Platzhalter für Profilbild

Viola

Lesejury Star
offline

Viola ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Viola über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

Nicht ganz einfach, aber toll

Die Geister von La Spezia
0

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn natürlich ist mit die berühmte Autorin Mary Shelley, Autorin von Frankenstein, ein Begriff. Diese Geschichte hier, dass sie um ihren Mann trauert, war mir aber ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn natürlich ist mit die berühmte Autorin Mary Shelley, Autorin von Frankenstein, ein Begriff. Diese Geschichte hier, dass sie um ihren Mann trauert, war mir aber völlig neu und ich neugierig. Ich mag es, wenn bekannte Figuren - egal, ob real oder aus der Literatur - als Romanfiguren dargestellt werden. Die Frage "Was wäre, wenn ..." finde ich immer ganz besonders spannend.
Hier geht es um den ertrunkenen Ehemann von Mary. War es ein Unfall oder vielleicht sogar Mord?
Gemeinsam mit der exzentrischen Ermittlerin Pat will Mary diesem Geheimnis auf die Spur kommen. Spannend ist, wie das geschehen soll, denn Pat hat da ihre ganz besonderen Methoden und erlebt so quasi noch einmal neu, was Mary erlebt hat. Das fand ich eine echt coole Idee.
Gleichzeitig hat das Buch so seine Längen und es dauert ein bisschen, bis man reinwächst. Wenn man sich dann aber auf die Geschichte einlässt und mitfiebert, wird es richtig spanennd und packend! Ein wirklich interessantes Buch, das zwar nicht ganz einfach zu lesen ist, aber mich wirklich gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Persönliche Einblicke

Wasser, Felsen, Wut
0

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich die Geschichte wirklich neugierig gemacht hat. Auch das etwas andere Cover fand ich interessant. Ich habe das Buch wirklich gern gelesen, aber es sind zwei ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich die Geschichte wirklich neugierig gemacht hat. Auch das etwas andere Cover fand ich interessant. Ich habe das Buch wirklich gern gelesen, aber es sind zwei Sachen, die mich irritiert haben. Zehn Jahre nach den Ereignissen wurde dieses Buch erst verfasst. Und da frage ich mich dann, was ist von den Gedanken damals übriggeblieben, bewertet man sie als Autorin dann mit der Erfahrung dieser zehn Jahre nochmal neu? … zumal die Autorin ja erst Anfang 20 war, als das alles passiert ist, und da sind zehn Jahre dann schon eine enorme Zeitspanne.

Was mich außerdem gestört hat, ist, dass sie den beiden Personen, mit denen sie hauptsächlich in der Wildnis Kanadas unterwegs war und offensichtlich auch so prägend, nicht dankt, während im Nachwort viele Leute erwähnt wurden. Auch wenn es vielleicht schwierig geendet hat, hätte ich das schon erwartet – zumal sie ja unbedingt mit auf diese spezielle Reise wollte. Ich möchte nicht bewerten, wie die Beziehung zwischen den beiden wirklich war, und ob er seine starke Position gegenüber einer so jungen Frau ausgenutzt hat – ja, vermutlich ist das so und vor allem in der Nachschau dann schwer zu ertragen –, aber sie ist freiwillig mit in die Wildnis gegangen, wollte das unbedingt, hat andere Pläne dafür sausen lassen und sagt, wie wichtig es für sie war … Das hat mich etwas verwirrt zurückgelassen. Aber vielleicht war sie selbst damals nicht in der Lage, einen klaren Schlussstrich zu ziehen und einfach zu gehen – so wie sie es vorher durchaus gemacht hatte. Sara Püttners Verhalten, vor allem im Bezug auf Männer, konnte ich nicht immer nachvollziehen.

So oder so fand ich das Buch gut zu lesen. Die Geschichte der Autorin ist interessant und sicherlich machen viele Menschen ähnliche Erfahrungen, zumindest was die Zerrissenheit und Unsicherheit beim Aufwachsen und Erwachsenwerden betrifft. Gut gefallen haben mir die Ehrlichkeit und die tiefen Einblicke, die sie zum Teil gewährt. Aber vor allem auch die Naturerlebnisse haben mich sehr berührt. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit, Leben und Tod, Sterben, das Töten und Essen von Tieren und die Frage, warum man tut, was man tut, fand ich spannend und regen zum Nachdenken an. Die Schilderungen der Natur, der Landschaft, der Tierbeobachtungen und Wanderungen, des Lebens unterwegs und im Camp haben mir sehr gefallen. Besonders toll sind die Illustrationen, die die Autorin selbst gezeichnet hat. Davon hätte ich gerne noch viel mehr gesehen!

