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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2020

Ein modernes Märchen

Die Weisheit des Regenbogens
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Mit „Die Weisheit des Regenbogens“ hat Jando ein modernes Märchen geschrieben, das geschickt eine fantasievolle Story mit Mut machenden und Hoffnung weckenden Lebensweisheiten verknüpft. Sicher, die Geschichte ...

Mit „Die Weisheit des Regenbogens“ hat Jando ein modernes Märchen geschrieben, das geschickt eine fantasievolle Story mit Mut machenden und Hoffnung weckenden Lebensweisheiten verknüpft. Sicher, die Geschichte klingt oft zu unwahrscheinlich, um wahr zu sein, doch ist das nicht eine Eigenschaft jeden Märchens? Und letztendlich erfüllt diese Geschichte ihren Zweck: Sie regt zum Nachdenken und Reflektieren an. Das Buch ist einerseits sehr gefühlvoll, poetisch und einfühlsam, andererseits rast die Handlung geradezu dahin und lässt an manchen Stellen den Wunsch nach mehr Tiefe unbeantwortet. Die Schrift in dem 156 Seiten starken Buch ist sehr groß, sodass es sich leicht an einem Abend lesen lässt. Mich hat der Schreibstil sehr stark an die Bücher von Sergio Bambaren erinnert, die ich vor einigen Jahren gelesen habe.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ich habe es leider nicht gefühlt

Villa Rivolta
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Ich bin ganz ehrlich: Dieses Buch war gar nicht meins. Die Geschichte und die Charaktere haben mich leider nicht berühren können. Das liegt nicht daran, dass auf den fast 600 Seiten nichts passiert. Allerdings ...

Ich bin ganz ehrlich: Dieses Buch war gar nicht meins. Die Geschichte und die Charaktere haben mich leider nicht berühren können. Das liegt nicht daran, dass auf den fast 600 Seiten nichts passiert. Allerdings hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl, dass über der Geschichte eine Art Dunstglocke liegt, die alle Höhen und Tiefen der Story abstumpft und die Emotionen der Protagonisten irgendwie banal erscheinen lässt. Entscheidende Szenen unterschieden sich vom Feeling kaum von unbedeutenden Szenen. Es gab keinen Spannungsaufbau, kein Abtauchen in die Geschichte, keine Lieblingsfiguren. Sondern viel gefühlte Eintönigkeit, trotz einer eigentlich ereignisreichen Erzählung. Es ist schwer, das irgendwie in Worte zu fassen, aber vielleicht kann man ansatzweise verstehen, was ich meine.
Schwer getan habe ich mich auch mit den Hauptprotagonisten und deren Beziehungen zueinander und Gefühle füreinander. Die waren für mich nahezu nicht nachvollziehbar und erkennbar. Ein Beispiel ist die im Buch viel zitierte Seelenverwandtschaft zwischen Piero und Valeria – die meiner Meinung nach keine Seelenverwandtschaft ist. Dazu ist die ganze Beziehung viel zu einseitig. Ebenso seltsam ist die Beziehung zu Flavio. Oder aber, dass Valeria immer wieder erzählt, wie erbärmlich ihr Leben ist, ich das beim Lesen aber leider gar nicht so sah. Da scheint irgendwie eine Diskrepanz zwischen der Erzählung der Geschehnisse und der Gefühlswelt der Protagonisten zu sein. Folge: Ich wurde gar nicht warm mit den Charakteren.
Und zu guter Letzt gab es dann auch noch nach fast 600 Seiten ein für mich nicht befriedigendes Ende. Sehr vieles blieb offen, der Aufhänger der Geschichte wurde kurzerhand als kleine Randgeschichte abgefrühstückt und plötzlich gab es Gefühlsregungen, die nicht vorhersehbar waren.
Und dennoch würde ich niemals behaupten, dass das Buch schlecht ist. Ich bin mir aber sicher, dass viele das Buch auch lieben werden und ich sehe darin auch die harte Arbeit des Autors. Dennoch hat es meine persönlichen Erwartungen nicht erfüllen können.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

ZU einseitig betrachtet

Was wir sind
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Definitiv kein schlechtes Buch, aber definitiv auch nicht mein Buch. Spannend fand ich, wie glaubwürdig sich die Dynamik der Freundschaft zwischen den drei Frauen im Laufe der Jahre geändert hat und wie ...

