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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2021

keinen Raum für Hass

Der Junge, der nicht hassen wollte
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Ich habe eine Weile gebraucht, um mich in die Geschichte rein zu finden und mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Das Buch ist aber definitiv jeden Cent wert!

Beim Lesen hatte ich beinahe durchgehend ...

Ich habe eine Weile gebraucht, um mich in die Geschichte rein zu finden und mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Das Buch ist aber definitiv jeden Cent wert!

Beim Lesen hatte ich beinahe durchgehend einen Kloß im Hals, weil ich einfach wusste, dass diese Geschichte einen furchtbaren Verlauf und ein schlimmes Ende nimmt. Bücher über die NS-Zeit nehmen mich emotional sehr mit. Es ist so wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und sich auch mit solchen Themen zu befassen!

Shlomos Biografie ist sehr bewegend und regt zum nachdenken an. Ein Junge, der keinen Raum für Hass lässt und die Kraft hat solch Gräuel zu vergeben. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 27.07.2021

sehr ergreifende Geschichte über einen Mann, der lernt zu vergeben und einen sicheren Halt im Leben findet, der weit größer ist als Ruhm und Erfolg

Kein Herz aus Stahl
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"Ich liebe Dich. Lebe weiter." ( S. 33)

Michael Stahl wird in der Schule gemobbt, von seinem eigenen alkoholsüchtigen Vater gedemütigt und geschlagen. Sein Leid ist so groß, dass er beschließt nicht weiter ...

"Ich liebe Dich. Lebe weiter." ( S. 33)

Michael Stahl wird in der Schule gemobbt, von seinem eigenen alkoholsüchtigen Vater gedemütigt und geschlagen. Sein Leid ist so groß, dass er beschließt nicht weiter kämpfen zu wollen. Doch er wird aufgehalten und sein Leben nimmt eine Kehrtwendung. Er erkämpft sich als Bodyguard eine Karriere, die sich wirklich sehen lässt. Er beschützt Menschen wie Nena, Muhammed Ali oder die deutsche Fußballmannschaft. Doch die Wunden im Herzen schmerzen auch weiterhin und so macht er sich auf den Weg Vergebung zu finden.

Das Buch ist schlichtweg tragisch und berührend.

Das Buch ist sehr bewegend, jedoch fehlte mir hier und da mehr Tiefe und Informationen über die Person, in der es in dem Buch geht, da es ja auch als Biografie vermarktet wird. Vieles wird nur kurz angesprochen und als Leser bekommt man keine Hintergrundinformationen, einfach zu wenig zu der Person selbst. Er schien lediglich zeigen zu wollen, wie viel Gott bewirken kann.

Dennoch kann ich dieses Buch jedem ans Herz legen und weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Bambi ohne Disney Glanz

Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde
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Das Buch erzählt die Geschichte von Bambi, einem jungen Reh, das im Wald aufwächst und nach und nach die Welt um sich herum kennenlernt. Im Mittelpunkt stehen das Erwachsenwerden, der Umgang mit Verlust ...

Das Buch erzählt die Geschichte von Bambi, einem jungen Reh, das im Wald aufwächst und nach und nach die Welt um sich herum kennenlernt. Im Mittelpunkt stehen das Erwachsenwerden, der Umgang mit Verlust und das Leben in der Natur.

Der Einstieg ist ruhig und sehr beobachtend. Vieles wird über Naturbeschreibungen und kleine Szenen vermittelt, wodurch die Handlung eher im Hintergrund bleibt. Man braucht etwas Zeit, um sich auf diese Erzählweise einzulassen.

Im Verlauf begleitet man Bambi durch verschiedene Lebensphasen, von unbeschwerten Momenten bis hin zu deutlich ernsteren Erfahrungen. Der Wald und seine Bewohner spielen dabei eine zentrale Rolle und prägen die Atmosphäre stark.

