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Veröffentlicht am 22.03.2026

Zwischen Wahrheit und Herz

Mornings in Boston - The Truth We Hide
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Mornings in Boston – The Truth We Hide hat mich auf eine ganz leise, aber unglaublich intensive Weise berührt. Es ist eines dieser Bücher, das sich nicht mit großen, dramatischen Momenten in den Vordergrund ...

Mornings in Boston – The Truth We Hide hat mich auf eine ganz leise, aber unglaublich intensive Weise berührt. Es ist eines dieser Bücher, das sich nicht mit großen, dramatischen Momenten in den Vordergrund drängt, sondern sich langsam entfaltet – und genau dadurch so tief geht.

Schon nach wenigen Seiten hatte ich dieses Gefühl von Ankommen. Boston als Setting wirkt dabei fast wie ein eigener Charakter: die ruhigen Morgenstunden, kleine Cafés, dieses leicht melancholische Flair, das perfekt zur Stimmung der Geschichte passt. Es ist ein Ort, an dem man sich verlieren – und vielleicht auch wiederfinden kann.

Im Mittelpunkt stehen zwei Menschen, die beide mehr mit sich herumtragen, als sie zeigen. Geheimnisse, unausgesprochene Wahrheiten und eine Vergangenheit, die sich nicht einfach abschütteln lässt. Genau das macht ihre Begegnung so besonders, aber auch so kompliziert. Die Verbindung zwischen ihnen fühlt sich von Anfang an echt an – nicht perfekt, nicht leicht, sondern vorsichtig, tastend und voller Unsicherheit.

Was mir besonders gefallen hat, ist die emotionale Tiefe. Die Autorin nimmt sich Zeit für ihre Figuren, für ihre Gedanken, ihre Zweifel und ihre Ängste. Nichts wirkt überstürzt. Stattdessen entwickelt sich alles in einem ruhigen Tempo, das Raum lässt, wirklich mitzufühlen. Man versteht, warum die Charaktere handeln, wie sie handeln – selbst dann, wenn es weh tut.

Die Liebesgeschichte ist dabei eher leise, fast schon zurückhaltend. Es sind die kleinen Momente, die zählen: Gespräche bei Kaffee, flüchtige Blicke, unausgesprochene Gefühle. Und genau diese Feinheit macht die Geschichte so besonders. Es geht nicht nur um Liebe, sondern auch um Vertrauen – und darum, wie schwer es sein kann, jemandem wirklich alles zu zeigen, was man in sich trägt.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und gleichzeitig sehr gefühlvoll. Man fliegt förmlich durch die Seiten, ohne dass es sich oberflächlich anfühlt. Vielmehr ist es dieses ruhige Erzählen, das einen immer tiefer in die Geschichte zieht.

Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann vielleicht, dass ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Intensität gewünscht hätte – ein paar Momente, die noch mehr eskalieren, noch mehr herausfordern. Aber gleichzeitig passt genau diese Zurückhaltung auch zur Geschichte und zu ihren Figuren.

Am Ende bleibt dieses warme, leicht melancholische Gefühl zurück. So, als hätte man selbst einen dieser ruhigen Morgen in Boston erlebt – mit all den Gedanken, Gefühlen und leisen Hoffnungen, die dazugehören.

Fazit:
Ein ruhiger, emotionaler New Adult Roman über Geheimnisse, Vertrauen und die Kraft, sich jemandem wirklich zu öffnen. Perfekt für alle, die Geschichten lieben, die leise beginnen und tief nachwirken.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Zwischen Obsession und Abgrund

Pretty Monster
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Pretty Monster hat mich ehrlich gesagt ziemlich sprachlos zurückgelassen – und das passiert mir nicht oft. Dieses Buch ist dunkel. Nicht nur ein bisschen „moralisch grau“, sondern wirklich unbequem, intensiv ...

Pretty Monster hat mich ehrlich gesagt ziemlich sprachlos zurückgelassen – und das passiert mir nicht oft. Dieses Buch ist dunkel. Nicht nur ein bisschen „moralisch grau“, sondern wirklich unbequem, intensiv und stellenweise schwer auszuhalten. Aber genau das macht es auch so unglaublich fesselnd.

Im Mittelpunkt steht Kyah, eine Tätowiererin mit Ecken und Kanten, die ihr Leben halbwegs im Griff hat – bis jemand beginnt, sie zu beobachten. Nicht nur beiläufig, sondern obsessiv. Jemand, der nachts in ihre Welt eindringt, ihre Grenzen überschreitet und sie auf eine Art fixiert, die gleichzeitig beängstigend und faszinierend ist. Und genau hier beginnt dieses Spiel zwischen Angst und Anziehung, das sich durch das gesamte Buch zieht.

