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Veröffentlicht am 25.03.2026

Sprechende Alpakas, mysteriöse Gespenster und sympathische Charaktere

Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!
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Meinung:
Nelly ist die Urururenkelin von Doktor Frankenstein und lebt in seinem alten Schloss. Das hört sich ziemlich cool an, doch damit hören die coolen Dinge auch schon auf. Denn Nellys Eltern mögen ...

Meinung:
Nelly ist die Urururenkelin von Doktor Frankenstein und lebt in seinem alten Schloss. Das hört sich ziemlich cool an, doch damit hören die coolen Dinge auch schon auf. Denn Nellys Eltern mögen es gar nicht, mit ihrem Ahnen in Verbindung gebracht zu werden, und haben ein total normales und langweiliges Leben. Nelly hingegen möchte eine echte Erfinderin werden und in die Fußstapfen von Frankenstein treten. Eines Tages geht eine ihrer Erfindungen furchtbar schief, denn ein totes Alpaka wird wieder zum Leben erweckt und dann kann dieses Alpaka auch noch sprechen.

Da mir von Autorin Astrid Göpfrich die Reihe rund um Flora Botterblom so positiv in Erinnerung geblieben ist, habe ich mich riesig auf das neue Werk der Autorin gefreut.
Die Idee einer Urenkelin von Frankenstein, sowie deren großer Wissensdurst und Experimentierfreude klangen absolut vielversprechend. Und auch auf das sprechende Alpaka, freute ich mich sehr.

Alpaka Montserrat war dann auch so, wie ich sie mir in groben Zügen vorgestellt habe. Das Alpaka ist eine kleine Deutschlehrerin und quasselt ohne Punkt und Komma. Doch Nelly schließt Montserrat schnell in ihr Herz.

Neben all den alltäglichen Dingen, die nun mit dem Alpaka schiefgehen, ist es aber auch der geheimnisvolle Teil rund um den Geist des Schlosses, der mich in seinen Bann ziehen konnte.

Eingestreut über das ganze Buch gibt es immer wieder tolle und witzige Erfindungen von Nelly, die hier ganz genau beschrieben werden.

Fazit:
Natürlich habe ich diesen neuen Reihenauftakt mit der Flora Botterblom Reihe der Autorin verglichen und hier hängt diese Reihe leider ein wenig hinterher. Betrachtet man das Ganze jedoch unabhängig voneinander, bekommt man eine super lustige und unterhaltsame Geschichte geboten. Sprechende Alpakas, mysteriöse Gespenster und sympathische Charaktere sorgen für gute Unterhaltung beim Lesen.

Veröffentlicht am 25.03.2026

Spannender Abschluss der dritten Staffel

Flüsterwald – Die magische Akademie. Die Rache der Spiegelkrieger (Flüsterwald, Bd. III-4)
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Meinung:
Die Bedrohung durch die bösen Spiegelzwillinge wird für Lukas, Ella, Rani, Punchy und Felicitas immer greifbarer. Der Kampf steht kurz bevor. Und dann stellt auch noch der Direktor in Aussicht, ...

Meinung:
Die Bedrohung durch die bösen Spiegelzwillinge wird für Lukas, Ella, Rani, Punchy und Felicitas immer greifbarer. Der Kampf steht kurz bevor. Und dann stellt auch noch der Direktor in Aussicht, dass er die Akademie lieber zerstören würde, als sie in die Hände seines bösen Zwillings zu geben.

Hierbei handelt es sich um den vierten und finalen Band der dritten Staffel von Flüsterwald. Es ist daher zwingend erforderlich zumindest die dritte Staffel bereits gelesen zu haben.

In diesem Finale spitzt sich die Lage zwischen den bösen Spiegelzwillingen und Lukas und seinen Freunden immer mehr zu. Es sieht nicht gut aus, doch die Freunde geben nicht kampflos auf.

Was mir auch an diesem Band wieder sehr gut gefallen hat, ist, dass wir wieder in die unterschiedlichen Perspektiven von Lukas und Ella schlüpfen. So ist man als Leser hautnah an den verschiedenen Handlungsorten mit dabei. Dabei empfand ich Lukas Perspektive als deutlich interessanter als die von Ella. Denn hier gibt es wieder ein paar kleine Enthüllungen und Wendungen.

