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Veröffentlicht am 22.03.2026

Zwischen Trauma, Rettungseinsätzen und neuen Gefühlen

Anatomy of a Broken Heart
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Seit ihr erster Freund Flynn bei einem Autounfall gestorben ist, hat Gracie nur ein Ziel, und zwar Paramedic zu werden und Leben zu retten. Durch viel Glück bekommt sie einen Praktikumsplatz im Rettungsdienst ...

Seit ihr erster Freund Flynn bei einem Autounfall gestorben ist, hat Gracie nur ein Ziel, und zwar Paramedic zu werden und Leben zu retten. Durch viel Glück bekommt sie einen Praktikumsplatz im Rettungsdienst des Creighton Fire Departments. Mit wem sie dort allerdings nicht gerechnet hätte, ist Flynns bester Freund Holden, mit dem sie damals ebenfalls sehr viel Zeit verbracht hat. Dadurch, dass sich die beiden nun jeden Tag sehen und gemeinsam auf Einsätze gehen, lassen sich die Gefühle, die Gracie unbedingt verdrängen wollte, nur schwer ignorieren. Sie will sich allerdings auf keinen Fall verlieben und erst recht nicht in Holden...

Die Charaktere:

Gracie ist an sich eine sympathische Protagonistin, die sich auch viele Jahre nach dem Unfall ihres ersten Freundes leider nicht wirklich davon erholt hat. Ich fand ihre Geschichte sehr mitreißend, sie fand ich zeitweise allerdings auch unheimlich anstrengend, genau weil sie einfach nicht loslassen kann und lieber vor ihren Problemen wegrennt, als sich ihnen zu stellen.
Holden hingegen fand ich sehr erwachsen, und er ist definitiv ein sympathischer Protagonist, der zu seinen Gefühlen steht und sie nicht versteckt. Was ich bei ihm jedoch etwas schwierig fand, war, das Thema Consent, da er an ein paar sehr wenigen Stellen ignoriert hat, dass Gracie in diesem Moment nicht auf diese Weise von ihm berührt werden wollte.

Die Umsetzung:

Ich mag Grey’s Anatomy richtig gerne und fand, dass das Buch sehr interessant klang. Der Schreibstil gefiel mir sehr, und ich mochte auch, dass die Geschichte aus der Sicht beider Protagonisten erzählt wird.
Das Setting mochte ich sehr, und ich hatte stellenweise das Gefühl, dass dieses Buch ein richtig guter Film sein könnte. Gracies Gründe, warum sie in den Rettungsdienst gehen möchte, fand ich sehr nachvollziehbar, und die Geschichte hat mich emotional auf jeden Fall berührt. Wie sie allerdings versucht, vor ihrer Vergangenheit wegzulaufen, wirkte manchmal etwas kindisch.
Wie sich die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten entwickelt und wie immer mehr Details aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit ans Licht kommen, fand ich gut umgesetzt. Die Gefühle zwischen den beiden hätten meiner Meinung nach jedoch etwas intensiver sein können, da sie relativ oberflächlich gehalten wurden und genau diese Tiefe hat mir leider gefehlt.
Was ich an diesem Buch jedoch besonders gut fand, war, dass es keinen klassischen Third‑Act‑Breakup gab, der durch irgendeine unnötige Misskommunikation ausgelöst wird. Das Ende hatte jedoch trotzdem Spannungselemente und gefiel mir sehr gut.

Mein Fazit:

Wer Lust auf eine schöne, aber etwas traurige Romance für zwischendurch hat, sollte sich Gracies und Holdens Geschichte auf jeden Fall anschauen. Ich habe das Buch gerne gelesen und gebe ihm 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine erfrischend andere Vampirgeschichte mit starkem Setting

Die Erhabenen - Liebe, so rot wie Blut
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Amalia ist eine Vampirin und wird am Winter-Institut zum ersten Mal mit ihren unkontrollierten Gefühlen konfrontiert, da die Insel in der Keltischen See, auf der sich das Institut befindet, der einzige ...

Amalia ist eine Vampirin und wird am Winter-Institut zum ersten Mal mit ihren unkontrollierten Gefühlen konfrontiert, da die Insel in der Keltischen See, auf der sich das Institut befindet, der einzige Ort ist, an dem ihre Kräfte außer Kraft gesetzt werden können. Dort trifft sie auf Caelan. Er ist allerdings ein Mensch, und egal, was sie für ihn empfindet, sie darf diesen Gefühlen eigentlich nicht nachgeben, da das unheimlich viel gefährden könnte. Zudem hat Caelan eine Entdeckung gemacht, die von den Erhabenen unter allen Umständen geheim gehalten werden muss und für die man ihn sogar töten würde...

