte Genre.

Veröffentlicht am 08.03.2026

Multikulturell

Solothurn ruft nach Vergeltung
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Zunächst einmal passt das Cover gut in die Reihe der vorhergehenden Bände, man hat einen gewissen Wiedererkennungswert.

Auch spielen immer wieder die gleichen Personen eine große Rolle, auch wenn man ...

Zunächst einmal passt das Cover gut in die Reihe der vorhergehenden Bände, man hat einen gewissen Wiedererkennungswert.

Auch spielen immer wieder die gleichen Personen eine große Rolle, auch wenn man später einsteigt erfährt man in welchen Verhältnissen sie zueinander stehen. Man muss also nicht zwingend die Vorgängerbände gelesen haben, um dem roten Faden folgen zu können.

In dieser Folge nun geht es um Ehrenmorde und wir reisen von der Schweiz in den Kosovo.

Wir beginnen mit einem Mord, dem unweigerlich ein weiterer folgt. Bis fast zum Schluss ist unklar, welchen politischen oder auch kulturellen Verwicklungen die Morde unterliegen. Dabei bleibt die Spannung eines klassischen Kriminalromans leider auf der Strecke. Es liest sich fast eher wie ein Drehbuch zu einem Dokumentarfilm, welcher auch der Auslöser für die ganze Story an sich zu sein scheint.

Inwiefern die Hintergründe recherchiert und realistisch sind kann ich persönlich nicht beurteilen, finde die Schlüsse die gezogen werden aber logisch.

Am Ende bleibt der Leser etwas in der Luft hängend zurück, da es einen kleinen Cliffhanger gibt. Das mag ich persönlich auch nicht so gerne.

Der Schreibstil dagegen ist wirklich gut und insgesamt möchte man schon wissen, wie die Auflösung ausschaut. Die Besonderheiten eines Regionalkrimis sind aufgrund der besonderen schweizerischen Ausdrucksweisen auf jeden Fall gegeben.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Unter der Oberfläche

Giftiger Grund
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Das Cover springt sofort ins Auge. Nicht nur die auffällige Farbe, auch die ansonsten schlicht gehaltene Zeichnung passt zum Inhalt des Kriminalromans.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven ...

Das Cover springt sofort ins Auge. Nicht nur die auffällige Farbe, auch die ansonsten schlicht gehaltene Zeichnung passt zum Inhalt des Kriminalromans.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Da ist Charu, eine Fotografin und Bloggerin. Dann ist da Joran, gerade aus dem Gefängnis für einen Raubüberfall mit schwerer Körperverletzung nach 7 Jahren Haft entlassen. Und als dritte Hauptakteurin gibt es Edda, das Mädchen das zu Hause misshandelt wird und nächtliche Fluchtaktionen begeht.
Die drei treffen aufeinander, es gibt Missverständnisse, Morde und unterschwellige Anschuldigungen aus allen Richtungen, auch im privaten Umfeld der Dreien.
So richtig Spannung kommt nie auf, man fühlt sich immer mehr als geheimnisvoller Beobachter. Als wenn wir mit den dreien im Wald wären und aus einer versteckten Perspektive beobachten.
Insgesamt gut lesbar, allerdings fast eher als Roman denn als Krimi.

Veröffentlicht am 21.02.2026

Eine Tragödie

Der unsichtbare Elefant
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Thomas stürzt sich 50 Meter in die Tiefe, und das am Arbeitsplatz. In der Kanzlei wird Simon mit der Aufarbeitung beauftragt, Maria ist Zeugin und Viktor vom Kriseninterventionsteam ist erster Ansprechpartner ...

Thomas stürzt sich 50 Meter in die Tiefe, und das am Arbeitsplatz. In der Kanzlei wird Simon mit der Aufarbeitung beauftragt, Maria ist Zeugin und Viktor vom Kriseninterventionsteam ist erster Ansprechpartner für Maria und Thomas' Eltern.

Soweit die Hauptakteure dieser Geschichte.

Der Prolog hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Leider konnte der Rest des Buches dem Prolog absolut nicht standhalten.

Eine mehr oder weniger Aneinanderreihung von Gesprächen, Überlegungen, versuchter Aufklärung ohne letztendlich zu einem Ergebnis über die Motive von Thomas zu erlangen.

Ich hatte immer gehofft, dass das Ruder noch herumgerissen wird, aber die Story tröpfelt so dahin.

Das Cover finde ich sehr sprechend und wirklich gelungen. Der Rest des Buches - naja, man muss die Art mögen. Der Schreibstil ist gut lesbar und die Charaktere gut beschrieben. Der Ausflug in die NS-Zeit hätte es für mich jetzt nicht gebraucht, soll aber wohl erklären warum auch heutige Generationen über Gene noch in Angst leben.

Veröffentlicht am 15.01.2026

Parasiten mit Witz

Parasiten - Meister der Manipulation
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In diesem Sachbuch werden geläufige - jedenfalls an manchen Orten der Welt - Parasiten vorgestellt. In der Mehrzahl befinden sich darunter Darmparasiten und man bekommt schon das ein oder andere ungute ...

In diesem Sachbuch werden geläufige - jedenfalls an manchen Orten der Welt - Parasiten vorgestellt. In der Mehrzahl befinden sich darunter Darmparasiten und man bekommt schon das ein oder andere ungute Gefühl während des Lesens.

Den einzelnen Kapiteln ist eine Art Tinderseite vorangestellt, die Para-Match genannt wird. In dieser wird kurz vorgestellt was der Parasit besonders mag und was gar nicht. Das macht das ganze Thema schon mal sehr locker.

Ebenfalls ist der Schreibstil recht witzig und es werden Vergleiche aus anderen Bereichen des Lebens zur Erklärung herangezogen. Man benötigt keine Vorkenntnisse in Biologie, Chemie oder Medizin um das Buch zu verstehen.

Ein bisschen nervig ist das gendern im Buch. Um allen gerecht zu werden wird die Einzahl in der weiblichen Form und die Mehrzahl in der männlichen beschrieben, was aber leider nicht immer Sinn macht.