Melancholie
KatzenpfadeSara Lundberg schreibt mit ihrem Buch Katzenpfade eine Geschichte über den langen Weg, toxische Verhaltensweisen zu erkennen und aufzubrechen. Als Kindergeschichte getarnt kann hier jeder etwas lernen, ...
Sara Lundberg schreibt mit ihrem Buch Katzenpfade eine Geschichte über den langen Weg, toxische Verhaltensweisen zu erkennen und aufzubrechen. Als Kindergeschichte getarnt kann hier jeder etwas lernen, egal ob groß oder klein. Die Geschichte zeigt, wie schwer es ist, vom Gewohnten abzuweichen und Verhaltensweisen aufzubrechen, die einem selbst oder Geliebten um einen herum vielleicht gar nicht so guttun. Gleichzeitig zeigt die Autorin aber auch: Es kann schön sein, Neues zu entdecken und vielleicht findest du etwas, das dir auch gefällt!
Die Illustrationen fangen ein unbeschreibliches Gefühl von Melancholie und Schwermut auf. Teilweise wirken die eingerahmten Bilder auf einzelnen Seiten sogar wie kleine Kunstwerke. Vor allem der Kunststil, der irgendwie schwer zu greifen ist, irgendwo zwischen Gouache, Aquarell oder doch Acryl, fängt die vorherrschende Stimmung von Unsicherheit und der Suche nach Beständigkeit unglaublich gut ein.
Besonders schön ist außerdem, dass die Hauptfigur gar nicht direkt gegendert wird, sondern offen bleibt, um welches Geschlecht es sich hier handelt. Zum einen sorgt das dafür, dass niemand ausgeschlossen wird und gleichzeitig kann sich so jeder mit der Figur identifizieren, der sich angesprochen fühlen möchte. Vor allem für ein Kinderbuch ist das eine Inklusion, die öfter vertreten sein sollte und hier super umgesetzt wurde.