Profilbild von Michite

Michite

Lesejury Star
offline

Michite ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Michite über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Eine überaus lesenswerte Erweiterung des Bridgerton-Universums

Queen Charlotte – Bevor es die Bridgertons gab, veränderte diese Liebe die Welt
0

In „Queen Charlotte“ geht es um die deutsche Prinzessin Charlotte, die als Braut für den britischen König George ausgewählt wird, ohne ihm je begegnet zu sein. Außerdem gibt es noch zwei weitere Handlungsstränge, ...

In „Queen Charlotte“ geht es um die deutsche Prinzessin Charlotte, die als Braut für den britischen König George ausgewählt wird, ohne ihm je begegnet zu sein. Außerdem gibt es noch zwei weitere Handlungsstränge, die Agatha Danbury und dem Diener Brimsley folgen.

Ich habe es schon länger nicht mehr erlebt, dass mich eine Geschichte bereits ab der ersten Seite so mitgerissen hat wie „Queen Charlotte“. Im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin ist die Grundstimmung deutlich düsterer, jedoch erzählt Julia Quinn mit so viel Witz und Charme, dass ich beim Lesen trotzdem häufig ein Lächeln im Gesicht hatte.

Charlotte ist mit ihren 17 Jahren zumindest nach heutigem Verständnis noch eine junge Protagonistin, die erst lernen muss, sich in der Welt abseits ihrer Heimat zurechtzufinden. Es war schön, mitzuerleben, wie sie nach und nach erkennt, dass sie mit ihrer Macht etwas bewirken kann.
George hat mir als Protagonist genauso gut gefallen. Mit seinem Interesse für Astronomie und seinem weichen Herz widerspricht er dem Stereotyp männlicher Härte.

Auch als Paar mochte ich Charlotte und George sehr. Bereits die erste Begegnung der beiden war einfach goldig. Trotz einiger Krisen, die sie gemeinsam meistern müssen, gehen die beiden sehr wertschätzend miteinander um.

Die Handlungsstränge von Agatha und Brimsley haben mir im Großen und Ganzen gut gefallen, auch wenn der Fokus tendenziell auf Charlotte und George lag. Besonders die aufblühende Freundschaft zwischen Agatha und Charlotte war eine schöne Ergänzung zur Liebesgeschichte.

Alles in allem eine überaus lesenswerte Erweiterung des Bridgerton-Universums, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2026

Eine Geschichte, die im Gedächtnis bleibt

The Poet Empress
0

In „The Poet Empress“ geht es um Wei, die Konkubine des angehenden Kaisers Terren wird, weil sie ihrer Familie ein besseres Leben ermöglichen möchte. Doch Terren ist grausam und Wei beschließt, ein Herzseelengedicht ...

In „The Poet Empress“ geht es um Wei, die Konkubine des angehenden Kaisers Terren wird, weil sie ihrer Familie ein besseres Leben ermöglichen möchte. Doch Terren ist grausam und Wei beschließt, ein Herzseelengedicht zu schreiben, um das Reich von ihm zu befreien …

Die Protagonistin Wei war mir von Beginn an sympathisch. Sie ist eine Bauerntochter, die nicht länger mit ansehen möchte, wie ihre Geschwister verhungern, und sich deshalb aus Verzweiflung als Konkubine anbietet. Im Palast wird sie wie ein Stück Fleisch behandelt und muss sich selbst Gewalt antun, um zu überleben. Ihre Entwicklung hat mich sehr mitgenommen. Denn um im Palast bestehen zu können, muss sie ihre Grenzen verschieben und ihre Prinzipien über Bord werfen.

Obwohl Wei die Erzählerin ist, geht es in „The Poet Empress“ eigentlich um Terren und seinen älteren Bruder Maro. Nach und nach spricht Wei mit verschiedenen Menschen, um Terrens Vergangenheit zu verstehen, und stößt dabei auf die Geschichte von zwei Brüdern, die durch die Machtkämpfe der Erwachsenen auseinandergetrieben worden sind.
Obwohl Terren für viel Leid verantwortlich ist, konnte ich nicht anders, als mit ihm zu fühlen. Denn der Autorin gelingt es, ihn menschlich wirken zu lassen, ohne seine Taten zu entschuldigen. Vor allem die abschließenden 100 Seiten, in denen die letzten Geheimnisse aufgedeckt werden, haben mich sehr berührt. Generell war das Ende des Buches bittersüß und anders als erwartet, aber im Nachhinein absolut passend.

