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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2026

Nordic Noir in Perfektion!

Schlafende Vulkane
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Michael Hjorth ist eine feste Größe im Nordic Noir. Dass er sich für diese Island-Thriller-Serie mit Bjarni Thorsson zusammengetan hat, erweist sich als absoluter Glücksfall – hier hat sich ein grandioses ...

Michael Hjorth ist eine feste Größe im Nordic Noir. Dass er sich für diese Island-Thriller-Serie mit Bjarni Thorsson zusammengetan hat, erweist sich als absoluter Glücksfall – hier hat sich ein grandioses Autoren-Duo gefunden. Meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Schon das Cover fängt die düstere, atmosphärische Stimmung Islands mit seinen kargen Lavafeldern perfekt ein.

Zum Inhalt: In einem Reitstall nahe Reykjavík wird eine junge Frau ermordet aufgefunden. Ihr zehnjähriger Sohn Kristofer ist spurlos verschwunden. Für die frischgebackene Ermittlerin Helga beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Junge ist in die lebensfeindlichen Lavafelder geflohen. Sie bittet Bjarki um Hilfe, während bereits eine zweite Leiche entdeckt wird. Die Ereignisse überschlagen sich.

Die Story hat mich von der ersten Seite an gefesselt – atmosphärisch dicht und mit einem sehr hohen Spannungsniveau. Kurze Kapitel, geschickte Perspektivwechsel und ein rasanter Schreibstil sorgen für ein extrem hohes Tempo. Das ungleiche Ermittler-Duo Helga und Bjarki überzeugt auf ganzer Linie, und selbst die Vita des Mörders ist bemerkenswert tiefgründig ausgearbeitet.

Ein fantastisches Leseerlebnis – ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung dieses Duos!

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Im Auftrag des Geheimdienstes – Packender Serienstart

Dunkelmann
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Ein packender und hochaktueller Agententhriller, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Nachdem Maja Birk erst von einem riskanten traumatischen Auslandseinsatz zurückgekehrt ist und sich nur kurz ...

Ein packender und hochaktueller Agententhriller, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Nachdem Maja Birk erst von einem riskanten traumatischen Auslandseinsatz zurückgekehrt ist und sich nur kurz erholen konnte, wartet schon der nächste Einsatz auf sie. Daniel Hartmann, Analyst beim dänischen Nachrichtendienst, wurde mit der Aufgabe betraut, die Identitäten einer chinesischen Delegation, die in Kopenhagen erwartet wird, genauer zu untersuchen. Einer der Delegationsteilnehmer reist mit einer falschen Identität in Dänemark ein. Maja soll als verdeckte Ermittlerin den Chinesen, die massives Interesse an Grönland und dem Polarmeer haben, näherkommen und herausfinden, was hinter dem Besuch steckt.

Die Handlung überzeugt durch enorme Dynamik und tiefgreifendes politisches Insiderwissen. Reale Einblicke in Machtpolitik und Spionage machen den Thriller unvergleichlich authentisch. Hier wurde auch die Aktualität der politischen Interessen einiger Länder sehr gut in Szene gesetzt.

Nicht zuletzt der kontinuierliche Spannungsaufbau, der klare, präzise und rasante Schreibstil, die Einblicke in die Geheimdienstarbeit und die ausgefeilten Charaktere machen diesen Thriller zu einem absoluten Pageturner. Das Cover besticht durch seinen knallgelben Titel auf dunklem skandinavischen Hintergrund und passenden Farbschnitt.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Das Moor und seine Geheimnisse - Spannende düstere Atmosphäre garantiert

Moorland. Die Zwillinge
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Das Cover und der Farbschnitt spiegeln die Atmosphäre, die den Leser hier erwartet, perfekt wider und es hat mich rein optisch schon gefesselt.

Die achtzehnjährigen Zwillinge Jana und Nike wollten für ...

Das Cover und der Farbschnitt spiegeln die Atmosphäre, die den Leser hier erwartet, perfekt wider und es hat mich rein optisch schon gefesselt.

Die achtzehnjährigen Zwillinge Jana und Nike wollten für ihren TikTok Kanal einen neuen Content aufnehmen und kommen von ihrem Ausflug ins Moor nicht zurück. Dichter Nebel und die unwegsame Landschaft machen dem eilig initiierten Suchtrupp der Dorfbewohner die Suche nach den Mädchen sehr schwer und bleibt erfolglos.

Malia, die als Kommissarin erst wieder nach 15 Jahren in die Gegend zurückkehrt, wird mit diesem Fall betraut und versucht sich den Geheimnissen und Lügen, die sich ihr offenbaren, entgegenzustellen.

Dem Autor ist es wieder einmal gelungen hier eine sehr spannende und atmosphärische Handlungsführung zu konstruieren. Man spürt regelrecht das eiskalte und nebelige Moor in der Nacht. Das unwegsame Gelände und die unheimlichen nächtlichen Schatten und Geräusche. Wer sich nicht auskennt, versinkt im nächsten Wasserloch.