Was mich beim Lesen am meisten gepackt hat, war dieses konstante Gefühl von Unruhe. Es gibt kaum Momente, in denen man wirklich durchatmen kann, weil immer etwas in der Luft liegt – als würde alles jederzeit eskalieren. Diese düstere, fast schon beklemmende Atmosphäre hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich dachte: Das ist falsch. Das sollte ich nicht gut finden. Und trotzdem wollte ich unbedingt weiterlesen.

Die Charaktere sind alles andere als einfach. Sie sind kaputt, widersprüchlich und treffen Entscheidungen, die man nicht immer verstehen kann. Aber genau das macht sie so interessant. Ihre Dynamik ist toxisch, intensiv und manchmal wirklich schwer zu ertragen – und trotzdem ist da diese krasse Anziehung, die man nicht ignorieren kann. Es ist keine gesunde Liebe, keine romantische Fantasie, sondern etwas Rohes, Unkontrolliertes.

Der Schreibstil passt perfekt dazu: direkt, schonungslos und ohne Filter. Es wird nichts beschönigt, weder emotional noch in den düsteren Momenten. Das macht das Ganze sehr nahbar, aber auch fordernd. Es ist definitiv kein Buch, das man mal eben zwischendurch liest – man muss sich darauf einlassen.

Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann vielleicht, dass manche Aspekte mehr auf Schock setzen als auf echte Tiefe. An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, noch mehr über die Figuren zu erfahren, noch tiefer in ihre Gedanken einzutauchen. Aber gleichzeitig ist genau dieses Chaos, diese Unberechenbarkeit ein großer Teil dessen, was die Geschichte ausmacht.

Am Ende bleibt dieses Gefühl, dass Pretty Monster einen nicht einfach loslässt. Es ist kein Buch, das man zuklappt und sofort vergisst. Es bleibt im Kopf, weil es einen herausfordert, weil es Grenzen verschiebt und weil es Emotionen auslöst, die nicht immer angenehm sind.

Fazit:
Eine kompromisslose Dark Romance über Obsession, Kontrolle und die dunklen Seiten von Anziehung. Nichts für zwischendurch – aber genau richtig, wenn man Geschichten sucht, die unter die Haut gehen und einen nicht mehr loslassen.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Wenn Licht und Dunkelheit ineinander verschwimmen

Until the Light destroys
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Until the Light destroys von Alessia Gold* hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ich liebe düstere Vampirgeschichten, und genau diese intensive, teilweise fast schon bedrohliche Atmosphäre hat ...

Until the Light destroys von Alessia Gold* hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ich liebe düstere Vampirgeschichten, und genau diese intensive, teilweise fast schon bedrohliche Atmosphäre hat mich hier total abgeholt.

Im Mittelpunkt steht Xara, die sich in einem gefährlichen Netz aus Machtspielen, Intrigen und Geheimnissen wiederfindet. Besonders spannend fand ich, wie wenig man beim Lesen wirklich sicher sein kann. Vertrauen ist hier ein rares Gut, und genau das sorgt dafür, dass die Geschichte durchgehend eine gewisse Anspannung mit sich trägt. Die Dynamik zwischen den Charakteren – vor allem zwischen Xara, Dorian und Juraj – ist geprägt von Misstrauen, Anziehung und vielen unausgesprochenen Wahrheiten. Dieses Hin und Her zwischen Nähe und Distanz hat mich wirklich gefesselt.

Was mir besonders gefallen hat, war die emotionale Intensität. Die Beziehungen sind kompliziert, manchmal widersprüchlich und alles andere als einfach. Genau das macht sie aber auch so interessant. Gleichzeitig wird die Handlung immer wieder von politischen Konflikten und Machtkämpfen zwischen den Vampirclans vorangetrieben, was der Geschichte zusätzliche Tiefe gibt.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr atmosphärisch, wodurch ich schnell in die Welt eintauchen konnte. Viele Szenen wirken fast greifbar, weil sie so stark von Emotionen und Spannung getragen werden.

Warum „nur“ vier Sterne? An manchen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Ausarbeitung oder überraschendere Wendungen gewünscht, gerade was bestimmte Entwicklungen und Konflikte angeht. Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt absolut mitgerissen.

Für mich ist Until the Light destroys eine fesselnde, düstere Romantasy mit viel Gefühl, Spannung und einer Prise Gefahr – perfekt für alle, die Geschichten mit verbotener Liebe und komplexen Charakteren lieben

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Zwischen Blütenzauber und Herzklopfen

Mont Lacroix (Band 1) - Longing for Lelibeth
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Ich habe mich beim Lesen sofort in das Setting verliebt. Das Luxushotel Mont Lacroix inmitten der Berge fühlt sich nicht nur wie eine Kulisse an, sondern wie das Herz der Geschichte. Und genau das macht ...