Auch das Magiesystem ist meiner Meinung nach wirklich gelungen, denn Magie wird mithilfe von Sprüchen gewirkt. Auf diese Weise ist sie nicht an einzelne Personen gebunden, sondern an die Schreibfähigkeit, die Wei sich im Verlauf aneignet. Ich hätte es schön gefunden, wenn an einigen Stellen noch etwas intensiver auf die Magie und die Welt eingegangen worden wäre.

Alles in allem zeigt „The Poet Empress“, dass Geschichten nicht immer laut sein müssen, um eine Wirkung zu entfalten. Mir wird das Buch sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.08.2024

Süße Liebesgeschichte mit liebeswerten Charakteren

The Charm Offensive - Wenn die Klappe fällt, beginnt die Liebe
0

In diesem Jahr waren bei mir leider noch nicht viele Highlights dabei, aber dieses Buch gehört auf jeden Fall dazu! Tatsächlich kann ich gar nicht genau benennen, woran es gelegen hat, da die Geschichte ...

In diesem Jahr waren bei mir leider noch nicht viele Highlights dabei, aber dieses Buch gehört auf jeden Fall dazu! Tatsächlich kann ich gar nicht genau benennen, woran es gelegen hat, da die Geschichte an sich nicht wirklich etwas Neues ist, jedoch mochte ich die Atmosphäre sehr und es gab kaum Figuren, mit denen ich nicht mitfühlen konnte.
Der Schreibstil war nach meinem Empfinden eher etwas distanziert, was aber wahrscheinlich vor allem an der Erzählperspektive der dritten Person lag. Trotzdem konnte ich die Gefühle der Protagonisten Dev und Charlie sehr gut nachvollziehen, ohne dass diese durch Erzählerkommentare hätten unterstützt werden müssen. Vor allem Charlies Zweifel wirkten auf mich sehr authentisch. Deswegen hat mich nicht einmal das ständige Hin und Her gestört, da bei beiden deutlich wurde, dass sie sich aufgrund ihres fehlendend Selbstbewusstsein wegstoßen.
Auch das Setting hat mir sehr gut gefallen. Zwar schaue ich selbst kein Reality-TV, jedoch wirkte die Darstellung für mich nachvollziehbar und war vor allem nicht beschönigt. Zwar ist Dev absolut vom Märchen der Sendung überzeugt, jedoch wurde deutlich, dass es hinter den Kulissen eben nicht so abläuft.
Zudem wurde die Bereich Selbstfindung und Beziehung meiner Meinung nach gut kombiniert, da beide Protagonisten nicht nur für ihre Beziehung, sondern auch dafür kämpfen, sich selbst so zu akzeptieren. So lebt etwa Dev schon seit seiner Kindheit mit Depressionen und Charlie hat Zwangs- und Angststörungen.

Alles in allem ein Buch mit sympathischen und interessanten Charakteren, dass mich vor allem mit seiner Atmosphäre und dem Miteinander der Figuren überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2021

Für mich ein Jahreshighlight

Morgen und die Ewigkeit danach
0

Nathalie gibt sich die Schuld am Tod ihres kleinen Bruders und spricht seit dem nicht mehr.
Lucas denkt, dass er es nicht wert ist, geliebt zu werden.
Beide haben sie die Kraft zum Leben verloren. Doch ...

Nathalie gibt sich die Schuld am Tod ihres kleinen Bruders und spricht seit dem nicht mehr.
Lucas denkt, dass er es nicht wert ist, geliebt zu werden.
Beide haben sie die Kraft zum Leben verloren. Doch in der Psychiatrie erkennen sie gemeinsam, dass es sich lohnt, sich ins Leben zurück zu kämpfen…

Nathalie und Lucas sind beides unheimlich starke und sympathische Charaktere, die schon viel zu früh den Ernst des Lebens kennenlernen mussten. Ihre Reise hat mich emotional total berührt. Ich habe mit beiden gelacht, geweint und einfach mitgefiebert.