Die Charaktere:

Amalia ist zwar eine Erhabene, besitzt aber trotz ihrer Fähigkeit, Gefühle zu unterdrücken, deutlich mehr Empathie als der Rest ihrer Schulkameraden. Sie schafft es außerdem, sich selbst zu reflektieren. Ich fand es super interessant, ihre Entwicklung mitzuerleben, da sich ihr Charakter im Laufe der Geschichte sehr stark und auf eine positive Art verändert hat.
Was ich von Caelan halten soll, weiß ich noch nicht ganz. Er ist ein interessanter Protagonist, aber vieles um seine Person bleibt ungewiss. Ich hoffe, dass ich mir im zweiten Band ein klareres Bild von ihm machen kann, grundsätzlich mochte ich ihn aber.

Die Umsetzung:

Bei Vampirbüchern bin ich oft hin‑ und hergerissen zwischen „gut umgesetzt“ und „viel zu klischeehaft“. Hier fand ich die Umsetzung tatsächlich richtig gut, weil es einfach mal etwas komplett anderes war und kaum Klischees bedient wurden.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, leicht zu lesen, bildlich und fließend. Außerdem gefiel mir, dass das Buch hauptsächlich aus Amalias Sicht geschrieben ist, zwischendurch aber auch Perspektiven anderer Schüler oder z. B. Caelans eingebaut werden.
Dass die Vampire in dieser Welt so etwas wie indirekte Herrscher sind, fand ich spannend, auch wenn dieser Aspekt eher eine untergeordnete Rolle spielt, da die Geschichte hauptsächlich auf der Insel des Instituts stattfindet und sich die Inselbewohner den Erhabenen nicht unterordnen wollen.
Die Geschichte enthält neben den Gesetzgebungen der Welt viele spannende Elemente, die mir persönlich sehr zugesagt haben.
Was mich jedoch gestört hat, war, dass Amalia und Caelan schon nach nur einem Treffen „alle Hüllen fallen lassen“ haben und die Liebesgeschichte dadurch relativ flach wirkt, eher wie Neugier und äußerliche Anziehung als echte Gefühle. Ich hoffe, dass ihre Beziehung im nächsten Band mehr Tiefe bekommt.
Das Ende ist tatsächlich ziemlich gemein, und ich möchte die Geschichte auf jeden Fall weiterverfolgen.

Mein Fazit:

Wer eine etwas andere Vampirgeschichte lesen möchte, mit vielen Spannungselementen und einem düsteren Inselsetting, sollte sich dieses Buch definitiv genauer ansehen. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und gebe diesem Teil 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine faszinierende, orientalisch angehauchte Fantasywelt mit viel Potenzial

Heart of Night and Fire
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Zarya lebt schon ihr ganzes Leben in Gefangenschaft, in einer Hütte im Sumpf, wo sie niemand finden kann. Sie wurde allerdings als Kämpferin ausgebildet und wuchs mit dem Wissen auf, nicht viel Magie zu ...

Zarya lebt schon ihr ganzes Leben in Gefangenschaft, in einer Hütte im Sumpf, wo sie niemand finden kann. Sie wurde allerdings als Kämpferin ausgebildet und wuchs mit dem Wissen auf, nicht viel Magie zu besitzen. Eines Tages verschwindet Row, der sie all die Jahre aufgezogen hat, und Zarya nutzt die Chance zu fliehen. Durch Zufall landet sie in der Juwelenstadt Dharati, die jede Nacht von Dämonen heimgesucht wird. Zarya lernt dort viele neue Menschen kennen und schließt sich den Verteidigern der Stadt an, deren Kommandant Vikram sich sehr gut mit ihr versteht. Niemand, nicht mal er, darf hinter Zaryas Geheimnis kommen, da sie sonst in Gefahr wäre und was hat das alles mit dem geheimnisvollen Fremden aus ihren Träumen zu tun?