Ich habe mich beim Lesen sofort in das Setting verliebt. Das Luxushotel Mont Lacroix inmitten der Berge fühlt sich nicht nur wie eine Kulisse an, sondern wie das Herz der Geschichte. Und genau das macht es für mich so besonders: Für Lelibeth ist das Hotel nicht einfach nur der Betrieb ihrer Familie – es ist ihr Zuhause, ihr Traum und der Ort, an dem sie sich endlich beweisen will. Ihre Idee, eine exklusive Hochzeit auszurichten, ist mehr als nur ein Event. Es ist ihr Statement.

Dass sie dafür ausgerechnet auf Noah Benz angewiesen ist, sorgt von Anfang an für diese ganz besondere Spannung. Ich habe die Dynamik zwischen den beiden wirklich geliebt. Dieses ständige Aneinandergeraten, die provokanten Kommentare, das unterschwellige Knistern – man merkt einfach, dass da mehr ist, als beide zugeben wollen. Gerade weil Noah ihren Plan kritisch sieht und sich nicht einfach einfügt, entstehen richtig gute Dialoge.

Was die Geschichte für mich emotional gemacht hat, ist der Konflikt im Hintergrund: Noahs familiäre Verbindung zur Konkurrenz des Hotels. Dieses Wissen schwebt wie eine unsichtbare Grenze zwischen ihnen. Es geht nicht nur um Gefühle, sondern auch um Loyalität, Stolz und darum, auf welcher Seite man steht. Dadurch bekommt die Liebesgeschichte eine Tiefe, die über reines Knistern hinausgeht.

Ich mochte außerdem die Einblicke in die Hotelwelt – die Organisation, der Druck, alles perfekt machen zu wollen. Man spürt Lelibeths Ehrgeiz, aber auch ihre Unsicherheiten. Sie ist stark und zielstrebig, aber eben nicht unfehlbar. Genau das hat sie für mich greifbar gemacht.

Warum „nur“ vier Sterne? Weil ich mir stellenweise noch etwas mehr emotionale Wucht gewünscht hätte – ein paar Szenen hätten für mich noch intensiver sein können. Trotzdem hat mich die Geschichte total abgeholt. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und mich über jeden kleinen Moment zwischen Lelibeth und Noah gefreut.

Für mich ist Mont Lacroix – Longing for Lelibeth eine romantische Geschichte über Träume, Konkurrenz und die Frage, ob man für die Liebe ein Risiko eingeht – selbst wenn viel auf dem Spiel steht.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Paris, Glamour & Gefühlschaos

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Les Bouttiers – Wir sind jetzt hat mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen — vor allem wegen des Settings. Die Modewelt in Paris fühlt sich lebendig und glamourös an, und ich mochte die Mischung aus ...

Les Bouttiers – Wir sind jetzt hat mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen — vor allem wegen des Settings. Die Modewelt in Paris fühlt sich lebendig und glamourös an, und ich mochte die Mischung aus Familienintrigen, Gefühlen und großen Erwartungen sehr.

Elodie fand ich als Protagonistin insgesamt gelungen. Sie wirkt stark und entschlossen, aber gleichzeitig merkt man ihr die Unsicherheit und den Druck deutlich an. Genau diese Mischung macht sie greifbar. Besonders spannend fand ich ihre emotionale Zerrissenheit — zwischen Pflicht, Vergangenheit und den Gefühlen, die sie eigentlich lieber ignorieren würde.

Auch die männlichen Figuren bringen ordentlich Spannung rein. Adam ist zunächst eher schwer zu durchschauen, was ihn interessant macht, während Gabriel nochmal eine ganz andere Dynamik in die Geschichte bringt. Das Liebesdreieck sorgt definitiv für Drama und einige Momente, bei denen ich innerlich hin- und hergerissen war.

Der Schreibstil von Antonia Wesseling liest sich sehr flüssig, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Besonders die emotionalen Szenen und die Atmosphäre in Paris haben mir gut gefallen. Gleichzeitig hätte ich mir stellenweise noch etwas mehr Tiefe bei den Figuren gewünscht, damit manche Entscheidungen noch stärker wirken.

Trotzdem: Für mich war es eine unterhaltsame, gefühlvolle Romance mit viel Glamour und Emotionen, die definitiv Lust auf mehr aus der Reihe macht. Wenn du Love-Triangle, Fashion-Vibes und dramatische Gefühle liebst, solltest du das Buch auf jeden Fall im Blick behalten.

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