Nichtsdestotrotz merke ich für mich, dass so ein wenig die Luft raus ist. Ich liebe die Charaktere immer noch sehr, dennoch merke ich, dass mich die Handlung einfach nicht mehr so an die Seiten fesseln kann. Ich weiß daher nicht, ob ich eine weitere Staffel noch weiterverfolgen werde.

Neben dem wie immer großartigen Cover ist Illustrator Timo Grubing auch wieder für die tollen Vignetten zu Beginn eines jeden Kapitels zuständig und hat dabei einen tollen Job geleistet.

Fazit:
Ein spannender Abschluss der dritten Staffel erwartet den Leser mit dieser Geschichte. Ich wurde wirklich gut unterhalten, muss für mich aber einfach eingestehen, dass die Luft ein wenig raus ist, was diese Reihe betrifft. Nichtsdestotrotz habe ich Lukas, Ella, Rani, Punchy und Felicitas ganz tief in mein Herz geschlossen.

Veröffentlicht am 25.03.2026

Fesselnde aber auch düstere Geschichte

Eventyr-Saga 1: Tochter des Nebelwalds
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Meinung:
Ava, ihre kleine Schwester Linn und ihr Vater führen ein hartes Leben, voller Hunger und harter Arbeit. Als der Vater sich endlich durchringt, mit den Mädchen ein neues Leben in der Stadt anzufangen, ...

Meinung:
Ava, ihre kleine Schwester Linn und ihr Vater führen ein hartes Leben, voller Hunger und harter Arbeit. Als der Vater sich endlich durchringt, mit den Mädchen ein neues Leben in der Stadt anzufangen, scheint sich das Blatt zum Guten zu wenden. Doch dann lässt der Vater die Mädchen alleine im Wald zurück. Die Schwestern irren durch den finsteren Wald, bis sie plötzlich ein Haus mitten im Wald entdecken. Wer lebt hier?

Schon beim Lesen des Klappentextes fühlt man sich ein wenig an das Märchen von Hänsel und Gretel erinnert. Diese Meinung verfestigt sich zu Beginn der Geschichte, nachdem der Vater die Kinder im Wald zurücklässt. Im weiteren Verlauf kommt das Gefühl dazu, dass man eine eigene Version von Krabat liest. Diese Vergleiche musste ich beim Lesen zwangsläufig ziehen. Tatsächlich hat mich diese Ähnlichkeit zu den genannten Titeln hier etwas gestört. Dennoch schafft es Gry Kappel Jensen ihre ganz eigene Geschichte zu kreieren.

Dabei ist der Grundton der Handlung eindeutig ein düsterer. Die Geschichte spielt in harten und grausamen Zeiten. Hunger, Tod sowie die Hexenjagd sind einige Themen, die hier behandelt werden.

Als Leser fragt man sich die ganze Zeit, was hinter der merkwürdigen Frau namens Nebula steckt und wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird.

Protagonistin Ava handelt leider nicht immer ganz nach meinem Geschmack. Dennoch konnte ich durchaus nachvollziehen, warum sie gewisse Entscheidungen trifft.

Fazit:
Eine fesselnde, aber auch durchaus düstere Geschichte erwartet den Leser mit dem ersten Band der Eventyr-Saga. Die Vergleiche zu Hänsel und Gretel sowie Krabat liegen nahe. Dennoch wird hier eine ganz eigene Geschichte kreiert. Sicherlich ein Titel, der nicht für jeden etwas ist. Dennoch mal eine etwas andere Geschichte, die mich gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 25.03.2026

Kommt sehr ruhig daher, dennoch liest man gerne weiter

Stadt der Sänger und Verschwörer (Stadt der Magier 2)
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Meinung:
Cor und Ro reisen in die Stadt Granadis. Dort soll Cor seine Ausbildung als Magier unter der Leitung von Maestra Ascendi vertiefen. Und auch Ro findet eine neue Beschäftigung bei der Hilfe und ...

Meinung:
Cor und Ro reisen in die Stadt Granadis. Dort soll Cor seine Ausbildung als Magier unter der Leitung von Maestra Ascendi vertiefen. Und auch Ro findet eine neue Beschäftigung bei der Hilfe und Unterstützung von Maestra Ascendis Ehemann in der Heilkunde. Dann hält eine mysteriöse Krankheit die Stadt in Atem. Cor und Ro haben schnell einen Verdacht, woher diese Krankheit stammen könnte.

