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Veröffentlicht am 16.12.2020

Gelungene Fortsetzung

LARA. die Jagd.
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Drei Jahre sind seit den Ereignissen in Lara I vergangen. Lara hat sich in dieser Zeit akribisch auf die Konfrontation mit Bobbi vorbereitet. Jetzt ist Lara bereit dafür ... und macht sich auf die Jagd ...

Drei Jahre sind seit den Ereignissen in Lara I vergangen. Lara hat sich in dieser Zeit akribisch auf die Konfrontation mit Bobbi vorbereitet. Jetzt ist Lara bereit dafür ... und macht sich auf die Jagd nach ihrer ex-Freundin...
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!!!ACHTUNG, SPOILER!!!
Die erste Hälfte des Buches ist ein echtes Road-Movie. Alles bewegt sich auf den großen Showdown zwischen Lara und Bobbi zu. Aber es kommt anders ... denn es gibt noch andere Jäger in diesem Spiel. Lara und Bobbi sind gezwungen, im Kampf gegen ihre Verfolger nochmal gemeinsame Sache zu machen.
!!!SPOILER ENDE!!!
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Starke Charaktere. Ein Verwirrspiel sondergleichen. Was in Lara I begonnen hat, wird in Lara II konsequent fortgesetzt. Dem Buch ist ein tolles "Was bisher geschah..." vorangestellt. Das erleichtert den Anschluss an die Vorgeschichte und man ist schnell wieder mittendrin im rasanten Plot. Auch Teil 2 der Lara-Reihe ist spannend, fesselnd, berührend, unglaublich wendungsreich und überraschend. Der Schluss: Was für ein Cliffhanger! Jetzt kann ich nur atemlos auf das Finale der Trilogie warten.
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P.S.: Eine besonders schöne Zugabe sind wieder die feinen und liebevollen Illustrationen.

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Auch im Nachbarland wird gemordet...

Mord auf Vlieland
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Auch in unserem Nachbarland wird gemordet. "Mord auf Vlieland" von Jan Jacobs rückt Holland als Krimischauplatz in den Mittelpunkt.
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Zur Handlung: Die Polizei ermittelt im Mordfall Vincent Bakker. Keiner ...

Auch in unserem Nachbarland wird gemordet. "Mord auf Vlieland" von Jan Jacobs rückt Holland als Krimischauplatz in den Mittelpunkt.
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Zur Handlung: Die Polizei ermittelt im Mordfall Vincent Bakker. Keiner trauert richtig um den Hotelier. Auf der Insel scheint es nur so vor Geheimnissen zu wimmeln. Commisaris Griet Gerritsen kommt langsam aber sicher einer Tragödie auf die Spur, die schon Jahrzehnte zuvor ihren Anfang genommen hat...
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Autor Jan Jacobs fängt klare, holländische Insel-Atmosphäre ein und stellt ein tolles Ermittlerteam zusammen. Für den Leser gibt es viele Spuren zu verfolgen. Man kann miträtseln und die losen Fäden zusammen mit den Ermittlern immer mehr zusammenführen.
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Seine ganze Kraft entfaltet das Buch zum Finale. Die Auflösung ist großartig und berührend. Griet handelt mit ganz viel Herz und Fingerspitzengfühl. Der Fall wird nicht einfach nur aufgeklärt, sondern zieht noch eine ganze Menge nach sich.
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Fazit: "Mord auf Vlieland" ist ein Rätselkrimi voller Dramatik. Das Holland-Szenario ist ansprechend. Griet & Co. sind starke Charaktere, von denen ich mich am Ende des Buches gar nicht mehr trennen wollte. Gerade das Finale überzeugt total. Der Krimi endet mit einem Paukenschlag, der feinsinnig nachwirkt und einen über Recht und Gerechtigkeit philosophieren lässt. Für diesen packenden Auftakt gibt es eine klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Cors legt nach

Aschesommer
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Mit dem Thriller-Highlight KRÄHENTAGE hat Benjamin Cors im vergangenen Jahr seine Reihe um die Ermittler Jakob Krogh und Mila Weiss begonnen. Die Freude auf die Fortsetzung ASCHESOMMER war entsprechend ...