Was das Buch in meinen Augen so besonders gemacht hat, war vor allem der grandiose Schreibstil, der sich zusammen mit den Charakteren entwickelt hat.
So wie Nathalie zu beginn innerlich taub war, so war auch die Wortwahl zu Beginn sehr nüchtern und unterstrich ihre Teilnahmslosigkeit am Klinikalltag dadurch perfekt. Doch je mehr sich Nathalie wieder ins Leben zurückgekämpft hat, desto fröhlicher und lebendiger wurde auch der Erzählstil. Es hat mich einfach gefesselt wie phänomenal der Schreibstil ihre Gefühlslage widergespiegelt hat und wie die Autorin es so geschafft hat, so viel Gefühl auf so wenigen Seiten unterzubringen.
Und dennoch geht es im Buch natürlich nicht nur um Fortschritt, sonder auch um die vielen Rückschlägen mit denen beide Protagonisten, aber auch die anderen Patienten zu kämpfen hatten. Ihr Kampf, ihr Emotionen und Gedanken und der Klinikalltag wurden in keiner Weise verharmlost. Gleichzeitig wurde aber auch nichts im Buch unnötig dramatisiert, obwohl es durchaus dramatische Szenen gab. Und genau das hat die Geschichte für mich letztendlich so authentisch gemacht.
Dieses Buch lässt mich einfach sprachlos zurück, weil es mir so viel mehr gegeben hat, als ich mir erhofft hatte.

Alles in allem ein Jahreshighlight und eines der besten Jugendbücher, die ich je gelesen habe!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2021

Eine zuckersüße Liebesgeschichte

The Brooklyn Years - Was von uns bleibt
0

Als die Brooklyn Bruisers Leo Trevi einen Vertrag anbieten, geht für ihn ein Traum in Erfüllung.
Womit er jedoch nicht gerechnet hat: Die Pressesprecherin des Teams ist seine Ex-Freundin Georgia, die er ...

Als die Brooklyn Bruisers Leo Trevi einen Vertrag anbieten, geht für ihn ein Traum in Erfüllung.
Womit er jedoch nicht gerechnet hat: Die Pressesprecherin des Teams ist seine Ex-Freundin Georgia, die er nie vergessen konnte. Für ihn ist klar, dass er sie um jeden Preis zurückgewinnen muss - auch wenn ihr Vater alias sein Coach ihm sowieso schon das Leben zur Hölle macht…

Erzählt wird abwechselt aus Sicht der beiden Protagonisten.
Leo ist einer meiner absolut liebsten Protagonisten aus dem Genre NA. Er ist total sympathisch und man merkt ihm auf jeder Seite des Buches an, wie stark seine Gefühle für Georgia sind.
Auch Georgia ist ein total niedlicher Charakter. Teilweise ist sie schüchtern, gleichzeitig aber auch eine sehr starke weibliche Protagonistin, die sich an einem vor allem von Männern dominierten Arbeitsplatz, durchzusetzen weiß.
In vielen Bücher fehlen mir häufig die Funken zwischen den Protagonisten - Bei Leo und Georgia war es genau das Gegenteil; Ich habe den Protagonisten zu jeder Zeit abgenommen, dass sie einander schon jahrelang lieben und einander nicht vergessen können. Es war einfach zuckersüß, die beiden zusammen zu erleben.
Zusätzlich gibt es auch sehr viele tolle Nebencharaktere, die ich bereits jetzt ins Herz geschlossen habe und auf deren Geschichte ich mich auch schon total freue.

Von der Handlung her hat mir das Buch zu hundert Prozent zugesagt. Generell liebe ich Sport-Romance, vor allem wenn das Thema so schön in die Geschichte eingebunden wird, wie in diesem Roman.
Genauso gut gefallen haben mir aber auch die restlichen Themen, die im Buch behandelt werden. So zeigt die Geschichte sehr gut, wie leicht Missverständnisse entstehen können, wenn man voreilige Schlüsse zieht.
Abgerundet wird das ganze natürlich noch vom tollen Schreibstil der Autorin, den ich schon in ihren anderen Büchern geliebt habe und ihrem Humor, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat.

Alles in allem eine zuckersüße Liebesgeschichte, die mit tiefgründigen Themen, starken Protagonisten und sympathischen Nebencharakteren überzeugen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere