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Veröffentlicht am 26.03.2026

Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Als ich den Klappentext von „Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel gelesen habe, war ich wirklich neugierig auf dieses Buch, konnte mir aber nicht so richtig viel darunter ...

Als ich den Klappentext von „Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel gelesen habe, war ich wirklich neugierig auf dieses Buch, konnte mir aber nicht so richtig viel darunter vorstellen. Dass sich dahinter so eine großartige Geschichte verbirgt, damit habe ich wirklich nicht gerechnet, obwohl auch die wunderschöne Covergestaltung das eigentlich schon vermuten ließ.
Aber worum geht’s überhaupt?
Wir lernen Sophie kennen, die super schlau ist, gerade ein Praktikum macht und von der man sagt, dass „aus ihr bestimmt mal etwas ganz Großes wird“. Doch das Praktikum ist langweilig und so klickt sie sich durch Kleinanzeigen und kauft Hals über Kopf ein Haus für 3100 €, irgendwo im Nirgendwo.
Dort angekommen erwartet sie mehr oder weniger eine Ruine. Nach einigen Tagen, in denen sie das Gefühl hat, einen ziemlich großen Fehler gemacht zu haben, fängt sie dann doch mit kleinen Renovierungsarbeiten an. Und so langsam beginnt ihr neues Leben auf dem Dorf… oder?
Hach, diese Geschichte… Ich habe wirklich nicht viel erwartet und wurde komplett überrascht. Schon nach den ersten Seiten wollte ich am liebsten selbst nach einem günstigen Haus auf Kleinanzeigen schauen und alles von Grund auf renovieren. Doch dann hat die Vernunft gesiegt und ich habe einfach weitergelesen :D
Ich mochte Sophie richtig gerne. Eigentlich lebt sie genau das Leben, das sich viele wünschen: weg vom Handy und dem ständigen „Erreichbarsein“, raus in die Natur und etwas mit den eigenen Händen schaffen. Ich würde sofort mit ihr tauschen, wenn da nicht immer dieses kleine Stimmchen im Kopf wäre, das sagt: „Das ist unvernünftig.“ Denn Sophie ist einfach los, hat niemandem Bescheid gesagt, ihren Chef geghostet und sich voll in diese Idee gestürzt.
Der Schreibstil von Anna Katharina Scheidemantel hat mir richtig gut gefallen. Zu keiner Zeit wurde mir das Buch langweilig und ich habe mich immer wieder gefreut, weiterzulesen. Auch wenn die Geschichte eher ruhig verläuft, war ich die ganze Zeit bei Sophie, konnte mich gut in sie hineinversetzen und mochte ihre Art, Dinge anzugehen.
Ein wirklich richtig tolles Buch, das ich nur weiterempfehlen kann!

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein Buch, das einen in seinen Sog zieht

Idol in Flammen
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„Idol in Flammen“ ist ein sehr dünnes Buch, von dem man sich meiner Meinung nach nicht vom Cover abschrecken lassen sollte. Denn das hat mich ehrlich gesagt nicht wirklich angesprochen. Umso überraschter ...

„Idol in Flammen“ ist ein sehr dünnes Buch, von dem man sich meiner Meinung nach nicht vom Cover abschrecken lassen sollte. Denn das hat mich ehrlich gesagt nicht wirklich angesprochen. Umso überraschter war ich dann von der Geschichte selbst.

Im Mittelpunkt steht eine Schülerin, die ein großer Fan eines Idols ist. Als dieser jedoch in einen Skandal verwickelt wird, beginnt sie immer mehr in ihre eigenen Gedanken und Gefühle abzutauchen. Die Grenze zwischen Fan-Sein, Identität und Realität verschwimmt dabei zunehmend.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Es ist zwar sehr kurz, hat aber eine starke Wirkung. Einerseits liest man es super schnell weg, andererseits entwickelt die Geschichte einen richtigen Sog, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Besonders spannend fand ich, wie intensiv die Gedankenwelt der Protagonistin dargestellt wird. Es zeigt sehr eindrücklich, wie sehr man sich in etwas verlieren kann und wie stark Emotionen einen beeinflussen können.

Ein kurzes, aber eindringliches Buch, das mich überrascht und absolut überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Ein Buch, das mich seit dem Lesen nicht mehr loslässt

Ich, die ich Männer nicht kannte
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„Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman wollte ich schon lange lesen, da ich das Buch immer wieder im englischsprachigen Raum gesehen habe und viele Leser*innen sehr begeistert davon ...

„Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman wollte ich schon lange lesen, da ich das Buch immer wieder im englischsprachigen Raum gesehen habe und viele Leser*innen sehr begeistert davon waren.

Worum geht es?
In einem Keller sind 39 Frauen sowie ein junges Mädchen eingesperrt, die von Wärtern bewacht werden. Warum sie dort festgehalten werden, weiß niemand. Sie bekommen täglich Essen und wenn es ihnen schlecht geht auch Medizin. Das junge Mädchen hat keinerlei Erinnerungen an die Zeit vor dem Jetzt, und auch die anderen Frauen sprechen kaum darüber, wie ihr Leben früher einmal war. Niemand kann sagen, wie lange sie bereits dort gefangen sind.