Mit dem Thriller-Highlight KRÄHENTAGE hat Benjamin Cors im vergangenen Jahr seine Reihe um die Ermittler Jakob Krogh und Mila Weiss begonnen. Die Freude auf die Fortsetzung ASCHESOMMER war entsprechend groß. Die Erwartungen auch.
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Darum geht’s: Krogh und Weiss finden in einem Kellergewölbe zwei eng umschlungene und tiefgefrorene Leichen. Die mit Asche geschrieben Botschaft Das Sterben hat begonnen lässt keinen Zweifel daran, dass weitere Morde bevorstehen…
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Benjamin Cors legt nach dem mehr als gelungenen Reihenauftakt nach. ASCHESOMMER spielt wenige Monate nach KRÄHENTAGE. Mit kleinen, aber feinen Erwähnungen schafft Cors Anknüpfungspunkte. So war ich mit Krogh und Weiss schnell wieder auf einer Linie. Die Handlung von ASCHESOMMER ist auf wenige Tage beschränkt. Der Plot ist entsprechend dicht und temporeich. Füllmaterial und Längen gibt es nicht. Alles hat seine Bedeutung und fügt sich wieder zu einem großen Ganzen zusammen. Cors ist damit erneut ein sehr gut konstruierter und durchdachter Thriller gelungen.
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Die Thriller-Handlung entfaltet sich von Beginn an. Das Ausgangsszenario und alles, was sich daraus entwickelt, entwickelt einen Lese-Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Hinzu kommt das konstant hohe Spannungslevel, das in keinem Moment nachlässt, sondern an entscheidenden Punkten noch scheinbar mühelos gesteigert wird. Auch in anderen Punkten hat Cors mich mit seinem zweiten Thriller erneut überzeugt. Das sind der tolle Schreibstil und die in jedem Moment spürbare Atmosphäre. Der Fall sorgt für Gänsehaut. Die Charaktere sind allesamt sehr interessant gezeichnet. Neben Krogh und Weiss sind mir diesmal auch die anderen Mitglieder der Gruppe 4 noch ein Stück nähergekommen. Besonders hervorheben möchte ich hier aber die Figur des faszinierenden Bösewichts, der diesmal alles überstrahlt.
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Cors hat mit ASCHESOMMER definitiv an die Qualität des ersten Bandes angeknüpft. Ich kann den Thriller nur wärmstens empfehlen. Von einem Highlight würde ich diesmal nicht sprechen – dafür scheinen 2. Bände überwiegend einfach nicht gemacht zu sein. Das große Überraschungsmoment bleibt meist aus. So auch hier. Aber das sind Mini-Abstriche auf sehr hohem Niveau. Der Thriller ist insgesamt sehr gelungene und ich hoffe, dass Cors seine Reihe auch künftig auf diesem Niveau fortsetzen kann.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Historischer Gänsehaut-Krimi

Das Gutshaus im Nebel
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DAS GUTSHAUS IM NEBEL von Katja Angenent ist ein historischer Kriminalroman, der ganz laut meinen Namen gerufen hat. Das Cover ist wunderschön spooky. Die Ankündigung des Verlags verspricht Gänsehaut-Feeling ...

DAS GUTSHAUS IM NEBEL von Katja Angenent ist ein historischer Kriminalroman, der ganz laut meinen Namen gerufen hat. Das Cover ist wunderschön spooky. Die Ankündigung des Verlags verspricht Gänsehaut-Feeling für Fans von Jane Austen, Charlotte Brontë und Wilkie Collins. Ja, ja und nochmal ja! Das musste ich lesen.
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Darum geht’s: Die junge Lehrerin Charlotte Jäger kommt 1882 als Betreuerin eines Adelssprösslings auf das abgelegene Gut Valarin. Dort lauern Geheimnisse…
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Der Einstieg ins Buch liefert gleich mal perfektes Kopfkino. Es war, als wäre ich mitten in einem Schwarz-Weiß Film gelandet. Dunkle Schatten, undurchsichtige Personen und seltsame Geschehnisse sorgen direkt für Mystery-Momente und Gänsehaut. Katja Angenent fängt hier perfekt die Stimmung klassischer Spannungsromane ein. Ich musste immer wieder an THE WOMAN IN WHITE von Wilkie Collins denken – ein Roman, der zu den Mitbegründern meiner Leidenschaft für das Genre gehört. Und genau hier knüpft DAS GUTSHAUS IM NEBEL an. Der Roman fängt früheren Zeitgeist ein, verwendet aber moderne Mittel. Der Krimi ist deutlich leichter und trotz seiner historischen Ansiedlung auch zeitgemäßer zu lesen als ein waschechter Klassiker.
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Das Gutshaus ist toll beschrieben und die Personen, mit denen ich es dort zu tun bekommen habe, ebenso. Ich hatte das Gefühl, selbst durch die dunklen Gänge zu wandeln. Natürlich habe ich auch versucht, mir auf so manches seltsame Verhalten und Ereignis einen Reim zu machen. Zu Beginn des Buches dachte ich nach der Schilderung einer schaurigen Überlieferung zeitweise sogar, dass die Geschichte sich komplett ins Geisterhafte entwickeln könnte. Ich wäre diesen Weg mitgegangen, weil es super zur allgemeinen Stimmung gepasst hätte. Die Autorin hat dann aber doch auf normale Erklärungen gesetzt.
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Das Erzähltempo ist zwar eher gemächlich, aber nie langweilig. Ich war stets neugierig darauf, wie es weitergeht. Es gibt immer wieder spannende Momente und Entwicklungen. Das Finale bietet sogar ein bisschen Action. DAS GUTSHAUS IM NEBEL ist ein Spannungsroman im Stile bekannter Klassiker, der mich gut und kurzweilig unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Intensiver Psychothriller

Station 9
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Eine Psychologin. Eine Patientin mit Amnesie. Ein bitterböses Spiel. Das sind die Zutaten, aus denen Naomi Williams ihren Psychothriller STATION 9 zusammengerührt hat. Das Ergebnis hat meinen Geschmack ...

Eine Psychologin. Eine Patientin mit Amnesie. Ein bitterböses Spiel. Das sind die Zutaten, aus denen Naomi Williams ihren Psychothriller STATION 9 zusammengerührt hat. Das Ergebnis hat meinen Geschmack getroffen.
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Darum geht’s: Blutüberströmt wird Laura Winters mitten in London auf der Straße gefunden. Das Blut ist nicht ihres. Laura hat keinerlei Erinnerung daran, was passiert ist…
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Okay, mein erster Gedanke war, dass ich so etwas ähnliches doch gerade erst in einem anderen Buch gelesen habe. Schnell hat sich dann aber herauskristallisiert, dass STATION 9 das Thema ganz anders anpackt. Dieser Psychothriller entpuppt sich nicht unmittelbar als rasanter Pageturner. Er setzt vielmehr auf ruhige Intensität.
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STATION 9 kommt eher langsam in die Gänge. Und dem ein oder anderen mag auf dem Lese-Weg vielleicht schon die Luft ausgehen. Mir hat der Stil aber gefallen. Und letztendlich kann ich für meinen Teil nur sagen: Dieser Thriller kommt langsam, aber gewaltig. Die Spannung ist über weite Strecken eher subtil und durch seltsame Ungereimtheiten geprägt. Im Verlauf nimmt die Handlung dann immer mehr an Fahrt auf – und tatsächlich war irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
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Ich hatte keinen besonderen Anspruch an das Buch und bin absolut positiv überrascht worden. Mir hat STATION 9 gefallen. Der Erzählton ist leise, das Tempo eher langsam. Beides in einem Maße, wie es mich aber anspricht. Trotz schmaler unter 400 Seiten braucht die Story ein bisschen Anlaufzeit. Gerade die zweite Hälfte hat mir dann aber richtig gut gefallen. Ich bin hier insgesamt echt auf meine Kosten gekommen und hatte eine gute Lesezeit.

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