Die Charaktere:

Zarya hatte ihr komplettes Leben in vollkommener Isolation verbracht und diese Zeit genutzt, um zu lernen sich selbst zu verteidigen und von der Welt da draußen zu träumen. Sie möchte unbedingt Neues sehen und ihre neu gewonnene Freiheit nutzen. Als sie dann in die Juwelenstadt kommt, zweifelt sie ihr ganzes vorheriges Leben an.
Ich fand sie sehr sympathisch, wenn auch etwas zu vertrauenswürdig und die restlichen Charaktere fand ich ebenfalls sehr interessant, vor allem, wie sich die Beziehungen zwischen den Charakteren entwickelt und verändert haben, fand ich super spannend.

Umsetzung:

Ich habe schon das „Die Artefakte von Uranus“-Quartett der Autorin gelesen und mochte diese Reihe unheimlich gerne. Der Schreibstil hier hat mich etwas überrascht, da er in der Erzählperspektive geschrieben ist. Ich mochte ihn jedoch trotzdem, allerdings fand ich die Namen sehr verwirrend, weil ich oft nicht genau wusste, welcher Charakter mit welchem Namen gemeint ist, da viele sich irgendwie ähnlich waren. Es gibt am Ende des Buches ein Glossar für die Orte und magischen Wesen, allerdings wäre eines für die Charaktere ebenfalls sehr praktisch gewesen.
Das Setting des Buches gefiel mir übrigens sehr gut. Auch wenn die Orte der Handlung etwas begrenzt waren, finde ich die magische Welt in der Geschichte sehr faszinierend und würde gerne mehr davon lesen. Die Geschichte an sich gefiel mir ebenfalls sehr gut, da sie spannend war und relativ viele unerwartete Wendungen hatte. Die Gefühle blieben bis jetzt jedoch noch etwas auf der Strecke, was sich im nächsten Band hoffentlich ändern wird. Das Ende hat auf jeden Fall einen Cliffhanger, und da ich das Buch sehr mochte, werde ich den nächsten Band definitiv ebenfalls lesen.

Mein Fazit:

Trotz der etwas verwirrenden Namen fand ich die Geschichte sehr unterhaltsam und spannungsgeladen. Diese orientalisch angehauchte Welt hat es mir auf jeden Fall angetan, und ich hoffe, im nächsten Band sehen wir noch mehr davon. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Olympia‑Träume, Fake Dating und Herzklopfen

Goldcrest Manor - Sunlit Grove
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Maeve ist eine talentierte Dressurreiterin und ihr Traum ist es, bei Olympia mitzumachen. Als die Belästigungen von ihrem Trainer Paul immer schlimmer werden, entschließt sie sich, Archie, welcher während ...

Maeve ist eine talentierte Dressurreiterin und ihr Traum ist es, bei Olympia mitzumachen. Als die Belästigungen von ihrem Trainer Paul immer schlimmer werden, entschließt sie sich, Archie, welcher während des Sommers auf Goldcrest Manor wohnt, zu fragen, ob dieser ihren Freund spielen möchte, um Paul zu signalisieren, dass sie absolut nichts von ihm möchte. Archie lässt sich auf das alles ein, da er selbst weiß, wie es ist, sich niemandem anvertrauen zu können. Umso mehr Zeit die beiden jedoch miteinander verbringen, desto weniger gespielt fühlen sich ihre Gefühle an …

Die Charaktere:

Maeve ist eine zielstrebige junge Frau, welche hart für ihren Traum kämpft, bei Olympia teilzunehmen. Sie liebt ihre Tiere über alles und möchte sich eigentlich von nichts und niemandem, auch nicht von Männern, von ihrem Ziel ablenken lassen.
Archie hatte es in seinem Leben nicht besonders leicht, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Er konnte sich nie wirklich jemandem anvertrauen, und es fällt ihm deshalb schwer, anderen zu vertrauen.
Ich mochte die Protagonisten an und für sich sehr und fand die Nebencharaktere ebenfalls ganz gut, auch wenn diese nicht unbedingt besonders erinnerungswürdig waren.

Die Umsetzung:

Da die Bücher der Reihe unabhängig voneinander lesbar sind, habe ich mit diesem hier gestartet, da mich das Fake Dating sehr angesprochen hat und ich mal wieder Lust auf eine Geschichte mit Farm-/Reitgestüt-Vibes hatte.
Der Schreibstil ist fließend zu lesen, einfach gehalten, sehr bildlich und konnte die Atmosphären in den verschiedenen Szenen sehr gut einfangen.
An sich fand ich die Geschichte gut, jedoch muss ich sagen, dass mein Hauptproblem war, dass sich die Handlung oft sehr gezogen hat. Öfter kam es mir vor, als würde die Geschichte einfach nicht vorangehen.
Das Fake Dating und generell die Thematik mit dem Reitgestüt mochte ich, und auch die Richtung, in der sich die Beziehung der beiden entwickelt hat, gefiel mir. Aber irgendwie blieben die großen Emotionen für mich ein bisschen auf der Strecke.
Es wurden in dem Buch eine Vielzahl von interessanten und teilweise auch wichtigen Themen angesprochen, und was ich sehr mochte, war, dass das Ende trotzdem sehr rund war, alle noch offenen Fragen beantwortet wurden und es nicht vollkommen übereilt oder abrupt wirkte.