Veröffentlicht am 20.04.2026

Düsteres Nordland

Kalt wie die Luft
0

Jakob Webers erster Fall ist zugleich der Auftakt der Nordland-Reihe. Das Buch spielt in Bodo und auf der abgelegenen Insel Rost, die zu den Lofoten gehört. Das Setting hat mir total gut gefallen, gerne ...

Jakob Webers erster Fall ist zugleich der Auftakt der Nordland-Reihe. Das Buch spielt in Bodo und auf der abgelegenen Insel Rost, die zu den Lofoten gehört. Das Setting hat mir total gut gefallen, gerne hätte ich noch etwas mehr über die Region, die Natur und die Traditionen dort erfahren. Das düstere Flair der rauen Landschaft passt perfekt zu diesem Norwegen-Krimi, der eine tragische und ebenfalls düstere Geschichte erzählt. Oder ist es ein Thriller? Beides steht auf dem Cover, da musste ich ein bisschen schmunzeln.

So oder so hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch gerne gelesen. Ich mag es, wenn in Romanen die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander verschmelzen, sich wie zwei Stränge immer weiter umeinander drehen, bis sie eine stimmige Story ergeben. Genauso ist es hier mit dem Cold Case, der gruslige Parallelen zum aktuellen Geschehen zeigt.

Leider war für mich die Auflösung nicht ganz rund und es blieb ein offenes Ende, was ich auch nicht so gerne mag. Dennoch bin ich voller Erwartung auf den zweiten Teil der Serie und freue mich jetzt schon, mehr von Jakob Weber und seiner Partnerin Noora Yun Sande, die mir sehr gut gefallen hat, zu lesen.

Veröffentlicht am 20.03.2026

Gute Fortsetzung

Der Kuckucksjunge
0

Da ich das Vorgängerbuch "Der Kastanienmann" mit großer Begeisterung gelesen habe und nordische Krimis und Thriller sowieso insgesamt sehr gerne mag, war ich natürlich sehr neugierig auf das neue Werk ...

Da ich das Vorgängerbuch "Der Kastanienmann" mit großer Begeisterung gelesen habe und nordische Krimis und Thriller sowieso insgesamt sehr gerne mag, war ich natürlich sehr neugierig auf das neue Werk des Autors Soren Sveistrup. Ich mag es, Fortsetzungen zu lesen, wenn man die Figuren schon kennt und mag.
Auch hier präsentiert sich wieder eine interessante Geschichte, die die Leser mitnimmt nach Dänemark. Leider war das Buch nicht ganz so spannend wie sein Vorgänger und hatte einige Längen. Da habe ich mich gefragt, ob man nicht ein paar Seiten kürzen hätte können, wenn ein Buch sowieso schon fast 700 Seiten hat. Aber abgesehen davon habe ich auch diese Fortsetzung gerne gelesen.
Neben dem schrecklichen Fall kämpfen die beiden Ermittler auch mit jeder Menge privater Probleme. Das mag ich an sich schon, weil es die Protagonisten menschlicher macht, hier hätte es an der einen oder anderen Stelle auch ein bisschen weniger sein können.
Insgesamt eine gute Fortsetzung.

Veröffentlicht am 20.03.2026

Spannend, aber brutal

Revenge
0

Auf dieses Buch war ich total gespannt, die Kurzbeschreibung und der Plot haben mich neugierig gemacht. Gleichzeitig aber auch der Titel und der Untertitel, die ja schon ein bisschen in eine Richtung deuten ...

Auf dieses Buch war ich total gespannt, die Kurzbeschreibung und der Plot haben mich neugierig gemacht. Gleichzeitig aber auch der Titel und der Untertitel, die ja schon ein bisschen in eine Richtung deuten ...
Wie krass, wenn man sich vorstellt, dass man eigentlich nur was Süßes an der Tankstelle kaufen wollte und dann in so eine Geschichte verwickelt wird. Ein aboluter Horror. Und dann noch für so junge Menschen.

Das Buch liest sich gut und flott und unterhält gut. Ich war an einigen Stellen erstaunt über die Brutalität - sowohl physisch wie auch psychisch, weil es sich ja hier eigentlich um eine Jugendbuch handelt. Aber vielleicht sind junge Leser nicht so empfindlich, wie ich es bin. Immerhin gibt es am Ende des Buchs jede Menge "Triggerwarnungen".

Ich möchte nicht zu sehr auf den Inhalt eingehen, weil ich denke, dass man bei dieser Geschichte ganz schnell viel zu viel verraten kann. Allerdings kann ich sagen, dass die Wendungen zum Teil doch ziemlich unerwartet waren und sich die Verbindungen zwischen den Jugendlichen auch als sehr interessant erweisen.

Ein gutes Buch, das sich angenehm lesen lässt, auch wenn ein Hauch von Schock zurückbleibt, wenn man sich vorstellt, dass jungen Menschen all das wirklich zustoßen könnte.