Die Geschichte lässt sich auch wunderbar lesen, ohne dass man den ersten Band bereits kennt. Denn beide Geschichten enden in sich abgeschlossen und hier in diesem zweiten Band wird ein ganz neues Thema behandelt.

Ich für meinen Teil musste feststellen, dass ich etwas mehr von dieser Geschichte erwartet habe. Ja, auch der erste Band war ruhig, es wurde viel erklärt und die Geschichte hat sich langsam aufgebaut. Da man aber nun die Welt und die Charaktere bereits kennt, hatte ich mit einer etwas spannenderen Geschichte gerechnet. Für mich gibt es lange Zeit keinen großen Konflikt, den die Charaktere zu bewältigen haben. Ja, da wäre die Krankheit, doch die Handlung plätschert teilweise dahin.

Nichtsdestotrotz muss ich festhalten, dass ich die Geschichte gerne gelesen habe. Trotzdem nicht so viel passierte, fühlte ich mich größtenteils gut unterhalten.
Dies lag unter anderem an der Familie Ascendi, die frischen Wind in die Handlung hineinbringt.

Besonders schön ist auch die Beziehung zwischen Cor und Ro. Die beiden Freunde stehen immer füreinander ein und sind der jeweilige Fels in der Brandung für den anderen. Auch das Ende der beiden hat mich sehr berührt und positiv gestimmt.

Fazit:
Der zweite Band der Reihe kommt ebenfalls sehr ruhig daher. Ich muss gestehen, dass ich mit einem etwas dynamischeren Handlungsverlauf gerechnet habe. Trotzdem ich etwas anderes von der Geschichte erwartet hatte, fühlte ich mich zu fast jeder Zeit sehr gut unterhalten. Dies spricht eindeutig für den Schreibstil von Autorin Judith Mohr.

Veröffentlicht am 11.02.2026

Schöner Mix aus Geschichte, Magie und zwei mutigen Protagonisten

Die Jagd nach den magischen Münzen
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Meinung:
Das Mädchen Bo findet eines Tages am Flussufer der Themse eine glänzende Münze. Doch damit nicht genug, hat sie auch noch das Gefühl, dass der Fluss mit ihr spricht. Kurz darauf lernt sie den ...

Meinung:
Das Mädchen Bo findet eines Tages am Flussufer der Themse eine glänzende Münze. Doch damit nicht genug, hat sie auch noch das Gefühl, dass der Fluss mit ihr spricht. Kurz darauf lernt sie den jungen Billy vom gegenüberliegenden Ufer kennen. Die beiden Kinder spüren sofort eine besondere Verbindung zueinander. Und dann erzählt Billy auch noch von einer weiteren Münze, die das Gegenstück zu Bos Münze sein soll.

Geheimnisvolle Münzen, Geschichten, die in London spielen und ein Hauch von Übersinnlichem, haben mich an dieser Geschichte sofort gereizt.

Autorin Jessie Burton entführt den Leser in ein vergangenes London, das von Armut, Krieg und Entbehrungen gebeutelt ist. Bo lebt in ärmlichen Verhältnissen, wird jedoch von ihrer neuen Lehrerin, Miss Cressant dazu ermutigt mehr aus ihrem Leben zu machen, was für ein Mädchen zur damaligen Zeit furchtbar schwierig ist.

Besonders gut, hat mir die besondere Beziehung zwischen Bo und Billy gefallen. Nach und nach kommen die beiden Kinder einem uralten Geheimnis auf die Schliche.

Ja, als erwachsener Leser, ahnt man den Twist der Geschichte bereits sehr früh. Dies hat meinen Lesespaß jedoch zu keiner Zeit getrübt. Zudem bin ich mir sicher, dass die eigentliche Zielgruppe nicht so schnell hinter das große Geheimnis kommen wird.

Besonders schön hat mir das Ende der Geschichte gefallen. Außerdem ist es richtig cool, dass die Autorin „Das Lied der Themse“ am Ende sogar noch einmal niedergeschrieben hat und man als Leser nun endlich erfährt, was in dieser Ballade steht.

Fazit:
Eine geheimnisvolle Ballade, eine mysteriöse Münze und ein uraltes Geheimnis sind spannende Ankerpunkte in dieser Geschichte. Die besondere Beziehung zwischen den Kindern, sowie deren gemeinsame Verbindung haben mir eine tolle Lesezeit beschert. Ein zauberhafter Einzelband, den ich hier lesen durfte, der die Tür für einen möglichen zweiten Band zudem offenhält.