Mein Fazit:

Wer kurzweilige Unterhaltung zum Thema Reitsport sucht, ist hier definitiv richtig, und auch wenn das Buch seine Längen hatte, konnte es mich, auch ohne Band 1 gelesen zu haben, sehr gut unterhalten. Die Geschichte bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Mitreißender als der erste Band

Memories So Golden Like Us (Blue Eternity 2)
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„Memories So Golden Like Us“ von Gabriella Santos de Lima, 400 Seiten, erschienen am 27. November 2025 im Forever Verlag.

Worum es geht:

Blaire hat nach dem Tod ihres Bruders alles verloren: die Anerkennung ...

„Memories So Golden Like Us“ von Gabriella Santos de Lima, 400 Seiten, erschienen am 27. November 2025 im Forever Verlag.

Worum es geht:

Blaire hat nach dem Tod ihres Bruders alles verloren: die Anerkennung ihrer Eltern, ihren Ruf als
Künstlerin und zusätzlich sorgt sie mit Alkohol und fremden Männern für einen Skandal nach dem anderen. Als sie dann von ihren Eltern gezwungen wird, an der britischen Küste im Familienstrandhaus ihre Künstlerkarriere wieder aufzunehmen, trifft sie erneut auf den ehemaligen besten Freund ihres Bruders, der einen Film über sie drehen soll. Zwischen den beiden war schon immer eine besondere Anziehung, allerdings ist er mit ihrer ehemaligen besten Freundin zusammen und hat schon damals für sehr viel Herzschmerz gesorgt …

Die Charaktere:

Blaire tat mir die meiste Zeit des Buches sehr leid, da sie sich nach dem Tod ihres Bruders selbst aufgegeben hat. Zu Beginn der Geschichte ist sie komplett am Boden. Wie sie sich jedoch aus ihrer Situation herauskämpft, fand ich trotz vieler Rückschläge sehr fesselnd.
Connor ist ein interessanter Charakter, den ich im ersten Band tatsächlich nicht auf dem Schirm hatte. Was ich an ihm nicht unbedingt mochte, war, dass er nicht wirklich eine eigene Meinung hatte und in Momenten, in denen er etwas hätte sagen müssen, einfach still geblieben oder weggegangen ist.

Die Umsetzung:

Ich habe das Buch über Blaires Bruder ebenfalls gelesen und war gespannt, wie die Geschichte seiner Schwester weitergeht. Die Geschichten sind übrigens unabhängig lesbar. Dieses Buch ist aus den Sichten beider Charaktere geschrieben und der Schreibstil ist sehr angenehm.
Das Buch war tatsächlich ein bisschen wie ein Autounfall, da Blaire sich immer wieder in neue Situationen gebracht hat, die für ihren mentalen Zustand absolut nicht förderlich waren. Ich habe mich oft gefragt, warum sie viele dieser Entscheidungen überhaupt getroffen hat. Andererseits kann ich irgendwo auch verstehen, wie kaputt der Tod ihres Bruders sie gemacht hat und jeder geht nun mal anders mit so etwas um.
Die Geschichte war trotz allem fesselnd und vollgepackt mit Emotionen. Auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass man das Buch unbedingt lesen muss, hat es mich für eine gewisse Zeit gut unterhalten, und das Ende gefiel mir zugegebenermaßen sehr gut.
Was jedoch ein bisschen zu viel war, waren die spicy Szenen, davon gab es einfach deutlich zu viele.

Mein Fazit:

Die Geschichte setzt sich sehr intensiv mit Blaires Gefühlswelt auseinander, erzählt von tiefer Trauer, zeigt, dass es okay ist zu trauern, aber dass man irgendwann auch wieder zu sich selbst finden muss. Wer ein Buch mit genau solchen Emotionen sucht, wird hier auf jeden Fall fündig.
Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sterne.

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