Die Erzählweise bleibt insgesamt eher ruhig und teilweise distanziert, was nicht immer leicht zugänglich ist. Einige Passagen wirken dadurch etwas lang, auch wenn die Grundstimmung sehr konsequent bleibt.

Im Vergleich zum Disney Film ist das Buch deutlich ernster und weniger verspielt. Die Geschichte wirkt erwachsener und weniger auf eine kindliche Perspektive reduziert, wodurch auch die Themen rund um Gefahr und Tod präsenter sind.

Insgesamt ein atmosphärischer Klassiker, der mich vor allem in seiner Naturdarstellung interessiert hat, mich aber nicht durchgehend emotional erreicht hat.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein ruhiger Roman mit besonderer Atmosphäre

Der verschwundene Buchladen
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Dieser Roman spielt mit einer schönen Grundidee. Ein Buchladen, der nicht einfach nur ein Ort ist, sondern etwas Geheimnisvolles in sich trägt. Die Geschichte verbindet Gegenwart und Vergangenheit und ...

Dieser Roman spielt mit einer schönen Grundidee. Ein Buchladen, der nicht einfach nur ein Ort ist, sondern etwas Geheimnisvolles in sich trägt. Die Geschichte verbindet Gegenwart und Vergangenheit und entfaltet sich langsam über verschiedene Figuren hinweg.

Der Einstieg ist ruhig und eher atmosphärisch als direkt spannend. Ich brauchte ein paar Kapitel, um wirklich anzukommen, aber danach hat mich die Stimmung gut abgeholt. Vor allem die Idee hinter dem verschwundenen Buchladen fand ich interessant umgesetzt.

Die Figuren sind unterschiedlich angelegt und bringen jeweils ihre eigene Perspektive mit. Manche waren mir näher als andere, was auch an der Erzählweise liegt, die oft zwischen verschiedenen Handlungssträngen wechselt. Dadurch entsteht Abwechslung, aber nicht immer gleich viel Tiefe bei jeder Figur.

Am stärksten ist das Buch für mich in den ruhigeren Momenten. Wenn es um Erinnerungen, Bücher und die Verbindung zwischen Geschichten und Menschen geht, entfaltet es seine Wirkung. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo oder Klarheit in der Handlung gewünscht.

Insgesamt eine schöne, leicht magische Geschichte mit viel Atmosphäre und einer interessanten Idee im Zentrum. Nicht alles hat mich gleich stark erreicht, aber die Grundstimmung und das Setting bleiben positiv im Kopf.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein Einstieg in die Welt der Lyrik

Guten Morgen, Mitternacht
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Das war mein erster Lyrikband, den ich ganz bewusst gelesen habe und ich war direkt positiv überrascht. Die Texte sind oft kurz, aber trotzdem sehr eindringlich. Viele Gedichte wirken ruhig und gleichzeitig ...

Das war mein erster Lyrikband, den ich ganz bewusst gelesen habe und ich war direkt positiv überrascht. Die Texte sind oft kurz, aber trotzdem sehr eindringlich. Viele Gedichte wirken ruhig und gleichzeitig erstaunlich klar.

Der Zugang zur Lyrik fiel mir leichter als erwartet. Ich hatte mit mehr Distanz gerechnet, aber viele Stellen haben mich sofort angesprochen. Manche Gedichte erschließen sich erst beim zweiten Lesen, was für mich aber eher Teil des Reizes war.

Besonders hängen geblieben sind einzelne Zeilen, die ich mir markiert habe. Die Themen wirken zeitlos und oft sehr persönlich, ohne konkret zu werden.

Nicht jedes Gedicht hat sich mir sofort erschlossen. Vieles bleibt bewusst offen und lässt Raum für eigene Gedanken. Das hat für mich größtenteils gut funktioniert, auch wenn ich nicht alles greifen konnte.

Insgesamt ein sehr gelungener Einstieg in die Lyrik. Ein Band, den man gut in Etappen lesen kann und bei dem sich immer wieder neue Lieblingsstellen finden lassen.