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yviwi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Scharfsinn der bleibt

Die Rätsel meines Großvaters
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Ich habe gerade „Die Rätsel meines Großvaters“ beendet und muss erst einmal tief durchatmen, denn dieses Buch hat mich auf eine ganz andere, leisere Art völlig gefangen genommen, als ich es von meinen ...

Ich habe gerade „Die Rätsel meines Großvaters“ beendet und muss erst einmal tief durchatmen, denn dieses Buch hat mich auf eine ganz andere, leisere Art völlig gefangen genommen, als ich es von meinen üblichen Thrillern gewohnt bin. Die Momente, in denen der Großvater trotz seiner Halluzinationen und der schwindenden Erinnerung allein durch messerscharfe Logik und Kombinationsgabe zum „Ermittler im Sessel“ wird, sind einfach brillant konstruiert. Es ist japanische Kriminalliteratur vom Feinsten – ruhig, präzise und unheimlich klug, ohne jemals reißerisch zu sein. Besonders die unzerbrechliche Verbindung zwischen Enkelin und Großvater hat mein Herz berührt und die Geschichte für mich so wertvoll gemacht. Beim Lesen fühlte ich mich mit einer großen Tasse Tee auf meinem Sofa wie auf einem kleinen, atmosphärischen Kurztrip nach Japan. Dieses Bucht hat mich nach der letzten Seite noch lange zum Nachdenken gebracht.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Zimmer 27

Das White Octopus Hotel
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Alexandra Bell hat mit „Das White Octopus Hotel“ eine Geschichte geschaffen, die mich von der ersten Seite an vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man das Gefühl ...

Alexandra Bell hat mit „Das White Octopus Hotel“ eine Geschichte geschaffen, die mich von der ersten Seite an vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man das Gefühl hat, nicht nur eine Geschichte zu lesen, sondern einen realen Ort zu betreten.

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die unglaubliche Liebe zum Detail. Die Beschreibungen des Hotels und seiner Umgebung sind so realistisch und lebendig, dass ich die mir das Personal und die Gäste so gut vorstellen konnte. Jedes Zimmer, jeder Korridor und jedes noch so kleine Einrichtungsstück scheint eine eigene, geheimnisvolle Geschichte zu flüstern und ich mochte es, dass man Seite für Seite erfahren hat, was die Gegenstände so besonders macht. Es ist kein Buch, das man mal eben schnell wegliest, sondern eins, das man richtig genießen muss, weil die Atmosphäre so dicht und besonders ist.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Wer ist er wirklich?

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie? ist ein intensiver Roman, der mit einer provokanten Grundfrage spielt und genau davon lebt: Wer ist dieser Boss wirklich – gefühlskalter Machtmensch oder brillanter ...

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie? ist ein intensiver Roman, der mit einer provokanten Grundfrage spielt und genau davon lebt: Wer ist dieser Boss wirklich – gefühlskalter Machtmensch oder brillanter Kopf mit mehr Facetten, als es zunächst scheint?

Iliana Xander zeichnet das Bild eines dominanten, komplexen Protagonisten, der polarisiert und bewusst aneckt. Die Dynamik zwischen ihm und der weiblichen Hauptfigur steht klar im Mittelpunkt und entwickelt sich spannungsgeladen, emotional und nicht selten konfliktreich. Macht, Kontrolle und Anziehung greifen ineinander und sorgen dafür, dass man die Figuren ständig hinterfragt – sowohl ihr Handeln als auch ihre Motive.

Besonders gelungen ist die psychologische Komponente der Geschichte. Die Autorin spielt geschickt mit Grauzonen und zeigt, dass Menschen nicht einfach nur gut oder böse sind. Dadurch entsteht eine gewisse Sogwirkung, die dazu führt, dass man immer weiterlesen möchte, um den Boss besser zu verstehen und hinter seine Fassade zu blicken.