Definitiv kein schlechtes Buch, aber definitiv auch nicht mein Buch. Spannend fand ich, wie glaubwürdig sich die Dynamik der Freundschaft zwischen den drei Frauen im Laufe der Jahre geändert hat und wie ihnen das Leben/das Schicksal so manchen Strich durch ihre einstigen Träume gemacht hat. Wobei wir hier schon ganz nah an meinem größten Kritikpunkt vorbeistreifen. Denn in der Story entwickelt sich nicht nur jeder frühere Traum im Laufe der Geschichte eher zu einem Albtraum. Nein, vielmehr hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass den drei Frauen nahezu nichts Gutes passiert bzw. gute Dinge von einer negativen Seite betrachtet wurden. Oder genauer gesagt, die Autorin legte den Fokus allein auf die negativen Aspekte der drei Lebensgeschichten. Und das fand ich nicht nur sehr unrealistisch und einseitig, sondern auch deprimierend. Gekrönt wurde es dann auf den letzten Seiten sehr unerwartet dann doch noch von einer Art Happy End. Was es für mich noch absurder machte. Mich konnte das Buch leider so gar nicht abholen, auch wenn ich die Idee mit dieser Frauenfreundschaft, und wie sich diese im Laufe der Jahre verändert, eigentlich gut fand.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Zu laut für meinen Geschmack

Durch das Raue zu den Sternen
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Bringen wir es auf den Punkt: Das war leider so gar nicht mein Buch. Erwartet hatte ich eine Story, die berührt und die auf eine positive Art kraftvoll und ermutigend ist. Doch das habe ich beim Lesen ...

Bringen wir es auf den Punkt: Das war leider so gar nicht mein Buch. Erwartet hatte ich eine Story, die berührt und die auf eine positive Art kraftvoll und ermutigend ist. Doch das habe ich beim Lesen so nicht empfunden. Dabei spielt Kraft im wahrsten und im übertragenen Sinn durchaus sehr häufig eine wichtige Rolle in dem Buch – leider eher im negativen Sinn: Arkadia versucht mit allen (durchaus sehr unkonventionellen) Mitteln als Mädchen im Knabenchor aufgenommen zu werden. Mit Gewalt bringt sie diejenigen zum Schweigen, die sie auf ihre Mutter ansprechen. Mit aller Kraft scheint sie den Grund zu verdrängen, warum ihre Mutter nicht mehr da ist. Das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Vater ist ein einziger Krampf. Die Mutter ist alles andere als eine Konstante in ihrem Leben und dennoch die Person, von der sie sich am meisten wünscht, gesehen zu werden. Auch sonst scheint alles und jeder eine Herausforderung zu sein, der man kampfbereit und/oder mit großer Klappe entgegentreten muss. Ihre Liebe zur Musik hat kaum noch etwas Harmonisches, sondern ist eher von Ehrgeiz und Druck geprägt. Auch die Gesangslehrer üben häufig massiven Druck auf die Kinder aus. Die Kinder im Chor sind eher Gegner als Team … Und über allem schwebt die Frage: Steckt hinter dem „Ich will berühmt werden“ wirklich die richtige Intuition? Will sie wirklich um ihretwillen berühmt werden und Musik machen? Ich denke nicht. Und genau das hat mich beim Lesen entmutigt und verhindert, dass mich die Geschichte berührt.
Leider bekommt das Buch so von mir nur 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Leider gar nicht überzeugend

Der Sternenstaubdieb
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Für die Optik bekommt das Buch von mir die volle Punktzahl. Der Schutzumschlag und die Prägungen auf dem Buch können nicht schöner sein. Leider war ich vom Inhalt nicht so begeistert, dabei finde ich die ...

Für die Optik bekommt das Buch von mir die volle Punktzahl. Der Schutzumschlag und die Prägungen auf dem Buch können nicht schöner sein. Leider war ich vom Inhalt nicht so begeistert, dabei finde ich die Idee eines Fantasyromans, der in der Dschinn-Welt spielt, faszinierend und vielversprechend. Der Klappentext des mehr als 570 Seiten starken Buches hatte einiges an Spannung versprochen, doch die fand ich so gut wie gar nicht. Denn die Abschnitte im Buch, die spannend sein sollten, waren es leider nicht. Sie wurden auf den ersten 500 Seiten meist sehr kurz und oft auch etwas verwirrend abgehandelt, sodass gar keine Spannung beim Lesen entstehen konnte. Später im Buch wurde es dann etwas besser.
Gar nicht überzeugt haben mich auch die Charaktere. Sie wirkten unausgereift, waren nicht vielschichtig und auch nicht sympathisch. Loulie, die Mitternachtshändlerin, war alles andere als eine taffe Geschäftsfrau und starke Protagonistin – wurde einem aber so verkauft. Prinz Mazen verhielt sich vor allem am Anfang so, als wäre er ein kleiner Junge und kein Prinz in den 20ern. Und auch die Gespräche der Protagonisten miteinander wirkten so einfach und gestelzt. Insgesamt macht das Buch auf mich einen sehr unausgereiften Eindruck. Es hätte hier meiner Meinung nach vor der Veröffentlichung noch einiges an Arbeit und Korrekturen gebraucht.
Oft habe ich das Buch für längere Zeit zur Seite gelegt, weil es mich nicht fesseln konnte, oder mit dem Gedanken gespielt, ganz aufzuhören, weil ich genervt war. Deshalb gibt es von mir auch nur (sehr wohlwollend) 2 von 5 Sternen.

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