Doch eines Tages geschieht etwas Unerwartetes. Ein Alarm ertönt, die Wärter verschwinden und plötzlich bietet sich den Frauen die Möglichkeit zur Flucht. Aber ist Freiheit nach so langer Gefangenschaft wirklich so einfach? Und was erwartet sie überhaupt außerhalb ihres Gefängnisses?

Dieses Buch hat wirklich etwas mit mir gemacht. Seitdem ich es beendet habe, muss ich immer wieder an die Geschichte denken. Obwohl das Buch stellenweise seine Längen hatte, hat es mich unglaublich gefesselt.

Vor allem die Atmosphäre, die Dynamik zwischen den Frauen und die ständige Ungewissheit haben mich beim Lesen sehr in den Bann gezogen. Es ist eines dieser Bücher, aus denen jeder etwas anderes mitnehmen kann und über das man wahrscheinlich stundenlang diskutieren könnte.

Für mich war es auf jeden Fall ein echtes Highlight, das ich so schnell nicht vergessen werde.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Schuld, Rache und ihre Folgen

Geständnisse
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„Geständnisse“ von Kanae Minato war eines dieser Bücher, die ich innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen.

Alles beginnt damit, ...

„Geständnisse“ von Kanae Minato war eines dieser Bücher, die ich innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen.

Alles beginnt damit, dass eine Lehrerin vor ihrer Klasse steht und eine erschütternde Nachricht verkündet. Ihre kleine Tochter ist unter tragischen Umständen ums Leben gekommen. Doch sie ist überzeugt, dass zwei ihrer eigenen Schüler für den Tod verantwortlich sind. In einer ruhigen, sachlichen Rede erzählt sie der Klasse, dass sie bereits ihre eigene Form der Rache vorbereitet hat.

Von diesem Moment an entfaltet sich eine beklemmende Geschichte, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Nach und nach erfahren wir mehr über die beteiligten Personen, ihre Gedanken, ihre Hintergründe und darüber, wie ein einziges Ereignis das Leben vieler Menschen verändert.

Besonders gut gefallen hat mir, wie die Geschichte aufgebaut ist. Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man immer neue Einblicke und versteht nach und nach, wie alles zusammenhängt. Gleichzeitig wird die Atmosphäre immer intensiver und auch ziemlich beklemmend.

Der Schreibstil ist dabei sehr ruhig, was die Geschichte noch eindringlicher macht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles entwickelt.

Wer eine düstere, spannende Geschichte lesen möchte, wird von „Geständnisse“ nicht enttäuscht werden.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Zwischen Arbeit, Erwartungen und richtig gutem Essen

Richtig gutes Essen
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„Richtig gutes Essen“ ist eine kurze Geschichte, die sich mit dem Arbeitsalltag, zwischenmenschlichen Beziehungen und der Rolle von Essen im täglichen Leben beschäftigt.

Die Handlung spielt in einem Büro ...

„Richtig gutes Essen“ ist eine kurze Geschichte, die sich mit dem Arbeitsalltag, zwischenmenschlichen Beziehungen und der Rolle von Essen im täglichen Leben beschäftigt.

Die Handlung spielt in einem Büro in Japan, wo wir die Angestellten Nitani, Ashikawa und Oshio begleiten. Ein großer Teil ihres Alltags dreht sich um gemeinsame Mahlzeiten, die mehr sind als nur eine Pause vom Arbeiten. Gerade dabei wird deutlich, wie unterschiedlich die drei ticken.
Während Ashikawa leidenschaftlich gerne backt und ihre Kolleginnen regelmäßig mit selbstgemachten Leckereien versorgt, ist Essen für Nitani eher eine Notwendigkeit. Wenn er könnte, würde er sich am liebsten nur von Instant-Ramen ernähren. Auch gemeinsame Essen mit Kolleginnen, die in Japan eine wichtige soziale Rolle spielen, sind ihm eher unangenehm und lästig. Im Arbeitsalltag könnten Ashikawa und Nitani ebenfalls kaum unterschiedlicher sein. Denn während Ashikawa pünktlich Feierabend macht oder früher geht, wenn es ihr nicht gut geht, bleibt ein Teil ihrer Arbeit oft an Nitani hängen, der dadurch Überstunden machen muss.
Auch Oshio nimmt ihre Arbeit sehr ernst und kann Ashikawas Verhalten nicht wirklich nachvollziehen.
Trotzdem scheint Ashikawas Verhalten von den anderen Kolleg*innen kaum hinterfragt zu werden, schließlich bringt sie fast täglich Gebäck mit, das von allen sehr geschätzt und gelobt wird.

Ich mochte dieses Buch richtig gerne. Besonders der Schreibstil hat mir sehr gefallen, da er ruhig und unaufgeregt ist. Außerdem fand ich es sehr gelungen, dass wir die Geschichte sowohl aus der dritten Person von Nitani als auch aus der Ich-Perspektive von Oshio erleben. Dadurch bekommt man einen sehr guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.

Auch die Gestaltung des Buches hat mir unglaublich gut gefallen. Das Cover ist schlicht und in nur zwei Farben gehalten, wirkt aber gerade dadurch sehr besonders. Und auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch wunderschön gestaltet.

Insgesamt ist es ein besonderes Buch, das zum Nachdenken anregt und das ich sehr gerne gelesen habe. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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