Die Spannung steigt kontinuierlich, denn die Ermittlungen werden durch die vielen verdächtigen Personen nicht gerade einfacher. Als Leser kann man hier wieder wunderbar mit rätseln und tappt lange im Dunkeln. Durch die akribisch ausgearbeiteten Charaktere, das düstere Setting, die perfekt aufgebaute Handlung und den durchweg fesselnden Schreibstil wird dieser Thriller zu einem absoluten Pageturner. Ganz klare Leseempfehlung, nicht nur für Fans von Andreas Winkelmann!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein bewegender Abschied am Ende des Lebens

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Bo ist 89 und lebt mit seinem Hund Sixten allein auf dem Hof seitdem seine Frau Fredrika vor einigen Jahren an Demenz erkrankte und ins Pflegeheim musste. Seine einzige Abwechslung in seinem sehr eingeschränkten ...

Bo ist 89 und lebt mit seinem Hund Sixten allein auf dem Hof seitdem seine Frau Fredrika vor einigen Jahren an Demenz erkrankte und ins Pflegeheim musste. Seine einzige Abwechslung in seinem sehr eingeschränkten Alltag sind die Besuche des Pflegedienstes, die Telefonate mit seinem langjährigen Freund Ture und die Besuche seiner Enkelin Ellinor, seinem Hummelchen. Sein Sohn Hans kommt nur vorbei, um die Vorräte aufzufüllen.

Rückblickend erinnert sich Bo immer wieder an sein vergangenes Leben.
Vergangenheit und Gegenwart hat die Autorin gut ineinander verwoben, so dass ich als Leser/in die biographischen Zusammenhänge nachvollziehen kann und es der Geschichte eine sehr authentische Tiefe verleiht.

Der Charakter von Bo wird mit seinen unausgesprochenen Emotionen, seinen Gedanken, seinen liebevollen Erinnerungen, nicht ausgesprochenen Worten, Ängsten, seiner inneren Wut und auch seiner Liebe und Zuneigung zu den ihm nahestehenden Menschen sehr empathisch geschildert.

Durch den sehr warmen und einfühlsamen Schreibstil bringt uns die Autorin den letzten Lebensabschnitt, der sich so oder vielleicht so ähnlich ereignen kann, in einer unnachahmlichen Weise sehr nahe. Berührend, ungeschönt und klar artikuliert. Was bleibt am Ende des Lebens? Welche Entscheidungen können wir noch selbst treffen? Was uns am Ende gut tut, ist doch die Zuneigung und die Liebe von vertrauten Menschen, die uns trägt, uns Kraft gibt und mit Zuversicht erfüllt.

Die Autorin hat uns hier auf wundervolle Weise an Bos letzten fünf Monaten teilhaben lassen. Ein Buch mit Nachhall.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Spannungsgeladen, komplex und dystopisch

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Stefan Ahnhems neuer Kriminalroman, eingebunden in ein gewohnt landestypisches Cover, steht nach wie vor für skandinavische Hochspannung.

Als Fabian Risk mit seiner Tochter Matilda einen entspannten Spätsommerabend ...

Stefan Ahnhems neuer Kriminalroman, eingebunden in ein gewohnt landestypisches Cover, steht nach wie vor für skandinavische Hochspannung.

Als Fabian Risk mit seiner Tochter Matilda einen entspannten Spätsommerabend auf seinem Segelboot verbringt, erlebt Schwedens Küste plötzlich einen Blackout. Während dieses Stromausfalls geschehen viele scheinbar unzusammenhängende Ereignisse. Vom Banküberfall bis zu Kindesentführungen, eine Leiche im Wald und Menschen die sich ausgesprochen ungewöhnlich verhalten. Um diesen rätselhaften und verworrenen Fällen auf die Spur zu kommen, arbeiten Fabian und seine Kollegen unter Hochdruck.

Die Charaktere wurden in ihrer Individualität wieder sehr gut ausgearbeitet und dargestellt, mit Gedanken, Emotionen und eigener Vita. Jedem Ermittlungsteammitglied wurde eine signifikante Fähigkeit zugesprochen, die dem Team einen besonderen authentischen Touch verleiht. Aus der Komplexität des Falles heraus bilden hier viele weitere Akteure einen guten Background.

Der Autor versteht es wieder einmal eine unnachahmliche Spannung von Anfang an zu erzeugen, die sich im Laufe der Handlung immer weiter steigert. Das Gesamtkonstrukt der Geschichte ist fantastisch ausgearbeitet. Erst nach und nach erschließt sich dem Leser die ungeheure Tragweite dieser ganzen Thematik. Erschreckend dystopisch, doch absolut vorstellbar. Schlussendlich ist auch der flüssige Schreibstil dafür verantwortlich, der diesen Krimi wieder zu einem absoluten Pageturner werden lässt.

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