Der Schreibstil ist flüssig und direkt, stellenweise sehr intensiv, was gut zur Thematik passt. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe oder ruhigere Passagen gewünscht, um bestimmten Entwicklungen noch mehr Raum zu geben.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Spukabwehr

Felix Green – Geisterseher und Geheimagent
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Im Zentrum steht Felix Green, ein Junge, der in einer etwas unkonventionellen Familie aufwächst: Seine gesamte Verwandtschaft besteht aus Geistersehern! Doch statt auf Friedhöfen spuken die Geister der ...

Im Zentrum steht Felix Green, ein Junge, der in einer etwas unkonventionellen Familie aufwächst: Seine gesamte Verwandtschaft besteht aus Geistersehern! Doch statt auf Friedhöfen spuken die Geister der Familie Green an einem Ort, wo sie wirklich gebraucht werden: in einer Geheimorganisation namens Das Amt für Spukabwehr und Geheimdienste. Als Neuzugang wird Felix mitten in einen brenzligen Fall hineingeworfen, der das Amt selbst bedroht. Die Autorin hat eine herrlich schräge Welt erschaffen, die voller witziger Details und skurriler Figuren steckt. Die Kombination aus klassischer Spionage-Action (geheime Missionen, Codes, verrückte Gadgets) und der magischen Welt der Geister und Spukgestalten funktioniert dabei überraschend gut und sorgt für jede Menge Lacher. Das Buch zeichnet sich durch ein hohes Erzähltempo und einen flotten, humorvollen Schreibstil aus. Es passiert ständig etwas Neues, sodass keine Langeweile aufkommt. Die Witze und Slapstick-Einlagen sind altersgerecht und treffen den Nerv der Zielgruppe. Besonders hervorzuheben sind die liebevollen Illustrationen von Steven Lenton, die den Text ideal ergänzen und den schrägen Humor und die fantasievolle Welt des Buches perfekt einfangen.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Klarer Durchblick

Durchblick Künstliche Intelligenz
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"Durchblick Künstliche Intelligenz" von Brian Clegg war für mich genau das, was ich gesucht habe: ein kompaktes und wirklich zugängliches Sachbuch, das die oft komplexen und missverstandenen Konzepte der ...

"Durchblick Künstliche Intelligenz" von Brian Clegg war für mich genau das, was ich gesucht habe: ein kompaktes und wirklich zugängliches Sachbuch, das die oft komplexen und missverstandenen Konzepte der Künstlichen Intelligenz (KI) endlich einmal verständlich macht. Ich fand es toll, dass Clegg die Materie mit einer angenehmen Mischung aus historischem Überblick, technischer Erklärung und philosophischer Einordnung präsentiert.

Als Leser wird man von den theoretischen Anfängen der KI – den Turing-Maschinen und den ersten Überlegungen zur Schaffung denkender Maschinen – bis hin zu den heutigen Errungenschaften des maschinellen Lernens und der generativen KI geführt. Die Stärke des Buches liegt für mich definitiv in seiner klaren Struktur und dem bewussten Verzicht auf unnötigen Fachjargon. Clegg erklärt geduldig, wie Algorithmen lernen, was der Unterschied zwischen schwacher und starker KI ist und welche Rolle Daten bei der Entwicklung spielen.

Mir gefiel auch, dass er nicht nur die faszinierenden Möglichkeiten beleuchtet, sondern sich auch den ethischen Herausforderungen und den potenziellen Risiken widmet, wie etwa dem Bias von Algorithmen oder den weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen. Für mich, die ich einen schnellen, fundierten und unaufgeregten Einstieg in das Thema KI gesucht habe, ohne mich in mathematischen Details zu verlieren, ist "Durchblick Künstliche Intelligenz" eine hervorragende Wahl. Es hat mir geholfen, die ganzen Schlagzeilen und die Mythen rund um KI besser zu verstehen und ein informierteres Urteil über diese revolutionäre Technologie zu fällen.

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